CH368515A - Vorrichtung zum Verändern der physikalischen Eigenschaften einer Verkehrsfläche - Google Patents

Vorrichtung zum Verändern der physikalischen Eigenschaften einer Verkehrsfläche

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CH368515A
CH368515A CH6199658A CH6199658A CH368515A CH 368515 A CH368515 A CH 368515A CH 6199658 A CH6199658 A CH 6199658A CH 6199658 A CH6199658 A CH 6199658A CH 368515 A CH368515 A CH 368515A
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Stegmueller Ludwig Dr Rer Publ
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Stegmueller Ludwig Dr Rer Nat
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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
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    • E01C11/00Details of pavings
    • E01C11/24Methods or arrangements for preventing slipperiness or protecting against influences of the weather
    • E01C11/26Permanently installed heating or blowing devices ; Mounting thereof
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    • E01C3/00Foundations for pavings
    • E01C3/06Methods or arrangements for protecting foundations from destructive influences of moisture, frost or vibration

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description


  Vorrichtung zum Verändern der     physikalischen    Eigenschaften einer     Verkehrstläche       Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung  zum Verändern der     physikalischen    Eigenschaften  einer Verkehrsfläche, welche aus einem     .in    deren Auf  bau eingesetzten, durch den Verkehr     belastbaren     Leitungssystem aus     einem        nichtmetallischen    Werk  stoff mit in Abständen angeordneten     Aufgabeöffnun-          gen    für die die     physikalischen    Eigenschaften der  Verkehrsfläche     beeinflussenden    Mittel besteht.

   Die  Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,     d'ass    die in  Abständen verlegten     Leitungsstränge    des     parallel    zu  der     Verkehrsfläche    verlegten Leitungssystems an  ihrem unteren Teil mit Durchlässen versehen     sind,     die einen gleichmässigen     Austritt    des     fliessfähigen    Mit  tels aus dem     Leitungssystem    in die     Bettung    der Ver  kehrsfläche     gestatten.     



  Die Vorrichtung kann vor allen Dingen bei alten  Strassen, deren Aufbau nicht wesentlich zerstört wer  den soll, angewandt werden; .sie     kann    aber auch bei  neuen Strassen angewandt werden, wenn kapillar  brechende Trag- bzw.     Unterbauschichten        infolge    der  geologischen     Beschaffenheit    des Baubereiches oder  ganz allgemein     infolge    zu hoher Kosten     nicht    ein  gebaut werden können.

   Vor     allem    gilt dies auch bei  den sogenannten     kalkstabilisierten        flexiblen    Unter  bauten, die     wesentlich    billiger zu stehen     kommen    als  die     heutigen    Unterbauten und die in den V. St. A.  bereits die wesentlichste Form des Unterbaus ge  worden     sind.    Sie eignet sich     für    alle Typen von  Strassendecken. Besonders     einfach    kann die Vorrich  tung bei     Steinpflaster    Anwendung     finden.     



  Während bisher zur     Verhinderung    von Frost  hebungen durch chemische Zusätze die Strasse aufge  bohrt und     eine    Frosthebung verhindernde chemische  Substanz in die Bohrung     eingefügt        oder        eingefüllt     und     daraufhin    die     Bohrung    wieder     zugeschüttet     wurde, ermöglicht die oben     ,genannte    Vorrichtung     eine          wiederholte        Tränkung    des Strassenkörpers,

   ohne dass    beispielsweise     ein    erneutes Aufbohren der Strassen  oberfläche notwendig wird; die Vorrichtung zur Trän  kung des Strassenkörpers verbleibt     ständig    im Strassen  körper und wird wie     nachfolgend    näher erläutert, je  nach Bedarf, mit der     einen        oder    anderen     chemischen     Substanz gefüllt, so dass     eine        Tränkung    des Strassen  körpers je nach der     Beschaffenheit    desselben     bzw.    der       Kornverteilung    des Unterbaus     ermöglicht    wird.  



  Als fliessfähige     Chemikalien,    die zur Anwendung  kommen und in das     Leitungssystem        eingefüllt    werden  sollen, kommen beispielsweise     Calciumchlorid    oder       Sulfitablauge        in    Frage, welche     bekannterweise    eine       frostschädenverhindernde        Wirkung    auslösen. Das Lei  tungssystem wird dabei zweckmässig so verlegt, dass  der     Abstand    der     einzelnen        Leitungsstränge,    wobei es  sich z.

   B. um     in        Strassenlängs-    und oder     Querrichtung     verlaufende Rohrstränge handelt, ein derartiger ist,  dass die     eingefügten        Chemikalien    einen vollkommen  geschlossenen Wirkungsbereich aufweisen, das heisst  die Rohre sollen nur so weit voneinander     versenkt     werden, dass der von     jedem    Rohr ausgehende Wir  kungsbereich den Wirkungsbereich des Nachbar  rohres erreicht oder     geringfügig    überlappt.

   Der Ab  stand ist daher eine     Funktion    der Durchlässigkeit des  Bodens für die betreffende     Chemikalie    und hängt in  folgedessen vor allen     Dingen    auch von der Kornzu  sammensetzung des Strassenkörpers ab.  



  Ferner kann als     fliessfähige        Chemikalie    beispiels  weise     Kalkmilch    zur     Bodenstabih@sierung    verwendet  werden. Das Einbringen von flüssigen chemischen  Substanzen kann je nach     Bedarf    und zu den gege  benen     Zeitpunkten        mittels        eines    Tankwagens vor  genommen werden, welcher     die    Substanz über eine  Schlauchleitung in die     einzelnen        Einfüllöffnungen    ein  füllt.  



  Diese Aufgabe- oder     Einfüllöffnungen    können       beliebiger    Art sein,     jedoch    müssen diese so beschaf-           fen    sein, dass die chemische Substanz je nach ihrer  Konsistenz die Möglichkeit hat, in das ganze Lei  tungssystem     einzudringen    und von diesem aus lang  sam den Boden zu tränken.  



  Auch eine     Beheizung    des Strassenoberbaus ist mit  der Vorrichtung möglich, wobei z. B. daran gedacht  ist, dass in das Leitungssystem chemische Substanzen  eingefügt werden, die eine gewisse Zeit lang derart  reagieren, dass durch den     exothermen    Vorgang die  Temperatur der Strassenoberfläche über 0  C gehalten  werden kann.  



  Die parallel     zu    der     Verkehrsfläche,    z. B. zur  Strassenoberfläche, verlaufenden Leitungsstränge kön  nen beispielsweise aus zwei     im    gewissen     Abstand    von  den Strassenrändern und parallel zu diesen verlaufen  den     Einzelsträngen    bestehen. Wenn das Leitungs  system durch Querverbindungen auch teilweise quer  zur Strasse verlaufen kann, so     dürften    die in Längs  richtung der Strasse vorgesehenen     Einzelstränge    eine  besonders     günstige    und wirtschaftliche Ausführungs  form der Erfindung darstellen.

   Die weitere Beschrei  bung des Leitungssystems beschränkt sich daher auf  diese beispielsweise     Ausführungsform.     



       Obgleich    die     Querschnittsform    der zu den Lei  tungssträngen zusammengesetzten Einzelelemente an  sich unwesentlich ist, kann es jedoch zweckmässig       sein,    annähernd     trapezförmi.ge    Körper, z. B. mit einer  Höhe von 10 bis 20 cm und einer Länge von 30 bis  <B>100</B> cm, anzuordnen, die jeweils eine     in    Längsrich  tung verlaufende Bohrung aufweisen; zum Einlegen  bzw.

   Verlegen derselben kann beispielsweise bei einer  alten Teerstrasse so vorgegangen werden, dass mittels  einer bekannten Fräsmaschine in     Längsrichtung    der  Verkehrsfläche     jeweils    etwa im Abstand von 1,30 m  von deren Rand eine     Rinne    ausgefräst wird, welche  etwas breiter als die     einzusetzenden    Einzelelemente  ist.

   In diese Rinne werden nunmehr die Einzelele  mente     etwa    in der     Art    wie Kabelsteine eingesetzt und  so gegenüber den     Rändern    der Decke bzw. dem       Untergrund    befestigt bzw. abgedichtet, dass weder  eine Bewegungsmöglichkeit gegenüber der Strassen  oberfläche noch in Längsrichtung der Strasse möglich  wird. Die Einzelelemente müssen also so nebenein  ander     eingebracht    werden, dass sie ein gegenüber der  Strassenoberfläche stationäres und festes Band     bilden.     



  Die     einzelnen    Leistungsstränge weisen in bestimm  ten Abständen Aufgabe- oder     Einfüllöffnungen    auf,  in welche nunmehr die fliessfähigen chemischen Sub  stanzen eingefüllt werden. Es bedarf keines weiteren  Hinweises, dass zur Abdichtung der Einzelelemente  untereinander und gegenüber dem Strassenkörper an  sich übliche     Bindemittel    verwendet werden können.  



  Nach Einfüllung der fliessfähigen Chemikalien  dringen diese entweder durch den z. B. aus porösem  Material bestehenden und     daher    Durchlässe     für    die  Chemikalien bildenden unteren Teil des Einzel  elements     in    den Boden. Statt des porösen Materials  können selbstverständlich auch künstliche feine Boh  rungen im unteren Teil des an sich     undurchlässigen          Einzelelementes    vorgesehen werden. Auf jeden Fall    muss die Abdichtung bzw. Abstützung des Einzel  elements so vorgenommen werden, dass die     Porosität     des die Einzelelemente umgebenden Strassenkörpers  nicht leidet.  



  Bemerkt muss noch werden, dass es     keinesfalls     notwendig ist, das ganze Leitungssystem, also bei  spielsweise die horizontalen Einzelstränge, mit der  selben chemischen Substanz zu füllen. Es kann, und  dies liegt     im    Rahmen der     Erfindung,    ohne weiteres  auch so vorgegangen werden, dass     verschiedenartige,     sogar einen verschiedenen Zweck     erfüllende    Sub  stanzen gleichzeitig bzw. nacheinander in den Strassen  körper eingefügt werden.  



  Die die Leitungsstränge bildenden Einzelelemente  müssen säure- und     laugenbeständig    sein; es kommt  dafür beispielsweise Steinzeug in Frage. Die in der  Längsrichtung verlaufenden Kanäle müssen einen sol  chen Durchmesser -     beispielsweise    3 bis 8 cm   haben, dass die fliessfähigen Chemikalien, wie bereits  oben     ausgeführt,    die Möglichkeit haben, sich inner  halb des Kanals schnell auszubreiten und dort eine  Zeitlang zu verbleiben.  



  Die zweckmässig einen Teil der Strassenoberfläche  bildende Oberfläche der     Steine    kann seitlich gering  fügig abgerundet sein, damit verhindert wird, dass bei  Beschädigung der Dichtung zwischen dem Einzel  element und der Strassendecke scharfe Höcker auf der  Strassenoberfläche entstehen. Die     Oberfläche    der  Steine kann der Wölbung der Strasse angepasst werden.       Falls    der Strassenoberbau eine Verlegung der Steine  bündig mit der     Strassenoberfläche    nicht gestattet, kön  nen die Steine auch unterhalb der Strassenoberfläche  verlegt werden.  



  Zur besseren Bindung des an die Steine an  grenzenden     Strassenbaumaterials    können die Seiten  flächen der Steine rippenartig ausgebildet oder mit  Rillen versehen werden.  



  Insbesondere bei der Verwendung von Steinzeug  kann beim Verlegen der aus den Einzelelementen be  stehenden Leitungsstränge noch eine weitere vorteil  hafte Wirkung erzielt werden, wenn nämlich die  Leitungsstränge zur Markierung der Verkehrsflächen,  beispielsweise bei Parkplätzen,     Fussgängerübergängen     oder     dergleichen,    herangezogen     werden.     



  Je nachdem     ein    weisser     Steinzeugton        oder    bei  spielsweise ein rotbrennender     Steinzeugton        verwendet     wird, entstehen weisse oder rote Einzelelemente, deren       Oberflächen        frost-,    witterungsbeständig und abrieb  fest sind.  



  Beispielsweise bei einer etwa 5 m breiten Strasse       würde    es zweckmässig sein, drei Reihen oder drei  Stränge von Einzelelementen in Längsrichtung der  Strasse anzuordnen, wobei im Abstand von etwa  1,25 m von einem Rand ein durchgehender weisser  Strang, der als weisse Strassenmarkierung anzusehen  ist, verlegt     wird,    welche gleichzeitig die Mitte der  einen Fahrbahn anzeigt. Im Abstand von etwa 1,25 m  vom anderen Strassenrand wird auf dieselbe Weise  vorgegangen, so dass dadurch ein die Mitte der ande  ren     Fahrbahn    anzeigender weisser Streifen entsteht.

        Schliesslich wird als Trennung der beiden Fahrbah  nen ein weiterer Strang verlegt, welcher beispielsweise       intermittierend    aus weissen und roten Einzelelementen  oder aus     teils    mit der     Strassenoberfläche    bündig und  teils unterhalb der Strassenoberfläche angeordneten  weissen     Einzelelementen    besteht.  



  Durch diese drei jeweils im Abstand von 1,25 m  angeordneten Streifen wird die Möglichkeit geschaf  fen, dass insbesondere bei Nachtfahrten jeder Ver  kehrsteilnehmer in der einen oder der anderen Rich  tung sich an einen weissen Streifen, also an die Mitte  seiner eigenen Fahrbahn, halten kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Verändern der physikalischen Eigenschaften einer Verkehrsfläche, bestehend aus einem in deren Aufbau eingesetzten, durch den Ver kehr belastbaren Leitungssystem aus einem nicht metallischen Werkstoff mit in Abständen angeord neten Aufgabeöffnungen für die die physikalischen Eigenschaften der Verkehrsfläche beeinflussenden Mittel, dadurch gekennzeichnet, dass die in Abstän den verlegten Leitungsstränge des parallel zu der Ver kehrsfläche verlegten Leitungssystems an ihrem unte ren Teil mit Durchlässen versehen sind,
    die einen gleichmässigen Austritt des fliessfähigen Mittels aus dem Leitungssystem in die Bettung der Verkehrs fläche gestatten. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungsstränge in Längs- richtung der Verkehrsfläche verlaufende Einzelstränge sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungsstränge in Quer richtung der Verkehrsfläche verlaufende Einzelstränge sind.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längs- und Querrichtung verlaufenden Einzelstränge untereinander verbunden sind. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der verlegten Leitungsstränge mit der Verkehrsfläche bündig ab schliesst. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lei tungsstränge zwecks Verkehrsmarkierungen verschie denfarbig zur Verkehrsfläche ausgebildet sind.
CH6199658A 1957-08-01 1958-07-21 Vorrichtung zum Verändern der physikalischen Eigenschaften einer Verkehrsfläche CH368515A (de)

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