CH369382A - Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergetischer Systeme - Google Patents

Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergetischer Systeme

Info

Publication number
CH369382A
CH369382A CH6003958A CH6003958A CH369382A CH 369382 A CH369382 A CH 369382A CH 6003958 A CH6003958 A CH 6003958A CH 6003958 A CH6003958 A CH 6003958A CH 369382 A CH369382 A CH 369382A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
joint
ruler
node
generator
active
Prior art date
Application number
CH6003958A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dimo Gheorghe
Original Assignee
Ministerul Ind Grele
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ministerul Ind Grele filed Critical Ministerul Ind Grele
Priority to CH6003958A priority Critical patent/CH369382A/de
Publication of CH369382A publication Critical patent/CH369382A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/001Mathematical drawing instruments

Landscapes

  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)

Description


  Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens     elektroenergetischer    Systeme    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Un  tersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergeti  scher Versorgungssysteme nach einem graphischen  Verfahren, das nacheinander auf die Knotenpunkte  des Systems anwendbar ist. Eine derartige Vorrich  tung     kann    zur graphischen Analyse von elektroener  getischen Systemen in elektrischen Kraftwerken,       Übertragungs-    und Verteilungsnetzen usw. nament  lich zur Analyse von deren statischer und dynami  scher Stabilität, Regelung, Betriebsverhalten, im Nor  mal- wie im     Störungszustande        verwendet    werden.  



  Analytische Methoden zur Untersuchung des     Be-          triebselektroenergetischer    Systeme sind bekannt.  Diese haben jedoch den Nachteil, dass sie nur zur  Lösung einfacher Probleme oder Aufgaben ange  wandt werden können, da sie sehr zeitraubend und  bei umfangreicheren Untersuchungen nicht anwend  bar sind.  



  Auch sind Gleichstrom- und Wechselstromnetz  modelle bekannt, welche die Lösung der gegebenen  Gleichungen ermöglichen. Diese     Netzmodelle    geben  jedoch die physikalischen Aspekte nicht wieder, son  dern lösen die Probleme nur unter ihrer     zahlenmässi-          gen    Anschauung, wobei sie dazu auch den     Nachteil     hoher Kosten aufweisen.  



  Ferner sind statische elektrische     Modelle    zur  Untersuchung der vorübergehenden oder     stabilen     Phänomene     bekannt,    welche die Zustände in den  Netzen nach dem     Ähnlichkeitsprinzip    wiedergeben.  Diese Methoden weisen den Nachteil auf, dass sie  Zahlenergebnisse des untersuchten Vorganges     erbrin-          gen,    ohne jegliche Angabe über die funktionelle Ab  hängigkeit der Grössen voneinander ; auch sind diese  Modelle kostspielig.  



  Ebenso sind Modelle bekannt, die     dynamisch     rotierende Bestandteile (Mikronetze) verwenden, wel  che Modelle insbesondere in jenen     Fällen,    in denen    die     Trägheitsmomente    der elektrischen Maschinen zu  berücksichtigen sind, verwendet werden. Diese weisen  den Nachteil auf, sehr kompliziert und     kostspielig    zu  sein.  



  Zur Untersuchung des elektrischen Zustandes  eines Knotenpunktes eines elektroenergetischen Sy  stems kann man sich alle Verbindungen des betref  fenden Knotens mit den benachbarten Knotenpunk  ten getrennt denken     (Fig.        1a),    wobei der Wirk- und       Blindleistungsverbrauch    des Knotens zu einem einzi  gen Verbrauch     zusammengefasst    wird, dessen Ver  änderungsgesetz für die     Knotenspannung    U so nahe  wie möglich dem Veränderungsgesetz der Summe  der ersetzten Verbrauchswerte kommen soll.

   In all  gemeiner Form     kann    dieses Gesetz durch folgende  Gleichungen wiedergegeben werden  für die Wirkleistung : P =     AU2        -I-        BU+C    ;  für die Blindleistung: Q =     MU2        +        NU+K    ;  worin A, B, C, M, N und K     Konstanten    sind, deren  Wert von der Charakteristik der Verbraucher, die  den Verbrauch des Knotenpunktes bestimmen, ab  hängt.  



  Alle Generatoren, die den Knoten speisen, wer  den durch die die Kurzschlusströme dieser Genera  toren darstellenden Vektoren     ersetzt    ; in gleicher  Weise werden die     durchschnittenen    Verbindungen  zu den benachbarten Knoten durch Scheingenerato  ren ersetzt, welche den von den benachbarten Knoten  kommenden Kurzschlusströmen entsprechen     (Fig.    1 b),  gegebenenfalls den Leistungsverbrauch des Netzteiles  selbst eingeschlossen.

   Für einen beliebigen Generator  m ist nach Betrieb mit Belastung der       Belastungs         -          Kurzschlusstrom    durch die Gleichung       Icem   <I>-</I>     Em/Znz   <I>-</I>     Ym        Ein     und der Kurzschlusstrom nach Leerlauf (E=U)       (     Leerlauf      -Kurzschlusstrom)    durch die Gleichung       Iom   <I>=</I>     U/Zm   <I>-</I>     Y.U         darstellbar, worin:

   E," die     EMK,        Z"Z    den Scheinwi  derstand,     Y"L    den     Scheinleitwert    der Maschine be  deuten.  



  Auf Grund des in     Fig.    2a dargestellten Diagramms  werden die vom Generator m erzeugten Wirk- und  Blindströme durch die folgenden Gleichungen aus  gedrückt:       I2nnz    -     Iccnz        sin        (8",        -i-'        yin)   <I>-</I>     In,n        slnym          hlnz   <I>-</I>     Iccnz        cos        (8,n        +        ^(m)

     <I>-</I>     Ioin        COS'ym     in welchen     fi,"    der innere     Phasenverschiebungswinkel     zwischen E", und U     (Rotor-Winkel)    und,(" der Winkel  des Scheinwiderstandes     y",    sind, welch letzterer durch       tgy,"    =     r/X    angegeben wird, worin r der     Ohm'sche     Widerstand und X der Blindwiderstand des     Genera-          tors    sind.  



  Falls man zwecks Vereinfachung r = O und  Z," = X", = 1/Y," setzt, Wird     ^(",    = O und das Dia  gramm nimmt die in     Fig.    2b dargestellte Form an,  wobei die Gleichungen der Ströme  
EMI0002.0033     
         Iden   <I>=</I>     Ii#crn        COSBn,    -     Ioni    =     YmE",        COS8,n   <I>-</I>     Y,"Uin     werden.  



  Falls     an    einem Knotenpunkt mehrere Synchron  maschinen (Generatoren, Scheingeneratoren, Motoren  oder     Kompensatoren)    und eine einzige Knotenlast  angeschlossen sind, ist das Betriebsverhalten gra  phisch durch eine     Vektorenkette   <B>01,</B>     O.#,        O"        O",    ...       O",    nach dem in     Fig.    2c angegebenen     Diagramm,     darstellbar.  



  Der Endpunkt O" der     Vektorenkette    stellt den  Betriebspunkt des einen Knotens dar. Für den Fall       @(,;,    = O gibt die Ordinate     SO"    =     I",    =     EI"."Z    den  Wirkstrom der Knotenlast an und ist der Summe der       Wirkströme    aller Generatoren gleich.

   Die     Abszisse     OS =     s(1".        +        Idm)    stellt in diesem     Spezialfall    den       Blindstrom    der Knotenbelastung (welcher der     Summe     der Blindströme aller Generatoren gleich     ist)    und  den gesamten   Leerlauf      -Kurzschlusstrom    am Kno  ten (welcher der     Summe    der   Leerlauf      -Kurz-          schlusströme    aller Generatoren gleich ist), dar.

   Im       Vektorenkettendiagramm    sind für jeden Generator  der Wirk- und der Blindstrom der   Leerlauf      -    und        Belastungs         -Kurzschlusstrom,    der     innere    Phasen  winkel     8,"    und der     Leistungsfaktorwinkel        @(,"    ablesbar.

    (Siehe Generator m     in        Fig.    2c.)  Unter der praktisch gültigen Annahme, dass das       Variationsgesetz    der vom Knoten verbrauchten  Blindleistung durch die vereinfachte Gleichung    Q =     MU2    =     Y',U2       gegeben ist, in welcher     Y,    der äquivalente totale       Blindleitwert    des Knotens ist, wird man  EI", =     Ids    =     Q/U    =     YSU     setzen können.  



  Also kann die Abszisse OS des Betriebspunktes       O"    durch die Gleichung  OS<I>=</I>     E(Iom        +        ldm)   <I>=</I>     (±Y",        +        Y,)    U =     KU     gegeben werden, das heisst, dass die Abszisse bei    einem gewissen Masstabe die     Knotenspannung    U  darstellt.  



  Im Falle, dass die Blindbelastung des Knotens  nach einer auch andere Glieder enthaltenden Glei  chung sich verändert, darf man annehmen, dass die  den andern Gliedern entsprechende Blindleistung von  einem am Knoten angeschlossenen synchronen Er  satzkompensator verbraucht sei, und auch dann  würde die Darstellung der Spannung U durch die  Abszisse OS gültig bleiben.  



  Obwohl dieses zeichnerische Verfahren in einer  sukzessiven Form eine weitgehende Untersuchung  des Betriebes der energetischen Systeme     ermöglicht,     besteht jedoch der Nachteil, dass es zu verwickelten  zeichnerischen Konstruktionen führt, so dass seine  praktische Anwendung zeitraubend und schwierig  wird.  



  Das erfindungsgemässe Gerät zur Untersuchung  des Betriebes elektrischer Systeme beseitigt diese  Nachteile und ermöglicht, auf Grund des oben be  schriebenen zeichnerischen Verfahrens durch einfa  che und genaue Handhabung eine leichte Lösung  sämtlicher mit dem Betrieb von elektroenergetischen  Systeme verbundenen Aufgaben.  



  Das Gerät gemäss der vorliegenden Erfindung ist  gekennzeichnet durch eine aus einer Anzahl von Li  nealen, denen je ein an einem Knotenpunkt ange  schlossener reeller und fiktiver Generator zuzuordnen  ist, gebildete     Linealkette,    wobei jedes Lineal     bestimmt     ist, auf eine dem       Belastungs         -Kurzschlusstrom    des  betreffenden Generators entsprechende     Länge    und  auf einen dem Phasenwinkel zwischen der elektro  motorischen Kraft und der     Klenunenspannung    des  betreffenden Generators (äquivalent mit Knotenspan  nung) entsprechenden Winkel eingestellt zu werden,  um durch den Endpunkt der     Linealkette    in einem  Koordinatensystem,

   dessen Ursprung am andern Ket  tenende     liegt,    Betriebswerte des betreffenden Knoten  punktes anzugeben.  



  Als Ausführungsbeispiel wird nachstehend ein       erfindungsgemässer    Analysator beschrieben, der in       Fig.    4 in einer perspektivischen Ansicht     gezeigt    ist,  während     Fig.    5 einen Schnitt durch ein Gelenk dar  stellt.  



  Das Gerät besteht aus einer beliebigen Anzahl  von Linealen 1, die mittels Gelenken drehbar ver  bunden sind, wobei jedes Lineal einen Generator  oder     Scheingenerator    kennzeichnenden Vektor     I"",     =     Y",E"Z    darstellt;     ferner    besitzt jedes Lineal eine  dem     Produkt    aus     Scheinleitwert        Y",    und elektromoto  rischer Kraft     E",    proportional     einstellbare    Länge.  



  Jedes Lineal 1 besteht aus zwei Teilen, die     tele-          skopartig    einer in dem andern geführt sind, so dass  sie eine Einstellung des Abstandes zwischen den Ge  lenkpunkten ermöglichen, auch sind mit Einteilungen  zur unmittelbaren     Ablesung    dieses Abstandes verse  hen. Eine der     Linealkanten    kann auf der Geraden,  die die Mittelpunkte der     Linealgelenke    verbindet,  angeordnet sein, um zur unmittelbaren Einzeichnung  des betreffenden Vektors ins Diagramm zu dienen.

        Das Profil der beiden ineinander gleitenden Teile  des Lineals kann so gewählt werden, dass das Ein  zeichnen des Vektors ins Diagramm     kontinuierlich     erfolgen kann, indem man von einem der Teile zum  andern übergeht. Die zwei gleitenden Teile des Li  neals können in der gewünschten Lage mittels einer  Spannschraube 2 festgesetzt werden.  



  Ausserdem ist mit jedem     einzelnen    Lineal an  jedem der Gelenke     0.-1/0.,n    ein Stab 3 drehbar ver  bunden, der zur Bildung des Dreiecks     0nZ_lO.D,n     im Diagramm     (Fig.    2c) verwendet wird.

   Als Variante       kann        das        Lineal        auch        nur        aus        einem        Stabe        0",-,-F        "Z     ohne Stab 3 bestehen, der durch Drehen alle zur  Aufzeichnung der Seiten     O",    _ 1     D,1   <B>z, 0.</B>     D""    oder       O",        F",    notwendigen Stellungen, wie in     Fig.    2c ge  zeigt, einnehmen kann.

   Jedes Lineal ist an seinen  Gelenken mit einem, mit ihm fest oder lose verbun  denen Winkelmesser 4 versehen, der zur Messung  des inneren Winkels     8,n        -h        y",    verwendet wird. Jedes  Gelenk ist mit einer Fixiervorrichtung versehen, die  aus einer Schraube mit     gerändeltem    Kopf 5 und einer  Mutter 6 besteht, so dass nach Bedarf das Feststellen  des Gelenkes oder das freie Drehen der Lineale und  Stäbe des betreffenden Gelenkes gewährleistet     ist.     



  Weiter ist jedes Gelenk mit einer Mittelachse 7  versehen, deren unteres Ende zugespitzt ist, so dass  die Spitze gegebenenfalls in den hölzernen Reisstisch  eingesteckt werden kann, um das Gelenk an einer  gewünschten Stelle festzulegen, oder auch zurückge  zogen werden kann, um eine leichte Verschiebung  des Gelenkes zu ermöglichen.  



  Durch diese Vorrichtungen ist es möglich, die  Veränderung jeder der im Diagramm der     Fig.    2c  durch eine Länge oder einen Winkel dargestellten  Grössen gemäss den Umständen der zu untersuchen  den Aufgabe darzustellen, wobei     alle    andern Grössen  durch Feststellen der Gelenke oder der Lineale un  verändert bleiben.  



  Das Gerät arbeitet auf einer Unterlage mit hori  zontalen und senkrechten Linien, dessen Ordinaten  die Werte der Wirkströme     I",    und dessen Abszissen  die Werte der Blindströme<B>1,1,</B> und     I"    darstellen, wobei  die Abszisse     0.S    die Spannung U des     Knotens    dar  stellt, in dem durch den Faktor K =     (EY"        -I-        Y,)     gegebenen     Masstab.     



  In demselben     Diagramm    ist noch eine Reihe  gleichseitiger     Hyperbeln    eingezeichnet, welche kon  stanten Werten der Leistung P bei     veränderer    Span  nung U entsprechen : P =     1/3        UI,"    = K, woraus       UI,,    =     k/1/3    = konstant.  



  Die Wirk- bzw. die Blindleistungen werden un  mittelbar am Diagramm abgelesen, indem man die  Längen, die die Wirkströme bzw. die Blindströme  darstellen, im Masstab der     Leistungen    abliest. Dieser  Masstab ist durch das von der Hyperbel P = 1 auf  der Ordinate des     Betriebspunktes        O"    der Spannung  U geschnittene Segment gegeben.  



  Zur Anwendung des Apparates beim Untersuchen  des Betriebsverhaltens eines Knotens werden die    Lineale in die einem bekannten Betriebsverhalten  entsprechende Lage gebracht, die durch die verschie  denen, dem     jeweiligen    Generator entsprechenden  Grössen     gekennzeichnet    ist.

   Der Wirkstrom     I"""    und  die Leistung     P.    (Abschnitt     O.Ent),    der     Blindstrom          1,,n    und die     Blindleistung        Q",    (Abschnitt     D,nEm),    der  Kurzschlusstrom nach     Belastung        I"",        (Abschnitt     O,     1O.),    der Kurzschlusstrom nach Leerlauf     I".     (Abschnitt     0,.,-,D",),    die     EMK        (E",   <I>=</I>     1"./Y.),

      der  innere Winkel 8, der     Leistungsfaktorwinkel        y.,    so  wie auch die dem ganzen Knoten     entsprechenden     resultierenden     Grössen:    die     Klemmenspannung    U  (Abschnitt OS =     KU),    der Wirkstrom     h"    und die  Wirkleistung P (Abschnitt     0"S),    der     Blindstrom        Ia          und    die     Blindleistung    Q (die Summe der     Abschnitte          D",E",)

          können        unmittelbar    mit den oben angegebe  nen Masstäben entnommen     werden.     



  Dann werden am Apparat diejenigen Grössen,  deren Einwirkung auf das System untersucht werden  soll, verändert:     innere        EMK,    Wirk- und Blindleistun  gen, Winkel usw. und es werden für die jetzt einge  nommene Stellung des Apparates die Werte der be  trachteten Grössen wiederum abgelesen.  



  Wenn für die aktive Belastung des Knotens das  Gesetz der Variation der aktiven     Leistung    in Abhän  gigkeit von der Spannung festgesetzt wurde     PS"     =     AU2        -I-        BU        -I-    C, so wird dieses Gesetz ange  wandt durch Ziehen der entsprechenden Kurve auf  dem Diagramm und Verschiebung des Betriebspunk  tes<B>0"</B> längs dieser     Kurve    in Abhängigkeit der Va  riation verschiedener Grössen, deren Einfluss studiert  wird.  



  Im besondern ist, wenn PS =     AU2,    also     wenn     B = C = O (nur Widerstandsverbraucher) die Lei  stungskurve eine Gerade, welche durch den Null  punkt der Koordinaten läuft.  



  Wenn jedoch PS =     BU,    wenn also A = C = O,  ist die     Leistungskurve    eine Gerade, die parallel     zur          Abszissenachse    verläuft.  



  Ist PS = C = konstant, also A = B = O, dann  ist die Leistungskurve eine gleichseitige Hyperbel.  Im allgemeinen Fall,     wenn    PS =     AU2        -I-        BU        -I-    C  ist, wird die     Leistungskurve    durch das Addieren der  Ordinaten der vorher erwähnten drei Kurven bzw.  Geraden erhalten.  



  Falls die Leistung am Knoten nach einer andern  Funktion verläuft,     kann    man durch Aufzeichnen der  Kurve, die diese Funktion darstellt, im     Diagramm     die Verschiebung des Betriebspunktes ebenfalls ver  folgen.  



  Man kann ebenfalls die     charakteristischen    Para  meter eines Betriebszustandes bestimmen, welche  Angaben über die Regulierung der Spannung und  der statischen Stabilität geben  
EMI0003.0107     
    Es bedeuten :     OP    =     .Änderung    der aktiven Be  lastung des Knotens;     AQ    =     Änderung    der reaktiven  Belastung des Knotens und     Ap    =     Änderung    der ak-           tiven    Belastung eines Generators oder eines     Ersatz-          generators.     



  Das kann durch das folgende allgemeine Ver  fahren erfolgen. Wenn der Betriebszustand bestimmt  ist, führt man in die graphische Darstellung eine       Grössenänderung    für die aktive oder reaktive Be  lastung ein     (@P,        Ip    oder     OQ).    Um diese Einfüh  rung vornehmen zu können, werden die Lineale der  art verschoben     und        ihre    Längen derart     geändert,        dass     sie den gegebenen physikalischen Bedingungen des  Problems entsprechen.

   (Beispielsweise bleibt die  Länge der Lineale konstant, wenn die Erregung nicht       ändert.)     Hat     man    die Belastungsänderung     (AQ,        /\P    oder       Gp)        eingeführt,    so kann man auf der so erhaltenen  neuen Figur die erhaltene Spannungsänderung DU  ablesen, worauf man die     Verhältnisse     
EMI0004.0019     
    bildet.  Man     kann    für diese Verhältnisse auch verein  fachte Ausdrücke bilden. (Siehe Revue     generale    de       l'Electricite,    7.

   November 1961, Seiten 551 ff        Etude    de la     stabilite        statique    et du     reglage    de       tension      ; oder: Revue     d'Electrotechnique    et     d'Ener-          g6tique,    Nr. 1, 2/1960 -     Academie        R.P.R.        Bucarest     - P.

       Dimo          Unitary        method        for        the        analysis    of       the        power        systems         .)     Wendet man diese vereinfachten Ausdrücke an,  so kann man die Werte für die Ableitungen  
EMI0004.0044     
    direkt aus den Figuren ablesen, welche den Betriebs  zustand darstellen, der durch die Dreiecke     O,"    _<B>,</B> ,<B>0.,</B>       F"L    oder     andere    Geraden der graphischen Darstellung  dargestellt wird.  



  Für die Untersuchung des dynamischen Betriebs  verhaltens von Synchrongeneratoren werden im Dia  gramm mittels des Apparates die     Vektorketten        0-0n     eingezeichnet, welche den     aufeinanderfolgenden    Be  triebszuständen im Knoten in verschiedenen Zeitab  ständen k entsprechen ; auf diese Weise ergibt sich  ein     fächerartiges    Bild der     Vektorenketten    der Gene  ratoren, welche ein Bild der zeitlichen Verschiebun  gen der Läufer aller Generatoren gibt.

   Auf diese  Weise kann die Berechnung schrittweise fortgesetzt  werden,     indem    man für einen bestimmen Generator  m den Leistungsunterschied     QPmk,    zwischen der vor  herigen     mechanischen        Leistung    und der elektrischen  Leistung am Anfang des Intervalls, sowie die Win  kelzunahme     08,,,    _ 1 im vorherigen Intervall k-1, die  zur     Berechnung    nötig ist, unmittelbar abliest.  



  Ausser bei diesen aufeinanderfolgenden Betriebs  zuständen, die von langsamen, die Verschiebung der       Generatorläufer    bewirkenden Änderungen herrühren,  kann der Apparat auch bei der Untersuchung von  raschen Änderungen, bei denen man annehmen darf,  dass die Läufer der Trägheit wegen ihre Lage nicht       ändern,    verwendet werden.

      In diesem Fall bleiben die Lineale, die die Gene  ratoren darstellen, in Grösse und     Stellung    vor     und     nach der raschen Änderung unverändert, mit Aus  nahme derjenigen Generatoren (oder Ersatzgenerato  ren), die selbst in die Ursache der Änderung eingrei  fen ; zum Beispiel wird die rasche Veränderung des       Scheinleitwertes    des Generators m (oder eines gleich  wertigen Generators), von     Y""    auf Y'", als Umstellung  des betreffenden Lineals von der Länge     Y"E"Z    auf  die Länge     Y'",E",    wiedergegeben.  



  Durch rasche Veränderung einer der     Scheinleit-          werte        ändert    sich auch der Faktor k =     sY    und da  her werden auch die Masstäbe der Leistungen und  der Spannungen     verändert.     



  Eine rasche Änderung im Betrieb des Systems  bewirkt auch eine     Veränderung    der Wirk- und der  Blindbelastung des betreffenden Knotens.  



  Nachdem die Vorrichtung dem neuen Zustand  entsprechend eingestellt ist, ist es möglich, für jeden  Generator die     endliche    Leistungsänderung     OP",    abzu  lesen und es besteht die Möglichkeit, ähnlich wie  oben, die Rechnung Schritt für Schritt zu verfolgen,  indem man das durch die aufeinanderfolgenden Be  wegungen der Lineale erhaltene     fächerartige        Dia-          graunm,    entsprechend dem dynamischen Betriebszu  stand, zusammenstellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsver haltens elektroenergetischer Systeme nach einem gra phischen Verfahren, das nacheinander auf die Kno tenpunkte des Systems anwendbar ist, gekennzeichnet durch eine aus einer Anzahl von Linealen, denen je ein an einem Knotenpunkt angeschlossener reeller und fiktiver Generator zuzuordnen ist, gebildete Li- nealkette, wobei jedes Lineal bestimmt ist,
    auf eine dem Belastungs -Kurzschlusstrom des betreffenden Generators entsprechende Länge und auf einen dem Phasenwinkel zwischen der elektromotorischen Kraft und der Klemmenspannung des betreffenden Gene- rators entsprechenden Winkel eingestellt zu werden, um durch den Endpunk (0n) der Linealkette in einem Koordinatensystem, dessen Ursprung am an dern Kettenende (O) liegt, Betriebswerte des betref fenden Knotenpunktes anzugeben. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein rechtwinkliges Koordinatennetz, dessen Ordinaten die Wirkströme und dessen Abs zissen die Blindströme anzugeben bestimmt sind, mit einer Schar auf das Achsensystem bezogener Hyper beln, welche konstanten Wirkleistungen entsprechen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein Diagramm, in dem die Kurven der vom Knoten verbrauchten Wirkleistung P" =<B>f</B> (U) und die Kurven der gesamten von den Ge neratoren erzeugten Wirkleistungen P" = f (U) als Funktionen der Spannung eingezeichnet sind. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jedes einzelne Lineal mit einer Festklemmvorrichtung versehen ist, welche es ermög licht, die Länge des Lineals unverändert zu lassen. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jedes einzelne Gelenk mit einer Festklemmvorrichtung versehen ist, welche es ermög licht, den Winkel zwischen zwei benachbarten Linea len unverändert zu lassen. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gelenk mit einer axial verschiebbaren zentralen Achse versehen ist, die ein angespitztes Ende hat, um in einen Arbeitstisch eingedrückt werden zu können und das Gelenk in einer gewünschten Stellung festzu halten, und zurückgezogen werden kann, um eine leichte Verschiebung des Gelenkes zu gestatten. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass je des Gelenk mit einem oder zwei Hilfsstäben versehen ist, welche dreh- oder feststellbar in gewisser Lage gegenüber der Gelenkachse und mit einer Teilung versehen sind, die am Gelenk beginnt und zur Mes sung verschiedener bei der Untersuchung der energe tischen Systeme auftretender Grössen bestimmt ist.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gelenk mit einem Winkelmesser versehen ist, der zur Messung des Winkels zwischen Stab und Koordinatenachse oder zwischen zwei Linealen oder zwischen den Linealen und den Hilfsstäben bestimmt ist.
CH6003958A 1958-05-29 1958-05-29 Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergetischer Systeme CH369382A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH6003958A CH369382A (de) 1958-05-29 1958-05-29 Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergetischer Systeme

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH6003958A CH369382A (de) 1958-05-29 1958-05-29 Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergetischer Systeme

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH369382A true CH369382A (de) 1963-05-15

Family

ID=4522712

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6003958A CH369382A (de) 1958-05-29 1958-05-29 Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergetischer Systeme

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH369382A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3687451T2 (de) Methode zur ortung eines fehlers bei einer energieleitung und vorrichtung zur durchfuehrung der methode.
DE10151775A1 (de) Verfahren zur Berechnung einer Distanz eines Fehlerorts eines einpoligen Erdfehlers von einem Messort in einem elektrischen Energieversorgungsnetz
EP0153614B1 (de) Verfahren und Anordnung zur Bestimmung des Mit- und Gegenkomponentenstromes in einem unsymmetrisch belasteten Netz
DE722455C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Messung zweier oder mehrerer Groessen im Innern eines Bohrloches
DE1448760B2 (de) Anwendung einer Hallplatte zur Feststellung der Auslenkung eines ein Magnetfeld aufweisenden Objektes aus einer Normallage
CH369382A (de) Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergetischer Systeme
AT208112B (de) Vorrichtung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens elektroenergetischer Systeme
DE3045032A1 (de) Synchronmaschinenfuehrung ueber ein aufgeteiltes maschinenmodell
DE1922025C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des ein-, zwei- oder dreiphasigen Kurzschiulistromes in dreiphasigen elektrischen Netzen
DE2455007B2 (de) Verfahren zum vororten von isolationsdefekten an elektrischen kabeln
AT395487B (de) Verfahren und schaltungsanordnung zur sensorlosen drehwinkelerfassung einer daempferlosen, vorzugsweise permanentmagneterregten, ueber einen stromrichter gespeisten synchronmaschine
DE341907C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Pruefen elektrischer Maschinen
DE506175C (de) Verfahren zur Messung von Wirkkomponenten elektrischer Groessen sowohl bei Niederfrequenz- wie auch insbesondere bei Hochfrequenzanlagen
DE746836C (de) Verfahren und Vorrichtungen zur elektrischen Untersuchung des Untergrundes
DE690077C (de) Elektrisches Geraet zur selbsttaetigen Aufloesung von Gleichungen ersten und hoeheren Grades
DE3027721A1 (de) Einrichtung zur parametermessung eines vibrationsvektors bei einem rotationskoerper
DE498675C (de) Vorrichtung zur Pruefung der durch Erdschlussspulen erzielten Kompensation des Erdschlussstromes
DE932119C (de) Schaltungsanordnung zur Messung des Verhaeltnisses von Mittelwertszeit zur Basiszeiteinzelner elektrischer Impulse beliebiger Form, insbesondere zur Messung des Durchlassgrades fotografischer Verschluesse
DE679782C (de) Verfahren zur Erzielung groesster Wirtschaftlichkeit in Kraftanlagen mit mehreren Einheiten
DE846722C (de) Verfahren zur Messung von elektrischen Energiemengen in Wechsel- oder Drehstromanlagen
DE617568C (de) Verfahren zum Messen von Fehlerdaempfungen und Fehlerphasen
DE963358C (de) Verfahren zur Bestimmung der Polarisation
DE717347C (de) Elektrischer Gleichgewichtsanzeiger zur Anzeige der Lage eines Verkettungspunktes in einem drei- oder mehrphasigen Wechselstromnetz
DE880186C (de) Verfahren zur elektrischen Bodenuntersuchung
DE550175C (de) Anordnung zum Pruefen einer Wechselstrommessbruecke mit Gleichstrommessgeraet und vorgeschaltetem mechanischem periodischem Unterbrecher im Diagonalkreis