CH368922A - Einrichtung zum Vorspannen eines Trägers - Google Patents
Einrichtung zum Vorspannen eines TrägersInfo
- Publication number
- CH368922A CH368922A CH7003659A CH7003659A CH368922A CH 368922 A CH368922 A CH 368922A CH 7003659 A CH7003659 A CH 7003659A CH 7003659 A CH7003659 A CH 7003659A CH 368922 A CH368922 A CH 368922A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- beams
- prestressing
- transverse forces
- rigid part
- longitudinal direction
- Prior art date
Links
- 238000005452 bending Methods 0.000 claims description 9
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 5
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 210000002435 tendon Anatomy 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 239000004035 construction material Substances 0.000 description 1
- 238000003466 welding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04G—SCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
- E04G21/00—Preparing, conveying, or working-up building materials or building elements in situ; Other devices or measures for constructional work
- E04G21/12—Mounting of reinforcing inserts; Prestressing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Rod-Shaped Construction Members (AREA)
- Bridges Or Land Bridges (AREA)
Description
Einrichtung zum Vorspannen eines Trägers Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Vor spannen eines Trägers, der aus mindestens zwei in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Balken besteht, deren aneinanderstossende Enden auf einer gemein samen Stütze gelagert und durch einen, beide Enden in Längsrichtung überbrückenden, biegesteifen Teil verbunden sind. Der biegesteife Teil kann durch die Stütze selbst gebildet oder ein besonderes Bauele ment sein.
Die Erfindung ist zur Anwendung auf Träger jeder Art, vorzugsweise jedoch im Stahlbau, bestimmt. Bei den meisten bisher bekannten Stahlträgern benutzt man Spannglieder aus Stahl mit hoher Zugfestigkeit, meist Drähte oder Rundeisen, die man ausserhalb der Trägheitsachse des Trägers in der Zugzone ver laufen lässt und an den Trägerenden verankert, nach dem man sie mit der durch Rechnung bestimmten Vorspannung unter Zug gesetzt hat.
Auf diese Weise wird in den Träger ein Biegemoment eingeleitet, wel ches dem im Betrieb auftretenden Belastungsmaxi- mum entgegenwirkt, wodurch die ganze Trägerkon struktion so entlastet werden soll, dass der ganze Träger leichter gestaltet werden kann. Dieser Vorteil wird jedoch durch eine Erhöhung der Spannungen in der Druckzone zum grossen Teil wieder aufgeho ben.
Im Gegensatz zu. den bekannten vorgespannten Trägern, bei welchen die Spannglieder längs des Trä gers verlaufen, bezweckt die Erfindung, bei Trägern, die mehrere Felder überspannen, in die Enden der einzelnen Balken Vorspannmomente einzuleiten, ohne dass die Balken zusätzlich zu den Biegespannun- gen durch Zug und Druck belastet werden.
Die erfin dungsgemässe Einrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass in die durch den biegesteifen Teil verbundenen Balkenenden gleich grosse, entgegengesetzt gerichtete Biegungsmomente zum Vorspannen der Balken durch in der Trägerlängsrichtung zueinander versetzte, Querkräfte ausübende Mittel eingeleitet sind, wobei die beiden Balkenenden durch diese Mittel an den biegesteifen Teil angeschlossen sind.
Die Erfindung wird anschliessend anhand der Zeichnung an mehreren Ausführungsbeispielen erläu tert.
In der Zeichnung zeigen in schematischer Längs ansicht: Fig. 1 einen Ausschnitt einer erfindungsgemässen Einrichtung an einem Träger, weicher drei Balken aufweist, die an den Stossstellen auf zwei Stützen ge lagert sind, und als Varianten der Einrichtung, Fig.2 zwei Balken, deren benachbarte Enden über einen biegesteifen Verbindungsträger auf einer Stütze gelagert sind, Fig. 3 zwei Balken,
deren Enden durch Verbin dungsträger überbrückt sind, welche vertikale Zug- und Druckkräfte auf den Oberflansch der Balken aus üben, und Fig. 4 zwei Balken, .deren Enden durch Verbin dungsträger überbrückt sind, welche quer zur Trä gerachse Druckkräfte auf den Ober- und den Unter flansch der Balken ausüben.
Sich entsprechende Teile sind in allen Figuren der Zeichnung mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Fig. 1 zeigt zwei Stützen 1 und drei in der Längs richtung aufeinanderfolgende Balken 2, die oberhalb der Stützen 1 stumpf aneinanderstossen. Die Balken 2 ruhen über Nocken 3, welche im Abstand a von den Ballcenstirnflächen angebracht sind, auf den Stützen 1,
so dass die Auskragungsenden 4 der Bal ken praktisch um diese Strecke a über die Auflager- nocken 3 vorragen. In der Trägerlängsrichtung gegen über den Nocken 3 versetzt, nämlich möglichst nahe bei den Balkenstirnflächen, greifen an jedem Auskra- gungsende 4 Zugmittel 5, vorzugsweise Schrauben aus hochwertigem Stahl,
an und schliessen zusammen mit den Nocken 3 die Auskragungsenden 4 der Balken an den diese beiden Enden in der Trägerlängsrichtung überbrückenden, biegesteifen Kopfteil der Stützen 1 an. Beim Anziehen der Schrauben entstehen auf die Balken 2 quer zur Trägerachse nach unten gerichtete Zugkräfte und als Reaktionen dazu von den Nocken 3 nach oben gerichtete Druckkräfte.
Diese Kräfte paare ergeben einerseits je ein. Vorspannmoment an jedem Auskragungsende der Balken 2 und ander seits je ein gleich grosses, entgegengesetzt gerichtetes Vorspannmoment am zugeordneten Kopfteil der Stütze 1, der hier als Verbindung zwischen den Bal ken 2 und zur Aufnahme der Vorspannmomente dient.
Bei symmetrischer Ausbildung der Balken enden relativ zur Stützenachse und beim Anziehen der Zugmittel 5 links und rechts der Stützenachse wer den die in die beiden Balkenenden eingeleiteten Vor spannmomente gleich gross und entgegengesetzt ge richtet, so dass der Schaft der Stütze 1 kein von der Vorspannung herrührendes Biegemoment auf deren Fundament überträgt. Die Querkräfte und ihre Ab stände, welche zusammen den Betrag der Vorspann momente bestimmen, bemisst man nach Schub- und Biegefestigkeit der Balkenenden so,
dass sie dem durch das Eigengewicht und die Betriebsbelastungen verursachten Maximum des Biegemomentes entgegen wirken.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig.2 sind die aneinanderstossenden Enden 4 der Balken 2 durch einen Verbindungsträger 6 überbrückt, und zwar stützen sie sich auf die mit je einem Nocken 3 ver- sehenen Enden dieses Verbindungsträgers 6 ab, wäh rend die Zugmittel 5 nahe bei der Mitte des Verbin dungsträgers angebracht sind. Der Verbindungsträger 6 ruht seinerseits auf der Stütze 1, und dieses Lager kann durch einen Nocken 7 gelenkig ausgebildet sein, um zu gewährleisten, dass vom Träger kein Biege moment auf die Stütze 1 übertragen wird.
Beim in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel sind beidseits der Balken 2 Verbindungsträger 6 zur Überbrückung der Balkenenden 4 zwischen den Flanschen 8 und 9 zweier I-Profilbalken 2 angeord net. Die Nocken 3 und die Zugmittel 5 zur Einlei tung der Vorspannmomente sind hier zwischen den Oberflanschen 8 und dem Verbindungsträger 6 ange bracht, und die Unterflansche 9 der Balken 2 stützen sich mittels eines gemeinsamen Nockens 7 gelenkig auf der Stütze 1 ab.
Nach dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 ist im Unterschied zur Anordnung nach Fig. 3 anstelle der dort verwendeten Zugmittel 5 ein Keilpaar 10 zwischen dem Verbindungsträger 6 und den Unter flanschen 9 zur Erzeugung der Vorspannmomente eingefügt.
Nach der Einleitung der Vorspannmomente mit tels der einstellbaren Zug- und Druckmittel 5 bzw. 10 kann man diese in ihrer Lage fixieren. Sodann können die Balkenenden zusätzlich, z. B. durch Schweissung oder mittels Schrauben, miteinander ver bunden werden.
Durch die dargelegten Massnahmen kann man die durch das Eigengewicht des Trägers und die Betriebsbelastung hervorgerufenen Biegungsmomente so mit dem Vorspannmoment überlagern, dass die Maxima der resultierenden Biegungsmomente be trächtlich herabgesetzt werden. Dies wird erreicht, ohne dass in den kritischen Querschnitten, wie bisher, grosse Längskräfte übertragen werden müssten. Man benötigt dabei nur Teile aus den im Stahlbau allge mein üblichen Konstruktionsmaterialien, und die da durch eingeleiteten Vorspannmomente sind beim Ein bau des Trägers genau einstellbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Vorspannen eines Trägers, der aus mindestens zwei in der Längsrichtung aufeinan derfolgenden Balken besteht, deren aneinandersto- ssende Enden auf einer gemeinsamen Stütze gelagert und durch einen beide Enden in Längsrichtung über brückenden, biegesteifen Teil verbunden sind, da durch gekennzeichnet, dass in diese Balkenenden gleich grosse, entgegengesetzt gerichtete Biegungs- momente zum Vorspannen der Balken durch in der Trägerlängsrichtung zueinander versetzte Querkräfte ausübende Mittel eingeleitet sind, wobei die beiden Balkenenden durch diese Mittel an den biegesteifen Teil angeschlossen sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der biegesteife Teil gelenkig auf der Stütze gelagert ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch einstellbare Mittel zur Erzeugung der Querkräfte. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Querkräfte durch Schrauben einstellbar sind. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Querkräfte durch Keile ein stellbar sind. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, mit Ober flanschen aufweisenden Balken, dadurch gekennzeich net, dass die die Querkräfte ausübenden Mittel auf diese Oberflanschen einwirken.6. Einrichtung nach Patentanspruch, mit Ober- und Unterflanschen aufweisenden Balken, dadurch gekennzeichnet, dass der biegesteife Teil ein zwischen den Ober- und Unterflanschen angeordneter Träger ist, und dass die ihn an die Balkenenden anschliessen den Mittel Querkräfte teils auf die Ober- und teils auf die Unterflanschen ausüben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7003659A CH368922A (de) | 1959-02-25 | 1959-02-25 | Einrichtung zum Vorspannen eines Trägers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7003659A CH368922A (de) | 1959-02-25 | 1959-02-25 | Einrichtung zum Vorspannen eines Trägers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH368922A true CH368922A (de) | 1963-04-30 |
Family
ID=4529981
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7003659A CH368922A (de) | 1959-02-25 | 1959-02-25 | Einrichtung zum Vorspannen eines Trägers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH368922A (de) |
-
1959
- 1959-02-25 CH CH7003659A patent/CH368922A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE60116519T2 (de) | Halter zur abstützung eines konstruktionselements zur stützung einer konstruktion | |
| DE2164417C3 (de) | Fachwerkträger und Verfahren zum Herstellen desselben | |
| DE2258721C3 (de) | Verbindungseinrichtung zum Verbinden von vorgefertigten Spannbetonteilen | |
| DE1434341A1 (de) | Vorrichtung zum Ein- und Ausbau von Tragwerken | |
| DE1925381U (de) | Rautentraeger. | |
| EP0643169B1 (de) | Einrichtung zum Verbinden von auf einem Tragwerk festgelegten Schienen | |
| CH368922A (de) | Einrichtung zum Vorspannen eines Trägers | |
| DE2633668C2 (de) | Längsverschiebliche Verbindung zweier hintereinanderliegender balkenförmiger Bauwerksteile, insbesondere Brückenträger | |
| DE2805612C2 (de) | Gurtträgerkette | |
| DE3406550A1 (de) | Knotenanschluss eines fachwerkstabes aus rechteckrohr | |
| AT209541B (de) | Vorgespannter Träger | |
| DE851074C (de) | Verfahren zum Vorspannen der Stahltraeger von Verbundkonstruktionen | |
| DE2025266A1 (de) | Verbindungs- oder Verlaschungsvorrichtung für metallische Tragkonstruktionen, insbesondere für den Zusammenbau eines Kranmastes | |
| DE2546375A1 (de) | Rundschalung fuer gekruemmte betonwaende | |
| DE19703811C2 (de) | Strangführung, insbesondere für eine Brammen-Stranggießanlage | |
| DE888762C (de) | Dreigurt-Metalltraeger zur Bildung von Dachstuehlen und Dachstuhl mit solchen Traegern | |
| DE2315186C3 (de) | Stossverbindung von Stahlbetonstützen mit Stossplatten | |
| DE1220987B (de) | Vorgespannter Mehrfeldbalken | |
| DE1124075B (de) | Verfahren zum Vorspannen statisch unbestimmter Verbundtraeger, insbesondere Brueckentraeger | |
| DE3122860C2 (de) | Gliedergurt für Beton-Rundschalungen | |
| DE2444675A1 (de) | Verfahren zur vorlaeufigen befestigung vorgefertigter bauteile, insbesondere vorgefertigter brueckenbauteile, und fertigbauteil zur durchfuehrung eines solchen verfahrens | |
| AT212551B (de) | Fernleitungsgittermast od. dgl. und Verfahren zu dessen Errichtung | |
| DE1211239B (de) | Tragwerk, insbesondere fuer Bruecken | |
| DE1175716B (de) | Gelenklager zum Befestigen von bruecken-aehnlichen Bauteilen auf Unterstuetzungen, ins-besondere von vorgefertigten Stahlbeton-Tragbalkenstuecken von Einschienenstand-bahnen auf Stuetzen | |
| DE917450C (de) | Laengsversteifung fuer Sparren- oder Kehlbalkendaecher |