CH369860A - Vorrichtung zur Kräuselung und Verminderung der Dehnbarkeit eines vollsynthetischen Garnes - Google Patents
Vorrichtung zur Kräuselung und Verminderung der Dehnbarkeit eines vollsynthetischen GarnesInfo
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Description
Vorrichtung zur Kräuselung und Verminderung der Dehnbarkeit eines vollsynthetischen Garnes Bei bekannten Vorrichtungen zur Herstellung von aus vollsynthetischem Material bestehenden gekräu selten Garnen mit verminderter Dehnbarkeit ist eine Falschzwärneinrichtung vorgesehen, durch welche die Garne vorübergehend hochgedreht, im hochgedreh ten Zustand einer Hitzebehandlung unterworfen wer den. In einer zweiten Arbeitsstufe mussten anschlie ssend die Garne im zurückgedrehten ausgestreckten Zustand einer zweiten Hitzebehandlung unterworfen werden. Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung, durch welche sich die gesamte Behand lung durch überraschend einfache Massnahmen in wirtschaftlicher Weise in einem einzigen Arbeitsgang durchführen lässt.
Erfindungsgemäss ist eine Vorrichtung zur Kräu selung und Verminderung der Dehnbarkeit eines voll synthetischen Garnes dadurch gekennzeichnet, dass sie eine einen ersten Fixpunkt für das zu behandelnde Garn bildende Garnliefereinrichtung sowie eine einen zweiten Fixpunkt bildende Garnfördereinrichtung auf weist, und dass zwischen diesen beiden Einrichtungen eine heizbare Kontaktfläche für das an dieser ent- langstreichende Garn, ferner zwischen dieser und dem zweiten Fixpunkt eine Falschzwirneänrichtung angeordnet sind,
wobei ausserdem eine einen dritten Fixpunkt bildende Garnförder- oder Garnaufwickel- einrichtung für das vom zweiten Fixpunkt über die Kontaktfläche zurücklaufende Garn angeordnet ist. Unter Fixpunkt oder Klemmpunkt soll hier eine Stelle verstanden werden, an der das Garn ohne Gleitmöglichkeit und ohne die Möglichkeit sich um seine Achse zu drehen geführt ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich in erster Linie für die Behandlung von Garnen aus Polyamiden, wie z. B. Polyhexamethylenadipamid oder Polymerisat von s-Caprolactam, sowie Garnen aus Polyestern, z. B. Polyäthylglycolterephthalat. Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausfüh rungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht von vorn. Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht.
Die dargestellte Vorrichtung zur Kräuselung und Verminderung der Dehnbarkeit weist eine einen er sten Klemmpunkt bzw. Fixpunkt für das zu behan delnde vollsynthetische Garn G bildende Garnliefer- einrichtung auf, die mit einer einen dritten Wemm- punkt bildenden Garnfördereinrichtung zusammen eine Doppelgalette D, bildet.
Das vom nicht darge stellten Zwirncups kommende Garn G läuft zur grö sseren Walze W1 der Doppelgalette Dl, wird mittels der Hilfswalze E einige Male um diese geschlungen, um so den festen, das heisst gegen Gleiten und Dre hen um die Garnachse sichernden ersten Klemm punkt zu bilden.
Zwischen diesem und einer den zweiten Klemmpunkt bildenden, als Galette Dz aus gebildeten Garnfördereinrichtung ist eine gewölbte, heizbare Kontaktfläche Hl für das vom ersten Klemmpunkt kommende, an der Fläche Hl entlang streichende Garn angeordnet. Die Kontaktfläche H1 ist durch eine leicht gewölbte Platte H gebildet, welche etwa 60 cm lang ist und aus Metall, zweck mässig aus Anticorodal, besteht, wobei die Kontakt fläche verchromt ist. Die Erhitzung der Platte H erfolgt durch nicht dargestellte elektrische Wider standsheizkörper.
Zwischen der Kontaktfläche H1 und der Garn fördereinrichtung D2 ist eine Falschzwirneinrichtung M angeordnet, die sich in einem Abstand von 200 bis 300 mm von der Platte H befindet, so dass das Garn nach Verlassen der Fläche Hl eine entsprechend lange Luftzone C bis zum Drallgeber M durchläuft.
Von der Galette D2, um welche das Garn wieder einige Male geschlungen ist, läuft es über einen Garnführer F, der die Berührungslänge des Garnes mit der Fläche H1 bestimmt, an einer vorbestimmten Stelle auf die Fläche Hl auf und liegt an dieser auf der Strecke X satt auf. Der Garnführer F kann gege benenfalls unmittelbar auf der Fläche selbst ange ordnet sein. Er ist zur Anpassung der Intensität der zweiten Hitzebehandlung des Garns an die jeweiligen Verhältnisse derart verstellbar, dass es möglich ist, die Strecke X, längs welcher das Garn G mit der Platte H in Berührung steht, zu verändern.
Anschlie ssend läuft das Garn G dann auf die kleinere Walze W2 der Doppelgalette Dl, welche den dritten Klemm punkt bildet, und äst einige Male um diese geschlun gen. Das Garn G gelangt sodann zu einer nicht dargestellten Aufwickeleinrichtung.
Die Umfangsgeschwindigkeit der Galette D2 kann im Verhältnis zur Umfangsgeschwindigkeit der Walze W1 durch ein Wechselgetriebe verändert wer den.
Bei der Doppelgalette Dl beträgt der Durchmes ser der Walze W1 100 mm und derjenige der Walze W2 91 mm. Der Durchmesser der Galette D2 be trägt 97 mm. Durch diese Dimensionierung kann erreicht werden, dass die Garnspannung zwischen der Galette D2 und der Walze W2 der Doppelgalette D1 etwa 0,005 bis 0,05 g."den. beträgt.
Die Doppelgalette D1 ist so ausgebildet, dass die kleinere Walze W2 mit wenigen Handgriffen gegen eine grössere ausgetauscht werden kann. Um z. B. eine Fadenspannung zwischen der Galette D2 und der Walze W2 von 0,05 bis 0,5 g/den. zu erreichen, kann eine Walze W2, mit einem Durchmesser von 100 mm verwendet werden.
<I>Beispiel 1</I> Bei Anwendung der dargestellten Vorrichtung zur Herstellung eines gekräuselten Garns mit vermin derter Dehnbarkeit aus einem Ausgangsgarn aus Polyhexamethylenadipamid 100 den. (34 Filamente) kann die Walze W1 der Doppelgalette D1 mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 77 m: Min. angetrieben werden. Das Garn G gelangt so zur Platte H, die in der Garnrichtung eine Länge von etwa 600 mm und eine Oberflächentemperatur von etwa 230 C hat. Bevor das Garn G den Drallgeber M erreicht, durch läuft es die 200 bis 300 mm lange Luftzone C.
Der Drallgeber hat eine Geschwindigkeit von 200 000 U:'Min. Anschliessend wird das Garn G einige Male um die Galette D2 geführt, welche eine Umfangs geschwindigkeit von 75 rnMin. hat. Von der Galette D2 wird das Garn G durch den Garnführer F wieder zur Platte H geführt. Der Garnführer ist so einge stellt, dass das Garn G bei der zweiten Passage nur die Strecke<I>X =</I> etwa 400 mm der Platte<I>H</I> berührt.
Die Walze W2 der Doppelgalette <B>Dl,</B> die nun das Garn G aufnimmt, hat eine Umfangsgeschwindigkeit von 70 m/Min., so dass die Garnspannung zwischen der Galette D2 und der Walze W2 etwa 1 bis 2 g beträgt.
<I>Beispiel 2</I> Bei Anwendung der Vorrichtung zur Herstellung eines gekräuselten Garnes mit verminderter Dehn- barkeit aus einem Ausgangsgarn aus Polyäthylglycol- terephthalat kann gemäss dem Beispiel 1 vorgegan gen werden, jedoch mit folgenden Änderungen: Die Walze W1 der Doppelgalette D1 wird mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 65 m/Min. ange trieben und die Platte H wird auf eine Oberflächen temperatur von etwa 220 C erhitzt.
Die Umfangs geschwindigkeit der Galette D2 beträgt 63 m/Min. Der Fadenführer F ist so eingestellt, dass die Strecke X etwa 300 mm beträgt. Die Walze W2 der Doppel- galette D, hat eine Umfangsgeschwindigkeit von 59 m/Min., so dass die Garnspannung zwischen der Galette D2 und der Walze W, etwa 1 bis 2 g beträgt.
<I>Beispiel 3</I> Bei Anwendung der Vorrichtung zur Herstellung eines gekräuselten Garnes mit verminderter Dehn barkeit aus einem Ausgangsgarn aus 20 endlosen Fasern aus Polymerisat von --Caprolactam mit einem Titer von 60 den. kann wie in Beispiel 1 vorgegan gen werden, jedoch mit folgenden Änderungen: Die Walze W1 der Doppelgalette Dl wird mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 65 m/Min. ange trieben und die Platte H wird auf eine Oberflächen temperatur von etwa 180 C erhitzt.
Die Umfangs geschwindigkeit der Galette D, beträgt 63 m/Min. Die Walze W2 hat den gleichen Durchmesser wie die Walze W1, so dass die Umfangsgeschwindigkeit 65 m/Min. ist und somit die Fadenspannung zwischen der Galette D.., und der Walze <I>W"</I> etwa 15 g beträgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Kräuselung und Verminderung der Dehnbarkeit eines vollsynthetischen Garnes, da durch gekennzeichnet, dass sie eine einen ersten Fix punkt für das zu behandelnde Garn (G) bildende Garnliefereinrichtung (D1) sowie eine einen zweiten Fixpunkt bildende Garnfördereinrichtung (D..,) auf weist, und dass zwischen diesen beiden Einrichtungen eine heizbare Kontaktfläche (Hl) für das an dieser entlangstreichende Garn, ferner zwischen dieser und dem zweiten Fixpunkt eine Falschzwirneinrichtung (M) angeordnet sind,wobei ausserdem eine einen dritten Fixpunkt bildende Garnförder- oder Garn aufwickeleinrichtung (D1) für das vom zweiten Fix punkt über die Kontaktfläche (H1) zurücklaufende Garn angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (H1) aus Metall besteht. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (H1) gewölbt ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zweiten Fixpunkt und der Kontaktfläche (H1) oder auf der letzteren selbst ein die Berührungslänge des Garnes mit der Kontaktfläche bestimmender verstellbarer Garnfüh rer (F) angeordnet ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Fixpunkt durch Galetten (Dl, <I>D2)</I> gebildet sind. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der dritte Fix- punkt zusammen durch eine Doppelgalette (D1) ge bildet sind.
Priority Applications (4)
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| ES0258934A ES258934A1 (es) | 1959-07-09 | 1960-06-14 | Un procedimiento para la fabricaciën de hilos rizados sinteticos |
| BE592455A BE592455A (fr) | 1959-07-09 | 1960-06-30 | Procédé et installation pour l'obtention de fils frisés en matière synthétique présentant une dilatation reduite |
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Applications Claiming Priority (1)
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