CH370255A - Kondensorsystem zum Erhöhen des Auflösungsvermögens von mit durchfallendem Licht arbeitenden Mikroskopen durch gleichzeitige Hellfeld- und Dunkelfeldbeleuchtung, mit Mitteln zum schnellen Wechsel dieser Beleuchtungsarten - Google Patents

Kondensorsystem zum Erhöhen des Auflösungsvermögens von mit durchfallendem Licht arbeitenden Mikroskopen durch gleichzeitige Hellfeld- und Dunkelfeldbeleuchtung, mit Mitteln zum schnellen Wechsel dieser Beleuchtungsarten

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CH370255A
CH370255A CH6278758A CH6278758A CH370255A CH 370255 A CH370255 A CH 370255A CH 6278758 A CH6278758 A CH 6278758A CH 6278758 A CH6278758 A CH 6278758A CH 370255 A CH370255 A CH 370255A
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illumination
condenser system
condenser
light
front lens
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CH6278758A
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Janos Dipl Ing Barabas
Laszlo Dr Zselyonka
Ferenc Dr Kiss
Albert Dipl Ing Libik
Original Assignee
Janos Dipl Ing Barabas
Laszlo Dr Zselyonka
Ferenc Dr Kiss
Albert Dipl Ing Libik
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Description


      Kondensorsystem    zum Erhöhen des Auflösungsvermögens  von mit durchfallendem Licht arbeitenden     Mikroskopen    durch     gleichzeitige        Hellfeld-          und        Dunkelfeldbeleuchtung,    mit Mitteln zum schnellen Wechsel dieser     Beleuchtungsarten       Die Erfindung betrifft ein     Kondensorsystem     zum Erhöhen des Auflösungsvermögens von mit  durchfallendem Licht arbeitenden Mikroskopen  durch gleichzeitige Hellfeld- und     Dunkelfeldbeleuch-          tung,    mit Mitteln     zum    schnellen Wechsel dieser Be  leuchtungsarten.  



  Es sind bereits Mikroskope dieser Art     bekannt,     bei deren     Kondensorsystem    an der der Frontlinse  desselben in der Richtung der optischen Achse ent  gegengesetzten Seite ein Filter vorgesehen ist, wobei  das     Kondensorsystem    quer zu seiner optischen  Achse verstellbar angeordnet ist.  



  Ausser den bei mit durchfallendem Licht arbei  tenden Mikroskopen bisher     bekannten    vier     prinzipiel-          len    Beleuchtungsarten, nämlich der     HelIfeldbeleuch-          tung,    der     Dunkelfeldbeleuchtung,    der einseitigen     Be-          leuchtung    mittels schiefer     Strahlen    und der     jüngstens     verbreiteten     sogenanuten        Phasenkontrastbefeuchtung     bildet die Erfindung eine fünfte Art von Beleuchtung,  bei welcher eine     Hellfeldbeleuchtung    :

  und eine Dun  kelfeldbeleuchtung     gleichzeitig    vorhanden     sind.    Wel  che dieser Beleuchtungsarten im gegebenen Fall ver  wendet werden soll,     hängt    von der Eigenschaft des  zu     beleuchtenden    Gegenstandes ab.  



  Die Erfindung besteht nun darin, dass das oben  erwähnte Filter einen vollkommen lichtdurchlässigen  Spalt aufweist, zu dessen beiden Seiten je ein Feld  mit durch eine Metallschicht verminderter Licht  durchlässigkeit vorgesehen ist.     Hiedurch    wird ein  erhöhtes Auflösungsvermögen erreicht, wie dies aus  der nachfolgenden Beschreibung hervorgeht, .in der  einige Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen         Kondensorsystems    an Hand der Zeichnungen erörtert  sind.  



       Fig.l    zeigt ein     Kondensorsystem    im Längs  schnitt, gemäss der Linie 1-1 der     Fig.    2.     Fig.    2 ist ein  Querschnitt gemäss der Linie 11-11 der     Fig.    1.     Fig.    3  zeigt den Längsschnitt einer     Einzelheit    in grösserem  Massstab.     Fig.    4 ist die Draufsicht der     Einzelheit    ge  mäss     Fig.    3.     Fig.    5 stellt die Draufsicht einer beispiels  weisen Blende dar.

       Fig.    6 zeigt die Draufsicht einer       andern        Ausführungsform    der Blende gemäss     Fig.    5.       Fig.    7     stellt    ein in der hinteren Brennebene der     Objek-          tivlinse    dies     Mikros'kopes.    erscheinendes Bild dar.     Fig.    8  ist     ein        anderes    Bild der vorherigen Art.     Fi'g.    9 stellt  optische     Verhältnisse    dar.     Schliesslich:

          Fig.    10-13  zeigen je ein weiteres Bild der den     Fig.    7 und 8 ähn  lichen Art.  



  Gleiche Bezugszeichen in der Zeichnung weisen  auf ähnliche     Einzelheiten    hin.  



       Beim        Ausführungsbeispiel    gemäss     Fig.    1 fallen die  Lichtstrahlen 21 einer Lichtquelle 20 über eine Sam  mellinse 22 und eine Blende 23 auf einen Spiegel 25,  der     zur    optischen Achse 24 des     Kondensors    unter  .einem Winkel von 45  angeordnet ist. Von diesem  Spiegel 25     gelangen    die Lichtstrahlen 21 über die  Öffnung einer     Kondensorblende    26 zu einer nach  stehend     in        Einzelheiten    beschriebenen Blende 27,  durch welche die Lichtstrahlen 21 lediglich an vorbe  stimmten Stellen     hindurchgelassen    werden.

   Die Licht  strahlen 21, welche durch die Blende 27 hindurch  gelangen, fallen auf das optische System des     Konden-          sors,    das aus drei Linsen 28, 29, 30     besteht.    Von  denen bildet die     Linse    30     zugleich    die Frontlinse des       Kondensors.    Die Lichtstrahlen 21, welche die Front-           linse    30 verlassen, treffen sich im Objektpunkt 31  des     Kondensors,

          pflanzen    sich sodann unter einem  durch den     Kondensor    bestimmten Winkel zur     Objek-          tivlinse    32 des     Mikroskopes        fort.     



  Die Frontlinse 30 ist in eine Fassung 33 einge  baut, die am     Kondensor    auswechselbar angebracht  ist. Zu     diesem        Zweck    weist die Fassung 33 beim dar  gestellten Ausführungsbeispiel einen ringförmigen  Ansatz 34 auf, mittels dessen die Fassung 33 an die  zylindrische Fassung 35 des     Kondensors    anliegt, wie  dies in     Fig.    1 dargestellt ist.  



  Die Blende 27 ist an einem ringförmigen Ansatz  37 im     zylindrischen    Hohlraum 36 der Fassung 35 .an  geordnet. Das aus den Elementen 35, 36, 37 beste-  hende System ist     m    einer zur optischen Achse 24 des       Kondensors        quergerichteten    Ebene entlang einer Ge  raden verschiebbar     gelagert.    Zu diesem Zweck weist  der     Kondensor    einen in     Fig.    2 in waagrechtem Schnitt  dargestellten     Halterungsring    38 auf, an dessen zwecks  Durchlassen der Lichtstrahlen 21 in der Mitte mit  einer Öffnung 39 versehenen kreisringförmigen Bo  den 40 ein unterer Ansatz 41 der Fassung 35 aufliegt.

    Wie aus     Fig.    2 hervorgeht, hat der Ansatz 41 die  Form eines     Rechtecks    mit abgerundeten Ecken,  wobei das Rechteck mittels seiner zueinander parallel  liegenden beiden Ränder zwischen     Klötzen    42a bzw.  42b geführt ist, durch welche zwei einander gegen  überliegende Seiten des     Halterungsringes    38 zu einer       Geradführung    ergänzt sind.

   Zwecks     Versteilbarkeit          in    Querrichtung zur     optischen    Achse 24 des     Konden-          sors    entlang einer Geraden greift der Kopf 44 einer       Verstellschraube    43 in den Ansatz 41 ein, wobei der  Kopf 44 in einer     Ausnehmung    45 des Ansatzes 41  mit Spiel angebracht ist. Der     Gewindeteil    der     Ver-          stellschraube    43 arbeitet mit     einer        Gewindebohrung     46 des     Halterungsringes    38 zusammen.

   Die     Verstell-          schraube    wird mittels eines Knopfes 47 mit geriffel  ter Fläche gedreht. Beim Drehen des Knopfes 47 wird  der Ansatz 41 und somit die Fassung 35 samt dem  optischen System 28, 29, 30 und der Blende 27 zwi  schen den Klötzen<I>42a</I> und<I>42b</I> in Abhängigkeit von  der Drehungsrichtung der     Verstellschraube    43 in  einem der Richtungssinne dies Doppelpfeiles 48 ver  stellt.  



  Die Armatur der Frontlinse 30 ist in     Fig.    3 in  grösserem     Massstab    dargestellt. Am Scheitel des halb  kugelförmigen Teiles der Frontlinse, d. h. an der der  Austrittsfläche 49 gegenüberliegenden Seite, ist ein  scheibenförmiger Klotz 50 aus undurchsichtigem Ma  terial, z. B. aus Metall oder Kunststoff, vorgesehen  und z. B. durch     Kleben    befestigt. Dies bezweckt, auf  der Frontlinse 30 eine     auswechselbare        Abschirm-          kappe    52 befestigen zu können, die eine an die Aus  trittsfläche 49 der Frontlinse     angrenzende    Kugelzone  51 freilässt.

   Die Kappe 52 weist     hiüzu    eine kreisför  mige zentrale Öffnung 53 auf, die dicht auf der zylin  drischen Fläche des     Klotzes    50 aufliegt, wie dies aus       Fig.    4 ersichtlich ist. Wenn demnach die Kappe 52  auf den auf der     Frontlinse    30     befestigten    Klotz 50  geschoben wird, können     nur    jene Lichtstrahlen 21    durch die Frontlinse 30 hindurchgehen, deren Bahn  über die Kugelzone 51 führt. Je grösser der Durch  messer der Kappe 52, um so grösser ist der     öffnungs-          winkel    a der aus der Frontlinse 30 heraustretenden  und tatsächlich wirksamen Lichtstrahlen 21.

   Bei Ver  wendung von Kappen 52 mit verschiedenem Durch  messer besteht demnach die Möglichkeit, die Breite  der     Kugelzone    51 zu ändern und somit den Austritts  winkel a der Lichtstrahlen 21 zu bestimmen. Wenn  dieser Winkel a geringer ist als der die numerische       Apartur    der     Objektivlinse    32 kennzeichnende Winkel,  so treten die den Objektpunkt 31 beleuchtenden       Strahlen    in die     Objektivlinse    ein. In diesem Fall ent  steht eine     Lichtfeldbeleuchtung,    an welcher die soge  nannten zentralen, Strahlen, die mit der optischen Achse  24 einen geringen Winkel einschliessen, nicht teilneh  men.

   Durch     Anbringung    einer Kappe 52 von geeigne  tem Durchmesser kann auch erreicht werden, dass der  Austrittswinkel a der die Frontlinse 30 verlassenden  Lichtstrahlen 21 grösser ist, als der der     Apertur    der  Frontlinse 32 entsprechende Winkel, wie dies zur       Diunkelfeld#be!leuchtung    erforderlich ist.  



  Wenn die Frontlinse 30 des     Kondensors    keinen  Klotz 50     aufweist    und somit auch zur     Anbringuna     einer Kappe nicht geeignet ist, dann treten aus der  Frontlinse 30 des     Kondensors    auch die zentralen       Lichtstrahlen    aus und gelangen in die     Objektivlinse     32. In diesem Fall entsteht demnach eine     Lichtfeld-          beleuchtung,    bei welcher die Lichtstrahlen über die  volle Öffnung der     Objektivlinse    32 eintreten.  



       Fig.5    stellt die Draufsicht der Blende 27 dar,       die    auf der zur Lichtquelle 20     des        Kondensorsystems     28, 29, 30 zugekehrten Seite angeordnet ist. Die  Blende 27 ist stellenweise vollständig lichtdurchlässig;  sie weist aber auch mindestens einen Flächenanteil oder  ein Feld mit Filterwirkung auf. Bei der in     Fig.    5 dar  gestellten Blende ist ihre Oberfläche zu diesem Zweck       in    mehrere Felder unterteilt. Der äussere kreisring  förmige Teil 54 der Oberfläche ist vollständig licht  durchlässig.

   Vollständig lichtdurchlässig ist auch ein  Feld 55, das den kreisringförmigen Teil 54 in der  Richtung des Durchmessers überquert, wobei das  Feld 55 in der Mitte der Blende zu einer kreisförmi  gen Öffnung 56 erweitert ist. Die Felder 57a bzw.  57b der Blende 27, die durch die das Licht vollstän  dig durchlassenden Felder 54, 55, 56     umfasst    sind,  lassen die     Lichtstrahien        lediglich    zum Teil durch. Zu  diesem Zweck sind diese Felder mit einem Überzug,  z.

   B. aus Aluminium, Silber,     Rhodium    oder aus     einem!     andern Edelmetall, versehen, wobei die Dicke des  Überzuges     derart    gewählt ist, dass durch die Felder  57a und 57b mit Filterwirkung lediglich     10-5011/4     des einfallenden Lichtes durchgelassen werden. An  den Flächenteilen oder Feldern 57a     lind    57b geht  demnach ein Licht hindurch, das gedämpft und eini  germassen gestreut, sowie in Abhängigkeit von den  spektralen Eigenschaften des     IJberzu(2es    in kleinerem  oder grösserem Mass gegen den Bereich der geringeren  Wellenlängen verschoben ist. Wie bekannt, ist dies  mit Rücksicht auf das Auflösungsvermögen des      Mikroskops von Bedeutung.

   Je kleiner nämlich die  Wellenlänge der     beleuchtenden    Strahlen ist, um so  winzigere Einzelheiten werden im mikroskopischen  Bild sichtbar. Die gesteuerten Lichtstrahlen erhöhen  dabei unter anderem die Gleichmässigkeit der Be  leuchtung.  



  Die Blende 27 kann aber auch gemäss     Fig.    6 aus  gebildet werden. Dieses Ausführungsbeispiel unter  scheidet sich von jenem gemäss     Fig.    5 insofern, dass       lediglich    die, Felder 55 in der Richtung des Durch  messers vollständig lichtdurchlässig sind, wogegen  die Felder<I>57a</I>     bzw.    57b an den Rand der Blende  heranreichen und die mittlere Öffnung 56 vollständig  abgedeckt ist.  



  Der     dargestellte        Konden.sor    arbeitet wie folgt:  a) Zentrale     Hellfeldbeleuchtung:    Es sei angenom  men, dass mit dem     Kondensor    eine zentrale Hellfeld  beleuchtung bewirkt     werden,    soll. In diesem Fall wird  auf die Fassung 35 eine Fassung 33 gelegt, in die  eine     Frontlinse,    30 ohne Abdeckung eingebaut ist.  Dann     wird    in der hinteren Brennebene 58 der Ob  jektivlinse 32 des     M'ikroskopes    das Bild der Licht  quelle in der in     Fig.    7 dargestellten Form erscheinen.

    Hier ist 59 das     Bild    der     Apertur    der     Objektivlinse,     60 die     Begrenzungslinie    der     Kondensorblende    26,  57a und 57b jeweils das Bild der Felder mit Filter  wirkung der Blende 27. Der Wirkungsgrad einer der  artigen zentralen     Hellfeldbeleuchtung    ist höher als  der Wirkungsgrad der     bekannten    Beleuchtungen ähn  licher Art. Durch die Felder 57a und 57b gehen  nämlich, wie bereits erwähnt,     gefilterte    Lichtstrahlen  mit     verhältnismässig    kleinerer Wellenlänge hindurch,  die das Auflösungsvermögen des     Mikroskopes    erhö  hen.

   Offensichtlich kann     der    Durchmesser des Feldes  dieser     Hellfeldbeleuchtung    durch     Einstellung    der     öff-          nung    der     Kondensorblende    26     erweitert    oder verrin  gert werden.  



  b) Allseitige     Hellfeldbeleuchtung:    Zu diesem  Zweck müssen die zentralen     Beleuchtungsstrahlen     ausgeblendet werden. Wie bekannt, ist dies bisher da  durch erreicht worden, dass in einen unterhalb der       Kondensorblende    26 angeordneten nicht     dargestellten     Filterhalter eine sogenannte     zentrale    Blende     eingelegt     worden ist, die in der Mitte vollständig abgeschirmt  war. In diesem     Fall    erscheint in der hinteren     Brenn-          ebene    58 der     Objektivlinse    32 .das in     Fig.    8 darge  stellte Bild.

   Der abgeschirmte Teil dieser Blende ist  mit 61 und ihr lichtdurchlässiger Teil mit 62 bezeich  net. Die     Kondensorblende    26 ist in der     Brennebene     des     Kondensors    angeordnet. Wenn demnach das     Kon-          densorsystem    als durch eine einzige Linse 64     ersetzt     vorgestellt wird, wie dies in     Fig.    9 dargestellt ist, dann  kann leicht eingesehen werden, dass die einzelnen  Strahlen eines Lichtbündels, das aus     einem    Punkt A  im Hellfeld 61     ausgeht,    auch durch den Mittelpunkt  65 des     Kondensors    hindurchgehen.

   Tatsächlich sind  die Lichtstrahlendes die Linse 64 verlassenden Bün  dels nicht parallel zum     Hauptstrahl    66, der durch den  Mittelpunkt 65 hindurchgeht, da die     Lichtstrahlen,     die den äusseren Teil der Linse 64 durchqueren, erheb-         lich    abgelenkt werden und den     sogenannten    Koma  fehler verursachen.     Infolge    des     Komafehlers    wird die  Beleuchtung des     untersuchten    Gegenstandes unvoll  kommen, wodurch dann auch die Güte des Bildes     des     Gegenstandes nachteilig beeinträchtigt wird.  



  Wenn jedoch     anstatt    der Blende gemäss     Fig.    8     die     mit einer Kappe versehene Frontlinse 30 gemäss       Fig.3    verwendet wird, lässt die dem     einfallenden     Licht zugekehrte Fläche der Linse 64 das Licht im       Abschnitt        B-C        (Fig.9)    nicht durch.

   Somit durch  queren lediglich die innerhalb des durch die Strahlen  67 und 68     begrenzten    Bündels liegenden Lichtstrah  len die Linse, wobei der     in        Fig.    9 gestrichelt     gezeich-          nete    Teil des     vollen        Bündels        zwischen    dem Haupt  strahl 66 und dem Strahl 68 liegende Teil     vollständig     ausgeblendet ist. Hierdurch nimmt der     Komafehler          wesentlich    ab.

   Ausser der Verringerung des Koma  fehlers ist aber die Ausblendung der     Mitte    der     Linse     64 auch deshalb wichtig, weil lediglich     hiedurch    er  reicht werden kann, dass     in    den     Beleuchtungsbündeln     die gestreuten     Lichtstrahlen    bzw. die nachteilige Wir  kung der an den     Rändern.    der     Blende    26 gebeugten       Strahlen    beseitigt werden.

   Dies ist     insbesondere    bei  der     Dunkelfeldbel'euchtung    mit grossem     öffnungs-          winkel        (Apertur)    von     Bedeutung.     



  Zwecks     allseitiger    schiefer Beleuchtung wird dem  nach     beim    beschriebenen     Kondensor    nicht eine in die  Blende 26 oder in einen unterhalb derselben     ange-          ordneten    Halter gelegte und in der Mitte abgeschirmte  Blende verwendet, sondern .eine     Frontlinse    gemäss       Fig.    3 auf die Fassung 35 gelegt, nachdem die Front  linse mit :einer Kappe 52 von der     gewünschten    Be  leuchtung     entsprechendem    Durchmesser versehen  worden ist.

   In der hinteren     Brennebene    58 des Mikro  skopobjektives 32 erscheint dann das aus     Fig.    10 er  sichtliche Bild. Dies ist     zum        Teil    identisch mit dem  Bild gemäss     Fig.    7, indem:

   die     Umrisslinie    59 der Ob  jektivapertur sowie die     Umrisslinie    60 der     Konden-          sorblende    26 auch hier sichtbar     sind.    Ausserdem ist  aber auch ein     dunkles    Feld 69 sichtbar, das der ab  geschirmten,     Kugelkalotte    der     Frontlinse    30 des     Kon-          densors    entspricht und die     zentralen    Beleuchtungs  strahlen ausschliesst.

   Durch Verstellung der     Konden-          sorblende    26 kann     offensichtlich    auch hier die Zone  der allseitigen     Hellfeldbeleuchtung-    vergrössert bzw.  verringert und     hiedurch    der Wirkungsgrad der Be  leuchtung beliebig     geändert    werden.  



  e)     Phasenkontrastbeleuchtung:    Im     Halterungsring     38 können in an sich     bekannter    und deshalb nicht  dargestellter Weise     Kondensorringe    angeordnet wer  den, die in eine um einen     exzentrischen    Zapfen dreh  bare Scheibe gelegt sind. Durch Auswechseln der  Ringe können die zu den verschiedenen     Phasenkon-          trastobjektiven    erforderlichen Beleuchtungen erzielt  werden. Dies ist     an    sich bekannt, so dass von einer  näheren Beschreibung abgesehen werden kann.  



       d)    Kombinierte Beleuchtung: Zum Zweck der  eingangs erwähnten     kombinierten    Beleuchtung, d. h.       zwecks    einer Beleuchtung, bei welcher mindestens aus  einer     Richtung    einer     Dunkelfeldbeleuchtung    und      mindestens aus einer Richtung mittels schiefer Strah  len eine     Hellfeldbeleuchtung        gleichzeitig    vorhanden  ist, wird eine Frontlinse 30 mit Kappe gemäss     Fig.    3  verwendet, wobei der     Kondensor    durch Drehen des  Knopfes 47 in einem Richtungssinn des Pfeiles 48  so lange verschoben wird,

   bis in der hinteren Brenn  eben.- 58 der     Objektivlinse    32 des     Mikroskopes    das  in     Fig.    11 dargestellte     Bild    erscheint. Dann werden  im Feld 70a eine     Hellfeldbeleuchtung    bewirkende  schiefe Strahlen hoher     Intensität    wirken. Im Feld  70b ausserhalb der     Apertur    der     Objektivlinse    32 sind  Lichtstrahlen wirksam, deren Öffnungswinkel grösser       ist    als der der     Apertur    der     Objektivlinse    32 entspre  chende Öffnungswinkel und die somit eine Dunkel  feldbeleuchtung ergeben.

   In den Feldern 71a     bzw.     71b sind dagegen einigermassen     diffuse    schiefe Strah  len von verhältnismässig geringerer Intensität wirk  sam. Durch das vollständig abgeschirmte Feld 52  werden dagegen die     zentralen    Beleuchtungsstrahlen       vollständig        abgebl'end'et.    Bei dieser Beleuchtung sind  die für die Formtreue des     Bildes    nachteiligen opti  schen Illusionen, welche beim     Phasenkontrastverfah-          ren    auftreten, auf das Mindestmass verringert.

   Ein  weiterer Vorteil     besteht    darin, dass die bei der allsei  tigen schiefen Beleuchtung     auftretende    und die Kan  ten des untersuchten Gegenstandes überleuchtende,  störende Wirkung durch das diffuse Licht von     ver-          ringerter    Intensität der Felder 71a und 71b beseitigt  ist. Bei einer     derartigen    Beleuchtung erscheint das  Bild des Gegenstandes 31 vollständig plastisch und  auch die     Einzelheiten    der Oberfläche werden scharf  sichtbar.  



  e)     Dunkelfeldbeleuchtung:    Zu diesem Zweck wird  der     Kondensor        mittels    der Schraube 47 in die zen  trale Lage (in den Mittelpunkt) gebracht, sodann die  Frontlinse 30 mit einer Kappe 52 versehen, bei wel  cher infolge der Breite der     Kugelzone    51 der     öff-          nungswinkel    a der die Austrittsfläche 49 der Front  linse 30 des     Kondensors    verlassenden Lichtstrahlen  grösser ist als der der     Apertur    der     Objektivlinse    32  entsprechende Winkel.

   In diesem Fall können die     dien     Objektpunkt 31 beleuchtenden direkten Strahlen nicht  in die     Objektivlinse    32 gelangen, so dass eine allseitige       Dunkelfeldbeleuchtung    entsteht.  



  In der hinteren     Brennebene    58 der     Objektivlinse     32 erscheint     dann    das in     Fig.    12 dargestellte Bild.  Die die     Dunkelfeldbeleuchtung    bewirkenden Strahlen  durchqueren die ringförmige Fläche 73, wobei die       Apertur    der     Objektivlinse    32 durch das lichtundurch  lässige Feld 52 bedeckt ist. Wenn der     Kondensor    mit  tels der Schraube 47 in der     Querrichtung    entlang  einer Geraden verstellt wird, z.

   B. in der Weise, dass  in der     hinteren        Brennebene    58 der     Objektivlinse    32  das Bild der Lichtquelle in der aus     Fig.    11 ersicht  lichen     Form        erscheint,    bei welcher demnach eine       sichelförmige        kombinierte    Beleuchtung entsteht, je  doch gleichzeitig die     Apertur    der     Objektivlinse    32  durch eine der     Objektivlinse    des     Mikroskopes    zuge  ordnete nicht     dargestellte    Blende     derart    verengt wird,

    dass die     Apertur    der     Objektivlinse    32     in    das vollkom-         men    abgedeckte Feld 52 zu liegen kommt, so wird       ebenfalls    eine     Dunkelfeldibeleuchtung    erhalten. Diese       Dunkelfeldbeleuchtung    ist jedoch nicht allseitig, son  dern kann als eine gleichsam mehrseitige Dunkelfeld  beleuchtung bezeichnet werden, deren Wirkungsgrad  höher ist als der Wirkungsgrad der allseitigen Dun  kelfeldbeleuchtung.

   Das Grundfeld des mikroskopi  schen Bildes wird nämlich bei einer     derartigen    Be  leuchtung so dunkel, wie dies bisher lediglich mittels       katoptrischer        Kondensoren        (Spiegelkondensoren)    er  reicht werden konnte. Die optischen Verhältnisse, die       hiefür    bürgen, gehen aus den Darlegungen bezüg  lich der     Fig.    9 hervor.  



  Wenn die     Apertur    der     Objektivlinse    32 des       Mikroskopes    gross und eine Iris zur Abänderung der       Apertur    vorgesehen ist, oder wenn die     Apertur    der       Objektivlinse    32 verhältnismässig gering ist, wist die  quergerichtete geradlinige     Verstellbarkeit    des opti  schen Systems des     Kondensors    auch den     Vorteil    auf,  dass von der ein plastisches Bild ergebenden Hellfeld  beleuchtung allmählich auf die     Dunkelfeldbeleuch-          tung    übergegangen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Kondensorsystem zum Erhöhen des Auflösungs vermögens von mit durchfallendem Licht arbeiten den Mikroskopen durch gleichzeitige Hellfeld- und Dunkelfeldbeleuchtung für Mikroskope, mit Mitteln zum schnellen Wechsel dieser Beleuchtungsarten, bei welchen an der der Frontlinse des Kondensorsystems in der Richtung der optischen Achse desselben ent gegengesetzten Seite ein Filter vorgesehen ist, wobei das Kondensorsystem quer zu seiner optischen Achse verstellbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Filter einen vollkommen lichtdurchlässigen Spalt aufweist,
    zu dessen beiden Seiten je ein Feld mit durch eine Metallschicht verminderter Licht durchlässigkeit vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Konden@sorsystem nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Ausblendung der zentralen Lichtstrahlen die dem Filter zugekehrte Fläche der Frontlinse mit Ausnahme einer Kugelzone lichtundurchlässig ist. 2. Kondensorsystem nach Unteranspruch 1, ge kennzeichnet durch eine auswechselbare Abschirm- kappe, um den lichtundurchlässig zu machenden Teil der Frontlinse abzudecken.
    3. Kondensorsystem nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Kondensorsystem mittels eines Ansatzes (41) in einem Halterungsring (38) geradegeführt und mittels einer Verstellschraube (43) in der Geradführung <I>(42a, 42b)</I> verstellbar ist.
CH6278758A 1958-05-22 1958-08-11 Kondensorsystem zum Erhöhen des Auflösungsvermögens von mit durchfallendem Licht arbeitenden Mikroskopen durch gleichzeitige Hellfeld- und Dunkelfeldbeleuchtung, mit Mitteln zum schnellen Wechsel dieser Beleuchtungsarten CH370255A (de)

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