CH368303A - Biegsame Verbundfolie und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents

Biegsame Verbundfolie und Verfahren zur Herstellung derselben

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CH368303A
CH368303A CH3968756A CH3968756A CH368303A CH 368303 A CH368303 A CH 368303A CH 3968756 A CH3968756 A CH 3968756A CH 3968756 A CH3968756 A CH 3968756A CH 368303 A CH368303 A CH 368303A
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polyester
polymer
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polyester film
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CH3968756A
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R Charbonneau Robert
F Abere Joseph
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Minnesota Mining & Mfg
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Description


  Biegsame     Verbundfolie    und     Verfahren    zur Herstellung derselben    Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue bieg  same Verbundfolie, die sich     vorteilhaft    als Ver  packungshülle, zur     Herstellung    von Behältern für  Verpackungszwecke, für dekorative Zwecke, als Trä  ger für Klebstreifen, :aber auch für viele andere     An-          wendungsgcbiete    eignet, und das Verfahren zur Her  stellung derselben.  



  Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Her  stellung von Verbundfolien unter Verwendung von       Polyesterfilmen,    bei der die letzteren ihre     wünschens-          werten    Eigenschaften beibehalten und die Folie als  Ganzes vorteilhafte Eigenschaften besitzt, die Poly  esterfilme allein nicht besitzen.  



  Polyester aus aromatischen     Polycarbonsäuren    und  einem mehrwertigen     aliphatischen    Alkohol, wie z. B.       Polyäthylenterephthalat,    haben viele wünschenswerte  Eigenschaften.  



  Ein aus einem polymeren Kondensationsprodukt  aus     Terephthalsäure    und     Äthylenglycol    hergestellter  und unter der Handelsbezeichnung      Mylar     erhält  licher Polyesterfilm besitzt eine aussergewöhnliche       Zugfestigkeit,    ist zäh, stichfest, widersteht Biegen  und Falten, hat     eine    hohe Beständigkeit gegenüber       Lösungsmitteln    und     Chemikalien        uid    ist wetterfest  und wasserdicht. Die Nachteile eines derartigen Filmes  müssen jedoch vorwiegend darin gesehen werden,  dass er einem Verkleben und einem Versiegeln durch  Wärmeanwendung widersteht.  



  Bisherige Versuche zur     Überwindung    dieser Nach  teile, bei denen Filme oder Überzüge aus anderen  Materialien, welche die dem Polyesterfilm fehlenden  Eigenschaften besitzen, auf den     Polyesterfilm    aufge  tragen oder mit diesem kombiniert wurden, blieben  unbefriedigend. Im günstigsten Falle wurden bei die  sen Versuchen blosse Schichtgefüge oder überzogene  Filme mit einzelnen Schichten erhalten, die sich     beim     Altern     und,'oder    bei Einwirkung von Kräften oder    unter sonstigen nachteiligen Bedingungen lösten oder       entschichteten.     



  Die vorliegende     Erfindung        betrifft    nun eine bieg  same     Verbundfolie,    deren     eine    Seite einen     Polyester-          filia    und deren andere Seite einen     Film    eines davon  verschiedenen, chemisch     unterschiedlichen,    organi  schen, Wasserstoff     enthaltenden        Polymers    mit     Kohlen-          stoffatomen    in der Gerüstkette aufweist, welche da  durch gekennzeichnet ist, dass besagte     Filme    mitein  ander untrennbar verbunden sind.  



  Die beiden Filme     sind    also nicht unter Bildung  eines blossen Schichtgefüges, sondern unter Bildung  einer einheitlichen Folie an ihrer     Grenzfläche,    die  durch     ihre        einander    berührenden     Oberflächen        gebildet     wird, miteinander verbunden, und der Verbund zwi  schen ihnen ist stärker als die innere Festigkeit des  besagten     Polymers.     



  Bevorzugt wird ein     Polyesterfilm,    der aus einem  polymeren Kondensationsprodukt aus     Terephthal-          säure    und     Äthylenglykol    hergestellt worden ist, ver  wendet.  



  Ein bevorzugtes Beispiel für ein davon verschie  denes Polymer ist Polyäthylen.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    zur Herstellung  der Verbundfolie ist dadurch gekennzeichnet, dass man  einen selbsttragenden     Film    aus     einem        linearen    poly  meren Polyester von mehrwertigen     aliphatischen          Alkoholen    und aromatischen     Polycarbonsäuren    und  einen Film aus einem unähnlichen, chemisch ver  schiedenen, organischen wasserstoffhaltigen Polymer,  wobei zumindest eine der besagten Schichten für  ultraviolettes Licht durchlässig ist,

   in     innige        Grenz-          flächenberührung    bringt und mit ultraviolettem Licht  mit einer solchen Intensität und während einer sol  chen Dauer bestrahlt, dass eine Bindung der Grenz  flächen erzielt wird.      Die Intensität der Bestrahlung im ultravioletten  Gebiet ist vorzugsweise um     ein    Vielfaches grösser  als die des UV-Gehaltes der Mittagssonne. Durch  geeignetes Regeln der Bestrahlungsintensität und der  Bestrahlungsdauer wird eine wirksame Bindung der       Grenzflächenoberflächen    erzielt, ohne dass weder der  Polyester noch das     Polymerisat    praktisch verschlech  tert werden.  



  Es wird angenommen, dass der Verbund das Er  gebnis einer gegenseitigen chemischen Umsetzung zwi  schen dem     Polymerisat    und dem Polyester ist. Wenn  auch die Art der Umsetzung nicht vollständig bekannt  ist, so wird doch in jedem Fall eine wirksame Bindung  erhalten, wie aus der zum Zerreissen der Bindung  benötigten mechanischen Kraft, der verbesserten       Festigkeit    der Bindung gegenüber dem     Angriff    von  Lösungsmitteln, der erhöhten Festigkeit der Bindung  nach dem Altern bzw. aus einer     Vielzahl    derartiger       Erscheinungen    hervorgeht.

   Dass die durch die Bestrah  lung mit ultraviolettem Licht hervorgerufene     Grenz-          flächenbindung    das Ergebnis einer gegenseitigen che  mischen Umsetzung und nicht das einer physika  lischen     Veränderung    ist, wird durch die Tatsache       bekräftigt,    dass Behandlungen der     Grenzflächenober-          flächen,    die eine physikalische Bindung ohne eine  chemische Umsetzung     hervorrufen    können, wie z. B.  Erwärmen der Grenzoberflächen, keine vergleichbare  Bindung ergeben.  



  Zur Zeit sind eine ganze Anzahl     künstlicher    Be  strahlungsquellen verfügbar.  



  Eine     luftgekühlte        Hochdruck-Quecksilberdampf-          lampe,    die etwa 900 bis 1000 Watt benötigt, einen  Lichtbogen von etwa 2? cm, eine Helligkeit von etwa  65000 Lumen besitzt und bei einem Druck von etwa  200     kg'cm2    arbeitet, ist erfolgreich verwendet worden.  Etwa     100/Q    der Strahlung haben Wellenlängen unter  etwa 3000     Angströmeinheiten,    und die Lampe hat ein  ziemlich kontinuierliches Emissionsspektrum, das sich  mit Ausnahme des Bereiches von etwa 2550 bis 2600       Angström    bis zu etwa 2200     Angström    erstreckt.

   Eine  derartige Lampe wird von der General     Electric          Company    unter der Bezeichnung      B-H6         geliefert.     



  Eine weitere geeignete Quelle ist eine Hochdruck  lampe mit 3000 Watt, die einen wirksamen Licht  bogen von 122 cm und Ausstrahlungseigenschaften  hat, die denen der     B-H6-Lampe    sehr     ähnlich    sind.  Diese Lampe erwies sich als wirksam für die Bestrah  lung endloser Bahnen von mindestens 120 cm Breite,  woraus die praktische Durchführbarkeit dieser Er  findung in grossem Massstab     h;        rvorgeht.    Eine Lampe  mit diesen Eigenschaften ist von der     Hanovia        Chemical          and        Manufacturing        Company    unter der Bezeichnung        UA-15      erhältlich.  



  Die zu bestrahlende Folie kann durch ein Gehäuse  geleitet werden, das mit einer     Bestrahlungsquelle     hoher Intensität ausgerüstet ist. Die Entfernung von  Lampe zu Film, die Geschwindigkeit der Bewegung,  die Anzahl der Durchgänge und' "oder die     Anzahl    der  Lampen     können    dabei den Erfordernissen des jewei  ligen Gegenstandes angepasst werden.     Gewöhnlich       kann die Grenzfläche von jedweder Seite bestrahlt  werden; es ist jedoch wichtig, dass der Film oder die  Schicht zwischen der Grenzfläche und dem Licht min  destens bedingt für ultraviolettes Licht durchlässig  ist. Vorzugsweise wird der Polymerfilm gegen die  Lichtquelle gerichtet.  



  Die erforderliche Intensität und Dauer der Be  strahlung schwankt beträchtlich je nach dem Polymer  und der zu bestrahlenden Kombination von Polymer  und Polyester. Während der Bestrahlung kann ent  weder die Lampe oder die bestrahlte Folie oder beide  kräftig mit Luft gekühlt werden. Für eine gegebene  Kombination von Filmen kann jedoch die Dauer und  die Intensität der Bestrahlung und die dabei auf  tretende Erwärmung in ziemlich weitem Ausmass ver  ändert werden, ohne dass die Qualität des Produktes  merklich     verändert    wird. Im allgemeinen muss die  Bestrahlung entsprechend der Stärke der Schicht des  Materials zwischen dem Licht und der     Grenzfläche     geregelt werden.  



  Bemerkt sei noch, dass im Betrieb eine beträcht  liche Schwankung in der Intensität bei Hochdruck  lampen der beschriebenen Art auftritt. Beim Altern  einer Lampe wird die Bestrahlung weniger intensiv,  besonders gegen Ende der Lebensdauer.    <I>Beispiel 1</I>  Eine Folie wurde hergestellt, indem mittels einer       Strangpressc    ein etwa 0,1 mm     starker    Polyäthylen  film auf einen orientierten Polyesterfilm aufgetragen  wurde, der aus einem polymeren Kondensationspro  dukt von     Terephthalsäure    und     Äthylenglykol    herge  stellt worden war und eine Stärke von etwa 0,025 mm  hatte.  



  Die dabei gebildete Grenzfläche wurde durch das  Polyäthylen hindurch mit einer     B-H6-Lampe    15 Se  kunden lang bei einer Entfernung von Lampe zu Film  von 7 cm bestrahlt.  



  Die Lampe war in einem     lichtdichten    Gehäuse  angebracht, das keinen Reflektor oder andere licht  richtende Vorrichtungen enthielt. Das Gehäuse war  mit einer Öffnung versehen, an der die Bahn vorbei  gezogen wurde. Die Öffnung hatte in der Bewegungs  richtung der Bahn eine Länge von 12,5 cm, wobei die  angegebene Bestrahlungszeit von 15 Sekunden der  Zeitdauer entsprach, während der sich irgendein ge  gebener Punkt auf der Bahn innerhalb der Öffnung  befand.  



  Die     Grenzflächenverbindung    wurde untersucht,  indem zwei gleiche, rechtwinklige Stücke aus der  bestrahlten Folie herausgeschnitten,     aufeinanderge-          legt,    so dass die     Polyäthylenoberflächen    sich gegen  über lagen, und zwecks Herstellung eines Umschlages  an drei Rändern entlang heissversiegelt wurden.

   Der  Umschlag wurde mit einem Gemisch aus flüssigem       Polythiomercaptan    und einem geringen Mengenanteil  eines flüssigen tertiären Amins (das Gemisch ist als  Bestandteil harzbildender Massen brauchbar)     gefüllt,     worauf der verbleibende Rand zwecks Herstellung      eines Beutels bzw. einer Packung     (Verpackung    A)  heissversiegelt wurde.  



  Ein zweiter Beutel (Verpackung B) wurde nach  der gleichen Methode und mit dem gleichen Inhalt  hergestellt, nur wurde hier     als    hüllenbildendes Folien  material ein handelsübliches Schichtgefüge aus Poly  äthylen und orientiertem     Polyäthylenterephthalat    ver  wendet.  



  Die Verpackungen<I>A</I> und<I>B</I> wurden in einen       Exsiccator    gebracht, der bei     einer    relativen Feuchtig  keit von     1000/m    auf     52     C     erwärmt    wurde. Nach  5 Stunden begann die Verpackung B eine     Entschich-          tung    zu zeigen, die sich durch Blasen zwischen dem       Polyäthylenfilm    und dem     Polyesterfilm    anzeigte. Nach  24 Stunden war die Verpackung B vollständig     ent-          schichtet,    wohingegen die Verpackung A keine Ver  schlechterung zeigte.

   Polyäthylen ist für bestimmte  Arten von organischen     Materialien    nicht undurch  lässig. Im vorliegenden Beispiel konnte das verpackte  Material das Polyäthylen durchdringen. Als es die  Grenzfläche erreichte, zerstörte es die Bindung zwi  schen dem Polyäthylen- und dem     Polyesterfilm    aus  handelsüblichem     Folienmaterial,    aus dem die Ver  packung B hergestellt worden war, es zerstörte jedoch  nicht die Bindung zwischen dem Polyäthylen- und  dem Polyesterfilm des     Fohenmaterials    der vorliegen  den Erfindung, aus dem die Verpackung A hergestellt  worden war.  



  In gleiche Behälter wie Verpackung A wurden mit  gutem Erfolg dieses oder andere schwierig zu ver  packende harzartige Materialien viele Monate lang  bei normaler Raum- und     -Lagerungstemperatur    auf  bewahrt; wohingegen     Behälter,    die aus den bisher  erhältlichen     Schichtfolien    (wie denjenigen von Ver  packung B) hergestellt worden waren, unweigerlich  bei einem solchen Verwendungszweck infolge     Ent-          schichtung    versagten.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ein orientierter     Polyesterfilm,    der aus einem poly  meren Kondensationsprodukt von     Terephthalsäure     und     Äthylenglykol    hergestellt worden war     und    eine  Stärke von 0,050 mm hatte, und ein 0,10 mm starker       Polyäthylenfilm    wurden auf einer auf etwa 120  C  erhitzten Kochplatte aufeinandergelegt. Dann wurde  eine Walze unter mässigem     Handdruck    mehrere Male,  etwa 5 Sekunden lang, über die Filme     gerollt,    wo  durch das Polyäthylen ausreichend fliessfähig gemacht  wurde, um eine Grenzfläche mit dem     Polyesterfilm     herzustellen.

   Diese Grenzfläche wurde durch den       Polyäthylenfihn    30 Sekunden lang mit     einer        UA-15-          Lampe    bei einer Entfernung von Lampe zu     Film    von  etwa 15 cm bestrahlt.  



  Eine zur Prüfung bestimmte Probe der     erhaltenen     Folie wurde hergestellt, indem zwei Stücke der Folie  herausgeschnitten und mit ihren     Polyäthylenoberflä-          chen    in der Wärme unter Druck miteinander ver  schmolzen wurden (Probe A). Versuche, eine mecha  nische     Entschichtung    von Probeexemplaren der Probe  A zu erzielen, blieben ohne Erfolg.

   Demgegenüber  wurden Probeexemplare einer zusammengeschmol-         zenen    Probe von Folien, die auf die gleiche Weise,  jedoch ohne die Bestrahlungsstufe hergestellt worden  waren (Probe B), mechanisch leicht voneinander ge  löst, wobei eine     Entschichtung        zwischen    den zusam  mengeschmolzenen     Polyäthylenfihnen        und    einem der       Polyesterfilme    erfolgte und manchmal sogar     ein        Aus-          einanderfallen    erfolgte, ehe sie untersucht werden  konnten.  



  Wenn der     Polyäthylenanteil    eines Probeexemplars  der bestrahlten Folie, aus der die Probe A des Bei  spiels 2 hergestellt worden war, durch     Aufbringen    von       Lösungsmitteln    für Polyäthylen aufgelöst wurde, ver  blieb dennoch ein sehr dünner Rückstand von Poly  äthylen auf dem     Polyesterfilm.    Dadurch wird ange  zeigt, dass die Bindung zwischen dem Polyäthylen  und     Polyesterfilm    nicht bloss ein     mechanisches,    durch  sekundäre     Valenzkräfte    unterstütztes     Aneinanderhaf-          ten    ist,

   sondern dass     vielmehr    diese     Bindung    das Er  gebnis von primären chemischen Bindungen ist und  dass die chemische Bindung     auf    die Anteile der     Filme     beschränkt ist, die an die     Grenzfläche        unmittelbar          angrenzen.    Die Tatsache,     dass    die chemische     Grenz-          flächenbindung    nicht von irgendeiner     merklichen          Änderung    der Eigenschaften der     betreffenden    Filme  begleitet     wird,    zeigt auch,

   dass die     hauptsächliche     chemische Wirkung auf die     Grenzfläche        beschränkt     ist.  



  Die gleiche     Grenzflächenerschcinung    wird .auch  beim Verbinden von anderen     organischen        Polymeri-          saten    mit Polyesterfilmen     festgestellt.     



  Wenn     kautschukartige        Polymerisate    mit Polyester  filmen verbunden werden, wird die     Grenzflächener-          scheinung    von     einer    chemischen Veränderung in dem       Polymerisat,    das heisst von einer Vernetzung begleitet.  Wenn der kautschukartige Anteil der Folie durch Auf  bringen von     Lösungsmitteln    für das kautschukartige       Polymerisat    weggelöst     wird,    verbleibt ein sehr     dünner     Rückstand des kautschukartigen     Polymerisats    auf dem       Polyesterfilm.     



  Dieser     Erscheinung    kommt eine beträchtliche  technische     Bedeutung    zu. Ein     Polyesterfilm,    der mit       bestimmten    organischen     Polymerisaten    und besonders  mit     vullcanisierbaren    kautschukartigen     Dienpolymeri-          saten    überzogen worden ist, kann durch     ein    Halb  tonnegativ, das zwischen der Lichtquelle und dem  überzogenen Film angeordnet ist, bestrahlt werden.

    Wenn der Überzug mit einem geeigneten Lösungs  mittel für das     kautschukartige        Polymerisat    wegge  waschen und eine Druckfarbe oder ein Farbstoff     auf     der verbleibenden Schicht     aufgetragen        wird,    wird ein  ausgezeichnetes Bild mit einem zarten     Halbtonmuster     entwickelt.  



  <I>Beispiel 3</I>  Ein orientierter     Polyesterfilm,    der aus einem poly  meren Kondensationsprodukt von     Terephthalsäure     und     Äthylenglykol    hergestellt worden war und eine  Stärke von 0,025 mm hatte, wurde mit einem     Vinyl          chlorid-Vinylacetat-Maleinsäureanhydrid-Terpolyme-          risat   <B>(86:13</B> :

   1) überzogen und 10     Minuten    lang bei  65  C zu einem     überzugsgewicht    von 0,5 g je<B>155</B>     cm2         getrocknet.     Die        Grenzfläche    wurde durch den     Vinyl-          terpolymerisatfilm    5mal     jeweils    12 Sekunden mit einer  B H6 Lampe bei einer Entfernung von     Lampe        zu          Film    von 7 cm bestrahlt.  



  Es wurden Proben<I>A</I> und<I>B</I> nach der Methode des  Beispiels 2 hergestellt. Die Probe A konnte durch  eine mechanische     Entschichtung        nicht    getrennt wer  den, wohingegen die Probe B leicht getrennt werden  konnte, wobei die     Entschichtung    zwischen den zu  sammengeschmolzenen     Vinylterpolymerisatfilmen    und  einem der Polyesterfilme erfolgte.  



  Stücke der bestrahlten     Polyester-Vinylterpoly-          merisatFolie    wurden     heissversiegelt,    um Verpackun  gen hervorragender Festigkeit und Klarheit für ver  schiedenartige Gegenstände, so z. B. einzelne     Eisen-          warenartikel,        herzustellen.    Eine Verpackung von       Stahlmuttern    und Schrauben wurde einer äusserst har  ten     Handhabung        ausgesetzt,    ohne dass diese Ver  packung eine merkliche Abnutzung zeigte.  



  <I>Beispiel 4</I>  Eine mit dem     Vinylterpolymerisat    des Beispiels  3 überzogene Aluminiumfolie wurde mit der bestrahl  ten     Polyester-Vinylterpolymerisat-Folie    von Beispiel 3  verbunden, indem die überzogene Seite der Alumi  niumfolie mit der     Vinylterpolymerisatoberfläche    der  besagten     Polyesterfolie    zusammengefügt wurde. Dieses  Beispiel erläutert das erfindungsgemässe Verfahren,  durch das die erfolgreiche Verbindung einer Metall  folie mit einem einer     Verbindung    normalerweise  widerstehenden Polyesterfilm     ermöglicht    wird.  



  <I>Beispiel 5</I>  Asbestpapier, das mit dem     Vinylterpolymerisat     von Beispiel 3 überzogen worden war, wurde an die  bestrahlte     Polyester-Vinylterpolymerisat-Folie    von  Beispiel 3 angeklebt, indem die überzogene Seite des  Asbestpapiers mit der     Vinylterpolymerisatoberfläche     der Folie zusammengefügt wurde. Dieses Beispiel er  läutert das erfindungsgemässe Verfahren, durch das  die erfolgreiche Verbindung eines Gegenstandes, wie  Asbestpapier, mit einem einer Verbindung normaler  weise widerstehenden     Polyesterfilm        ermöglicht    wird.

    <I>Beispiel 6</I>  Eine Folie wurde     hergestellt,    indem zunächst eine       dünne    Schicht aus     Polychloropran    auf einen orien  tierten     Polyesterfilm    aufgetragen wurde, der aus einem  polymeren Kondensationsprodukt von     Terephthal-          säure    und     Äthylenglykol    hergestellt worden war. Die  dabei gebildete Grenzfläche wurde durch das     Poly-          chloropren    mit einer     B-H6-Lampe    8 Sekunden lang  bei einer Entfernung von Lampe     zu    Film von 7 cm  bestrahlt.  



  Dabei wurde eine feste, einheitliche und technisch  brauchbare Folie erhalten.  



  <I>Beispiel 7</I>  Rohkautschuk wurde - mit     Druckwalzen    - aus  einer 10     0/aigen    Lösung     in.        Heptan    auf orientierten         Polyäthylenterephthalat-Film    aufgetragen und 1,1 bis  1,5 Minuten     lang    bei etwa 70  C getrocknet, wobei ein       überzugsgewicht    (trocken) von etwa 13 mg auf  155     cm'=    erzielt wurde. Ein langer,<B>15,2</B> cm breiter  Streifen des überzogenen Films wurde unter einer       General-Electric-B-H6-Lampe    - die überzogene Seite  nach oben - mit einer Geschwindigkeit von etwa 2 m  je Minute entlang gezogen.

   Die Lampe war in einem  lichtdichten Gehäuse angebracht, dessen Belichtungs  fenster eine Breite von etwa 14,6 cm, gemessen in der  Bewegungsrichtung des überzogenen Films, hatte. Die  Lampe wurde über dem Film in einer Höhe von etwa  3,8 cm angeordnet. Es wurde kein Reflektor zum  Ausrichten der Strahlen verwendet. Der Rohkau  tschuk wurde dann mit einem druckempfindlichen  Klebemittel überzogen, das im wesentlichen aus Roh  kautschuk und einem     Polyterpenharz    hergestellt wor  den war, zu Rollen aufgewunden und zu Breiten von  1,3 und 1,9 cm zerschnitten. Ein anderer Satz von  Rollen des druckempfindlichen Klebestreifens wurde  als Vergleich hergestellt, indem das gleiche Verfahren  angewandt, aber nicht bestrahlt wurde.  



  Eine Probe aus der Mitte des bestrahlten Streifens  wurde auf einer Stahlplatte mit der Klebeseite nach  oben befestigt und ein Bezugsklebestreifen, der auf  Grund seiner grossen inneren Festigkeit ausgewählt  wurde, mit der Klebeseite nach unten unter 2,04 kg  schweren     Hartkautschukwalzen    gegen die zu unter  suchende Probe gepresst. Die erforderliche Kraft, um  den oberen Streifen von dem zu untersuchenden Strei  fen in einem Winkel von etwa 180, C und mit einer  Geschwindigkeit von 114 cm Min. abzuziehen, betrug  etwa 2,3     kg'1,27    cm; demgegenüber waren nur etwa  1,1 kg je 1,27 cm erforderlich, um den Bezugsstreifen  von der nicht bestrahlten Vergleichsprobe unter den  gleichen     Bedingungen    abzuziehen.

   Besonders wichtig  war, dass kein Klebemittel von dem bestrahlten Strei  fen durch den Bezugsstreifen entfernt worden war,  wohingegen das Klebemittel mit der Rohkautschuk  grundschicht glatt von der Vergleichsprobe abgezogen  wurde.  



  Es muss bemerkt werden, dass, da mit dem Bezugs  streifen kein Klebemittel oder keine Rohkautschuk  grundierung von der bestrahlten Probe abgezogen  wurde, die     quantitative    gemessene Bindung die zwi  schen den beiden     Klebeoberflächen    war. Es muss  aber eine gewisse     Entschichtung    des Streifens bei dem  Versuch eintreten, wenn die Festigkeit des Streifens  vollständig bestimmt werden soll.  



  Der in diesem und den folgenden Beispielen zur  Bestimmung der quantitativen Haftfestigkeit verwen  dete Bezugsstreifen bestand im wesentlichen aus einer       Cellophan-Unterlage,    die mit einer klebenden     Grun-          dierschicht    aus     Latexkautschuk    und     Formaldehyd-          Polyvinylalkohol    versehen und ferner darauf mit einer  Klebmittelschicht aus einem in der Wärme behandel  ten Gemisch aus Kautschuk,     klebrigmachendem    Harz  und einem     öllöslichen,        wärmehärtbaren,

      mit Kau  tschuk reaktionsfähigen     Phenol-Aldehyd-Harz    mit      hoher innerer Festigkeit, aber niedrigen     Haftwerten,     überzogen war. Wenn dieser Bezugsstreifen durch ein  maliges überrollen mit 2,0 kg schweren     Hartkau-          tschukwalzen    auf eine rostfreie Stahlplatte gepresst  wurde, die spiegelblank poliert worden war, war eine  Kraft von nur etwa     i/8    bis     1/1        kg1,27    cm Breite er  forderlich, um den     Streifen    von der Platte in einem  Winkel von     180e    und mit einer     Geschwindigkeit    von  114 cm Min. abzuziehen.

   Im Gegensatz dazu wird ein  druckempfindlicher     Allzwecke-Klebestreifen    von der  gleichen Platte unter den     gleichen    Bedingungen mit  einer Kraft im Bereich von etwa 0,85 bis 1,42 kg  <B>1,27</B> cm abgezogen; für die in diesem Beispiel bewer  teten druckempfindlichen Klebestreifen war beispiels  weise eine Abzugskraft von etwa 0,85     kg/1,27    cm er  forderlich.  



  Bei einem      Hand-Trennuns -Versuch    wurden  zwei Streifen des bestrahlten"     druckempfindlichen     Klebestreifens mit den Klebeseiten nach innen zu  sammengepresst und dann rechtwinklig von Hand aus  einandergezogen. Die beiden Streifen trennten sich  sauber, ohne sich zu     entschichten.    Wenn im Gegensatz  dazu zwei Streifen der nichtbestrahlten Vergleichs  probe     auseinandergezogen    wurden, wurden bei dem  einen Streifen der Klebe- und     Grundierüberzug        abge-          schichtet    und vollständig auf :den anderen übertragen.

    Das     Aufpressen    eines bestrahlten Streifens auf eine  nichtbestrahlte Vergleichsprobe ergab nach der Tren  nung, dass das Klebemittel und der     Grundierüberzug     der Vergleichsprobe auf den bestrahlten Streifen über  tragen worden war.  



  Die von :den Rändern des 15,2 cm breiten be  strahlten Streifens abgeschnittenen     Klebestreifenrollen     wurden dem     gleichen        Hand-Trennungsversuch    unter  worfen, und es wurde festgestellt, dass sie fast die  gleiche innere Festigkeit haben wie die Streifen, die  aus der Mitte des Streifens     herausgeschnitten    worden  waren, und dass diese viel     grösser    ist als die der Ver  gleichsproben. Sowohl aus der Mitte als auch von den  Rändern abgeschnittene Streifen des bestrahlten Strei  fens waren von ausgezeichneter technischer Qualität  und hafteten fest auf Papier oder Pappe, von denen  sie nicht ohne Mitreissen von faserartigem Material  entfernt werden konnten.

   Sie hafteten auch gut auf  Glas und Metall und konnten, ohne sich zu     ent-          schichten,    schnell abgezogen werden.  



  <I>Beispiel 8</I>  Ein orientierter     Polyäthylen-Terephthalat-Film     wurde mit einer     Klebemittel-Grundierschicht    aus  Rohkautschuk in 5     o/oiger    Lösung bis zu einer Stärke  von 0,0038 cm im feuchten Zustand überzogen und  dann getrocknet. Proben des überzogenen Films wurden  durch die     Grundierschicht    hindurch mit einer     General-          Electric-Lampe        B-H6    6 Sekunden lang bei einer Ent  fernung von Lampe zu Film, die 7 cm bis 29,9 cm  betrug, bestrahlt.

   Die     Grundierschicht    jeder Probe  wurde dann mit dem in Beispiel 7 verwendeten     druck-          empfindlichen        Klebemittel    überzogen.    Die Proben wurden dann mit     Hilfe    des in Bei  spiel 7 beschriebenen Bezugsstreifens, jedoch nach  einem anderen Untersuchungsverfahren, untersucht.  Hierbei wurde ein 1,27 cm breiter Streifen des Be  zugsstreifens mit der Klebeseite nach oben auf der  Felge eines Rades in Richtung des Kreisumfangs  dauerhaft befestigt. Ein etwas breiterer     Streifen    des zu  untersuchenden Streifens wurde in Richtung des  Kreisumfanges auf der Felge eines     ähnlichen    Rades  befestigt.

   Die Räder wurden in Berührung mitein  ander mit Umfangsgeschwindigkeiten von 5,08     cm/Min,     unter einer Kraft von 4 kg gedreht, und die zur     Über-          windung    der     Haftfestigkeit    :der beiden Streifen er  forderliche Kraft wurde als der      Trennwert     des     zu     untersuchenden Streifens gemessen. Der Versuch  kann auch als Mass für die Abziehkraft des Bezugs  streifens von dem untersuchten druckempfindlichen  Klebestreifen bei einem Winkel von angenähert 0   auf     gefasst    werden.  



  Die bei 29,2 cm Entfernung von Lampe     zu        Film     bestrahlte Probe trennte sich     vollständig    zwischen  dem     Grundierüberzug    und der Unterlage bei einem  Zug von etwa 0,85     kg/1,27    cm, wobei dieser Zug nur  einige Gramm grösser war als derjenige, der zur Tren  nung der Schichten     einer    nichtbestrahlten Probe er  forderlich war.

   Eine bei 23,5 cm Entfernung von  Lampe zu     Film    bestrahlte Probe widerstand der Erst  schichtung bis zu einem Zug von etwa 1,8 kg, bei  dem die Bindung zwischen der Klebe- und der     Grun-          dierschicht        teilweise    zerrissen wurde, jedoch kein       Grundierüberzug    von :der Unterlage abgetrennt wurde.  Die in einer Entfernung von 19 cm 6 Sekunden lang  bestrahlte Probe widerstand einer     Zugkraft    von  1,25     kg/1,27    cm, ohne dass Erstschichtung erfolgte.

    Proben, die bei einer Entfernung von Lampe zu  Film von 14 cm und weniger bestrahlt worden waren,  waren gegenüber Proben, die aus einer Entfernung  von 19 cm bestrahlt worden waren, in bezug auf ihre  Widerstandsfestigkeit gegenüber trennendem Zug  schlechter, sie waren jedoch den     nichtbestrahlten     Proben in dieser Hinsicht     beträchtlich    überlegen.  



  Diese Angaben zeigen, dass die     Verbesserung    der  Widerstandsfestigkeit des     druckempfindlichen    Klebe  streifens gegenüber Erstschichtung durch     Bestrahlen     des mit einem     Grundierüberzug    überzogenen Films  mit sehr verschiedenen Lampenentfernungen und Be  lichtungszeiten erreicht werden kann; sie zeigen je  doch .auch,     d'ass    optimale Bedingungen für die Bindung  innerhalb ziemlich breiter Grenzen bestehen.  



  <I>Beispiel 9</I>  Der     Polyester    aus     1,4-Butandiol    und     Phthalsäure     -     700/a    der Säure lagen in der     m-Form    und     300/a    in  der     p-Form    vor - wurde aus einer     1011/oigen    Lösung  in gleichen Teilen     Methyläthylketon    und     Toluol    als  Film auf Glas gegossen.

   Auf den     getrockneten    Poly  esterfilm wurde     Polychloropren    durch Tränken eines  Gewebebausches mit einer 5     0/eigen        Lösung    und durch  Aufwischen aufgetragen, bis der     Film    mit einer gleich  mässigen Schicht des     Polymerisats    bedeckt war. Nach      dem Trocknen wurden verschiedene Proben durch  das     Polychloropren    hindurch mit einer     B-H6-Lampe     12 Sekunden lang bei einer     Entfernung    der Lampe  zu Film von 7 cm bestrahlt.  



  Wenn ein druckempfindlicher Klebestreifen auf  die     Polychloroprenoberfläche    aufgebracht und dann  abgezogen wurde, wurde der     Polychloroprenanteil    der  Verbundfolie nicht auf den Streifen     übertragen,    wo  hingegen das     Polymerisat,    das nicht bestrahlt worden  war, leicht von dem Polyester abgezogen     wurde.     



  <I>Beispiel 10</I>  Zwei Proben eines orientierten     Polyesterfilms    aus  einem polymeren     Kondensationsprodukt    von     Tere-          phthalsäure    und     Äthylenglykol    wurden mit einem     Öl-          modifizierten        Alkydharz    durch Auftragen aus einer  Lösung überzogen. Die eine Probe wurde dann durch  den     Alkydharzfilm    mit einer     B-H6-Lampe    in fünf  getrennten Belichtungen bei einer Entfernung von  Lampe zu     Film    von 7 cm insgesamt 60 Sekunden  lang zwecks Herstellung von Probe A bestrahlt.

   Die  andere Probe wurde 1 Stunde lang bei etwa 65  C in  Abwesenheit von     ultravioletter    Strahlung     zwecks    Her  stellung von Probe B gebacken.  



  Ein Teil von jeder Probe wurde mit einer Emaille  überzogen, die ein undurchsichtiges, organisches,  schwarzes Pigment in einem harzartigen Träger ent  hielt und von der E.1. Du     Pont    de     Nemours        and          Company    unter dem Handelsnamen      Dulux     -erhält  lich ist. Ein anderer Teil jeder Probe wurde mit einer  Emaille überzogen, die in dem gleichen Träger ein  durchscheinendes rotes organisches Pigment enthielt.

    Nach dem Trocknen wurden die Proben einer künst  lichen     Bewitterung    ausgesetzt, indem sie in einem       Atlas-Zwillingslichtbogen- Weather-O-meter     ab  wechselnd Feuchtigkeit und Trockenheit zwei Tage  lang     unterworfen    wurden, was etwa einer     dreimona-          tigen        Bewitterung    im Freien entspricht.  



  Die Proben wurden dann durch Auftragen von  druckempfindlichen Klebestreifen auf die emaillierten  Oberflächen und durch ruckweises Abziehen der  Klebestreifen untersucht (in einigen Fällen wurden die       Überzüge    zunächst mit einem scharfen Gegenstand       etwas    eingekerbt). Teile der     Emaille    und des Barunter  liegenden     Alkydharzfilmes    wurden durch den     Streifen     von     dzr    Probe<I>B,</I> jedoch nicht von der Probe<I>A</I> ent  fernt.  



  Durch dieses Beispiel wird eine     Ausführungsform     der Erfindung erläutert, durch die das erfolgreiche  Anbringen von schmückenden Farben und/ oder  Mustern auf einem einer Verbindung     normalerweise     widerstehenden Polyesterfilm     ermöglicht    wird.  



  <I>Beispiel 11</I>  Ein orientierter Polyesterfilm, der aus einem poly  meren Kondensationsprodukt von     Terephthalsäure     und     Äthylenglykol        hergestellt    worden war, wurde in  einer Stärke von 0,038 mm im feuchten     Zustand    mit  einer 15     a/ igen    Lösung von     Celluloseacetat    in Aceton    überzogen, wobei der     Überzug    in 5 Minuten bei 65  C  zu einem klaren, nichtklebenden Film trocknete. Die  Grenzfläche wurde durch den polymeren Film (den       Celluloseacetatfilm)    mit einer     B-H6-Lampe    bei einer  Entfernung von Lampe zu Film von 7 cm ununter  brochen 90 Sekunden lang bestrahlt.

   Wenn ein druck  empfindlicher     Klebestreifen    auf die     Polymerisatober-          fläche    (die     Celluloseacetatoberfläche)    gedrückt und  dann abgezogen wurde, wurde der     Celluloseacetat-          anteil    der Verbundfolie nicht auf den Streifen über  tragen, wohingegen bei einer nichtbestrahlten Probe  das     Polymerisat    leicht von dem Polyester abgezogen  wurde. Diese ausgedehnte Bestrahlung hatte keine  erkennbare nachteilige Wirkung auf das     Cellulose-          acetat    oder den Polyester.  



  Überzüge aus     Nitrocellulose,        Äthyleellulose    und  alkohollöslichem Nylon wurden auf jeweils drei Stücke  eines orientierten Polyesterfilms aufgetragen, der aus  einem polymeren Kondensationsprodukt von     Tere-          phthalsäure    mit     Äthylenglykol    hergestellt worden war.  Jeder Überzug trocknete bis zum klaren und nicht  klebenden Zustand. Die     Grenzfläche    jeder Probe  wurde durch den polymeren Film mit einer     B-H6-          Lampe    bei einer Entfernung von Lampe zu Film von  7 cm 6 Sekunden lang bestrahlt.

   Wenn ein     druck-          empfindlicher    Klebestreifen auf die     Polymerisatober-          fläche    aufgedrückt und dann abgezogen wurde, wurde  in keinem Fall der polymere Filmanteil der Verbund  folie auf den Streifen übertragen, wohingegen nicht  bestrahlte Proben in jedem Fall leicht     entschichtet     wurden.  



  <I>Beispiel 12</I>  Ein orientierter, 0,025 mm starker Polyesterfilm  aus einem polymeren Kondensationsprodukt von       Terephthalsäure    und     Äthylenglykol    wurde mit einer       7,50/aigen        wässrigen    Lösung von     Poly-ss-diäthylamino-          äthylmethylmethacrylat,    das mit     Allylchlorid        quater-          niert    worden war, bis zu einer Stärke von 0,038 mm  im feuchten Zustande überzogen, dann getrocknet  und durch die     Polymerisatseite    (die     Methacrylatseite)

       mit einer     B-H6-Lampe    etwa 12 Sekunden lang be  strahlt. Durch Abspülen der bestrahlten und nicht  bestrahlten Folie mit heissem Wasser wurde eine voll  ständige     Entfernung    des     Methacrylatüberzuges    von  der     nichtbestrahlten    Folie verursacht. Der     Meth-          acrylanteil    der bestrahlten Folie wurde weder durch  diese Behandlung noch durch mehr als 6monatiges  Eintauchen in Wasser entfernt.  



  Eine Probe der bestrahlten Folie vom Beispiel 12  wurde unter Bedingungen untersucht, die     zur    Bildung  einer Trübung, das heisst zur Bildung von Wasser  tröpfchen auf der Folie, führten. Wenn sich auch die       Polyesteroberfläche    der Folie leicht trübte, so zeigte  es sich     doch,    dass die     Polymerisatseite    (die     Meth-          acrylatseite)    klar blieb.

   Diese     Antitrübungseigenschaft     ist besonders im Hinblick auf die ausgezeichnete Klar  heit und die hohe     Abriebsfestigkeit    der Polyester wert  voll, weil dadurch eine Verwendung in Brillen,     Son-          nendes@tillieranlagen,        Fenstern    und Spiegeln ermöglicht  wird.      Die Zahl der Filmbestandteile, die bei der Her  stellung des einheitlichen Film- oder     Folienproduktes     der vorliegenden     Erfindung    verwendet werden kann,  kann schwanken.  



  In den Beispielen 1 und 2 wird z. B. die Herstel  lung einer Folie aus einem Polyesterfilm und einem  polymeren Film beschrieben. Gegebenenfalls kann ein  weiterer polymerer Film auf die Polyesteroberfläche  der Folie aufgetragen werden, worauf die erhaltene  neue Grenzfläche gleichzeitig mit, oder nach der Be  strahlung der     Grenzfläche    zwischen dem ersten Poly  merfilm und dem Polyesterfilm bestrahlt wird. Die  Folie weist dann zwei     Polymeroberflächen    auf, wobei  das Polyestermaterial im Inneren der Folie angeordnet  ist.

   Eine     d;;rartige    Folie     (Polymer-Polyester-Polymer)     und auch die Folie der Beispiele 1 und 2     (Polymer-          Polyester)    stellen bevorzugte Ausführungen dar, die  besonders als Verpackungshüllen und     zur        Herstellung     von Behältern für Verpackungszwecke verwendet wer  den können.  



  Die Eigenschaften der     Polymer-Filmbestandteile,     aus denen eine gegebene Folie hergestellt wird, kön  nen bei einigen Konstruktionen derart sein, dass einer  oder mehrere davon nicht selbsttragend     sein    würden,  wenn sie von den anderen getrennt werden würden.  Sie werden trotzdem als ein Polyester- oder Polymer  filmbestandteil im Sinne der Erfindung angesehen.  



  Durch die Vereinigung eines     Polyesterfilms    mit  Filmen aus anderen Materialien zwecks Herstellung  der Verbundfolie der vorliegenden Erfindung werden  mit Polyesterfilm Eigenschaften verliehen,     die    dieser  bisher nicht aufwies.  



  Die zu erzielenden Eigenschaften sind durch die  unendliche Anzahl und: durch die Verschiedenartigkeit  der Materialien, die mit dem Polyester vereinigt wer  den können, unbegrenzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE 1. Biegsame Verbundfolie, deren eine Seite einen Polyesterfilm und deren andere Seite einen Film eines davon verschiedenen, chemisch unterschiedlichen, organischen, Wasserstoff enthaltenden Polymeres mit Kohlenstoffatomen in der Gerüstkette aufweist, da durch gekennzeichnet, dass besagte Filme miteinander untrennbar verbunden sind.
    1I. Verfahren zur Herstellung einer Verbundfolie nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man einen selbsttragenden Film aus einem linearen polymeren Polyester von mehrwertigen aliphatischen Alkoholen und aromatischen Polycarbonsäuren und einen Film aus einem unähnlichen, chemischen ver schiedenen, organischen wasserstoffhaltigen Polymer, wobei zumindest eine der besagten Schichten für ultraviolettes Licht durchlässig ist,
    in innige Grenz- flächenberührung bringt und mit ultraviolettem Licht mit einer solchen Intensität und während einer sol chen Dauerbestrahlt, dass eine Bindung der Grenz- flächen erzielt wird. 11I. Verwendung der Folie gemäss Patentanspruch I zur Herstellung von Behältern. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verbundfolie gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Polymerfilm leicht heissver- siegelbar ist und dass die Festigkeit des Verbundes zwischen den Filmen grösser ist als die innere Festig keit des Polymerfilms. 2. Folie gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Seite aus einem orientierten Poly esterfilm und die andere Seite aus einem nicht orien tierten Film besteht. 3.
    Folie gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Seite aus einem orientierten Poly- esterfilm und die andere Seite aus einem Polyäthylen- film besteht. 4.
    Folie gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass ein dünner selbsttragender Polyester film aus einem linearen Polyester aus mehrwertigem aliphatischem Alkohol und aromatischer Polycarbon- säure und ein Polymerfilm aus einem organischen, Wasserstoff enthaltenden Polymer mit einer Vielzahl von Kohlenstoffatomen in der Gerüstkette vorliegt. 5.
    Folie gemäss Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der von Polyesterfilm verschiedene Poly merfilm einen Erweichungspunkt hat, der wesentlich niedriger ist als der Erweichungspunkt des. Polyester films. 6. Folie gemäss Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein dünner orientierter Poly esterfilm aus Polyäthylenterephthalat und ein dünner Film aus Polyäthylen vorliegt. 7.
    Folie gemäss Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Polyesterfilm aus gerecktem Polyäthylenterephthalat besteht. B. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass ein orientierter Polyesterfilm und ein Film .aus einem leicht heiss versiegelbaren Polymer verwendet wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass ein orientierter Polyesterfilm und ein Polyäthylenfilm verwendet wird.
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