Schaltungsanordnung mit einer Multikathoden-Glimmzählröhre und einer Kaltkathoden-Anzeigeröhre Es ist bekannt, Multikathoden-Glimmzählröhren als Zahlenanzeiger zu verwenden, wobei Schaltungs anordnungen benützt werden, die erlauben, aus einer Mehrzahl von Kathoden, denen z. B. die Zahlen 0 bis 9 einzeln zugeordnet sind, nach Belieben eine bestimmte Kathode mit einer Glimmentladung zu belegen, so dass die Stellung des Glimmlichts die in der Röhre zu registrierende Zahl anzeigt.
Es gibt Mültikathoden-Glimmzähiröhren, bei denen das Glimmlicht an der Kathode sichtbar ist, und die durch seine Stellung entlang des Umfangs eines durch einen Ring von Kathoden gebildeten Kreises vermittelte Anzeige kann unter Umständen einem Betrachter genügen, um aus einer Zahlenreihe jene Zahl zu bestimmen, die das Glimmlicht an der Kathode repräsentiert.
Die normalerweise getroffenen Massnahmen zur Fortschaltung der Glinnmentladung von einer Kathode zur benachbarten Kathode einer Multikathoden- Glimmzählröhre sind bekannt und werden hier nicht beschrieben.
Mitunter tritt der Wunsch auf, die in einer Multi kathoden-Glimmzählröhre registrierte Zahl durch einen zugeordneten Zahlenanzeiger bildlich darzustel len.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung von Mit teln, die es ermöglichen, die von einer mit Glimm licht belegten Kathode einer Multikathoden Glimm- zählröhre angezeigte Zahl durch eine entsprechende Kathode einer Kalthathoden-Anzeigeröhre bildlich darzustellen.
In einer Kaltkathoden-Anzeigeröhre, z. B. in der unter der Handelsbezeichnung Nixie HB-106 be kannten Röhre, bildet jede Kathode die Form einer der Zahlen 0 bis 9. Durch geeignete Kopplung einer Multikathoden-Zählröhre mit einer Kaltkathoden- Anzeigeröhre dieser Art lässt sich nun erreichen, dass jene Kathode der Kaltkathoden-Anzeigeröhre, die der mit Glimmlicht belegten Kathode der Multi kathoden-Zählröhre zugeordnet ist, selbsttätig das Bild der Zahl,
die die genannte Kathode der Multi kathoden-Zählröhre repräsentiert, zur Darstellung bringt.
Der in einer Multikathoden-Glimmzählröhre über die mit Glimmlicht belegte Kathode fliessende Strom dient gewöhnlich auch dazu, diese Kathode mit Bezug auf die übrigen Kathoden positiv vorzuspannen. Diese Vorspannung bildet die äussere elektrische Anzeige der Stellung des Glimmlichts und kann zum Steuern des Glimmlichts in einer Kaltkathoden-Anzeigeröhre verwendet werden.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bil dende Schaltungsanordnung mit einer Multikathoden- Glimmzählröhre und einer Kaltkathoden-Anzeige- röhre ist gekennzeichnet durch Mittel zur gegensei tigen Kopplung der Kathoden der genannten beiden Röhren, die bewirken, .dass auf Grund eines Poten tials, das als Folge einer Glimmentladung zwischen der Anode und einer Kathode der Zählröhre entsteht,
ein Potential mit gegenüber dem erstgenannten Poten tial umgekehrter Polarität an die entsprechende Kathode der Anzeigeröhre angelegt wird, das die Zündung einer Glimmentladung .in der Anzeigeröhre an der Kathode, die der mit Glimmlicht belegten Kathode der Zählröhre entspricht, ermöglicht.
Nachstehend werden anhand der beigefügten Zeichnung beispielsweise Ausführungsformen des Er findungsgegenstandes näher erläutert.
In den Fig. 1, 3, 5, 6 und 7 sind fünf Ausfüh rungsbeispiele der Schaltungsanordnung nach der Er findung schematisch dargestellt. In den Fig. 2 und 4 ist der zeitliche Verlauf der Potentiale an verschiedenen Punkten, ausgehend von der Anode der Zählröhre bis zu den Kathoden der Anzeigeröhre, der Schaltungsanordnung nach den Fig. 1 und 3 graphisch dargestellt.
Die Fig.1 zeigt eine Schaltungsanordnung, in der eine Multikathoden-Glimmzählröhre 1 mit einer Kaltkathoden-Anzeigeröhre 2 derart verbunden ist, dass beim Auftreten einer Glimmentladung zwischen der Anode 3 und* der Kathode 4 der Zählröhre 1 auch eine Glimmentladung zwischen der Anode 5 und der hinsichtlich der Schaltfolge entsprechenden Kathode 20 der Anzeigeröhre 2 herbeigeführt wird.
Die Anode 3 der Zählröhre 1 ist über einen Widerstand 7 und die Sekundärwicklung 8 eines Transformators an die Plusleitung 9 einer Gleich stromquelle angeschlossen.
Jede Kathode der Zählröhre 1 ist mit der ent sprechenden Kathode der Anzeigeröhre 2 durch einen Kopplungskreis verbunden. Einer dieser Kopplungs kreise wird nachstehend mit Bezug auf die dritte Kathode (Nr. 2) beider Röhren näher beschrieben.
Die dritte Kathode 4 der Zählröhre 1 ist über einen Widerstand 10 mit der Minusleitung 11 der ge nannten Gleichstromquelle verbunden. Der zur Kathode 4 fliessende Strom wird durch den Wider stand 7 auf einem gewünschten Wert gehalten.
Die Primärwicklung 12 des Transformators ist an eine Wechselstromquelle 13 angeschlossen. Der in der Sekundärwicklung 8 erzeugte Wechselstrom durchfliesst einen Stromkreis, der durch einen Kon densator 14, einen Kathodenwiderstand 10, die Zähl röhre 1 und. den Widerstand 7 gebildet wird. Auf diese Weise wird der über die Glimmstrecke fliessende Gleichstrom moduliert. Die Amplitude des Wechsel stromes kann so eingestellt werden, dass der Summen strom ein pulsierender Gleichstrom ist, dessen Mo mentanwert zwischen Null und. dem doppelten Mittel wert variiert.
Diese Einstellung, die als maximale Modulation des Gleichstromes betrachtet werden kann, stellt aber keine wesentliche Bedingung für die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung dar.
Der Kurvenzug 15 in Fig. 2 zeigt den Verlauf des Potentials am Verbindungspunkt 16 zwischen der Sekundärwicklung 8 und dem Widerstand 7. Der Kurvenzug 24 in Fig. 2 repräsentiert den Verlauf des Potentials am Verbindungspunkt 17 zwischen der Kathode 4 der Zählröhre 1 und dem Widerstand 10. Der Ordinatenmassstab ist für die beiden Kurvenzüge 15 und 24 nicht derselbe.
Die Kathode 4 der Zählröhre 1 ist über einen Kondensator 18 und einen Seriewiderstand 19 mit der dritten Kathode 20 der Anzeigeröhre 2 gekoppelt. Der Kondensator 21 dient zur gegenseitigen Ent kopplung der Kathoden der Anzeigeröhre 2.
Ein Anodenwiderstand 22 reguliert den Glimm- entladun,gsstrom in der Anzeigeröhre 2, der beim Fehlen eines Steuersignals von der Zählröhre 1 gleich zeitig über mehrere oder alle Kathoden der Anzeige röhre 2 fliesst. Eine Diode 23 und der Widerstand 19 vervollständigen den Gleichstromweg des über die Anzeigeröhre 2 fliessenden Stromes.
Der der Sekundärwicklung 8 des Transformators entnommene Wechselstrom fliesst durch den Wider stand 10 und. ruft am Verbindungspunkt 17 eine Potentialänderung hervor (Kurvenzug 24 in Fig. 2), die sich über den Kondensator 18 und die Diode 23 auswirkt, so dass der Kondensator 18 an dem mit der Diode 23 verbundenen Belag negativ aufgeladen wird. Diese negative Ladung, aufgeteilt durch den Kondensator 21, gelangt an die Kathode 20 der Anzeigeröhre 2. Der Widerstand 19 dient zum Glät ten der an der Diode 23 auftretenden Potential schwankungen. Durch das Anlegen eines negativen Potentials an die Kathode 20 der Anzeigeröhre 2 wird die Glimmentladung auf diese Kathode kon zentriert.
Es sei darauf hingewiesen, dass der gesamte Glimmstrom von der Kathode 20 über den Wider stand 19 zur Diode 23 fliesst. Die Dauer der Durch lassphase der Diode 23 muss aber kurz sein, vorzugs weise kürzer als die Halbwellendauer des Wechsel stromes. Andernfalls wäre die auf den Kondensator 21 übertragene mittlere negative Ladung ungenügend.
Dementsprechend muss der Spitzenwert des Glimm- stromes in der Zählröhre 1 mindestens doppelt so hoch sein wie der Mittelwert des Stromes in der Anzeigeröhre 2, was sich als starke Beschränkung er weist, weil bei einer Kaltkathoden-Anzeigeröhre die durch Glimmlicht bedeckte Fläche der Kathode ab nimmt, wenn sich der Stromfluss verringert, bis Teile der betreffenden Kathode unsichtbar werden, wäh rend andere Teile noch ein mehr als hinreichendes Glimmlicht aufweisen.
Dieser Mangel lässt sich durch Einfügen eines Kondensators 25 zwischen die Anode 5 der Anzeige röhre 2 und die Minusleitung 11 der Gleichstrom quelle beheben. Auf diese Weise kann der Mittelwert dzs Stromes in der Anzeigeröhre 2 durch einen ge eigneten Wert des Widerstandes 22 den durch die Betriebsverhältnisse der Zählröhre auferlegten Be schränkungen angepasst werden.
Durch die Anwendung der obengenannten Mittel lässt sich die Gefahr nur teilweiser Bedeckung der Kathoden der Anzeigeröhre umgehen. In diesem Zu sammenhang erweist es sich als günstig, wenn anstelle einer stetig verlaufenden Stromentladung über die Glimmstrecke kurze Stromstösse angewendet werden.
Wie alle Kaltkathoden-Gasentladungsröhren be nötigt die Anzeigeröhre 2 ein Betriebspotential, das tiefer liegt als das Zündpotential. Dieser Umstand ermöglicht es, die Anzeigeröhre als Kippschwingungs- oszillator zu betreiben, wobei der Kondensator 25 abwechselnd in einer leitenden Phase bei einem für volle Bedeckung der Kathode mit Glimmlicht hin reichenden Stromwert entladen und anschliessend in einer nichtleitenden Phase wieder auf Zündpotential aufgeladen wird. Die Kippfrequenz ist bestimmt durch die Zeitkonstante RC (22, 25), die zweckmässig so kurz gewählt wird, dass kein Flimmern entsteht.
Der Kurvenzug 26 in Fig. 2 zeigt den Verlauf des Poten tials an der Anode 5 (Punkt 27) und der Kurvenzug 28 den Potentialverlauf an der Kathode 20 (Punkt 29) der Anzeigeröhre 2.
Es besteht auch die Möglichkeit, diese selbsttätige Kippschwingung des Stromes in der Anzeigeröhre 2 durch Stromschwankungen zu ersetzen, die von einer äusseren Stromquelle herrühren, z. B. durch Kopplung mit der Wechselstromquelle 13 oder mit dem Wech selstromnetz.
In der in Fig. 3 dargestellten Schaltungsanordnung sind jene Schaltungselemente, die gleiche Funktionen ausüben wie die entsprechenden Schaltungselemente in Fig. 1, mit denselben Bezugszeichen versehen. Aus einer Wechselstromque'lle 13 wird über einen Trans formator mit Primär- und Sekundärwicklung 12 bzw.
8 einer Gleichrichterdiode 30 Strom zugeführt. Die Werte für den Widerstand 7 und den Kondensator 14 sind vorzugsweise so gewählt, dass der Strom in der Zählröhre 1 während den Halbperioden, in denen die Gleichrichterdiode 30 nichtleitend ist, fast auf Null fällt.
Der Kurvenzug 31 in Fig. 4 zeigt den Potential verlauf an der Anode 3 der Zählröhre 1, der bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 praktisch derselbe ist wie derjenige bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 1.
Der Kopplungskreis zwischen der Kathode 4 der Zählröhre 1 und der Kathode 20 der Anzeigeröhre 2 in Fig. 3 stimmt mit demjenigen der Schaltungsan ordnung nach Fig. 1 überein, mit der Ausnahme; dass der Widerstand 19 und der Kondensator 21 weg gefallen ist.
Dies hat zur Folge, dass an der Kathode 20 der Anzeigeröhre 2 ein Potential herrscht, das durch überlagerung des von der Kathode 4 der Zähl röhre 1 gelieferten Wechselstrompotentials (Kurven zug 32 in Fig. 4) und einer von der Gleichrichterdiode 33 herrührenden Gleichstromkomponente entsteht. Der Verlauf des Summenpotentials wird dargestellt durch den Kurvenzug 35 in Fig. 4.
Durch den Weg fall des Widerstandes 19 entfallen die Verluste, die der Glimmstrom der Anzeigeröhre ansonst in dem selben verursachen würde.
Es ist nun aber wichtig, dass der übertritt des Stromes auf die Kathode 20 derart synchronisiert wird, dass er nur dann stattfindet, wenn sich das Kathodenpotential wenigstens annähernd auf dem Minimum befindet. Dies wird ohne Schwierigkeiten dadurch erreicht, dass das Potential an der Anode 5 der Anzeigeröhre 2 in ähnlicher Weise wie bei der Zählröhre 1 durch einen Wechselstrom beeinflusst wird, der jedoch dem an der Anode der Zählröhre 1 wirksamen Wechselstrom um eine Halbperiode nach eilt.
Ferner sind die Werte des Widerstandes 22 und des Kondensators 36 so gewählt, d'ass das der Anode 5 der Anzeigeröhre 2 zugeführte Potential eine er hebliche Wechselpotentialkomponente der Speisefre- quenz aufweist, aber nur in einer Richtung pulsiert.
Der Nebenschlusskondensator 25 dient zusammen mit dem Seriewiderstand 22 zur Glättung der an der Anode 5 der Anzeigeröhre 2 auftretenden Potential welligkeit. Die verbleibende Welligkeit genügt, um ,das Glimmlicht unter dem Einfluss dieses zusätzlichen Anodenpotentials in dem Moment zu zünden,
in dem sich das Potential an der Kathode 20 in der Um gebung seines Minimums befindet. Der Wellenzug 34 in Fig. 4 zeigt den Verlauf dieses Anod'enpotential's und der Kurvenzug 35 (Fig. 4) den Potentialverlauf am Verbindungspunkt 29.
Die Entladungszeit des Kondensators 25 .ist kurz im Vergleich zur vollen Periodendauer, :so dass eine Entladung stattfindet, die einen ähnlichen Verlauf nimmt wie jene in der Schaltungsanordnung nach Fig. 1, jedoch mit einer durch d .ie Wechselstromquelle 13 gesteuerten Zeitfolge, die gewährleistet, dass auf der Kathode 20 ein Glimmlicht von kurzer Dauer lokalisiert wird.
Eine weitere Methode zum Anlegen eines nega tiven Potentials an die Kathode einer Kaltkathoden- Anzeigeröhre auf Grund einer Glimmentladung an einer entsprechenden Kathode einer Multikathoden,- Glimmzählröhre wird durch die Schaltungsanordnung nach Fig. 5 veranschaulicht,
in. der eine Zählröhre 1 Kathoden 01...9i besitzt, die mit den Kathoden 02...92 einer Anzeigeröhre 2 verbunden sind. Die Anode 3 der Zählröhre 1 ist über einen Widerstand R1 mit einer Potentialquelle V1 und die Kathoden <B>01...</B> 91 .sind je durch einen Widerstand R2 mit einer Potentialquelle V2 verbunden.
Die Widerstände R1 und R2 und die Potentialdifferenz V1 bis V2 sind so gewählt, dass der sichere Betrieb der Zählröhre 1 gewährleistet ist. Die Anode 5 der Anzeigeröhre 2 ist über einen Widerstand R4 an einen Speisepunkt mit -dem Potential V5, und die Kathoden 02...92 der selben sind je über eine Triggerröhre 40 an einen Speisepunkt mit dem Potential V4 angeschlossen.
Die Zündelektrode 41 jeder Triggerröhre 40 ist durch einen Widerstand R3 mit der entsprechenden Kathode 01... 91 der Zählröhre 1 verbunden. Die Potential differenz<I>V2</I> bis<I>V4</I> liegt unmittelbar unterhalb der Zündspannung der Triggerröhre 40.
Dem an der Anode 5 der Anzeigeröhre 2 herrschenden Potential V5 ist ein Wechselpotential überlagert, so dass nach jedem Zyklus sowohl die Zahlenbilder der Kathoden als auch die zugeordneten Triggerröhren 40 gelöscht werden. Der Widerstand R4 begrenzt den durch die Anzeigeröhre 2 fliessenden Spitzenstrom auf den vor geschriebenen Wert. Die Widerstände R3 sind hoch- ohmig.
Sobald ein Glimmlicht eine bestimmte Kathode der Zählröhre 1 beaufschlagt, ändert sich der Wert des Kathodenpotentials von V2 auf V3, und die Potentialdifferenz V3 bis V4 reicht nun aus, um die Triggerröhre 40 zu zünden.
Während den folgenden positiven Amplituden des Potentials V5 fliesst Strom durch die Triggerröhre und die zugeordnete Kathode der Anzeigeröhre 2. Hierbei kommt das durch diese Kathode umrissene Zahlenbild zur Darstellung.
Beim übertritt der Glimmentladung von der einen Kathode der Zählröhre 1 auf die benachbarte Kathode fällt das Potential an der erstgenannten Kathode von V3 wieder auf V2 zurück, und die entsprechende Triggerröhre 40 wird bei der nächsten negativen Amplitude des Potentials V5 gelöscht. Sie bleibt gelöscht, wobei auch das auf der Anzeigeröhre 2 dargestellte Zahlenbild verschwindet.
Wenn das Glimmlicht in der Zählröhre 1 die nächste Kathode erreicht hat, wiederholt sich der Ablauf der beschrie- benen Vorgänge, und der Umriss der Zahl der näch sten entsprechenden Kathode der Anzeigeröhre 2 wird erleuchtet, um das Zahlenbild zu präsentieren, das der nun beaufschlagten Kathode der Zählröhre 1 entspricht.
Die Schaltungsanordung nach Fig. 6 enthält eine Zählröhre 1, deren Anode 3 über einen Stromregel widerstand 7 mit der Plusleitung 9 einer Gleich stromquelle verbunden ist. Der Stromkreis jeder Kathode der Zählröhre 1 verläuft über eine Diode 37 und einen Teil 38 der Sekundärwicklung 39 eines Transformators. Ein Abgriff der Sekundärwicklung führt zur Minusleitung 11 der Gleichstromquelle.
Die Anzeigeröhre 2 ist mit einem Stromregel widerstand 22 versehen, der die Anode 5 derselben mit der Plusleitung 9 der Gleichstromquelle verbindet. Jede Kathode der Anzeigeröhre 2 ist über eine Diode 40 an die Minusleitung 11 der Gleichstromquelle angeschlossen.
Einander entsprechende Kathoden der Zählröhre 1 und der Anzeigeröhre 2 sind durch Kondensatoren 18 miteinander gekoppelt.
Das Ende 41 der Sekundärwicklung 39 ist über einen Widerstand 42 und einen Kopplungskonden sator 43 mit der Anode 5 der Anzeigeröhre 2 ver bunden. Die Primärwicklung 12 des Transformators wird aus einer Wechselstromquelle 13 gespeist.
Beim Anschluss der Gleichstromquelle an diese Schaltungsanordnung tritt nur an einer Kathode der Zählröhre 1 eine Glimmentladung auf. Demgegenüber breitet sich das in der Anzeigeröhre 2 erscheinende Glimmlicht über mehrere oder alle Kathoden aus.
Es sei angenommen, dass die Glimmentladung in der Zählröhre 1 an deren zweiter Kathode stehe. Die Wirkungen des über die Primärwicklung 12 des Transformators eingespeisten Wechselstromes werden am besten zu einem Zeitpunkt mehrere Peri oden nach dem Einschalten des Wechselstromes be trachtet. Die Amplitude des Anodenstromes in der Zählröhre überschreitet diejenige des Anodenstrames in der Anzeigeröhre. Die verteilten Kathodenströme der Anzeigeröhre 2 halten alle Dioden 40 im leiten den Zustand, während die Dioden 37 von den Kopp lungskondensatoren 18 Strom ziehen.
Ohne Kathoden- strom in der Zählröhre 1 würden demzufolge alle Kopplungskondensatoren 18 rasch auf gleiches Poten tial aufgeladen werden, und zwar auf die Hälfte der an den Kathoden der Dioden 37 auftretenden Poten tialamplitude. Folglich würden alle Kathoden der Zählröhre 1 auf diesem negativen Potential verblei ben.
Dieser Zustand wird einzig vorherrschen bei jenen Kathoden der Zählröhre 1, die nicht durch eine Glimmentladung mit der Anode 3 verbunden sind. Das Potential an der zweiten Kathode der Zählröhre 1 folgt in positivem Sinne der Erhöhung des Poten tials an der Kathode der zugehörigen Diode 37, und über den Kopplungskondensator 18, der diese zweite Kathode mit der zweiten Kathode der Anzeigeröhre 2 verbindet, und die angeschlossene Diode 40 fliesst Strom.
Die negative Potentialschwingung an den Katho den der Dioden 37 wirkt sich jetzt einzig auf die mit der zweiten Kathode der Zählröhre 1 verbundenen Diode 37 aus. So wie dieses negative Potential ab nimmt, fällt auch das negative Potential an der zwei ten Kathode der Anzeigeröhre 2, weil die betreffende Diode 40 in dieser Richtung sperrt. Die Polarität der Ladung an dem die zweiten Kathoden der Zähl- und der Anzeigeröhre miteinander verbindenden Kopp lungskondensator 18 kehrt ihre Richtung gegenüber den übrigen Kopplungskondensatoren 18 um.
Das Potential an der zweiten Kathode der Anzeigeröhre 2 schwingt mit der gleichen Amplitude ins Negative wie das Potential an der zweiten Kathode der Zähl röhre 1, wogegen das Potential an den übrigen Katho den der Anzeigeröhre 2 nicht beeinflusst wird.
Die Sekundärwicklung des Transformators führt der Anode 5 der Anzeigeröhre 2 über einen Kopp lungskreis mit dem Widerstand 42 und dem Konden sator 43 eine Potentialschwingung zu, die derjenigen an der zweiten Kathode der Anzeigeröhre 2 entgegen gesetzt ist, mit dem Ergebnis, dass während dieser Halbperiode des Wechselstromes ein Anodenstrom zur zweiten Kathode der Anzeigeröhre 2 fliesst. Die Anode 5 bezieht hierbei Strom sowohl vom Wider stand 22 als auch vom Kondensator 43.
Dieser Strom fliesst beinahe gänzlich zur zweiten Kathode, die ein negativeres Potential besitzt als die übrigen Kathoden der Anzeigeröhre 2.
Während der anderen Halbperiode, wenn sich alle Kathoden der Anzeigeröhre auf gleichem Poten tial befinden, wird der Glimmstrom durch Herab setzung des Anodenpotentials unterbrochen. über den Widerstand 22 fliesst dann ein Strom, der die Ladung im Kondensator 43 wieder herstellt.
Der Kapazitätswert der Kopplungskondensatoren 18 wird vorzugsweise so hoch gewählt, dass die Ände rung der Kondensatorspannung an dem die zweiten Kathoden der Zähl- und der Anzeigeröhre mitein ander verbindenden Kopplungskondensator während der Halbperiode, in der die zweite Kathode Strom von diesem Kondensator zieht, vernachlässigbar klein ist. Während der anderen Halbperiode fliesst ein Strom gleicher Stärke über die mit der zweiten Kathode verbundenen Diode 40, der die Ladung in diesem Kondensator wieder herstellt.
Zum Wiederausgleich der Ladungen in den Kopp lungskondensatoren beim übergang der Glimment- ladung in der Zählröhre 1 von der einen auf die be nachbarte Kathode genügen bereits wenige Perioden des Wechselstromes.
Eine Variante der vorstehend beschriebenen Schaltungsanordnung nach Fig. 6 ist in Fig. 7 darge stellt und besteht darin, dass die Wechselstromquelle 13 und der Transformator durch eine Elektronen röhre 44 ersetzt sind, an deren Steuergitter 45 eine Wechselspannung angelegt wird und die zwei gegen- phasige, dem Anodenkreis bzw. dem Kathodenkreis derselben entnommene Spannungen liefert.
In dieser abgeänderten Schaltungsanordnung ist die Anode der Elektronenröhre 44 über einen Wider stand 46 mit der Plusleitung 9 der Gleichstromquelle und über einen Kondensator 47 mit der Anode 5 der Anzeigeröhre 2 verbunden. Die Kathode der Röhre 44 ist über einen Widerstand 48 mit der Minusleitung der Stromquelle und über je eine Diode 37 mit jeder Kathode der Zählröhre 1 verbunden. Wie im voran gehenden Beispiel sind die einander entsprechenden Kathoden der Zählröhre 1 und der Anzeigeröhre 2 durch einen Kondensator 18 miteinander gekoppelt.
Die Betriebsverhältnisse einer derartigen Schal tungsanordnung lassen .sich verbessern, wenn dem Steuergitter der Elektronenröhre eine rechteck- oder impulsförmige Spannung zugeführt wird.
In gewissen Fällen kann es vorteilhaft sein, die Frequenz der an das Steuergitter 45 der Röhre 44 angelegten Impulsspannung gleich derjenigen zu wäh len, mit der die Zählröhre fortgeschaltet wird.
In allen beschriebenen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes .sind: einfache und leistungs fähige Mittel vorgesehen, um in einer Kaltkathoden- Anzeigeröhre .ein Leuchtbild der Zahl, die eine mit Glimmlicht belegte Kathode in einer Multikathoden- Glimmzählröhre repräsentiert, zu erzeugen.