CH368128A - Verfahren zum Herstellen von Isoliermatten aus einem Vlies aus Faserstoffen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Isoliermatten aus einem Vlies aus Faserstoffen

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CH368128A
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Description


  Verfahren zum Herstellen von     Isoliermatten    aus     einem        Vlies    aus     Faserstoffen       Die Erfindung bezieht sich auf     ein        Verfahren    zum  Herstellen von Isoliermatten aus     einem        Vlies    aus  organischen oder anorganischen Faserstoffen.  



  Es gibt bisher Isoliermatten aus     organischen        und    an  organischen Fasern, wie z. B.     Kokosfasern,        Cardenab-          fällen,    Glaswolle, Steinwolle, Schlackenwolle und der  gleichen. Dieselben werden auf verschiedene Weisen  in Vliese gelegt und durch     Vernadeln,    Aufsteppen mit  Garn auf     Bitumenpapier,    Wellpappe und     dergleichen     oder durch Kunstharz gebunden.

   Ferner     sind        Isolier-          matten    aus     Kokosfasern    und     Cardenabfällen        bekannt,     die mittels heissflüssiger Klebemasse über     beheizte     Walzen zu Vliesen     verpresst    werden. Derartige Matten  werden vornehmlich für     Trittschallisolierung    verwen  det.

   Bei der     Herstellung    muss dabei das grösste Augen  merk darauf gerichtet werden, dass die Matte ein  lockeres Gefüge behält, und dass die     Zusammendrück-          barkeit        minimal    ist, damit ein     möglichst    hoher Dämm  wert erreicht wird.

   Kunstharz ist     ein    verhältnismässig  teueres Bindemittel, was auch für die     Vernähung    mit  Garn     zutrifft.    Das Aufbringen von heissflüssiger Klebe  masse durch beheizte     Walzen    .hat den Nachteil, dass  zuviel Klebemasse in das Vlies gelangt,     dasselbe     nicht nur bindet, sondern das Vlies auch zu steif  werden lässt, was ausserdem ebenfalls bei der Ver  wendung von Kunstharz der Fall ist. Stärkere     Vliese     aber werden nicht     durchdrungen,    so dass sie nur  oberflächlich gebunden sind.

   Durch den hohen     Bitu-          menanteil    wird ausserdem die voluminöse Struktur  und die     Elastizität        vermindert,    so dass solche     Matten     als Schallisolierung nur noch     einen    fragwürdigen     Wert     besitzen.  



  Seit einigen Jahren haben die     vernadelten        Cocos-          faservliese    wegen ihrer hohen Elastizität und     ihrer     nachgewiesenen überragenden     Dämmfähigkeit    für  Schall- und     Wärmeisolierungen    sehr an     Bedeutung     gewonnen. Die Matten sind in Stärken von 6     bis       25 mm     gebräuchlich.    Stärkere Matten besitzen     in     sich naturgemäss     eine    grössere Haltbarkeit gegen me  chanische Beanspruchung, z. B. bei den Verlegungs  arbeiten     in    Rohbauten.

   Das Verlegen dünnerer     Vliese,     die nicht auf Papier verklebt oder versteppt sind,  bedarf einiger Sorgfalt, die bei dem rauhen Betrieb  auf Neubauten nicht immer angewandt werden kann.  Die Folge kann dann sein, dass bei Verlegung unter  schwimmenden     Estrichen    bzw.     Gussasphaltböden        so-          genannte    Schallbrücken entstehen, die bewirken, dass  die angestrebte Isolation teilweise     hinfällig    wird.  



  Um alle diese     Unvollkommenheiten    zu überwin  den, soll nach dem Gedanken der     Erfindung    das  lockere Gefüge der     Kokosfasern    bzw. sonstiger orga  nischer und anorganischer     Fasern    erhalten bleiben  und dem     Vlies    eine höhere Zugfestigkeit bzw. Wider  standsfähigkeit gegen     mechanische    Beanspruchung  gegeben und gleichzeitig die     Zusammendrückbarkeit     gemildert werden.  



  Das     Verfahren    gemäss der     Erfindung    zur Her  stellung von     Isoliermatten    aus einem Vlies aus orga  nischen oder anorganischen Faserstoffen, vorzugs  weise zur Verwendung zu     Schall-    und     Wärmeisohe-          rungen        aller    Art, ist dadurch     gekennzeichnet,    dass  ein     mindestens    teilweise durch Hitze     schmelzbares     Granulat auf die     Oberfläche    des Vlieses aufgebracht,

         hierauf    das Granulat unter die     Oberfläche    in das       Vlies        eingebracht    und zur     Verflüssigung    des     Granulats     bzw. seines     schmelzbaren    Anteils einer Wärmequelle  ausgesetzt wird.  



  Als Granulat kommt hierzu     ein    solches     entspre-          chender    Körnung aus Bitumen,     Steinkohlenteerpech     oder dergleichen in Betracht, wobei die Korngrösse  von der Dicke des     Vlieses    abhängt.  



  Zur     Erhöhung    des     Isolierwertes    kann das Gra  nulat     einen    Kern aus Korkschrot besitzen, wobei     die          Korngrösse    des     Granulats    so gewählt     wird,    dass der           (Überzug    aus Bitumen oder dergleichen ausreicht,  um bei der     Verflüssigung    eine Verbindung mit den  diese Stelle umgebenden Faserstoffen     einzugehen.     



  Das     Aufbringen    des der     jeweiligen    Dicke des       Vlieses    in     Korngrösse    ausgewählten     Granulats    kann  durch eine entsprechend ausgebildete     Schüttvorrich-          tung    mit einer Abgabe grosser Gleichmässigkeit er  folgen, damit die Streuung über die     Vliesoberfläche          vollständig    erreicht wird.  



  Damit das so aufgestreute Granulat genügend  tief     in    das lockere     Vlies        eindringen    kann, wird das  Vlies     vorteilhaft        in    seinem weiteren Lauf     einer        Rüttel-          einrichtung    ausgesetzt, durch die das     Eindringen     etwa bis zur     Mitte    der     gewählten        Vliesdicke    erfolgen       kann.     



  In diesem Zustand läuft das     Vliesband    dann  weiter der z. B. als     Durchlaufheizung    ausgebildeten       Wärmequelle    zu,     in    der die     Verflüssigung    des Gra  nulats und anschliessend bei dem Erkalten die Bin  dung an den     Berührungspunkten    erfolgt bzw. je nach       Bedarf    eine Bindung und Aussteifung erreicht wer  den kann.  



       Schliesslich        kann    das so vorgerichtete     Vlies    je  nach der gewünschten     Struktur    durch     Kalibrier-          walzen    auf das erforderliche Mass bzw. Druckfestig  keit gebracht werden. Dazu dienen zweckmässig zwei  nachfolgende     Walzenpaare,    die das gebundene Vlies  mehr oder minder verdichten und auf genaue Stärke  bringen.  



  Eine so hergestellte     Isoliermatte    ist vollelastisch  und     voluminös,    und zwar bei voller Erhaltung der  lockeren     Faserstruktur    des     Vlieses    und seiner da  durch gebildeten hohen     Dämmfähigkeit.     



  In der Zeichnung ist     beispielsweise    schematisch  der Ablauf des erfindungsgemässen Verfahrens zur       Herstellung    von Isoliermatten dargestellt. Das durch  die Walzen 1, 2 zur Abwicklung kommende Vlies 3  aus organischen oder     anorganischen    Faserstoffen    wird auf dem Wege über ein Förderband 4 mit Gra  nulat aus der     Streueinrichtung    6, 7 oberflächenmässig  gleichmässig bestreut.

   Die Rüttelplatte 8, die mittels       Exzenter    9 betrieben wird, bewirkt das Eindringen  des     Granulats        in    genauer Dosierung unter die Ober  fläche bis etwa zur Mitte der     Vliesdicke.    So vor  bereitet,     durchläuft    das Vlies über ein weiteres För  derband 14 eine Wärmequelle 11, in der die Verflüssi  gung des Granulats erfolgt. In diesem Zustand kann  dann schliesslich die Zurichtung des     Vlieses    auf Mass  und Dicke mittels     Kalibrierwalzen    12, 13 vorgenom  men werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Herstellen von Isoliermatten aus einem Vlies aus organischen oder anorganischen Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass ein min destens teilweise durch Hitze schmelzbares Granulat auf die Oberfläche des Vlieses aufgebracht, hierauf das Granulat unter die Oberfläche in das Vlies einge bracht und zur Verflüssigung des Granulats bzw.
    seines schmelzbaren Anteils einer Wärmequelle aus gesetzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Granulat einen Kern aus Kork schrot besitzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auf bringen des Granulats auf die Oberfläche mittels einer Schüttvorrichtung erfolgt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einbringen des Granulats unter die Oberfläche eine Rütteleinrichtung dient. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verflüssigen eine Zurichtung des Vlieses auf Mass durch Kalibrierwalzen erfolgt.
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