Photographische Kleinbildkamera für perforierten Rollfilm Die Erfindung bezieht sich auf eine photogra phische Kleinbildkamera für perforierten Rollfilm mit einer seitlich aus dem Kameragehäuse heraus ragenden, unter Federwirkung stehenden Schalt stange, die mit einem einen Filmgreifer tragenden Filmtransportschieber gekuppelt und bei der ein Automatverschluss mit dazugehörigen Betätigungs organen vorgesehen ist. Es ist bereits eine photographische Kamera für perforierten Rollfilm bekannt, bei der der bildweise Transport des Filmes mittels eines in seine Perfo ration eingreifenden Greifers, der mit einer Schalt stange verbunden ist, die seitlich aus dem Kamera gehäuse herausragt, erfolgt.
Hierbei ist aber für die Belichtung ein Schlitzverschluss mit am Bildfenster vorbeilaufenden Vorhängen vorgesehen, der beim Weiterschalten des Films durch ein in die Verzah nung der Schaltstange eingreifendes Zahnradritzel gleichzeitig gespannt wird. Dabei sind jedoch keine Sperrmittel vorgesehen, die eine unvollständige oder mehrmalige Schaltbewegung der Schaltstange beim Filmtransport verhindern, so dass trotz der zwang- läufigen Kupplung des Verschlussaufzuges mit dem Filmtransport bei dieser Einrichtung die Möglichkeit von Fehlbelichtungen und Leerbildern gegeben ist.
Dieser Nachteil besteht auch bei einer anderen vor geschlagenen Kamera, bei der mit einer seitlich herausragenden Schaltstange eine Zahnstange ge kuppelt ist, die über mit der Fihnaufwickelspule und dem Kameraverschluss in Verbindung stehen den Zahnrädern den Filmtransport und Verschluss- aufzug betätigt und hierauf von der Schaltstange entkuppelt wird.
Ausserdem eignen sich diese vorerwähnten- Ein richtungen nicht für photographische Kameras, bei denen zur Belichtung ein dem Objektiv zugeordneter Automatverschluss vorgesehen ist, bei welchem beim Betätigen des Auslösehebels das Spannen und Aus lösen des Verschlusses in einem einzigen Arbeits gang erfolgt. Dies liegt insbesondere daran, dass bei Anordnung eines Automatverschlusses zusätzlich Sperrmittel vorgesehen sind, die zur Vermeidung von Fehl- und Doppelbelichtungen wechselseitig mit dem Schaltgetriebe für den Filmtransport zusammenar beiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine photographische Kleinbildkamera für perforierten Rollfilm mit einer seitlich aus dem Kameragehäuse herausragenden Schaltstange für den Fümtransport bei Anordnung eines Automatverschlusses <B>zu</B> schaf fen, bei der die dargelegten Nachteile der yorer- wähnten Kameras vermieden und weitere Vorteile in bezug auf das wechselseitige Zusammenwirken des Automatverschlusses mit der den Filmtransport be wirkenden Schaltstange erzielt werden.
Dies wird gemäss der Erfindung bei Anordnung eines Autornat- verschlusses dadurch erreicht, dass der mit der Schalt stange gekuppelte Fihntransportschieber einerseits ein Steuerteil besitzt, das am Ende des Filmtrans portes das Verschlussbetätigungsorgan entsperrt, an derseits eine Rast aufweist, in welche am Ende des Fümtransportes ein den Fümtransportschieber hal tender Sperrhebel einfällt,
der nach erfolgter Ver- schlussauslösung vom Betätigungsorgan des Auto- matverschlusses durch einen dessen Rückführung zeitweilig sperrenden Steuerhebel auslösbar ist. Zweckmässig ist dem Filmtransportschieber zusätz lich ein an sich bekanntes Wendegesperre zugeord net, das eine unvollständige Schaltbewegung des Filmtransportschiebers durch die Schaltstange ver hindert. In der beigefügten Zeichnung sind zwei Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veran schaulicht.
Die Fig. <B>1</B> bis<B>9</B> stellen das erste Aus führungsbeispiel dar, während aus den Fig. <B>10</B> bis <B>18</B> das zweite Ausführungsbeispiel ersichtlich ist. Es zeigen: Fig. <B>1, 6, 8, 10,</B> 12,<B>15</B> und<B>17</B> in Ansicht und teilweisen Schnitt eine Kleinbildkamera, Fig. 2,<B>7, 9, 11,</B> 14,<B>16</B> und<B>18</B> die gleiche Kamera, von oben gesehen;
hierbei ist die Kamera aufgeschnitten, damit die wichtigsten Teile der Er findung besser sichtbar sind, Fig. <B>3,</B> 4 und<B>5</B> in stark vergrösserter Ansicht<B>je</B> einen Teilschnitt der zum ersten Ausführungsbeispiel gehörenden wesentlichsten Teile in Vorderansicht und Draufsicht und Fig. <B>13</B> in ebenfalls vergrösserter Darstellung einen Teilschnitt gemäss Ansicht A-A nach Fig. 14, entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Alle nicht unmittelbar zur Erfindung gehören den Teile wurden der übersichtlichkeit wegen in den Figuren der Zeichnung weitestgehend wegge lassen.
An Hand der Fig. <B>1</B> bis<B>9</B> sei im nachfolgenden das erste Ausführungsbeispiel beschrieben. Gemäss der Fig. <B>1</B> und 2 befindet sich die Kamera im auf nahmebereiten Zustand, das heisst der zu belichtende Film befindet sich im Bildfenster, während in den Fig. <B>6</B> und<B>7</B> durch Niederdrücken des Auslöseknop- fes die Verschlussauslösung und somit die Belichtung des aufzunehmenden Bildes erfolgt ist.
Schliesslich zeigen die Fig. <B>8</B> und<B>9</B> die für den nächsten Film- bildabschnitt freigegebene Filintransporteinrichtung; eine wirksame Verschlussauslösung kann aber nicht erfolgen.
Seitlich im Kameragehäuse<B>1</B> ist eine Schalt stange<B>10</B> gelagert. Diese besitzt eine Bohrung, in der ein Führungsstift<B>11</B> gelagert ist. Um den Füh rungsstift<B>11</B> ist eine zylindrische Druckfeder 12 angeordnet, deren Enden sich gegen die linke Stirn fläche der Schaltstange<B>10</B> und gegen das Kamera- gehiäuse <B>1</B> abstützen. Das Fihntransportorgan <B>3,</B> das im Kameragehäuse mittels Stift<B>31</B> und Schlitz<B>32</B> geführt wird, ist durch das abgewinkelte Ende<B>33</B> mit der Schaltstange<B>10</B> verbunden.
An dem Film- transportorgan <B>3</B> befindet sich ein in seiner Wirkung bekannter schwenkbarer bzw. federnder Fihngreifer- mechanismus 34. Dieser greift in die Perforations löcher des hinter dem Bildfenster<B>13</B> liegenden Film streifens 14 ein. Mit dem Automatyerschluss <B>15</B> steht über den Befätigungshebel <B>16</B> das Verschluss- betätigungsorgan 2 mittels seiner Nase 21 in Ver bindung.
Das Verschlussbetätigungsorgan 2 besitzt zwei Führungsschlitze 22 und<B>23</B> und wird durch Stifte 24 und<B>25,</B> die im Kameragehäuse<B>1</B> befestigt sind, geführt. Damit das Verschlussbetätigungsorgan 2 immer in seine Ausgangslage zurückkehrt (Fig. <B>1),</B> steht dasselbe unter der ständigen Wirkung einer Druckfeder<B>26.</B> Zum Arretieren des Filmtransport- organs <B>3</B> dient ein federbelastetes Sperrglied 4, wäh rend zum Festhalten des Verschlussbetätigungsorgans 2 weitere federbelastete Sperr- und Steuermittel<B>5</B> und<B>6</B> vorgesehen sind.
Aus den Fig. <B>1</B> und 2 sind noch der Verschlussauslöseknopf <B>7,</B> der Bildsucher <B>8,</B> das Objektiv<B>9,</B> die Filmauf- und die Abwickel- spule <B>17</B> und<B>18</B> und die federnde Filmandrück- platte <B>19</B> ersichtlich.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Kamera ist folgende: Nachdem durch das Hineindrücken der Schaltstange<B>10</B> (Pfeilrichtung in Fig. <B>1)</B> der Filmstreifen 14 inittels des Filmgreifermechanismus 34 transportiert worden ist, wurde hierbei gleich zeitig mittels der am Filmtransportorgan <B>3</B> befindli chen Nase<B>3 5</B> der Hebel<B>6</B> um den Stift<B>61</B> verschwenkt (Fig. 4).
Während des Schwenkvorganges des Hebels <B>6</B> legt sich die Schulter<B>62</B> des Hebels<B>6</B> an den einen Arm<B>52</B> des Hebels<B>5</B> und verdreht diesen um den Bolzen<B>51.</B> Durch das Verschwenken des Hebels<B>5</B> entgegen dem Uhrzeigersinne gibt der abgewinkelte Arm<B>53</B> des Hebels<B>5</B> das Sperrglied 4, das eine abgewinkelte Nase 43 besitzt, frei.
Das Sperrglied 4, das in einem Stift 41 gelagert ist, wird nach erfolgter Freigabe durch den Hebelarm<B>53</B> vermittels einer Feder 45 im Uhrzeigersinne ver- schwenkt (Fig. <B>3</B> und 4), so dass das Sperrglied 4 mit der Nase 42 in ein Loch<B>36,</B> das sich in dem Filmtransportorgan <B>3</B> befindet, fallen kann, wodurch dasselbe festgehalten wird. Der durch die Nase<B>35</B> verschwenkte Hebel<B>6</B> verbleibt entgegen der Kraft einer Feder<B>65</B> so lange in dieser Stellung, bis das Sperrghed 4 das Fihntransportorgan <B>3</B> wieder frei gibt.
Damit während des Hineindrückens der Schalt stange<B>10</B> stets ein vollständiger Filmschaltschritt gewährleistet wird, ist ein in seiner Wirkung<B>be-</B> kanntes Wendegesperre vorgesehen (Fig. 2,<B>7-9).</B> An dem Filmtransportorgan <B>3</B> befinden sich Zähne<B>37.</B> Eine im Kameragehäuse<B>1</B> federnd angeordnete Sperrklinke<B>38</B> sorgt dafür, dass der Schaltweg des Filmtransportorgans <B>3</B> stets ein vollständiger ist und niemals durch eine rückläufige Bewegung den einmal begonnenen Filintransportvorschub stört.
Die photographische Kamera mit der oben be schriebenen Einrichtung ist nunmehr für eine Bild aufnahme bereit. Durch Niederdrücken des Verschlussauslöseknop- fes <B>7</B> (Fig. <B>6)</B> wird das Verschlussbetätigungsorgan 2 in der angegebenen Pfeilrichtung bewegt, hierbei erfolgt mittels der Nase 21 eine Betätigung des am Automatverschluss <B>15</B> befindlichen Betätigungs hebels<B>16.</B> Die Wirkungsweise des in seinem Aufbau an sich bekannten Automatverschlusses sei im fol genden kurz beschrieben.
Der Abdruckhebel<B>16</B> spannt während der ersten Bewegungsphase die im Automatverschluss befindlichen Verschlussfedern, worauf sich in der darauffolgenden Bewegungsphase die Verschlusslamellen auf Grund der vorher ge spannten Verschlussfedern öffnen und schliessen. Mit anderen Worten: Beim vollständigen Niederdrücken des Hebels<B>16</B> geschieht an einem Bewegungsablauf das Spannen der Verschlussfedern und das darauf- folgende öffnen und Schliessen der Verschlusslamel- len.
Beim Niederdrücken des Verschlussbetätigungs- organs 2 wird nicht nur der Hebel<B>16</B> am Automat- verschluss <B>15</B> betätigt (Fig. <B>6),</B> sondern gleichzeitig wird der auf dem Verschlussbetätigungsorgan 2 dreh bar gelagerte doppelarmige Hebel<B>5</B> um den Bol zen<B>51</B> im Uhrzeigersinne verschwenkt. Hierbei gleitet der Arm<B>52</B> des Hebels<B>5</B> an der Schulter <B>62</B> des Hebels<B>6</B> entlang,
bis der Arm<B>52</B> mittels der an dem doppelarmigen Hebel<B>5</B> wirkenden Feder 54 unter die Schulter<B>62</B> zu liegen kommt (Fig.7 bzw. strichpunktiert gezeichnete Lage des Hebels<B>5</B> in Fig.4). Der doppelarmige Hebel<B>5</B> findet seinen Anschlag an einem oberhalb des Verschlussbetäti- gungsorgans 2 befindlichen Lappen<B>27.</B> Nachdem der doppelarmige Hebel<B>5</B> nach vollständigem Nieder drücken des Verschlussauslöseknopfes <B>7</B> in die ge mäss der Fig. <B>7</B> bzw. 4 gezeichnete Lage gekommen ist,
befindet sich auch der Arm<B>53</B> des Hebels<B>5</B> in einer anderen Lage, nämlich der Arm<B>53</B> liegt unterhalb einer am Sperrglied 4 befindlichen abge winkelten Nase 43.
Nach erfolgter Verschlussauslösung wird der Aus- löseknopf <B>7</B> losgelassen. Die an dem Verschlussbetä- tigungsorgan 2 wirkende Druckfeder<B>26</B> drückt nach Loslassen des Knopfes<B>7</B> das Verschlussbetätigungs- organ 2 nach oben.
Der unter der abgewinkelten Nase 43 liegende Arm<B>53</B> des Hebels<B>5</B> nimmt bei dieser Rückwärtsbewegung den Hebel 4 mit und verschwenkt diesen um den Bolzen 41 entgegen dem Uhrzeigersinne, so dass die Nase 42 des Sperrgliedes 4 aus dem Loch<B>36</B> des Fflmtransportorganes <B>3</B> gelangt und somit dasselbe freigibt. Das Sperrglied 4 wird durch die Mitnahme des zweiarmigen Hebels <B>5153</B> so weit verschwenkt, bis das Sperrglied 4 durch einen gehäusefesten Anschlag<B>100</B> (Fig. <B>8)</B> an der Weiterbewegung gehindert wird.
Das Verschlussbetä- tigungsorgan 2 kann aber noch nicht in seine end gültige Ausgangslage gemäss Fig. <B>1</B> zurückkehren, da die abgewinkelte Nase 43 des Hebels 4 den Arm <B>53</B> des Hebels<B>5</B> vorläufig noch festhält, siehe die Fig. <B>8, 9</B> und 4.
Die soeben beschriebene Sperrsicherung für die nicht vollständige Rückwärtsbewegung des Ver- schlussbetätigungsorgans 2 hat den Zweck, dass keine Doppelbelichtungen erfolgen können. Nach erfolgter Verschlussauslösung und Loslassen des Auslöseknop- fes <B>7</B> kehrt das Filmtransportorgan <B>3</B> gemäss den Fig. <B>8</B> und<B>9</B> mittels der Feder 12 in seine Aus gangslage zurück,
der Filmgreifermechanismus 34 gleitet hierbei infolge seiner federnden bzw. dreh beweglichen Halterung während des Rückwärtslaufes über die Perforation des Filmes 14 hinweg. Da das Verschlussbetätigungsorgan 2 noch nicht in seine endgültige Ausgangslage gelangt ist, kann bei einem nochmaligen Niederdrücken des Verschlussauslöse- knopfes <B>7</B> gemäss Fig. <B>8</B> keine Belichtung erfolgen bzw. die Verschlusslamellen im Automatyerschluss öffnen sich bei nochmaliger Betätigung des<B>Ab-</B> druckhebels<B>16</B> nicht.
Wie bereits weiter oben kurz erläutert, erfolgt das Spannen und Auslösen im Automatverschluss nur dann, wenn eine bestimmte Weglänge für den Betätigungshebel<B>16</B> gewährleistet ist. Der Hebel<B>16</B> befindet sich gemäss Fig. <B>8</B> aber in einer Stellung, wo ein Spannen der im Automatverschluss befindlichen Verschlussfedern noch nicht möglich ist und somit bei wiederholtem Niederdrücken des Betätigungs hebels<B>16</B> ein öffnen der Verschlusslamellen nicht erfolgen kann.
Erst wenn das Verschlussbetätigungs- organ 2 auf Grund einer erneuten Betätigung der Schaltstange<B>10</B> in die endgültige Ausgang#Iage zurückgekehrt ist,<U>kann</U> eine ordnungsgemässe Be dienung des Automatverschlusses und somit Belich tung des inzwischen nachgerückten unbelichteten Fihnfeldes erfolgen.
Nachdem das Sperrglied 4 das Filmtransport- organ <B>3</B> gemäss der Fig. <B>8</B> und<B>9</B> freigegeben hat und somit die Nase<B>35</B> nicht mehr am Hebel<B>6</B> anliegt, verschwenkt sich der Hebel<B>6</B> vermittels der Feder<B>65</B> im Uhrzeigersinne so weit, bis die am Hebel<B>6</B> befindliche Schulter<B>62</B> an den Lappen<B>27</B> des Verschlussbetätigungsorganes 2 anstösst.
Hier nach befindet sich der Arm<B>52</B> des Hebels<B>5</B> nicht mehr unter der Schulter<B>62.</B> Soll eine neue Bild aufnahme erfolgen, wird die Schaltstange<B>10</B> gemäss Fig. <B>1</B> eingedrückt; hierbei wird der Filmstreifen 14 weiter transportiert und dabei gleichzeitig der Hebel<B>6</B> mittels der an dem Filmtransportorgan <B>3</B> befindlichen Nase<B>35</B> entgegen dem Uhrzeigersinn ver- schwenkt. Durch Verschwenken des Hebels<B>6</B> wird, wie bereits beschrieben, auch der Hebel<B>5</B> mitverschwenkt, hierbei gelangt der Arm<B>53</B> des Hebels<B>5</B> aus dem Bereich der abgewinkelten Nase 43.
Das Verschluss- betätigungsorgan 2 kann nunmehr in seine endgültige Ausgangslage gemäss Fig. <B>1</B> zurückkehren. Sobald der Arm<B>53</B> nicht mehr unter der Nase 43 des Sperr gliedes 4 liegt, kehrt auch dieses vermittels der Feder 45 in seine Ausgangslage gemäss der in den Fig. <B>1</B> und<B>3</B> gezeichneten Lage zurück. Die photographi- sehe Kamera ist nunmehr für eine nächste Bildauf nahme bereit.
An Hand der Fig. <B>10</B> bis<B>18</B> sei im nachfolgenden das zweite Ausführungsbeispiel beschrieben. Hin sichtlich der Beschreibung der einzelnen Teile be schränken wir uns lediglich auf die neu hinzuge kommenen Teile. Für alle die Teile, die ün ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurden und im zweiten Ausführungsbeispiel die gleichen Funktionen innehaben, wurden die gleichen Bezugszeichen be nutzt. Im nachstehenden sei nur auf die hinzugekom menen Teile kurz Bezug genommen.
An dem Filmtransportorgan <B>30,</B> das bezüglich des Filmtransportes den gleichen Greifermechanis- mus 34 besitzt, ist auf der Verschlussauslöseseite eine Nase<B>39</B> vorgesehen, die einerseits als Sperrorgan, anderseits als Steuermittel dient. In gleicher Weise übernimmt der oberhalb des Verschlussbetätigungs- organs 2 abgewinkelte Lappen 20 mehrere Funk tionen. Der Lappen 20 dient als Sperr- und Steuer mittel.
Das Sperrglied<B>70</B> mit der Nase<B>71</B> dient zum Arretieren des Filmtransportorgans <B>30,</B> wäh rend der Sperrhebel<B>80</B> mit der Nase<B>81</B> zum zeit weiligen Arretieren des Verschlussauslöseorgans 2 dient. Die beiden Sperrorgane<B>70</B> und<B>80</B> sind mittels einer Zugfeder<B>79</B> verbunden.
Die Wirkungsweise des zweiten Ausführungs beispiels (Fig. <B>10</B> bis<B>18)</B> ist folgende.
Fig. <B>10</B> zeigt die Filmtransport- und Verschluss- betätigungseinrichtung in einer Stellung, nachdem eine Bildaufnahme gemacht worden ist, das heisst nachdem der Automatverschluss durch das Ver- schlussbetätigungsglied in Wirksamkeit getreten ist.
Ein wiederholtes Eindrücken des Verschlussbetäti- gungsorgans 2 durch den Auslöseknopf <B>7</B> kann nicht erfolgen, da das Verschlussbefätigungsorgan 2 mit dem abgewinkelten Lappen 20 gegen eine am Film- transportorgan <B>30</B> befindliche Nase<B>39</B> stösst.
Erst wenn die Schaltstange<B>10</B> mittels der Hand in Pfeil richtung eingeschoben ist (Fig. 12) und somit der Filmstreifen 14 mittels des am Filintransportorgan <B>30</B> angelenkten Filmgreifermechanismus 34 um ein Bildfeld weiter transportiert worden ist, gibt die Nase<B>39</B> das Verschlussbetätigungsorgan 2 frei.
Nach dem gemäss Fig. 12 die Schaltstange<B>10</B> vollständig hineingedrückt worden ist, kann diese durch das mit ihr mittels des abgewinkelten Endes<B>33</B> verbun dene Fihntransportorgan <B>30</B> nicht mehr zurück, da das unter Federspannung stehende Sperrglied<B>70</B> mit seiner Nase<B>71</B> an eine Schulter<B>300</B> am Film- transportorgan <B>30</B> zu liegen kommt und dieses somit festhält. Die photographische Kamera ist nunmehr für eine Bildaufnahme bereit.
Durch Niederdrücken des Verschlussauslöseknop- fes <B>7</B> (Fig. <B>15)</B> wird das Verschlussbetätigungsorgan 2 in der angegebenen Pfeilrichtung bewegt.
Hierbei erfolgt mittels der Nase 21 in der gleichen Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel eine Betätigung des Spann- und Auslösehbels <B>16</B> des Automatverschlusses <B>15.</B> Beim Niederdrücken des Verschlussbetätigungs- organs 2 wird nicht nur der Automatverschluss <B>15</B> betätigt, sondern gleichzeitig wird das Sperrglied<B>70</B> durch den Lappen 20, der an der Schrägfläche<B>72</B> des Sperrghedes <B>70</B> entlang gleitet, um den Bolzen <B>73</B> verschwenkt (Fig. <B>13, 15</B> und<B>16)
.</B> Während des Verschwenkens <B>-</B> des Sperrgliedes<B>70</B> gibt die Nase <B>71</B> die Schulter<B>300</B> des Fihntransportorgans <B>30</B> frei. Das nunmehr frei gewordene Filmtransportorgan <B>30</B> wird aber in seiner Bewegung in die Ausgangslage durch die Nase<B>39,</B> die an den Lappen 20 anstösst, so lange aufgehalten (Fig. <B>15),</B> bis das Verschluss- betätigungsorgan 2 mit seinem Lappen 20 von der Nase<B>81</B> des Sperrgliedes<B>80</B> an seiner Weiterbewe gung in Pfeilrichtung (Fig. <B>17)</B> ebenfalls aufgehalten wird.
Diese soeben beschriebene Sperrsicherung ist er forderlich, damit keine Doppelbelichtungen erfolgen. Die Stellung des Verschlussbetätigtingsorgans 2 ge mäss Fig. <B>17</B> entspricht der gleichen Stellung wie beim ersten Ausführungsbeispiel in Fig. <B>8.</B> Zweck und Aufgabe sind bereits dort ausführlich beschrieben.
In dem Moment, wo die Rückwärtsbewegung des Verschlussbetätigungsorgans 2 durch die Nase<B>81</B> des Sperrhebels<B>80</B> zeitweilig aufgehalten wird, fin det nunmehr die Nase<B>39</B> am Lappen 20 keinen Widerstand mehr; das Filmtransportorgan <B>30</B> kann ungehindert mittels der zusammengedrückten Feder 12 in die Ausgangslage zurückkehren, das heisst, die Nahe<B>39</B> gleitet unterhalb des Lappens 20 vorbei (Fig. <B>17).</B> Während der Rückwärtsbewegung des Filmtransportorgans <B>30</B> in seine Ausgangsstellung stösst die Nase<B>39</B> an den Sperrhebel<B>80</B> und ver- schwenkt diesen um den Bolzen<B>82,
</B> so dass die Nase<B>81</B> des Sperrhebels<B>80</B> den Lappen 20 nicht mehr festhält. Das unter Spannung einer Feder<B>26</B> stehende Verschlussbetätigungsorgan 2 kann nun mehr in seine endgültige Ausgangslage zurückkeh ren.
Eine nochmalige wirksame Verschlussauslösung kann nicht erfolgen, da die Nase<B>39</B> sperrend unter dem Lappen 20 des Verschlussbetätigungsorgans 2 liegt (Fig. <B>10).</B> Erst durch erneutes Hineindrücken der Schaltstange<B>10</B> gelangt die Nase<B>39</B> aus dem Wirkungsbereich des Lappens 20 (Fig. 12) und eine weitere Verschlussauslösung mittels Auslöseknopfes <B>7</B> kann erfolgen.
Die beiden Sperrorgane<B>70</B> und<B>80,</B> die mit der Feder<B>79</B> verbunden sind, liegen stets an dem Film- transportorgan <B>30</B> bzw. an dem Lappen 20 des Ver- schlussbetätigungsorgans 2 an (siehe Fig. <B>11).</B>
Das im ersten Ausführungsbeispiel erwähnte Wendegesperre <B>37</B> und<B>38</B> findet in gleicher Weise auch beim zweiten Ausführungsbeispiel seine An wendung.
Anstelle eines Objektivverschlusses, wie ihn die beiden Ausführungsbeispiele zeigen, ist es durchaus denkbar, dass ein Plattenschieber- oder Rollo-Schlitz- verschluss oder ein ähnlicher unmittelbar vor der Fihnebene liegender Automatverschluss mit der glei chen Filmschalt- bzw. Verschlussbetätigungseinrich- tung benutzt werden kann.
Durch die beschriebene Ausbildung wird zusam menfassend erreicht, dass bei Anordnung eines Auto- matverschlusses jeweils erst nach vollständiger Betä tigung desselben der Filmtransportschieber zur Rückkehr freigegeben wird, so dass die Möglichkeit, dass keine oder eine ungenügende Belichtung erfolgt, die beim Automatverschluss durch eine ungenügende Auslösebewegung gegeben ist, vermieden wird.
Anderseits sind dadurch, dass der Verschlussaus- löser erst jeweils nach vollständig erfolgtem Film transport freigegeben wird, gleichzeitig auch die Möglichkeiten von Leerbildern, Doppel- und Fehl belichtungen durch ungenügenden Fihntransport ver hindert.
Dabei kommt noch hinzu, dass die aus dem Kameragehäuse herausragende Schaltstange nach beendetem Filmtransport in der eingeschobenen Lage bis zur erfolgten Verschlussauslösung gesperrt bleibt und dass anderseits nach erfolgter Verschluss- auslösung auch der Auslöser in der eingedrückten Lage bis zur Rückkehr des Filmtransportschiebers verbleibt. Hierdurch wird dem Benutzer der Kamera gleichzeitig die jeweilige Funktionslage in auffälliger Weise angezeigt.