Drehkondensator mit mit Randschlitzen versehenen Endplatten Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehkon densator mit mindestens einem senkrecht zur Rotor achse auf dieser befestigten Plattensatz, wobei minde stens eine der zwei äussersten Platten des Satzes mit angenähert radial verlaufenden Randschlitzen ver sehen ist, wodurch an der Platte verbiegbare Flügel gebildet sind.
Die äussersten Platten (Endplatten) mit verbiegbaren Flügeln finden heutzutage vor allem bei Mehrfachkondensatoren allgemeine Anwendung, um den Kapazitätsverlauf mindestens zweicr Konden- satorglieder aneinander oder z. B. an eine vorher gewählte Skalenteilung anzupassen. Dies erfolgt durch individuelle Verbiegung der z.
B. fünf Flüge der Endplatte; auf diese Weise ist im allgemeinen eine für die Praxis ausreichend genaue Anpassung des Kapazitätsverlaufes in Abhängigkeit vom Dreh winkel erzielbar.
Die Randschlitze in den Endplatten können sich nicht völlig bis zur Rotorachse erstrecken, weil für die Befestigung der Platte auf der Achse ein nicht durch Schlitze geschwächter Plattenteil rings um die Achse erforderlich ist. Infolgedessen biegt sich beim Verbiegen jedes der Flügel der schlitzlose Platten teil etwas mit, wodurch die neben dem verbogenen Flügel liegenden Flügel ihre Lage ändern können.
Die Lage der Flügel, die zuerst eingestellt wurden, bleibt somit nacht mit Sicherheit aufrechterhalten, was selbstverständlich unerwünscht ist.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu be heben; dies wird gemäss der Erfindung dadurch er reicht, dass die mit Schlitzen versehene Platte mit zwischen bzw. neben den geschlossenen Enden der Randschlitze liegenden Öffnungen versehen ist. Ein Mitnehmen der benachbarten Flügel tritt hierbei praktisch nicht mehr auf.
Es sei bemerkt, dass es bereits bekannt ist, Öff nungen in den Rotorplatten anzubringen. Dies er- folgte bisher in der Absicht, den Kapazitätsverlauf zu beeinflussen; sämtliche Platten wurden denn auch mit den erwünschten Öffnungen versehen. Die gemäss der Erfindung anzubringenden Öffnungen, die nur in höchstens zwei Endplatten angebracht werden, be einflussen den Kapazitätsverlauf praktisch nicht.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher .erläutert.
Diese zeigt eine Endplatte eines Rotors, der einen Teil .eines Drehkondensators bildet. Die Platte weist eine Öffnung 3 zum Hindurchlassen der (nicht dar gestellten) Rotorachse auf und ist mit einer An zahl etwa radial, das heisst nach der Mitte der Öff nung 3 gerichteter Randschlitze 5 (das heisst Schlitze, die vom Rand ausgehen und,somit nur an einem Ende geschlossen sind) versehen.
Durch die Anbringung der Randschlitze 5 sind: an der Platte mehrere verbieg bare Flügel 7 gebildet, mit deren Hilfe in an sich bekannter Weise der Verlauf der Kapazität des. Kon- densators in Abhängigkeit vom Drehwinkel ein geregelt werden kann.
Diese Einregelung erfolgt dadurch, d'ass die freien, das heisst die nach auswärts gerichteten Enden min destens eines der Flügel 7 in axialer Richtung, das heisst, in einer Richtung ,senkrecht zur Zeichenebene, aus der Ebene der Platte herausgebogen werden. Wie bereits erläutert wurde, ist es wichtig, dass hierbei benachbarte Flügel nicht mitgebogen werden.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch .erreicht, dass zwischen den der Öffnung 3 zugewendeten geschlos- senen Enden der Randschlitze 5 vorzugsweise runde Öffnungen 9 vorgesehen sind (die erste und die letzte der etwa auf einem Halbkreisbogen liegenden Reihe von Öffnungen 9 befinden sich jeweils neben einem der erwähnten Enden).
Die Öffnungen 9 schwächen die Verbindung zwischen den Flügeln 7 und dem mittleren, nicht geschlitzten Teil 11 der Rotorplatte. Die zum Verbiegen der Flügel erforderlichen Kräfte werden info'lged'essen bei richtiger Bemessung der Öffnungen 9 um so viel verringert, dass ein dauerhaftes Mitbiegen des Teiles 11 und somit der benachbarten Flügel praktisch nicht mehr vorkommen kann.
Wie bereits bemerkt, müssen die Flügel 7 in axialer Richtung verbiegbar sein. Verbiegungen in anderen Richtungen, beispielsweise in tangentialer Richtung, oder derartige Verbiegungen, dass sich der Flügel gleichsam um eine radiale Achse dreht, dürfen, auch bei verhältnismässig roher Behandlung, nicht vorkommen.
Die beschriebene Bauart erfüllt diese Anforderung, weil jeder Flügel an zwei möglichst weit voneinander entfernten Stellen (13 und 15) mit dem mittleren Plattenteil 11 zusammenhängt. Es ist an Hand der Zeichnung ohne weiteres klar, dass der Widerstand der Flügel gegen Verbiegung in den zuletzt erwähnten, unerwünschten Richtungen durch die Anbringung der Öffnungen 9 nahezu nicht herabgesetzt ist.
Bei einer praktischen Ausführungsform betrug die Mindestbreite der Plattenteile 13 und 15 0,4 bis 0,6 mm bei einer Plattenstärke von 0,45 mm. Die dargestellte runde Form der Öffnungen 9 ist vorteilhaft, weil sich dadurch allmähliche Übergänge zu den geschwächten Teilen 13 und 15 ergeben. Die Gefahr einer örtlichen Überlastung und des Ein- reissens der Platte bei der Biegung ist dann mög lichst gering.
Aus vorstehendem dürfte weiter einleuchten, dass die Öffnungen 9 ausschliesslich in den mit Schlit zen versehenen Endplatten jedes Rotorpaketes ange bracht werden. Weil das Paket üblicherweise 10 bis 20 Platten enthält, wird der Kapazitätsverlauf des Kondensators durch die Anbringung der Öffnungen 9 praktisch nicht beeinflusst.