CH369910A - Verfahren zur intermittierenden Zugabe eines Zusatzstoffes - Google Patents
Verfahren zur intermittierenden Zugabe eines ZusatzstoffesInfo
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Description
Verfahren zur intermittierenden Zugabe eines Zusatzstoffes Die Erfindung bezieht sich auf ein Verf ahren zur intermittierenden Zugabe eines Zus#atzstoffes mi sehr kleinem Mengenverhältnis zu einer im konti nuierlichen Strom fliessenden Flüssigkeit, die nicht mit Luft oder Gasen in Berührung kommen darf.
In der Verfahrenstechnik stellt sich das Problem, einem kontinuierlich fliessenden Flüssigkeitsstrom sehr kleine Mengen eines anderen Stoffes zuzusetzen. Besondere Schwierigkeiten treten dabei auf, wenn die Konzentration des Zusatzstoffes in der Grössen- ordnun#g von Promillen oder darunter liegt, denn bei käuflichen Dosierpumpen kann die Liefermenge oft nicht auf den gewünschten kleinen Wert redu ziert werden. Man behilftsich deshalb häufig damit, dass man den zuzusetzenden Stoff passend verdünnt.
Diese Methode ist jedoch in vielen Fällen nicht anwendbar, so dass die Drosselung intermittierend vorgenommen werden muss. Zum Ausgleich der Konzentration ist es dabei Üblich, hinter der Dosier- stelle ein Ausgleichsgefäss vorzusehen, in welchem ein Rührwerk für homogene Konzentration sorgt.
Bei einer solchen bekannten Vorrichtung (Fig. <B>1)</B> ergibt sich bei impulsartiger Zugabe des Zusatz stoffes ein Konzentrationsverlauf, wie in Fig. 2 dar gestellt. Kurve a zeigt dabei die Zugabezeit <B>d,</B> die gegenüber dem Dosierungsintervall <B><I>A</I></B><I> t</I> sehr klein sind. Unter dieser Voraussetzung zeigt die Konzentration des Zusatzstoffes im Ausgleichsgefäss<B>-</B> und damit in dem kontinuierlich fliessenden Strom der Flüssig keit<B>-</B> den in Kurve<B>b</B> in Abhängigkeit von der Zeit dargestellten Verlauf.
Der abfallende Teil der Kurve verläuft dabei nach einer e-Funktion. Die relative Schwankung mIn der Konzentration ergibt sich nach der Formel
EMI0001.0023
wobei q <B>=</B> Durchflussmenge in m3/h At <B>=</B> Dosierungsintervall in Stunden <I>v</I><B>=</B> Volumen des Ausgleichsgefässes in m3 ist. Man ersieht daraus, dass sich das Konzentrations verhältnis m/n beliebig klein machen lässt, wie z. B.
in Kurve c (Fig. 2) angedeutet"durch eine Verkleine rung von q <I>oder</I> At, oder durch eine Vergrösserung des Ausgleichsgefässes.
Weiterhin muss die Zugabe häufig unter Aus- schluss von Luft oder anderen schädlichen Gasen er folgen, oder es ist unerwünscht, in der strömenden Flüssigkeit eine von der Temperatur abhängige Dampfphase in dem Ausgleichsbehälter zu erhalten, dadannder Druck in diesem Behälter immer tempe raturabhängig ist.
Nach der Erfindung soll dies nun dadurch er reicht werden, dass aus dem Hauptstrom ein konti nuierlich fliessender, im festen Mengenverhältnis zu ihm stehender Nebenstrom abgezweigt, durch einen von der Flüssigkeit vollständig erfüllten Ausgleichs behälter geführt -und zum Hauptstrom wieder zurück geführt wird, und dass die Zugabe des Zusatzstoffes diskontinuierlich in den Nebenstrom erfolgt, und zwar spätestens in dem Ausgleichsbehälter.
Zweckmässigerweise kann dabei das feste Men genverhältnis der beiden Teilströme durch Drossel organe eingestellt werden, wobei das Drosselorgan im Nebenstrom stromabwärts von dem Ausgleichsbehäl ter liegt.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, dass der Neben- strorn stromabwärts der Förderpumpe aus dem Hauptstrom abgezweigt und stromaufwärts derselben in diesen zurückgeführt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren bring Vorteile, wenn es auf die Zugabe von Stickstoffverbindungen, insbesondere von Ammoniak, in das Speisewasser eines Kessels angewendet wird.
Die Fig. <B>3</B> und 4 zeigen zwei Ausführungsbei spiele einer Vorrichtung zur Durchführung des erfin dungsgemässen Verfahrens. Von der Leitung<B>1</B> (Fig. <B>3)</B> zweigt an der Stelle 2 eine Nebenleitung<B>15</B> ab, die an der Dosierstelle <B>5</B> vorbei in den Ausgleichs behälter<B>6</B> fährt, in dem durch ein Rührwerk<B>7</B> die Konzentration ausgeglichen wird. Aus dem Aus gleichsbehälter gelangt der Nebenstrom über das Drosselorgan<B>3,</B> dessen Querschnitt verstellbar sein kann, zurück in die Hauptleitung<B>1.</B> Das Mengen verhältnis der beiden Teilströme wird im wesentlichen durch das öffnungsverhältnis der Drosselorgane<B>3</B> und 4 bestimmt.
Die durch die Nebenleitung strö mende Teilmenge beträgt dabei beispielsweise einige Prozent der im Hauptstrom fliessenden Menge. Die Dosierung erfolgt intermittierend mittels der Dosier- pumpe <B>8.</B> Damit während der kurzen Dosierzeit <B>d</B> der Ausfluss aus dem Ausgleichsbehälter<B>6</B> nicht wesent lich vergrössert wird, ist das Drosselorgan<B>3</B> strom abwärts von diesem angeordnet. Der Dosierstoss wird damit hauptsächlich eine Stoffverschiebung in der Zulaufleitung zwischen den Stellen 2 und<B>5</B> bewir ken.
Dieser Leitungsabschnitt ist aber so volunünös, vorzugsweise durch eine Wendelung <B>9</B> so verlängert, dass das Zusatzmittel sich nicht rückwärts in die Hauptleitung<B>1</B> ausbreiten kann. Dabei beträgt dann schliesslich nach der Vereinigung der beiden Teil ströme die Gesamtkonzentration des Zusatzstoffes in der Flüssigkeit einige Zehntel Promille oder weniger.
Während in Fig. <B>3</B> die gesamte Menge über die Dosierorgane <B>3</B> bzw. 4 gepumpt werden muss, was einen relativ grossen Leistungsverlust er-geben kann, wird nach der Anordnung in Fig. 4 lediglich die über den Ausgleichsbehälter<B>6</B> fliessende Teihnenge durch das Organ<B>3</B> gedrosselt, wobei in dem in Gegenrichtung zum Hauptstrom fliessenden Neben strom das Druckgefälle der Förderpumpe ausgenutzt wird.
Die Dosierpumpe <B>8</B> ist in diesem Beispiel als Membranpumpe ausgebildet, die von einem Magnet 12 gesteuert wird. Sie saugt den Zusatzstoff aus einem Gefäss<B>11</B> über ein Ventil<B>13</B> an und drückt ihn über ein zweites Ventil 14 an der Stelle<B>5</B> in die Nebenleitung<B>15.</B>
Je nach der Förderhöhe der Pumpe<B>10</B> bzw. des Druckabfalles im Dosierorgan 4 einerseits und dem Durchflussmengenverhältnis anderseits wird die eine oder die andere der beiden gezeigten Schaltungen vorteilhafter sein.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE</B> I. Verfahren zur intermittierenden Zugabe eines Zusatzstoffes in sehr kleinem Mengenverhältnis zu einer im kontinuierlichen Strom fliessenden Flüssig keit, die nicht mit Luft oder Gasen in Berührung kommen darf, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Hauptstrom ein kontinuierlich fliessender, im festen Mengenverhältnis zu ihm stehender Nehenstrom ab gezweigt, durch einen von der Flüssigkeit vollständig erfüllten Ausgleichsbehälter geführt und zum Haupt strom wieder zurückgeführt wird, und dass die Zu gabe des Zusatzstoffes diskontinuierlich in den Nebenstrom erfolgt, und zwar spätestens in dem Ausgleichsbehälter.II. Anwendung des Verfahrens nach Patent anspruch<B>1</B> für die Zugabe von Stickstoffverbindun gen in das Speisewasser eines Kessels. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das feste Mengenverhältnis der beiden Teilströme durch Drosselorgane eingestellt wird, wobei das Drosselorgan im Nebenstrom strom abwärts von dem Ausgleichsbehälter liegt. 2. Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Nebenstrom stromabwärts der Förderpumpe aus dem Hauptstrom abgezweigt und stromaufwärts derselben in diesen zurückgeführt wird. <B>3.</B> Anwendung nach Patentanspruch II für die Zugabe von Ammoniak in das Speisewasser eines Kessels.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7613059A CH369910A (de) | 1959-07-23 | 1959-07-23 | Verfahren zur intermittierenden Zugabe eines Zusatzstoffes |
| ES0259266A ES259266A1 (es) | 1959-07-23 | 1960-06-28 | Procedimiento para la adiciën intermitente de un aditivo a una corriente continua del liquido que no puede entrar en contacto con aire o gases |
| BE593270A BE593270A (fr) | 1959-07-23 | 1960-07-22 | Procédé d'addition intermittente d'une substance à une autre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7613059A CH369910A (de) | 1959-07-23 | 1959-07-23 | Verfahren zur intermittierenden Zugabe eines Zusatzstoffes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH369910A true CH369910A (de) | 1963-06-15 |
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ID=4534711
Family Applications (1)
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| CH7613059A CH369910A (de) | 1959-07-23 | 1959-07-23 | Verfahren zur intermittierenden Zugabe eines Zusatzstoffes |
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| CH (1) | CH369910A (de) |
| ES (1) | ES259266A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4391390A (en) * | 1981-01-21 | 1983-07-05 | Howard Arthur G | Chemical-mixing and dispensing apparatus |
| WO2013178306A1 (de) * | 2012-05-29 | 2013-12-05 | J. Wagner Ag | Verfahren und vorrichtung zum mischen wenigstens zweier flüssiger komponenten |
-
1959
- 1959-07-23 CH CH7613059A patent/CH369910A/de unknown
-
1960
- 1960-06-28 ES ES0259266A patent/ES259266A1/es not_active Expired
- 1960-07-22 BE BE593270A patent/BE593270A/fr unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4391390A (en) * | 1981-01-21 | 1983-07-05 | Howard Arthur G | Chemical-mixing and dispensing apparatus |
| WO2013178306A1 (de) * | 2012-05-29 | 2013-12-05 | J. Wagner Ag | Verfahren und vorrichtung zum mischen wenigstens zweier flüssiger komponenten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES259266A1 (es) | 1961-01-01 |
| BE593270A (fr) | 1961-01-23 |
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