CH368077A - Anordnung zur Übertragung von Messwerten von einem Sender zu einem Empfänger, wovon der eine auf Hochspannungs-, der andere auf Erdpotential liegt - Google Patents

Anordnung zur Übertragung von Messwerten von einem Sender zu einem Empfänger, wovon der eine auf Hochspannungs-, der andere auf Erdpotential liegt

Info

Publication number
CH368077A
CH368077A CH6841359A CH6841359A CH368077A CH 368077 A CH368077 A CH 368077A CH 6841359 A CH6841359 A CH 6841359A CH 6841359 A CH6841359 A CH 6841359A CH 368077 A CH368077 A CH 368077A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
transmitter
receiver
transmission
high voltage
arrangement
Prior art date
Application number
CH6841359A
Other languages
English (en)
Inventor
Othmar Dipl El Ing Schneider
Nyffenegger Willy
Original Assignee
Siemens Ag Albis
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag Albis filed Critical Siemens Ag Albis
Priority to CH6841359A priority Critical patent/CH368077A/de
Publication of CH368077A publication Critical patent/CH368077A/de

Links

Classifications

    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R15/00—Details of measuring arrangements of the types provided for in groups G01R17/00 - G01R29/00, G01R33/00 - G01R33/26 or G01R35/00
    • G01R15/14—Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks
    • G01R15/26—Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks using modulation of waves other than light, e.g. radio or acoustic waves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)
  • Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description


  
 



  Anordnung zur Übertragung von Messwerten von einem Sender zu einem Empfänger, wovon der eine auf   Hochspannungs-,    der andere auf Erdpotential liegt
In der Starkstromtechnik ist eine wichtige Frage die Übertragung von Informationen aus Hochspannungskreisen nach Erdpotential, insbesondere die Messung von Leistung, Energie, Spannung und Strom, wobei vor allem die Überbrückung des Potentialsprungs das Hauptproblem bildet. Eine Möglichkeit besteht darin, für die Messung die üblichen Einrichtungen für Niederspannung auf Hochspannungspotential zu legen und die Anzeigegrösse nach Erdpotential zu übertragen. Die einfachste Lösung wäre demnach ein Messinstrument mit grosser Skala, die eine Ablesung aus sicherer Distanz erlaubt. Eine Fernanzeige, wie sie meistens in Hochspannungsanlagen gefordert wird, wäre aber auf diese Weise nicht möglich, ausser z.

   B. unter Verwendung einer Fernsehanlage. Nach einem bekannten Vorschlag wird der Potentialsprung optisch überbrückt. Der Lichtstrahl einer Lampe wird von einem auf Hochspannung befindlichen Spiegel, der durch die Messgrösse beeinflusst wird, mehr oder weniger reflektiert und bewirkt über einen Empfänger mit   Photozelle    eine elektrische Ausgangsgrösse proportional zum Messwert. Bei diesem optischen Verfahren ist die Betriebssicherheit wegen der kurzen Lebensdauer der benötigten Lampen nicht gewährleistet. Auch ist die Störanfälligkeit, vor allem bei Verwendung im Freien, gross durch Verschmutzen von Linsen, Störung des Übertragungsweges durch Gegenstände usw. Die   Übertragung    ist überdies ohne zusätzlichen Aufwand auf eine Sichtverbindung beschränkt.



   Ein bekanntes Verfahren zur Übertragung von Informationen, insbesondere Messwerten, von einem Sender zu einem Empfänger besteht darin, dass der eine auf Hochspannungs-, der andere auf Erdpotential liegt. Ferner werden zur Übertragung Schallschwingungen mit vorgegebener Ausbreitungsrichtung als Träger der Informationen verwendet. Eine vorgegebene Ausbreitungsrichtung kann z. B. durch die Form von Hohlkörpern erreicht werden, welche das als Schalleiter dienende, isolierende Medium enthalten. Auch sind feste Isolierkörper als Schalleiter möglich. Eine weitere Möglichkeit, eine vorgegebene Ausbreitungsrichtung zu erreichen, besteht darin, die Schallschwingungen gebündelt abzustrahlen.



   Dieses bekannte Verfahren besitzt den Vorteil, dass es in festen, flüssigen und gasförmigen, isolierenden Medien anwendbar ist. Der Übertragung kann eine beliebige Richtung gegeben werden, vor allem bei Verwendung von Rohren, welche das zur   Über-    tragung dienende Medium enthalten. Es ist bekannt, auf der Senderseite Einrichtungen zu benützen, welche die zu übertragenden Informationen in eine elektrische Grösse umwandeln, z. B. in eine Spannung.



  Diese elektrische Grösse moduliert in einem Modulator eine elektrische Hilfsschwingtmg nach einem der bekannten Verfahren (Frequenz-, Amplituden-, Impuls-, Phasenmodulation). Der Modulator speist einen ersten elektromechanischen Wandler. Die in diesem Wandler erzeugten Schallschwingungen werden zu einem zweiten elektromechanischen Wandler übertragen, wo sie wieder in elektrische Schwingungen umgewandelt werden. Die elektrische Ausgangsgrösse des zweiten Wandlers stellt also ein Mass für die Eingangsgrösse des ersten Wandlers dar. Nach Verstärkung und Demodulation der elektrischen Schwingung liegt eine der Information entsprechende elektrische Grösse zur Auswertung vor, z. B. in einer Anzeige- oder Zählschaltung.

   Unter einem elektromechanischen Wandler soll ein solcher verstanden sein, der elektrische Schwingungen in Schallschwin  gungen (hörbaren und unhörbaren Schall) oder umgekehrt Schallschwingungen in elektrische Schwingungen umwandelt.



   Die Anordnung zur Übertragung von Messwerten gemäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Ferrariszähler und einen Oszillator, dessen Frequenz im Rhythmus der Umdrehungszahl der Ferrarisscheibe zwischen zwei Festwerten wechselt, so dass die Häufigkeit des Frequenzwechsels ein Mass für den zu übertragenden Messwert darstellt, wobei die Ausgangsspannung des Oszillators dem senderseitigen Wandler zugeführt wird.



   Die Zeichnung zeigt schematisch die prinzipielle Gestaltung eines Anwendungsbeispiels der erfindungsgemässen Anordnung. Als Messwerte sind die aus einer Leistungs- und Energiemessung anfallenden Messwerte zu übertragen. Als Übertragungsmittel werden Schallschwingungen in geführten Medien benützt.



   Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel dient zur Leistungs- und Energiemessung ein üblicher Ferrariszähler 1 mit Scheibe. Der Strompfad des Zählers wird von einem Stromwandler 2 und der Spannungspfad über den Vorwiderstand 3 gespiesen. Der Zähler ist mit dem Sender 4 verbunden; Zähler, Stromwandler und Sender befinden sich auf Hochspannungspotential. Die Wicklungen des Stromwandlers 2 brauchen daher nicht für Hochspannung isolierst zu sein. Der Oszillator 5 mit der Frequenz   fl    oder   f2    im Tongebiet steuert den Endverstärker 6 aus. Die Ferrarisscheibe des Zählers bewirke je einmal pro Umdrehung eine kurzzeitige Umtastung der Oszillatorfrequenz von   fl    auf f2 und wieder auf fl zurück.

   Die elektromechanischen Wandler 7 und 8 sind einander gleiche Telephonhörerkapseln, die durch das Rohr 9 miteinander verbunden sind. Das Rohr 9 besteht aus Isoliermaterial, z. B. aus Kunststoff oder Porzellan, und ist mit Luft von Atmosphärendruck gefüllt, die als schalleitendes Medium dient.



  Mit zehn Meter Kunststoffrohr sind Übertragungsdämpfungen von 30 db bei 1 kHz zwischen den Wandleranschlüssen gemessen worden, wobei theoretisch auf die Leitung allein 3 db, auf die allerdings akustisch nicht angepassten Wandler 27 db entfallen.



   Der Empfänger 10 umfasst einen Verstärker 11 mit Begrenzer 12 und Frequenzdiskriminator 13. Der Frequenzdiskriminator liefert eine Ausgangsspannung von   mänuderförmiger    Art gemäss seiner Kennlinie.



  Eine Rechteck- oder Schaltstufe 14 mit Schalthysterese erzeugt daraus eine Rechteckwelle. Diese Stufe schaltet erst bei einem vorbestimmten Schwellwert ihrer Eingangsspannung um; zur Rückschaltung muss die Eingangsspannung aber unter einen wesentlich geringeren Pegel abfallen. Eine Impulsformerstufe 15 wandelt diese Rechteckwelle in für das Zählorgan geeignete Impulse um, deren Folgefrequenz der Anzahl Umdrehungen der Ferrarisscheibe pro Sekunde entspricht und daher ein Mass für die Leistung auf der Hochspannungsseite darstellt. Diese lässt sich daher mit einem registrierenden Frequenzmessgerät 16 messen. Die Energie kann z. B. mit einem Zähler 17, wie er in Gesprächszählschaltungen benutzt wird, gemessen werden.



   Zur Stromversorgung der Anlage dient der Strom, der durch die Serieschaltung der Spannungsspule des Zählers 1, des stabilisierten Gleichrichters 18 und des Vorwiderstandes 3 fliesst. Sender und Empfänger werden vorzugsweise als Transistorschaltungen ausgebildet, was grosse Betriebssicherheit und kleine Dimensionen ergibt.



   Durch die Verwendung der Frequenzschubtastung als Modulationsart ergeben sich verschiedene Vorteile, vor allem ein günstiges Verhältnis zwischen Signal- und Störpegel, sowie eine einfache Ausbildung des Messwertgebers. Wandler und Schalleitung sind in bezug auf ihre Übertragungscharakteristik ganz unkritisch und bedürfen keiner Entzerrung oder Eichung, wie sie z. B. bei Anwendung der Amplitudenmodulation nötig wäre.



   In gleicher Weise ist auch eine Übertragung in umgekehrter Richtung, also von Erdpotential auf Hochspannungspotential, möglich.



   Die beschriebene Anordnung zeichnet sich aus durch geringe Anfälligkeit gegen Störungen von aussen, geringe Ausbreitungsdämpfung und damit kleine Senderleistung, kleines Übersprechen durch benachbarte Schalleiter, auch bei Verwendung von gleichen   Übertragungsfrequenzen.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Übertragung von Messwerten von einem Sender zu einem Empfänger, wovon der eine auf Hochspannungs-, der andere auf Erdpotential liegt, wobei auf der Sender- und auf der Empfängerseite je ein elektromechanischer Wandler angeordnet ist, welche durch einen elektrisch isolierenden Schallleiter miteinander verbunden sind, und Einrichtungen auf der Senderseite, die den zu übertragenden Messwert in für die Speisung des Wandlers geeignete Form bringen, und Einrichtungen auf der Empfängerseite, die die vom Wandler gelieferte Grösse in eine zur Anzeige geeignete Form bringen, gekennzeichnet durch einen Ferrariszähler und einen Oszillator, dessen Frequenz im Rhythmus der Umdrehungszahl der Ferrarisscheibe zwischen zwei Festwerten wechselt,
    so dass die Häufigkeit des Frequenzwechsels ein Mass für den zu übertragenden Messwert darstellt, wobei die Ausgangsspannung des Oszillators dem senderseitigen Wandler zugeführt wird.
CH6841359A 1959-01-16 1959-01-16 Anordnung zur Übertragung von Messwerten von einem Sender zu einem Empfänger, wovon der eine auf Hochspannungs-, der andere auf Erdpotential liegt CH368077A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH6841359A CH368077A (de) 1959-01-16 1959-01-16 Anordnung zur Übertragung von Messwerten von einem Sender zu einem Empfänger, wovon der eine auf Hochspannungs-, der andere auf Erdpotential liegt

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH6841359A CH368077A (de) 1959-01-16 1959-01-16 Anordnung zur Übertragung von Messwerten von einem Sender zu einem Empfänger, wovon der eine auf Hochspannungs-, der andere auf Erdpotential liegt

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH368077A true CH368077A (de) 1963-03-15

Family

ID=4528718

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6841359A CH368077A (de) 1959-01-16 1959-01-16 Anordnung zur Übertragung von Messwerten von einem Sender zu einem Empfänger, wovon der eine auf Hochspannungs-, der andere auf Erdpotential liegt

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH368077A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2697091A1 (fr) * 1992-10-21 1994-04-22 Sagem Dispositif de mesure de courant par shunt.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2697091A1 (fr) * 1992-10-21 1994-04-22 Sagem Dispositif de mesure de courant par shunt.
EP0594500A1 (de) * 1992-10-21 1994-04-27 Sagem Sa Nebenschlussstrommesser

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4123725C2 (de) Vorrichtung zum Prüfen der Isolierung eines elektrischen Leiters auf Fehlerstellen
DE2831270C2 (de) Vorrichtung zum Messen der Temperatur eines Objekts
DE2918324A1 (de) Verfahren und ultraschallvorrichtung zur messung des fuellstands einer fluessigkeit
DE1074882B (de) Anordnung zur Bestimmung der mechanischen Konstanten eines nichtfesten Stoffes
DE4124268C2 (de) Teilentladungsdetektionsvorrichtung
DE4419617A1 (de) Anordnung zur Feststellung und/oder Überwachung eines vorbestimmten Füllstands in einem Behälter
DE3331531C2 (de)
DE1904853C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Fernmessung der Temperatur
DE1954136C3 (de) Schaltungsanordnung zur Überwachung einer periodischen elektrischen Meßspannung vorgegebener Frequenz
DD286090A7 (de) Ladungsinjektor
DE2212754A1 (de) Einrichtung zur uebertragung diskreter augenblickswerte
DE767403C (de) Verfahren zur Messung von Abstaenden durch Vergleich der Laufzeit reflektierter Impulse mit der Impulsfrequenz
DE3923349C2 (de)
DE2333482A1 (de) Elektroakustischer wandler mit einem magnetostriktiven element
DE3218440A1 (de) Ultraschallpruefeinrichtung zur zerstoerungsfreien werkstoffpruefung
DE2751864C2 (de)
DE2232654C2 (de) Vibrationsdensitometer
AT268385B (de) Anordnung zur Übertragung von Signalen über hohe Potentialdifferenzen
DE907269C (de) Verfahren zur Fernmessung
DE3126965C2 (de)
DE1548158C3 (de) Schaltungsanordnung zur Betriebsspannungsüberwachung in einem Metallsuchgerät
EP0387728A1 (de) Einrichtung zur Dosierüberwachung eines Cyanoacrylat-Klebstoffes oder anaeroben Klebstoffes
DE768073C (de) Einrichtung zur Abstandsbestimmung mittels Hochfrequenzwellen nach der Echomethode
DE2432279A1 (de) Anordnung zur selbsttaetigen erkennung der richtung der in einer hochspannungsleitung transportierten elektrischen energie mit uebertragung der richtungsinformation auf die niederspannungsseite
AT208945B (de) Gleichspannungs-gesteuerter Multivibrator