CH368894A - Verfahren zum Zurichten von Leder - Google Patents

Verfahren zum Zurichten von Leder

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CH368894A
CH368894A CH6107858A CH6107858A CH368894A CH 368894 A CH368894 A CH 368894A CH 6107858 A CH6107858 A CH 6107858A CH 6107858 A CH6107858 A CH 6107858A CH 368894 A CH368894 A CH 368894A
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CH
Switzerland
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leather
zinc
aqueous
vinyl
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CH6107858A
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Inventor
Kurt Dr Eitel
Gustav Dr Mauthe
Wilhelm Dr Graulich
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C11/00Surface finishing of leather
    • C14C11/003Surface finishing of leather using macromolecular compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


  Verfahren     zum    Zurichten von Leder    Die vorliegende Erfindung betrifft das Zurichten  von Leder mit Dispersionen von     Carbonsäuregruppen     enthaltenden     Polymerisaten.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren besteht darin,  dass das Zurichten des Leders mit den     Polymerisat-          dispersionen    in     Gegenwart    von Zinkverbindungen,  wie     feinverteiltem    Zinkoxyd,     Zinkhydroxyd    oder  wasserlöslichen Zinksalzen, vorgenommen wird.  



       Polymerisatdispersionen,    die für die Durchführung  des erfindungsgemässen Verfahrens in Betracht kom  men, sind z. B. solche, die durch     Mischpolymerisa,          tion    von     Acrylsäure-    oder     Methacrylsäureestern    mit       mindestens        0,5019        einer        mono-        oder          Vinylcarbonsäure    erhältlich sind. Die     Acrylsäure-          bzw.        Methacrylsäureester,    z.

   B. die     Methyl-,    Äthyl-,       Butyl-    oder     Oetylester,    können unter sich oder auch  mit üblichen     Vinylkomponenten,    wie     Vinylchlorid,          Vinylidenchlorid,        Styrol,        Butadien,        Vinylalkohol-          derivaten    und     Vinyläthern,        Acrylnitril    und     Meth-          acrylnitril,        Acrylsäureamid    und     Methacrylsäureamid,

            Alkylvinylketonen    und     Arylvinylketonen,        Vinyldicar-          bonsäureestern,    wie z. B.     Diäthylfumarsäureester,     und     Divinylverbindungen,    wie z. B.     Divinylbenzol,     mischpolymerisiert sein.

   Als ein- und     mehrfunktio-          nelle        Vinylcarbonsäuren    seien     Acrylsäure    und     Meth-          acrylsäure,    ferner     Fumarsäure    und     Maleinsäure    sowie  die Halbester derartiger     Dicarbonsäuren    beispiels  weise genannt.  



  Bei der Herstellung der     Polymerisationsdispersio-          nen    können     anionische,        kationische,        amphotere    oder       nichtionogene        Emulgatoren    verwendet worden     sein,     beispielsweise     Paraffinsulfonat,        Fettalkoholsulfonate,          Alkylnaphthylsulfonate,        Türkischrotöle    und Amin  seifen. Als     Schutzcolloide    der Emulsionen können       Celluloseäther,    wie z.

   B.     Methylcellulose    oder     Cellu-          oseglykolate,    sowie     Polyvinylakohole    oder polyacryl-    saures Natrium Anwendung gefunden haben. Die  Dispersionen können durch diese     Schutzcolloide    auch  nach der     Polymerisation        stabilisiert    worden sein.  



  Soweit das erfindungsgemässe Verfahren in Ge  genwart von feinverteilten, aktiven Zinkverbindun  gen, wie insbesondere Zinkoxyd, durchgeführt wird,  empfiehlt es sich, die Verbindungen mit     Hilfe    von       anionischen,        kationischen,    nichtionischen oder am  photeren     Emulgatoren,    beispielsweise mit üblichen  Seifen,     Fettalkoholsulfonaten    oder     Aminseifen    in  Dispersion zu halten.

   Man     kann    das feinverteilte  Zinkoxyd auch mit für die Lederzurichtung üblichen  Wachsemulsionen,     Kaseinzubereitungen,        Weichma-          cherkombinationen    homogenisieren und in dieser  Form einsetzen. Führt man das Verfahren der vor  liegenden Erfindung in Gegenwart von wasserlösli  chen Zinkverbindungen von der Art des Zinkacetats  durch, so ist es zweckmässig, eine gegebenenfalls auf  tretende     Fällung    von     Zinkhydroxyd    in bekannter  Weise zu homogenisieren.  



  Die geeigneten Mengenverhältnisse lassen sich  von Fall zu Fall durch     Vorversuche    leicht     ermitteln;     im     allgemeinen    empfiehlt es sich, die Zinkverbindun  gen     mindestens    in einer Menge einzusetzen, die den  freien     Carbonsäuregruppen    der benutzten     Polymeri-          satdispersion    äquivalent ist.  



  Die Lederzurichtungen, die nach dem erfindungs  gemässen Verfahren mit Dispersionen von     Carbon-          säuregruppen    enthaltenden     Polymerisaten    in Gegen  wart von Zinkverbindungen erhalten sind, zeichnen  sich vor den Lederzurichtungen, die in vergleichbarer  Weise ohne Zusatz von     Zinkverbindungen    - gege  benenfalls in Gegenwart von Eisenoxyd oder Titan  dioxyd bzw. in Gegenwart von Füllstoffen, wie       Kaolin,    - hergestellt     sind,    dadurch aus, dass sie  wesentlich     heissbügelfester    sind.

        Das     Verfahren    der vorliegenden Erfindung ist in  den nachfolgenden Beispielen noch näher     erläutert;     die darin angegebenen Teile sind Gewichtsteile.  



  <I>Beispiel 1</I>  Auf ein tief     geschliffenes        Rindboxleder        (Harz-          oder        semichrom    nachgegerbt) wird mit dem Plüsch  brett folgende Deckflotte in üblicher Weise von Hand  aufgetragen:

    <I>Grundierung:</I> 50 Teile einer handelsüblichen       Deckfarbenpaste    auf     Kaseinbasis,    200 Teile Wasser,       100        Teile        einer        40%igen        wässrigen        Dispersion        eines          Mischpolymerisates,    das durch     Poiymerisation    von       Acrylsäureäthylester    und     Acrylsäure    im Gewichts  verhältnis 49:

  1 in     wässrigem    Medium mittels  Wasserstoffsuperoxyd in Gegenwart von 20/a Amin  seife und     2o/o        diisopropylnaphthylensulfosaurem    Na  trium gewonnen war, 20 Teile einer     Zinkoxyd-An-          reibung,    die durch     Verkollern    von 18 Teilen einer  Wachsdispersion und 2 Teilen Zinkoxyd aktiv - her  gestellt durch     Calcinieren    von     feinverteiltem    Zink  carbonat - gewonnen war, 2 Handaufträge mit dem  Plüschbrett, trocknen bügeln bei 65  und 200 atü.  



       Spritzfarbe:    Eine Mischung aus der oben be  schriebenen Grundierung und der unten beschrie  benen Appretur im Gewichtsverhältnis 2 : 1. 1 Hand  auftrag,     ablüften,    1 Spritzauftrag, fixieren mit       8-10%iger        wässriger        Formaldehydlösung,        ablüften.     



  <I>Appretur:</I> 50 Teile einer handelsüblichen       24%igen        wässrigen        Kaseinlösung,        75        Teile        einer          10%igen        wässrigen        Lösung        eines        handelsüblichen          Albuminpräparates,    350 Teile Wasser.

   1     Spritzauf-          trag,        ablüften,    fixieren mit     8-IOo/aiger    wässriger       Formaldehydlösung,    1 Spritzauftrag, fixieren mit       8-10o/aiger    wässriger     Formaldehydlösung,    gut trock  nen, bügeln bei     65     und 200 atü.  



  Die so erhaltene Zurichtung zeigt eine ausgezeich  nete     Heissbügelfestigkeit    bis 300 , während eine ohne  den     Zinkoxydzusatz    hergestellte Zurichtung noch  nicht einmal bei 150      bügelfest    ist.

      <I>Beispiel 2</I>  Auf geschliffenem Rindbox wird folgender Deck  farbenauftrag gegeben:  <I>Grundierung:</I> 50 Teile einer handelsüblichen       Deckfarbenpaste    auf     Kaseinbasis,    200 Teile Wasser,  100 Teile einer     4019/eigen        wässrigen    Dispersion eines       Mischpolymerisates,    das durch gemeinsame     Polyme-          risation    von     Butadien,        Acrylnitril,        Styrol    und     Meth-          acrylsäure    im Gewichtsverhältnis von 25 : 15 : 8 :

   2  in     wässrigem    Medium mittels     Kaliumpersulfat    in     Ge-          genwart        von        4%        eines        grenzflächenaktiven        Paraffin-          sulfonats        und        0,5        %        Diisopropylxanthogendisulfid        ge-          wonnen    war, 15 Teile einer Lösung von 200 Teilen  Zinkacetat in     1200        Teilen    Wasser und 27,

  5 Teilen  Ammoniak     techn.,    2 Handaufträge mit einem Plüsch  brett oder mit einer Bürste, trocknen, bügeln bei  65  C und 200 atü.  



       Spritzflotte:    Eine Mischung aus der oben be  schriebenen Grundierung und der unten beschrie  benen Appretur im Gewichtsverhältnis 3 : 1, 2 Auf  träge mit Spritzpistole.  



  <I>Appretur:</I> 100 Teile einer handelsüblichen       15o/oigen        wässrigen        Kaseinlösung,    100 Teile einer       10%igen        wässrigen        Eialbuminlösung,        300        Teile          Wasser.    1     Spritzauftrag,        fixieren        mit        8-10%iger     wässriger     Formaldehydlösung,    die     0,31/o    Essigsäure  enthält, 1     Spritzauftrag,    fixieren wie oben, gut trock  nen,

   bügeln bei 80  C und 200 atü.  



  Die erhaltene Zurichtung     besitzt    ebenfalls eine  hervorragende     Heissbügelfestigkeit.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Zurichten von Leder mit Disper sionen von Carbonsäuregruppen enthaltenden Poly- merisaten, dadurch gekennzeichnet, dass das Zurich ten des Leders mit den Polymerisatdispersionen in Gegenwart von Zinkverbindungen vorgenommen wird.
CH6107858A 1957-07-01 1958-06-26 Verfahren zum Zurichten von Leder CH368894A (de)

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