CH370013A - Bewegungsübertragungsmechanismus für feinmechanische Apparate - Google Patents
Bewegungsübertragungsmechanismus für feinmechanische ApparateInfo
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Description
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Bewegungsübertragungsmechanismus für feinmechanische Apparate Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bewe- gungsübertragungsmechanismus für feinmechanische Apparate, wie z. B. Uhren, mit zwei aneinander reibenden Körpern. Der erfindungsgemässe Bewegungs- übertragungsmechanismus ist dadurch gekennzeichnet, dass der eine Körper eine Minimalfestigkeit von 180 kg/mmd und eine Vickershärte von über 650 kg/mm:' aufweist und der andere an der der Reibung ausgesetzten Stelle eine Oberflächenschicht aus Aluminiumoxyd besitzt.
Bis heute wurde für solche Bewegungsübertra- gungsmechanismen oft ein Körper aus Messing, das nötigenfalls mit einem galvanischen überzug versehen wurde, und ein mit ihm zusammenwirkender Körper aus Stahl verwendet. Diese Materialkombination hatte als wesentliche Nachteile nicht nur einen grossen Materialabrieb (der eine rasche Verschmutzung zur Folge hatte), sondern auch eine grosse Rostanfälligkeit. Zudem neigen martensitisch gehärtete Stahlteile zum Bruch. Falls man diese Nachteile nicht in Kauf nehmen wollte, bestand an und für sich keine technische Schwierigkeit, den einen Teil eventuell aus rostfreiem Stahl und den anderen aus Rubin oder Korund oder einem anderen Stein herzustellen.
Nur der hohe Preis für diese Ausführungsart verhinderte oft deren Anwendung.
Nachfolgend werden anhand einer Zeichnung zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes beschrieben, aus denen ohne weiteres ersichtlich ist, dass sie diese vorgenannten Nachteile nicht aufweisen. In der Zeichnung ist die Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Stiftankerhemmung einer Uhr und die Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie II-11 der Fig. 1, jedoch in grösserem Masstab.
Der Stiftanker 1 ist bei 2 drehbar gelagert. Er ist mit zwei Ankerstiften 3 und 4 versehen, die dazu dienen, das Ankerrad 5 zu hemmen und wieder freizugeben und die Impulse vom Ankerrad über den Anker auf die Unruh zu übertragen. Die Welle des Ankerrades ist mit 6 bezeichnet, die Unruhwelle mit 7. Auf dieser Unruhwelle 7 sitzt zuoberst die Rolle 8, an welcher das eine Ende der Spiralfeder 9 befestigt ist, deren anderes Ende durch das Spiralklötz- chen 10 mit der in der Zeichnung nicht dargestellten Werkplatte verbunden ist. Unter der Rolle 8 sitzt auf der Unruhwelle 7 die Unruh 11, von welcher in der Zeichnung ein Stück weggebrochen ist.
Unterhalb der Unruh befindet sich die Hebelscheibe 12, die mit dem Teil 13 einen einzigen Körper bildet. Die Hebelscheibe 12 trägt den Hebelstift 14, der in den Gabeleinschnitt 15 der Gabel 16 passt, die einen Teil des Ankers 1 bildet. An der Gabel 16 ist der Siche- rungsstift 17 angenietet, der zusammen mit dem Teil 13 ein Zurückprellen des Ankers verhindert. Die vorstehend beschriebene konstruktive Ausgestaltung einer solchen Stiftankerhemmung ist bekannt, so dass sich eine detaillierte Beschreibung der Wirkungsweise erübrigt. Es genügt für den vorliegenden Zweck, festzustellen, dass diese Stiftankerhemmung zwei Bewegungsübertragungsmechanismen aufweist.
Der eine wird durch das Ankerrad 5 und den Anker 1, und der andere durch den Anker 1 und die Unruh (7-14) gebildet. Als reibende Körper dienen beim ersten die Zähne des Ankerrades 5 einerseits und die beiden Stifte 3 und 4 andererseits. Beim zweiten Bewegungsübertragungsmechanismus nehmen als reibende Körper der Hebelstift 14 und die Gabel 16 teil. Man kann nun z. B. das Ankerrad 5 und den Anker aus einer Aluminiumlegierung herstellen und die fertig bearbeiteten Teile anodisch oxydieren, so dass sie eine entsprechende Oberflä- chenschicht erhalten.
Die Stifte 3 und 4 sowie der Hebelstift 14 bestehen aus einem bruchfesten Ma-
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terial, wie z. B. aus Klaviersaitendraht oder einer rostsicheren Legierung, also z. B. aus einem 18/8 Cr- Ni-Stahl oder noch zweckmässiger aus einer aus- härtbaren Legierung, z. B. mit Zusätzen von Be, Nb etc. Eine solche Legierung kann beispielsweise eine Ni-Fc-Cr- oder Ni-Co-Cr-Basis aufweisen und z.
B. aus 3 5 % Ni, 21 % Co, 16 % Cr, 16 % Fe, 6,8 % Mo, 2,05 % Mn, 1,8 % Ti, 0,8 % Be, 0,2 % Si und 0,15 % C oder 7,5 % Ni, 16,5 % Cr, 1,2 % Mn, 1,0 % Si, 0,1 % C, Rest Fe oder 20 % Cr, 17 % Ni, 13 % Fe, 1,3 % Mn, 0,7 % Si, 7,0 % Mo, Rest Co oder 16 % Ni, 9 % Cr, 4 % Fe, 1,2 % Mn, 0,3 % Si, 3,5 % Mo, 3,5 % W, 1,6 % Ti, 2,6 % Nb, Rest Co oder 45 % Co, 5 % Fe, 4 % W, 1 % Ti, 1 % Mn, 0,5 % Si, 4 % Mo, 0,3 % Be, Rest Cr oder 15 % Cr, 16 % Fe, 2 % Mn, 7 % Mo, 1 % Be,
Rest Ni bestehen. Weitere, ohne martensitische Härtung aushärtbare Legierungen können den schweizerischen Patenten 265255, 273747, 299223, 306697, 306698, 320815 entnommen werden. Durch entsprechende Kaltverformung, die eine Querschnittsverminderung von bis zu 90 % und mehr erreichen kann, werden die für einen solchen Stift günstigen Festigkeitswerte von über 180 kg/mm!, sowie Härtewerte von über 650 kg/mm (Vickers) erreicht. Selbstverständlich ist der vorstehend beschriebene Ankergang nur ein Ausführungsbeispiel für den erfindungsgemässen Bewegungsüber- tragungsmechanismus.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH- Bewegungsübertragungsmechanismus für feinmechanische Apparate mit zwei aneinander reibenden Körpern, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Körper eine minimale Festigkeit von 180 kg/mmz und eine Vickershärte von über 650 kg/mm' aufweist und der andere an der der Reibung ausgesetzten Stelle eine Oberflächenschicht aus Aluminiumoxyd besitzt. UNTERANSPROCHE 1. Bewegungsübertragu.ngsmechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Körper aus einer rostsicheren Legierung besteht. z.Bewegungsübertragungsmechanismus nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rostsichere Legierung ein 18/8 Cr-Ni-Stahl ist. 3. Bewegungsübertragungsmechanismus nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rostsichere Legierung eine aushärtbare Legierung mit härtenden Zusätzen ist. 4. Bewegungsübertragungsmechanismus nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aus- härtbare Legierung eine Legierung auf Ni-Co-Cr- oder Ni-Fe-Cr-Basis ist. 5.Bewegungsübertragungsmechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Körper aus Klaviersaitendraht besteht. 6. Bewegungsübertragungsmechanismus nach Patentanspruch in einer Stiftankeruhr, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Körper der Stift eines Stiftankers und der andere Körper das mit diesem zu- sammenwirkende Ankerrad ist, und dass dieses aus einer Aluminiumlegierung besteht. 7. Bewegungsübertragungsmechanismus nach Patentanspruch in einer Uhr, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Körper der Stift der Hebelscheibe und der andere Körper der mit dieser zusammenwirkende aus einer Aluminiumlegierung bestehende Anker ist.
Priority Applications (1)
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- 1959-01-07 CH CH6804359A patent/CH370013A/de unknown
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