CH367800A - Verfahren zur Herstellung von Chinacridonen und Derivaten davon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chinacridonen und Derivaten davon

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CH367800A
CH367800A CH6044858A CH6044858A CH367800A CH 367800 A CH367800 A CH 367800A CH 6044858 A CH6044858 A CH 6044858A CH 6044858 A CH6044858 A CH 6044858A CH 367800 A CH367800 A CH 367800A
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CH6044858A
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Armin Dr Caliezi
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B48/00Quinacridones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description


      Verfahren    zur     Herstellung    von     Chinacridonen    und Derivaten davon    Es wurde gefunden, dass Verbindungen der Formel I  
EMI0001.0004     
    worin     R,    Wasserstoff, einen     aliphatischen    oder aro  matischen Rest und     R2    einen     Arylrest,    in welchem  mindestens eine     o-Stellung    zur     -NH-Gruppe        unsub-          stituiert    ist, bedeuten, in Gegenwart von organischen         Sulfonsäuren    so umgesetzt werden können,

   dass unter       Ringschluss    die entsprechenden     Chin[2,3-b]acridone     bzw.     Chin[2,3-b]acridonderivate    nach dem Reak  tionsschema:  
EMI0001.0017     
    gebildet werden.  



  Gegenstand des     vorliegenden    Patentes ist daher  ein Verfahren zur Herstellung von     Chin[2,3-b]acri-          donen    und Derivaten davon mit     ankondensierten    aro  matischen Ringen, dadurch gekennzeichnet, dass man  Verbindungen der Formel I in Gegenwart von orga  nischen     Sulfonsäuren        cyclisiert.     



  Als Ausgangsstoffe der Formel I können z. B.  2,5 -     Diphenylamino    -     terephthalsäure,        2,5-Diphenyl-          amino-terephthalsäureester    und vor allem im     Phenyl-          aminorest    substituierte     2,5-Diphenylamino-terephthal-          säuren,    z. B.  



       2,5-Di-(methylphenylamino)-terephthalsäuren,          2,5-Di-(methoxyphenylamino)-terephthalsäuren,          2,5-Di-(halogenphenylamino)-terephthalsäuren       und       2,5-Di-(2',4'-dimethyl-phenylamino)-terephthal-          säure    und ferner       2,5-Dinaphthylamino-terephthalsäure     verwendet werden.  



  Die Ausgangsstoffe der Formel I können nach  bekannten Herstellungsmethoden, z. B. durch Kon  densation von     Succinylobemsteinsäureestern    mit pri  mären aromatischen     Aminen,    z. B.     Anilin,        anschlie-          ssender    Oxydation in Gegenwart von Tod und gege  benenfalls     Verseifung,    dargestellt werden.  



  Die genannten Ausgangsstoffe werden, wie ge  sagt, in Gegenwart von organischen     Sulfonsäuren        cy-          clisiert.        In    Betracht     kommen    z.

   B.:           Methansulfonsäure,          Athansulfonsäure,          Benzolsulfonsäuren,          Toluolsulfonsäuren,          Chlorbenzolsulfonsäuren,          Naphthalinsulfonsäuren    und       Pyridinsulfonsäuren.     Es sind bereits mehrere Verfahren zur     Cyclisa-          tion    von     2,5-Diarylamino-terephthalsäuren    zu den  entsprechenden     Chin[2,3-b]acridonen    bzw.

       Chin-          [2,3-b]acridonderivaten    bekannt, wie das Erhitzen  in Gegenwart von Zinkchlorid,     Phosphorpentachlorid,          Phosphorpentoxyd,        Aluminiumchlorid    usw.     Alle    diese       Verfahren    ergeben schlechte Ausbeuten und sind  meist nur in     Spezialfällen    brauchbar. Als bisher  bestes Verfahren galt das Erhitzen der     2,5-Diaryl-          amino-terephthalsäure    in     geschmolzener    Borsäure auf  über 300  C (Annalen,<B>518,</B> 245).

   Dieses Verfahren  ist aber technisch nur äusserst schwer durchführbar,  einerseits der hohen Temperatur wegen und ander  seits wegen der Eigenschaft der     Borsäureschmelze,     während der Reaktion zu schäumen und zum Schluss  zu einer festen     nichtrührbaren    Masse zu erstarren.  



  Demgegenüber weist das neue Verfahren den       Vorteil    auf, dass es bei wesentlich tieferen Tempera  turen arbeitet, die Lösung nicht schäumt und dauernd       rührbar    bleibt, und dass die Ausbeute z. B. der     Chin-          [2,3-b]acridone    höher und die Produkte reiner sind  als bei der     Borsäureschmelze.     



  Gegenüber dem Verfahren gemäss der schweize  rischen Patentschrift Nr. 367181, das in Gegenwart  von Schwefelsäure durchgeführt wird, weist das vor  liegende Verfahren den     wesentlichen        Vorteil    auf,  dass keine     Sulfonierung    der     Chin[2,3-b]acridone    bzw.       Chin[2,3-b]acridonderivate    stattfindet. Ein weiterer       Vorteil    besteht darin, dass die verwendeten organi  schen     Sulfonsäuren        regenerierbar    sind.  



  Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht  darin, dass als Ausgangsstoffe     vorteilhaft    substituierte       2,5-Diarylamino-terephthalsäuren    oder ihre Ester  verwendet werden können.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung kann bei  erhöhter Temperatur, etwa bei 150 bis 200  C, vor  zugsweise bei etwa 170  C,     durchgeführt    werden. Die  Regenerierung der     Sulfonsäuren    kann in üblicher  Weise durchgeführt werden, indem man entweder  das Umsetzungsprodukt im Vakuum erhitzt und die       Sulfonsäure        abdestilliert,    oder indem man das     Um-          setzungsprodukt    mit Wasser umsetzt und nach Ab  scheidung des festen     Chinacridons    bzw.

       Chinacridon-          derivates    das Wasser     abdestilliert    und die     Sulfonsäure          zurückgewinnt.     



  Die erhaltenen     Chinacridone    bzw.     Chinacridon-          derivate    können     in    bekannter Weise durch Lösen in       konzentrierter        Schwefelsäure    und     anschliessende    Ver  dünnung mit Wasser, so dass zweckmässig eine     Schwe-          felsäurekonzentration    von etwa     8511/o    entsteht,     um-          kristallisiert    werden.

      Es ist auch möglich, die     Chinacridone    bzw.     Chin-          acridonderivate    in bekannter Weise mit alkoholischer       Kaliumhydroxydlösung    in reine Produkte überzu  führen.  



  Bei einer bevorzugten Ausführungsform des vor  liegenden Verfahrens wird als Ausgangsstoff     2,5-Di-          phenylamino-terephthalsäure    verwendet. Das     Um-          setzungsprodukt    wird mit Wasser verdünnt; dabei  wird ein     Chin[2,3-b]acridon    erhalten, welches einen       violettroten    Farbton aufweist. Durch Lösen in kon  zentrierter Schwefelsäure und anschliessende Verdün  nung mit Wasser, vorzugsweise auf     8511/ ,    wird die  bekannte rote Modifikation des     Chin[2,3-b]acridons     erhalten.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  4 Teile     2,5-Diphenylamino-terephthalsäure    wer  den in 40 Teilen     Methansulfonsäure    eine halbe  Stunde auf 170  erhitzt. Nach dem Abkühlen trägt  man die Lösung auf Wasser aus und filtriert das aus  gefallene     Chin[2,3-b]acridon    ab. Dieses wird mit ver  dünnter Natronlauge ausgekocht. Es kann noch  weiter gereinigt werden durch Auskristallisieren aus  Schwefelsäure oder durch Behandlung mit alkoholi  schem     Kaliumhydroxyd    (Annalen,<I>518, 245).</I>  



  <I>Beispiel 2</I>  4 Teile     2,5-Diphenylamino-terephthalsäure    wer  den in 40 Teilen     p-Toluolsulfonsäure-monohydrat     eine halbe Stunde auf 160  erhitzt und anschliessend,  wie im Beispiel 1 angegeben, aufgearbeitet. Man er  hält das     Chin[2,3-b]acridon    in sehr guter Ausbeute  und Reinheit.  



  An Stelle von     p-Toluolsulfonsäure    kann auch  Benzol- oder     Chlorbenzolsulfonsäure    verwendet wer  den.  



  <I>Beispiel 3</I>  5 Teile     2,5-Diphenylamino-terephthalsäure    und  50 Teile     m-Benzoldisulfonsäure    werden 2 Stunden  auf 150  erhitzt und, wie im Beispiel 1 angegeben,  weiterbehandelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Chin[2,3-b]acri- donen und Derivaten davon mit ankondensierten aromatischen Ringen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel I EMI0002.0090 worin R1 Wasserstoff, einen aliphatischen oder aro matischen Rest und R., einen Arylrest, in welchem mindestens eine o-Stellung zur -NN-Gruppe unsub- stituiert ist, bedeuten,
    in Gegenwart von organischen Sulfonsäuren cyclisiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man bei erhöhter Temperatur, zweckmässig bei 150 bis 200 C, cyclisiert. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 2,5- Diphenylamino-terephthalsäure cyclisiert. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass als organische Sulfonsäure Me- thansulfonsäure verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als organische Sulfonsäure p-To- luolsulfonsäure verwendet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass 2,5-Diphenylamino-terephthalsäure in Gegenwart von Methansulfonsäure bei etwa 170 C cyclisiert wird.
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