CH369197A - Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines BlechpaketesInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes., insbe sondere für Transformatoren und elektrische Ma schinen, das aus bereits isolierten Blechen, die durch eine Klebemittel zusammengehalten werden, aufgebaut ist,
und wobei auf das durch eine Pressvorrichtung gehaltene Paket bei vermindertem Pressdruck an min- destens einer Schichtseite ein Harzgemisch auf gebracht wird, so dass das Harz selbsttätig zwischen die Blechschichten dringt und nach der Durchträn- kung des Paketes der volle Pressdruck wieder her gestellt wird, worauf eine Trocknung erfolgt. Hierbei wird das Paket in einen Ofen gebracht, wobei das Harz aushärtet.
Das vorgenannte Verfahren ist im Hauptpatent Nr.345688 näher beschrieben. Man kann dadurch in einfachster Weise Blechkörper herstellen, die sich gegenüber den bisher üblichen infolge des Wegfalles von Pressbolzen und Pressplatten durch eine wirk same Reduktion der Eisenverluste und die Erhöhung des Eisenfüllfaktors auszeichnen.
Um das Verfahren auch bei Blechpaketen mit sehr grossen Abmessungen erfolgreich anwenden zu kön nen, ist es notwendig, dass erfindungsgemäss die Ver minderung des Pressdruckes nur stellenweise erfolgt und somit auch das Aufbringen des dünnflüssigen Harzgemisches und die Herstellung des vollen Press- druckes schrittweise an verschiedenen Stellen des Paketes vorgenommen wird.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass infolge der nur lokalen Aufhebung des Pressdruckes das Blechpaket die durch das Schichten und Vor pressen gegebene Form beibehält und eine einwand freie Durchtränkung des Paketes mit dem Harzer- reicht werden kann. Hierzu wird die Pressvorrichtung zweckmässig so konstruiert, dass sie sich an ent- sprechenden Stellen elastisch deformiert, um dem Harzgemisch das Eindringen zu erleichtern.
Es ist vorteilhaft, das Blechpaket etwa auf die Verarbeitungstemperatur des Harzgemisches vorzu wärmen. Ferner ist es zweckmässig, nach Beendi gung des schrittweisen Klebeprozesses das Paket, ins besondere bei Verwendung der weiter unten be schriebenen neuen Kunststoffe,
vorzuhärten und schliesslich auszuhärten. Die Blechpakete elektrischer Maschinen und Transformatoren erreichen normalerweise Betriebs- temperaturen von 100 bis 120 C. Diese Erwärmung ist auch bei geklebten Paketen ohne weiteres zulässig, besonders dann, wenn keine Zug-, Scher- und Biege- beanspruchungen auftreten.
Sobald jedoch die Tem- peraturen über 120 C steigen, sinkt die Festigkeit der bisher üblichen Kunstharze etwa auf die Hälfte, und selbsttragende Konstruktionen sind dann ge- fährdet. Bei magnetisch schwach ausgenützten Ma schinen lassen sich zwar Temperaturen von 120 C vermeiden,
doch sind solche Konstruktionen schwer und teuer. Eine Verbesserung hinsichtlich der Dirnen- sionen und des Preises kann nur durch Erhöhung der magnetischen Beanspruchung erzielt werden. Dies bedeutet, dass die Temperatur im Blechpaket stellen- weise noch höhere Werte annimmt als 120 C. In die sem Fall werden die heute zur Verfügung stehenden, weitgehend benützten Äthoxylinharze plastisch.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Harzgemische liegt in ihrer relativ niedrigen Topfzeit, die bei den hier vorliegenden Verarbeitungstemperaturen etwa 1 bis 2 Stunden beträgt. Grössere Blechpakete erfordern wegen dieser kurzen Verarbeitungsdauer die Verwen dung von kleinen Harzmengen, was den fabrikatori- schen Aufwand erheblich erhöht.
Sämtliche vorgenannten Mängel lassen sich ver meiden, wenn ein härtbares, titanmodifiziertes Epoxy- harz Verwendung findet, wie es durch Kondensation eines durchschnittlich höchstens eine Hyd'roxylgruppe je Molekül enthaltenden Epoxyharzes, dessen Epoxyäquivalent zwischen 165 bis 400 liegt, mit einem Orthotitansäuretetraakylester erhältlich isst (Patent Nr. 354582).
Mit gleichem Vorteil kann man aber auch einen Stoff verwenden, wie er durch Kon densation von 0,1 bis 40 Gewichtsteilen, vorzugsweise eines Borsäuretrialkylesters oder eines Orthokiesel- säuretetraa#lkylesters, mit 100 Gewichtsteilen eines G4ycidylpolyäthers erhältlich ist, der ein unter 400, liegendes Epoxyäquivalent und weniger als 1 Hydr- oxy1äquivalent je kg aufweist.
Diese Stoffe sind ohne Beimischung irgendwelcher Stabilisierungsmittel wäh rend einiger Monate bei Raumtemperatur haltbar ohne zu gelatinieren. Sie besitzen eine hohe Wärme festigkeit, gute Alterungsbeständigkeit und sehr ge ringe dielektrische Verluste bei Temperaturen bis zu 200 C.
Die Härtezeit lässt sich bei Verwendung der neuen Materialien erheblich vermindern, ohne d'ass der gefährliche Härteschwund eintritt, wenn das durch tränkte Paket während einer Zeit von 5 bis 15 Stunden bei Temperaturen von 60 bis 120' C vor gehärtet und darauf während einer Zeit von 6 bis 24 Stunden bei Temperaturen von 60 bis 160 C ausgehärtet wird.
In der Zeichnung sind nach beispielsweisen Aus- führungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens hergestellte Blechpakete von Transformatoren und elektrischen Maschinen wiedergegeben.
Fig. 1 zeigt ein Blechpaket .eines zweischenkligen Transformators. Mit 1 ist ein Kern, mit 2' das obere, mit 2" das untere Joch des gestrichelt angedeuteten Blechkörpers bezeichnet. Die Pressvorrichtung 3 wird nach Beendigung des Klebe- und Härteprozesses selbstverständlich wieder entfernt, und sie ist so zu konstruieren, dass das Paket um die eigene Achse ge schwenkt werden kann.
Die Pressbolzen tragen die Bezugsziffer 4. 5 kennzeichnet die Fläche, auf welche Harz aufzubringen ist, und 6 gibt strich punktiert die Zone an, in der der Pressd'ruck lokal vermindert wird.
In Fig.2, in der gleiche Teile mit denselben Zahlen bezeichnet sind wie in Fig. 1, ist ein Blech paket für einen dreischenkligen Transformator darge stellt.
Fig.3 stellt ein mittels Führungsbolzen 8 ge haltenes Blechpaketsegment 9 einer elektrischen Ma schine dar, wobei wiederum mit 4 ein Pressbolzen, mit 5 die mit dem Harzgemisch zu versehende Fläche und mit 6 die Zone verminderten Pressdruckes be zeichnet wird. 7 stellt die Pressvorrichtung dar. In Fig.4 sind für gleiche Teile dieselben Bezugs ziffern verwendet wie in Fig. 3.
Von der Pressvor- richtung 10 wird ein Paket aus kompletten Blech schnitten 11 einer elektrischen Maschine gehalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes, insbesondere für Transformatoren und elektrische Maschinen, das aus bereits isolierten Blechen, die durch ein Klebemittel zusammengehalten werden, auf gebaut ist, und wobei auf das durch eine Pressvorrich- tung gehaltene Paket bei vermindertem Pressdruck an mindestens einer Schichtseite ein Harzgemisch auf gebracht wird,so dass das Harz selbsttätig zwischen die Blechschichten dringt und nach der Durchträn- kung des Paketes der volle Pressdruck wieder herge- stellt wird, worauf eine Trocknung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Verminderung des Press- druckes nur stellenweise :erfolgt und somit auch das Aufbringen des dünnflüssigen Harzgemisches und die Herstellung des vollen Pressdruckes schrittweise an verschiedenen Stellen des Paketes vorgenommen wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Blechpaket etwa auf die Ver arbeitungstemperatur des Harzgemisches vorgewärmt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d'ass ein härt- bares, titanmodifiziertes Epoxyharz Verwendung fin det, wie es durch Kondensation eines durchschnitt lich höchstens eine Hydroxylgruppe je Molekül ent haltenden Epoxyharzes, dessen Epoxyäquivalent zwischen 165 bis 400 liegt,mit einem Orthotitan- säuretetraalkylester erhältlich ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stoff Verwendung findet, wie er durch Kondensation von 0,1 bis 40 Gewichtsteilen eines Esters einer Halb metallsäure mit 100 Gewichtsteilen eines Glycidyl- polyäthers erhältlich ist, der ein unter 400 liegendes Epoxyäquivalent und weniger als 1 HydroxyIäqui- valent je kg aufweist. 4.Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das durchtränkte Paket während einer Zeit von 5 bis 15 Stunden bei Temperaturen von 60 bis 120 C vorgehärtet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das durchtränkte Paket während einer Zeit von 6 bis 24 Stunden bei Temperaturen von 60 bis 160a C ausgehärtet wird.
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1246109B (de) * | 1964-08-10 | 1967-08-03 | Frako Kondensatoren Und Appbau | Verfahren zum Verkleben geschichteter Bleche |
-
1959
- 1959-01-15 CH CH6839759A patent/CH369197A/de unknown
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