Gartenschere
Die Erfindung betrifft eine selbstöffnende Gartenschere, insbesondere Früchte-bzw. Blumenpflück- schere, mit einer Blattfeder zum Festhalten desabge- schnittenen Gegenstandes.
Solche Scheren sind bekannt. Die bekannten Scheren haben Spreizfedern zum selbsttätigen Öffnen der Schere und daneben noch eine besondere Blattfeder zum Festhalten des abgeschnittenen Gegen- standes und bestehen aus zahlreichen Einzelteilen, die ein Nachschleifen der Schneidbacken erschweren und bei der dazu nötigen Montage und Demontage fachmännisches Können voraussetzen. Daneben kennt man noch Frucht-und Blumenscheren zum Festhalten des abgeschnittenen Gegenstandes mit Hilfe einer gegenüber einer Scherenbacke federnd verschiebbaren Klemmbacke, die jedoch nicht selbsttätig öffnen, sondern mit den Fingern wieder geöffnet werden müssen.
Die Erfindung strebt eine besonders einfache und aus nur wenigen Einzelteilen bestehende selbst öffnende Gartenschere der vorerwähnten Art an.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die annähernd V-förmige Blattfeder zugleich zum selbst tätigen Öffnen der Schere dient, wobei sie nur an einer Stelle, und zwar bei ihrem den Grund des V bildenden Ende, mit einer Schraube oder Niete an den Scherenblättern befestigt, mit ihren freien Enden dagegen an den freien Enden der Scherenblätter nur r lose verankert ist.
Nach der Erfindung dient demnach die V-förmige Blattfeder sowohl zum selbsttätigen Offnen der Schere als auch zum Festhalten des abgeschnittenen Gegen- standes. Der Benutzer einer solchen Schere kann weit entfernte Blumen oder Früchte mit einer Hand pflücken und herausziehen und muss, z. B. bei Rosen, nicht mehr mit der andern Hand in das dornbesetzte Gestrüpp greifen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Dabei zeigt Fig. 1 ein einzelnes Scherenblatt einer Gartenschere nach der Erfindung in Draufsicht und von der Seite her gesehen,
Fig. 2 die Blattfeder für sich allein in Draufsicht und von der Seite her gesehen,
Fig. 3 die fertig zusammengesetzte Schere in Draufsicht und
Fig. 4 die Schere nach Fig. 3 in Seitenansicht.
Die in der Zeichnung dargestellte Gartenschere weist zwei genau gleiche, flache Scherenblätter 1 aus Stahl, an deren hinterem Ende 2 je ein Griff 3 be festigt ist, und eine annähernd V-förmige Blattfeder 5 auf. Die Vorderteile 4 der Scherenblätter 1 sind zum scharfen Schneiden leicht gegeneinander verspannt.
Die beiden Scherenblätter 1 sind mit der Blattfeder 5, und zwar bei dem den Grund des V bildenden Ende der letzteren, durch die Schraube 6 und die aufgezogene Mutter 7 (oder durch eine Niete) zusammengehalten. Die zugleich als Klemm-und Spreizfeder wirkende Blattfeder 5 hat an den beiden freien Enden der konvex voneinander abgebogenen Schenkel je einen flachen Lappen 8. Jeder dieser Lappen 8 fasst die Spitze des entsprechenden Scherenblattes 1, so Idass auf diese Weise die Blattfeder 5 die Scherenblätter 1 zum selbsttätigen Offnen der Schere ausein anderdrückt. Die beiden Schenkel der Blattfeder 5 sind so geformt, dass sie den abzuschneidenden Stiel der Blumen bzw. Früchte noch vor dem Schneiden sicher fassen.
Die Blattfeder 5 ist nach unten über den Schwenk-und Befestigungspunkt 9 hinaus verlängert. Diese Verlängerung hat in erster Linie den Zweck, eine besondere Befestigung der Blattfederenden 8 an den Scherenblätter-Spitzen überflüssig zu machen. Nach dem Abschneiden einer Traube wür- den sonst die beiden Blattfederschenkel durch das Gewicht der daran hängenden Traube von den Scherenblättern 4 weg, nach unten gezogen. Der Lappen 10 am untersten Ende der Blattfederver- längerung greift in die bei halbgeschlossener Schere miteinander fluchtenden Nuten 11 der beiden Scherenblätter 1 und verhindert so als Anschlag ein zu weites Offnen der Schere.
Secateurs
The invention relates to self-opening secateurs, especially fruit or. Flower-picking scissors, with a leaf spring for holding the cut object.
Such scissors are known. The known scissors have expanding springs for automatic opening of the scissors and also a special leaf spring to hold the cut object and consist of numerous individual parts that make regrinding of the cutting jaws difficult and require expert knowledge for the necessary assembly and disassembly. In addition, there are also known fruit and flower scissors for holding the cut object with the aid of a clamping jaw which is resiliently displaceable with respect to a scissor jaw, but which does not open automatically but has to be opened again with the fingers.
The invention aims at a particularly simple self-opening secateurs of the aforementioned type consisting of only a few individual parts.
The invention is characterized in that the approximately V-shaped leaf spring also serves to automatically open the scissors, whereby it is attached to the scissor blades with a screw or rivet at only one point, namely at its end forming the base of the V, with its free ends, however, is only loosely anchored to the free ends of the scissor blades.
According to the invention, the V-shaped leaf spring is used both for the automatic opening of the scissors and for holding the cut object. The user of such scissors can pick and pull out distant flowers or fruits with one hand and has to, e.g. B. with roses, no longer reach with the other hand in the thorn-covered underbrush.
The drawing shows an embodiment of the subject matter of the invention. 1 shows a single scissor blade of secateurs according to the invention in a top view and seen from the side.
Fig. 2 shows the leaf spring by itself in plan view and seen from the side,
Fig. 3 the fully assembled scissors in plan view and
4 shows the scissors according to FIG. 3 in a side view.
The secateurs shown in the drawing has two exactly the same, flat scissor blades 1 made of steel, at the rear end 2 of which a handle 3 be fastened, and an approximately V-shaped leaf spring 5. The front parts 4 of the scissor blades 1 are slightly braced against each other for sharp cutting.
The two scissor blades 1 are held together by the leaf spring 5, namely at the end of the latter forming the base of the V, by the screw 6 and the screwed nut 7 (or by a rivet). The leaf spring 5, which at the same time acts as a clamping and expanding spring, has a flat tab 8 at each of the two free ends of the legs bent convexly from one another. Each of these tabs 8 grips the tip of the corresponding scissor blade 1, so that the leaf spring 5 supports the scissor blades 1 to open the scissors automatically. The two legs of the leaf spring 5 are shaped in such a way that they securely grasp the stem of the flowers or fruit to be cut before cutting.
The leaf spring 5 is extended downward beyond the pivoting and fastening point 9. The primary purpose of this extension is to make a special fastening of the leaf spring ends 8 on the tips of the scissor blades superfluous. After a grape has been cut off, the two leaf spring legs would otherwise be pulled downward away from the scissor blades 4 by the weight of the grape hanging on them. The tab 10 at the lowermost end of the leaf spring extension engages in the grooves 11 of the two scissor blades 1 which are aligned with one another when the scissors are half-closed and thus prevents the scissors from opening too far as a stop.