Flüssigkeitsgefüllte, verschlossene, tetraederförmige Packung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine flüssigkeitsgefüllte, verschlossene, tetraederförmige Pakkung, die durch Flachpressen und Warmverschliessen eines flexiblen Rohres in zwei rechtwinkelig zueinander liegenden Zonen hergestellt wird, von denen je eine Zone an jedem Rohrende liegt, um so eine in das Rohr eingeführte Flüssigkeitsmenge einzuschliessen, wobei das Rohr einerseits eine äussere Trägerschicht von für die Flüssigkeit ungenügender Resistenz und eine in Längsrichtung fortlaufende, über die ganze Länge des betreffenden Rohres sich erstreckende Verbindung und andererseits eine in der Hauptsache ununterbrochene dünnere Schicht aus wärmeverschweissbarem Kunststoff aufweist, die gegen die betreffende Flüssigkeit resistent ist und an der äusseren Trägerschicht haftet.
Im vorliegenden Falle soll der Ausdruck Rohr jeden dünnwandigen Körper rohrartiger Ausbildung, d. h. einen Körper mit an beiden Enden offenem Durchgang, jedoch nicht unbedingt von kreiszylin- drischer Form bezeichnen. Des weiteren wird hier unter Verpackung der aus dem Verpackungsmaterial gebildete Behälter selber und unter Packung die Verpackung samt Inhalt verstanden.
Vorzugsweise wird eine Packung der eingangs erwähnten Art nach den schwedischen Patenten Nr. 123250 und 142529 in kontinuierlichem Verfahren aus einer fortlaufenden geschichteten Bahn hergestellt, die aus einer wärmeverschweissbaren Schicht einheitlicher Dicke und einer Trägerschicht einheitlicher Dicke besteht, die selber wiederum aus geschichteten Lagen einheitlicher Dicke und unterschiedlicher Eigenschaften zusammengesetzt sein kann, beispielsweise aus Aluminiumfolie und einer Papierschicht. In den meisten Fällen besteht die Trägerschicht jedoch aus Papier.
In kontinuierlichem Verfahren wird solch eine Bahn mit ihrer I Kunststofflage nach innen zu einem Rohr geformt und längs der Längskanten der Bahn unter Wärmeanwendung verschlossen, und zwar in normaler Uberlappung, d. h. beide Lagen werden als ein Ganzes überlappend zusammengelegt, oder in doppelter Überlappung, d. h. die innere Lage wird mit der inneren Lage, die äussere Lage mit der äusseren Lage überlappend zusammengelegt, und so ein fortlaufendes Rohr gebildet, das mit der zu verpakkenden Flüssigkeit gefüllt und längs Querzonen abwechselnd in der einen oder anderen von zwei senkrecht aufeinanderstehenden Ebenen verschlossen wird, so dass das Rohr in gefüllte und verschlossene Packungen unterteilt ist, die schliesslich vom Rohr abgeschnitten werden.
Wenn eine solche Packung entleert werden soll, wird ein Teil der Verpackung, vorzugsweise eine von den Ecken der Verpackung an einer der Verschlusszonen, weggeschnitten oder in anderer Weise entfernt. In manchen Fällen wird dieser Schritt jedoch unnötigerweise kompliziert, insbesondere bei Pakkungen für die Einzelbedienung, die sowohl als Verkaufsbehälter wie als Bedienungsbehälter für Getränke Verwendung finden sollen und in ihrer letztgenannten Eigenschaft mittels eines Trinkstrohhalms geleert werden sollen.
Wenn beim Öffnen der Pakkung zuerst in der Wand derselben eine passende oeffnung durch besondere Massnahme bewirkt und dann ein Strohhalm durch die Öffnung in die Pakkung eingeführt werden soll, so ist die Verwertung der Packung reichlich umständlich, insbesondere in Fällen, bei denen keine geeignete Stütze für die Pakkung verfügbar ist, beispielsweise wenn Getränke bei Sport- oder dergleichen Anlässen verkauft und serviert werden.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile. Die Packung nach dieser Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe einer der Ecken der Packung an einer Seite der den Hohlraum der Pakkung begrenzenden Verpackungswand selber eine Stanzöffnung vorgesehen ist, die die äussere Trägerschicht der Verpackungswand durchbricht, aber innenseitig durch die erwähnte oder eine zusätzliche Kunststoffschicht verschlossen ist, so dass die Verpackungwand an dieser Stelle verringerte Scherfestigkeit aufweist, um das Einführen eines Trinkstrohhalmes in die Packung zu ermöglichen, indem mittels des Endes des Strohhalmes selber die Wand der Verpackung durch die Stanzöffnung hindurch durchstossen wird.
Ein solches Stanzloch kann eine Fläche besitzen, die dem Aussenumfang eines normalen Trinkstrohhalmes entspricht, so dass ein Strohhalm, der in das Stanzloch einer ungeöffneten Packung eingeführt wird, mittels des Randes des Stanzloches geführt wird, so dass der Strohhalm ohne zu grosse Knickbeanspruchung die Kunststoffschicht, die das untere Ende der Stanzöffnung überdeckt, in Stanzwirkung durchdringt, und dann mit einem so erzeugten dichten, das Lecken verhindernden Sitz am Rande der Öffnung bis zu einer gewünschten Länge in die Packung eingeführt werden kann, um deren Inhalt durch Saugen an dem Strohhalm abzuziehen.
In der beigefügten Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer in der Hauptsache regelmässigen, tetraederförmigen Pakkung mit zwei Verschlusstreifen, und
Fig. 2 in grösserem Querschnitt einen Schnitt durch die Wand der Verpackung bei einer Ecke derselben.
Die in der Fig. 1 gezeigte Packung wird durch Flachpressen und Warmverschliessen eines flexiblen Rohres in zwei verhältnismässig schmalen Zonen hergestellt, von denen jede längs eines Endes des Rohres verläuft, um in dem Rohr eine Flüssigkeitsmenge einzuschliessen. Das Rohr besteht aus einer äusseren Trägerschicht, die für Flüssigkeiten ungenügend resistent ist und einen fortlaufenden Über- lappungsverschluss aufweist, der sich längs des betreffenden Rohres erstreckt, und aus einer in der Hauptsache ununterbrochenen dünneren, inneren Schicht aus Kunststoff, die für die Flüssigkeit resistent und wärmeverschweissbar ist und an der äusseren Trägerschicht haftet. Das Verschliessen der Verpackung erfolgt in zwei zueinander senkrechten Ebenen, um eine Packung von Tetraederform zu erhalten, die zwei Verschlusstreifen (Verschlusszonen) 1 und 2 aufweist.
In der Nähe der oberen Ecke der Packung nach Fig. 1 ist der den inneren Hohlraum begrenzende Teil der Verpackungswand mit einem Loch 3 von in der Hauptsache kreisrundem Querschnitt versehen.
Wie Fig. 2 zeigt, reicht das Loch 3 durch die ganze Dicke der äusseren Trägerschicht 4, nicht aber durch die innere Kunststoffschicht 5, die das Loch 3 innen dicht abschliesst.
Das Loch 3 besitzt einen Durchmesser, der in der Hauptsache dem Aussendurchmesser eines normalen Trinkstrohhalmes entspricht, d. h. einen Durchmesser von etwa 2 bis 5 Millimeter. Da die Kunststoffschicht 5 das Loch 3 bei der Innenseite der Aussenschicht überbrückt, ist die Schwächung, die die Wand der Verpackung durch das Loch 3 erfährt, für die Festigkeit der Packung ohne Bedeutung, solange das Loch 3 nicht an einer Kante, sondern nur an einer der Seiten der Verpackung angeordnet ist. Bei der tetraederförmigen Packung nach Fig. 1 ist das Loch 3 an einer der dreieckigen Seiten der Verpakkung angeordnet, und zwar in der Hauptsache symmetrisch zur Winkelhalbierenden, die durch die beiden Kanten 6 und 7 der Verpackung zusammen mit der inneren Randlinie 4 des Verschlusstreifens 2 der die dreieckige Seite begrenzt, bestimmt ist.
Für die Herstellung von Packungen der genannten Art sind eine Reihe von Verfahren anwendbar.
Allen ist gemeinsam, dass das Loch 3 in der äusseren Trägerschicht 4 der Verpackungswand angebracht wird, bevor die Packung gefüllt und verschlossen wird.
Natürlich können die Löcher 3 in der Aussenschicht 4 hergestellt werden, noch bevor die innere Kunststoffschicht 5 aufgebracht ist. Wenn das Rohr, aus dem die Packungen hergestellt werden, aus einer vorfabrizierten, geschichteten Bahn gefertigt wird, die aus einer Aussenschicht 4 mit Löchern 3 und einer ununterbrochenen Kunststoffschicht 5 besteht, dann ergeben sich hinsichtlich der Konstruktion der Verpackungsmaschine gewisse Schwierigkeiten. So muss es möglich sein, mit der Maschine das Formen und Verschliessen der Verpackungen in solcher Weise auszuführen, dass die Löcher 3 an den einzelnen Packungen unabhängig von den möglichen Veränderungen hinsichtlich der Dimension der geschichteten Bahn in der Zeit von der Herstellung der Bahn bis zur Herstellung der Packungen stets an der gleichen Stelle angeordnet sind.
Doch kann das genannte Verfahren ohne die genannten Nachteile angewandt werden, wenn die äussere Schicht 4 des Ausgangsrohres aus einem Material in Form einer fortlaufenden Bahn besteht, die innere Schicht 5 aber durch Auspressen eines Kunststoffrohres auf die Innenseite der äusseren Schicht erfolgt, wobei das Kunststoffrohr zum Festhaften am Aussenrohr gebracht wird und so die innere Schicht 5 bildet. Dann kann das Anbringen der Öffnungen 3 in der äusseren Schicht in mehr oder minder direkter Verbindung mit der Formung des Rohres aus dem genannten Material verbunden werden und damit mit der Herstellung der Packung, so dass die oben angegebene Schwierigkeit hinsichtlich des genauen Ausrichtens entfällt.
Der gleiche Vorteil wird erreicht durch ein Verfahren, bei dem das Ausgangsrohr für die Verpak kungswandung bei der Packungsherstellung aus einer geschichteten Bahn hergestellt wird, die aus einer Trägerbahn und einer Kunststoffschicht auf einer Seite der Bahn besteht und vor der Formung des Rohres mit Löchern versehen wird, die durch die ganze Bahn reichen und die oben angegebene Form und Masse besitzen, wobei diese Löcher bei der Innenseite der Kunststoffschicht mit einem Kunststoff überzug dicht überzogen werden, der sich überlappend über die Ränder der Löcher erstreckt und unter Wärmezufuhr und Druck mit der Kunststoffschicht der geschichteten Bahn an der Kontaktfläche zwischen Kunststoffüberzug und Kunststoffschicht verschmilzt, um so eine ununterbrochene Kunststoffschicht der geschichteten Bahn zu erhalten.
Die Löcher werden zweckmässigerweise am Material der fortlaufenden Bahn so angeordnet, dass jede Packung bei der einen Ecke ein Loch 3 erhält.
Das Überziehen der in Querrichtung immer gleich angeordneten Löcher in der geschichteten Bahn gemäss dem oben angegebenen Verfahren wird zweckmässigerweise mittels eines fortlaufenden Kunststoffstreifens von einer Breite bewirkt, die etwas grösser ist als der betreffende Lochdurchrnes- ser, wobei der Streifen immer wieder auf die Kunststoffseite der Bahn längs derselben aufgebracht wird, wie auch die Bahn, beispielsweise durch Stanzen, mit den Löchern versehen wird.
Wenn auch das Loch 3 in der äusseren Schicht 4 der Verpackungswand für deren normale Handhabung nur in geringem Umfang eine Schwächung der Verpackungswand bedeutet, kann es unter besonderen Umständen als ein Anreisszeichen oder als Schlitz zum Zerreissen dienen, wenn es zweckmässig ist, den Inhalt der Packung durch eine öffnung zu entleeren, die grösser ist als die von dem Lochrand umschlossene Öffnung. Wenn also durch Flachpressen ein Falz durch die Mitte des Loches 3 in der mit dem Loch 3 versehenen Verpackungswand angeordnet ist, ist es leicht möglich, durch haltenden Griff an dem Falz seitlich von dem Loch und durch ziehenden Griff an der anderen Seite des Loches die Wand der Verpackung längs der beiden Linien, die sich von dem Loch 3 nach beiden Seiten der Falzlinie erstrecken, auseinanderzureissen.
Dieses Zerreissen erfolgt am leichtesten und zweckmässigsten, wenn das Loch 3 gemäss Fig. 1 angeordnet ist, d. h. wenn es so an einer Wandseite angeordnet ist, dass die Falzlinie durch den Mittelpunkt des Loches 3 und durch die Spitze 8 der nächsten Verpackungsecke geht, so dass sie in der Ebene des Verschlussstreifens 1 liegt, in welchem Falle nicht nur der Wandteil der Ecke, sondern auch der entsprechende Teil des Verschlusstreifens leicht ganz weggerissen werden kann.
Um das Aufreissen der Packungen zu erleichtern, sollte der Mittelpunkt der Löcher 3 in der Hauptsache in der Ebene des anschliessenden Verschlussstreifens 1 liegen. Der Charakter eines Zerreisschlitzes des Loches 3 kann noch erhöht werden durch Vorsehen von zwei kurzen Schlitzen 9 und 10 in der äusseren Schicht 4 der Packung, wobei sich die Schlitze vom Loch 3 zu dem nächsten Verschlussstreifen 1 in einer Richtung erstrecken, die den entsprechenden Teilen der Kante der gewünschten Aufreissöffnung entspricht.
Die Richtungen der Schlitze 9 und 10 sind so in der Hauptsache symmetrisch zur Schnittlinie zwischen der Verpackungsseite mit dem Loch 3 und zwischen der Ebene mit dem benachbarten Verschlusstreifen 1.
Obwohl das Stanzloch in der Verpackungswand bei der obengenannten Ausführungsform der Pakkung oder mit Schlitzen 9 und 10 in der äusseren Verpackungswand ein gesperrtes Loch 3 bildet, ist zu sagen, dass es auch von anderer Form und Konstruktion sein kann, wenn es nur über eine Fläche, die in der Hauptsache einem Querschnitt mit dem Aussendurchmesser eines normalen Trinkstrohhalmes entspricht, eine geringere Scherfestigkeit der Verpackungswand ergibt, so dass das Einführen eines Trinkstrohhalmes in die Packung unter Durchstechen der Verpackungswand im Bereich des Stanzloches mittels des Endes des Trinkstrohhalmes selber möglich wird.
So kann das Stanzloch die Form eines Kreuzes besitzen, das durch sich schneidende Schlitze von vorzugsweise der gleichen Lage und Richtung wie die oben genannten Schlitze 9 bzw. 10 gebildet ist, um so weitere zusätzliche Aufreisschlitze überflüssig zu machen. Das Stanzloch kann auch eine Fläche haben, die nur ein Teil eines Kreises ist.