Schaltungsanordnung zur Fahrstrassensteuerung in einem Gleisbildstellwerk In bekannten Gleisbildstellwerken sind zur Fahr strassensteuerung, d. h. zum Stellen, Verschliessen und/oder Festlegen bzw. Auflösen der Fahrstrassen, Start- und Zieltasten oder von diesen gesteuerte Relais vorgesehen, die Anfang und Ende des in einem Stell tisch schematisch nachgebildeten Fahrweges bezeich nen. Jeder Weiche sind die für den Verschluss bzw. die Festlegung und die Auflösung erforderlichen Schaltmittel zugeordnet. Man hat hierbei die Strom kreise, die zur Überprüfung und Auswahl von Relais der zu den verschiedenen Fahrstrassen gehörigen Weichen erforderlich sind, dem Gleisplan der ent sprechenden Gleis- bzw. Bahnhofsanlage nachgebil det.
In diesen Stromkreisen wird von Kontakten je einer Start- und Zieltaste unmittelbar oder mittelbar je ein Auswahlstromkreis für alle von dem Start- bzw. Zielpunkt aus möglichen Fahrwege von Weiche zu Weiche weitergeschaltet und die Steuerung der jenigen Fahrstrasse vorgenommen, für die sich zwei Stromkreise decken, die in einander entgegenlaufen den Auswahlvorgängen zustande kommen.
Die bei den einander entgegenlaufenden Auswahlvorgänge sind erforderlich, da in jedem Auswahlvorgang je weils nur die Relais derjenigen Weichen eindeutig ausgewählt werden können, deren zugehörige Schalt verbindungen am Anfang der Stromkreise liegen und von der stumpfen Seite her, d. h. von den der Plus- bzw. Minusseite der Weiche entsprechenden Schalt verbindungen her, angeschaltet werden.
Bei den bisher bekannten Schaltungsanordnungen dieser Art ist für jeden der einander entgegenlaufen den Auswahlvorgänge ein eigener Stromkreis erfor derlich. Der zweite Stromkreis wird dabei teils gleich zeitig mit dem ersten, teils erst dann angeschaltet, nachdem die Durchschaltung des Auswahlstromkrei ses in dem ersten Stromkreis beendet ist.
Durch diese beiden Stromkreise ergibt sich ein verhältnismässig grosser Aufwand von Schaltmitteln, Leitungsverbin dungen und damit auch eine höhe Anzahl von Löt- verbindungen und: dergleichen, durch die der Sicher heitsgrad der Anlage herabgesetzt wird. Hinzu kommt, dass bei solchen Schaltungsanordnungen in dem einen Stromkreis so viel Prüfrelais angeordnet sind, wie z. B.
Streckengleise vorhanden sind, während in, dem anderen Stromkreis so viel Prüfrelais angeordnet sind, wie z. B. Bahnhofsgleise vorhanden sind.
Gemäss der Erfindung wird eine Schaltungsanord nung vorgeschlagen, bei der diese Nachteile dadurch beseitigt sind, dass dasselbe Verbindungsnetz für beide einander entgegenlaufenden Auswahlvorgänge vor gesehen ist. Dabei .schaltet ein am Ende des ersten Auswahlvorganges ansprechendes Prüfrelais durch unmittelbar oder mittelbar gesteuerte Kontakte die für den eirsten Auswahlvorgang vorgesehene Speise- stromquel'le des Stromkreises ab und die Speisestrom- quelle sowie das Prüfrelais für den zweiten Auswahl vorgang an das Verbindungsnetz an,
wobei das erste Prüfrelais und im ersten Auswahlvorgang betätigte Weichenlagerelais mindestens bis zum Ansprechen des zweiten Prüfrelais erregt bleiben. Das Abfallen dieser im ersten Auswahlvorgang ansprechenden Re lais kann durch eine ausreichende Abfallverzögerung oder eine Haltewicklung verhindert werden, die von dem Prüfrelais für den zweiten Auswahlvorgang wie der abgeschaltet wird.
Anstelle von zwei Stromquellen kann auch für beide Auswahlvorgänge dieselbe Strom quelle verwendet werden, wenn am Ende des ersten Auswahlvorganges die Speiseanschlüsse vertauscht werden.
Um beim ersten Auswahlvorgang das Ansprechen der Relais zu verhindern, die erst beim zweiten Aus wahlvorgang eindeutig ausgewählt werden können, z. B. der Weichenlagerelais der beim ersten Auswahl vorgang von der der Weichenspitze entsprechenden Seite her angesteuerten Weichen, können in den Stromkreisen dieser Relais weitere von dem ersten Prüfrelais unmittelbar oder mittelbar gesteuerte Ar beitskontakte angeordnet sein. Es ist aber auch mög lich, für die beiden Auswahlvorgänge verschiedene Stromrichtungen oder Stromarten zu verwenden, z. B.
Gleichstrom und Wechselstrom, und durch den Re lais vorgeschaltete Gleichrichter die im ersten Aus wahlvorgang bedarfsweise auswählbaren Relais für beide Stromarten, dagegen die im zweiten Auswahl vorgang auswählbaren Relais nur für die zweite Stromart ansprechfähig zu machen.
Sollen die den einzelnen Weichen zugeordneten Schaltungsteile vollkommen gleichartig aufgebaut sein, unabhängig davon, ob die Weiche im ersten oder im zweiten Auswahlvorgang von der stumpfen Seite der Weichenspitze her ausgewählt wird, so kann dies durch Zuordnung eines Hilfsrelais zu jeder Weiche erreicht werden, das an den der Weichenspitze ent sprechenden Schaltungsteil angeschlossen .ist und bei seinem Ansprechen den Stromkreis der zugehörigen Weichenlagerelais vorübergehend, d. h. bis zum zwei ten Auswahlvorgang, unterbricht.
Für jeden der beiden Auswahlvorgänge genügt, unabhängig von der Zahl der jeweils zu berücksich tigenden Strecken- bzw. Bahnhofsgleise, nur je ein Prüfrelais an jedem Ende des Stromkreises. Es ist jedoch auch möglich, für jedes Strecken- bzw. Bahn hofsgleis je ein Prüfrelais anzuordnen.
Anhand der Fig. 1 bis 3 werden zwei Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes näher er läutert.
Fig. 1 zeigt die auf einem Stehtisch schematisch nachgebildete Gleisanlage eines Bahnhofskopfes mit den Streckengleisen<I>X, Y</I> und den Bahnhofsgleisen 1 bis 4, die durch die Weichen W1 bis W6 mitein ander verbunden sind. Zur Fahrstrasseneinstellung sind den Streckengleisen X, Y die Tasten TX, TY und den Bahnhofsgleisen 1 bis 4 die Tasten T1 bis T4 zugeordnet. Dabei sei beispielsweise angenom men, dass die Tasten TX, TY nur als Starttasten und die Tasten T1 bis T4 nur als Zieltasten für die Ein fahrten aus den Streckengleisen<I>X</I> bzw.<I>Y</I> in die Bahnhofsgleise 1 bis 4 dienen.
Fig. 2 zeigt eine zur Einstellung von Fahrstrassen vorgesehene Schaltungsanordnung, deren oberer Teil der in Fig. 1 dargestellten Gleisanlage nachgebildet ist. In dieser Schaltungsanordnung ist jeder Weiche WI bis W6 je ein die gewünschte Pluslage kenn zeichnendes Weichenlagerelais 1+ bis 6+ und je ein die Minuslage kennzeichnendes Weichenlagerelais 1- bis 6- zugeordnet. Jedes Weichenlagerelais 1 +, 1-, 2+, 2- usw. hat zwei Kontakte 11+ und 12+, 11- und 12-, 21 + und 22+ usw. sowie zwei Wick lungen<I>A</I> und<I>H,</I> von denen die an den Stromkreis angeschlossenen Wicklungen A die Ansprech- und die Wicklungen H die Haltewicklungen sind. Die Halte wicklungen H sind in einem gesonderten, Stromkreis angeordnet und werden in diesem nach dem Schliessen des vom Prüfrelais P1 gesteuerten.
Kontaktes P13 über Selbsthaltekontakte 12-, 12+ bis 62-, 62+ der Weichenlagerelais 1-, 1 + bis 6-, 6+ erregt. Zur Einspeisung bei dem jeweiligen Auswahlvorgang sind am Anfang und Ende der Schaltungsanordnung die wechselweise anschaltbaren Speisestromquellen S1, S2 vorgesehen. Im dargestellten Beispiel ist angenom men, dass bei dem ersten Auswahlvorgang die Speise stromquelle S1 angeschaltet ist, d. h., dass die Aus wahl von einem der Bahnhofsgleise 1 bis 4 nach dem Streckengleis<I>X</I> oder<I>Y</I> erfolgt. Bei dem zweiten Aus wahlvorgang ist die Speisestromquelle S2 angeschal- tete, d. h. die Auswahl erfolgt von dem Streckengleis <I>X</I> oder<I>Y</I> nach einem Bahnhofsgleis 1 bis 4.
Bei jedem Auswahlvorgang werden nur die Weichenlage relais von Weichen erregt, deren Schaltungsstränge mit der stumpfen Seite, d. h. mit dem Plus- und bzw. oder Minusstrang, nach der jeweiligen Speisestrom quelle zeigen. So können also im ersten Auswahlvor gang nur die Weichenlagerelais 1+ oder 1-, 3+ oder 3-, 4+ oder 4-, 6+ oder 6- erregt werden. Erst im zweiten Auswahlvorgang können die Wei chenlagerelais 2+ oder 2- bzw. 5+ oder 5- erregt werden.
Die Anschaltung von Anfang und Ende des in den beiden Auswahlvorgängen auszuwählenden Stromkreises erfolgt durch die von den Fahrstrassen tasten TX oder TY und T1, T2, T3 oder T4 gesteuer ten Kontakte TX1, TY1, T11, T21, T31, T41 bzw. über Kontakte von den Fahrstrassentasten zugeord neten Relais. Der zweite Auswahlvorgang beginnt beim Ansprechen des Prüfrelais P1, das am Ende des im ersten Auswahlvorgang durchgeschalteten Stromkreises angeordnet ist. Dabei wird von dem Prüfrelais P1 mittelbar oder unmittelbar die Speise stromquelle S1 abgeschaltet und die Speisestrom quelle S2 angeschaltet. Bei dem dargestellten Beispiel ist ein zusätzliches Relais U1 angeordnet, welches durch das nach dem ersten Auswahlvorgang anspre chende Prüfrelais P1 über den von diesem gesteuerten Kontakt P12 angeschaltet wird.
Beim Ansprechen des Relais U1 wird durch den Kontakt U12 die Speiseistromquelle S1 abgeschaltet und dafür an die sem Ende des Stromkreises durch den Kontakt U11 das Prüfrelais P2 für den zweiten Auswahlvorgang angeschaltet. An das andere Ende des Stromkreises ist jetzt über den Kontakt P11 des Prüfrelais P1 und den Kontakt F11 die Speisestromquelle S2 angeschal tet. Der Kontakt FIl wird von einem nicht darge stellten Relais gesteuert, das z. B. den Fahrstrassen tasten TX, TY, T1 bis<I>T4</I> zugeordnet ist und nur bei Betätigung einer Strecken- und einer Bahnhofs gleistaste anspricht.
Von dem Relais U1 werden wei terhin die Kontakte U13, U14 gesteuert, durch welche das Ansprechen der Weichenlagerelais 2+, 2-, 5+, 5- im ersten Auswahlvorgang gesperrt und erst im zweiten Auswahlvorgang freigegeben wird.
In den Stromkreisen der Weichenlagerelais 1+, 1-, 2+, 2 usw. sind noch weitere, nicht näher bezeichnete Kon takte angeordnet, die von Ausschlussschaitmitteln, beispielsweise den Weichen zugeordneten Fahrstrassen- stellrelais, Schutzweichenstellrelais oder dergleichen, gesteuert werden, deren Wirkungserläuterung sich je doch erübrigt, da diese mit dem Wesen der Erfindung nichts zu tun haben. Aus dem gleichen Grund ist auch auf die Darstellung der Stromkreise verzichtet worden, die vom Ansprechen der Prüfrelais P1, P2 abhängig sind.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der in Fig. 2 dargestellten Schaltung sei beispielsweise angenom men, dass eine Fahrstrasse für die Einfahrt vom Streckengleis X in das Bahnhofsgleis 2 eingestellt werden soll. Bei Betätigung der Fahrstrassentasten TX, T2 werden in Fig. 2 die Tastenkontakte TX1, T21 geschlossen. Aus der Speisestromquelle S1 und über die Kontakte<I>U12, T21</I> erhält das Weichen lagerelais 3+ Ansprechstrom. Gleichzeitig erhalten über die Kontakte<I>U12, T21,</I> 31-, 21- das Weichen lagerelais 1- und weiter über die Kontakte 11 +, TX1 das Prüfrelais P1 Ansprechstrom. Ausserdem kann über die Kontakte<I>U12, T21,</I> 31-, 21+ das Weichen lagerelais 4- ansprechen.
Von den Weichenlagerelais 3 +, 1-, 4- werden die Kontakte 31 +, 11- bzw. 41- geöffnet, und die Kontakte 32+, 12- bzw. 42- ge schlossen. Da durch Ansprechen des Relais P1 der Kontakt P13 geschlossen ist, werden die Haltewick lungen H der Weichenlagerelais 3 +, 1-, 4- über den zugehörigen Selbsthaltekontakt 32+, 12-; 42- er regt. Durch den Kontakt 31 +, 11- bzw. 41- ist das Ansprechen des dem anderen Weichenstrang der be treffenden Weiche W3, W1 bzw. W4 zugeordneten Weichenlagerelais 3-, 1+, 4+ ausgeschlossen.
Von dem Prüfrelais P1 sind ausserdem die Kon takte P11, P12 geschlossen worden, so dass über die Kontakte F11, P11 die Speisestromquelle S2 für den zweiten Auswahlvorgang an den Stromkreis ange schaltet ist. Die Spannungen und bzw. oder die Strom arten bzw. Stromrichtungen der Stromquellen S1, S2 sind so gewählt, dass alle in dem Stromkreis liegen den Relais darauf ansprechen können. Es ist aber auch möglich, dieselbe Stromquelle zu verwenden. In diesem Falle werden lediglich die gleichartigen Speiseanschlüsse S1 und S2 wechselweise angeschal tet.
Durch das über den Kontakt P12 ansprechende Relais UI., welches den Kontakt U11 schliesst und den Kontakt U12 öffnet, wird die Speisestromquelle S1 für den ersten Auswahlvorgang .abgeschaltet. Da bei bleibt jedoch das Prüfrelais P1 weiterhin über die Kontakte P11, F11 erregt. über die Kontakte F11, P11, TX1, 11+, U13 erhält jetzt das Weichenlage relais 2+ und über die weiteren Kontakte 21-, 31-, T21, U11 das Prüfrelais P2 Ansprechstrom. Durch den Kontakt P21 des ansprechenden Prüfrelais P2 werden die im ersten Auswahlvorgang angeschalteten Haltewicklungen H der Weichenlagerelais 3+, 1-, 4- abgeschaltet. Dabei bleiben lediglich die Wei chenlagerelais 3+, 1- durch die auch im zweiten Auswahlvorgang erregten Ansprechwicklungen A weiterhin in Wirkstellung, und zwar so lange, bis die Tasten TX, T2 losgelassen werden.
Dagegen fällt das Weichenlagerelais 4- ab, da jetzt der Kontakt 21+ geöffnet ist.
Es bleiben also nach dem zweiten Auswahlvor gang jeweils nur diejenigen Weichenlagerelais erregt, die an denselben im ersten und zweiten Auswahlvor gang durchgeschalteten Stromkreis angeschlossen sind. Diese Relais bewirken dann zusammen mit den Prüfrelais P1, P2, dass die zu der ausgewählten Fahr strasse gehörigen Weichen in die entsprechende Lage gestellt werden.
In Fig. 3 ist eine Schaltungsanordnung für die Steuerung von Fahrstrassen dargestellt, bei welcher zur Vereinfachung der Fertigung und des Zusammen baues sowie auch zur Erleichterung des Umbaues von in Betrieb befindlichen Stellwerken, z. B. bei Bahn hofserweiterungen, alle Schaltungszusätze, welche in dividuelle Verdrahtungsmassnahmen erfordern, wie z. B. die Kontakte U13, U14 in. Fig. 2, vermieden sind.
Daher können für jeden Betriebsfall, d. h. unab hängig von der Lage der Weichenspitze, einheitlich verdrahtete Weichenrelaisgruppen :gefertigt und ver wendet werden.
Für die ebenfalls in einer der Gleisanlage (Fig. 1) nachgebildeten Schaltung angeordneten Schaltmittel sind, soweit sie die gleiche Ausführung und Aufgabe haben, wie die bereits in Fig. 2 dargestellten Schalt mittel, die ..gleichen Bezeichnungen verwendet wor den.
Die Schaltungsanordnung ist jedoch derart ge staltet, dass die beim ersten und zweiten Auswahlvor gang ansprechenden Weichenlagerelais 1+, 1-, 2+, 2- usw. nicht gleichzeitig, .sondern jeweils ketten förmig nacheinander über Fortschaltkontakte an geschaltet werden, die von vorher ansprechenden Relais gesteuert werden und in den den Weichen- strängen entsprechenden Teilen des Stromkreises an geordnet sind. Dies trifft auch für die den Enden der Prüfstromkreise zugeordneten Prüfrelais P1, P2 zu,
von denen jedes im entsprechenden Auswahlvorgang durch das jeweils zuletzt ansprechende Weichenlage relais angeschaltet wird. Wenn der Stromkreis an die Speisestromquelle S1 angeschlossen ist, dienen als Fortschaltkontakte die von den Weichenlagerelais 1+, 1-, 3+, 3-, 4+, 4-, 6+, 6- gesteuerten Kon takte 13+, 13-, 33+, 33-, 43+, 43-, 63+ bzw. 63-.
Als Fortschaltkontakte für die Weichen W2, W5, die beim ersten Auswahlvorgang im Stromkreis nach Fig. 3 von der der Weichenspitze entsprechenden Seite her ausgewählt werden, dienen dagegen wäh rend des ersten Auswahlvorganges die Kontakte WA21, WA22, WA51 oder WA52, die von einem jeder Weiche zugeordneten Hilfsrelais WA2 bzw. WA5 gesteuert werden.
Diese Hilfsrelais WA2, WA5 werden vor dem zweiten Auswahlvorgang durch vor übergehende Unterbrechung der Speisung des Strom- kreises wieder abgeschaltet. Dabei werden die Fort schaltkontakte wieder geöffnet und die Kontakte WA23, <I>WA24</I> bzw.
WA53, WA54 geschlossen, die beim ersten Auswahlvorgang den Stromkreis der Wei- chenlagerelais 2+, 2- bzw. 5+, 5- unterbrechen. In entsprechender Weise ist den Weichen W1, W3, W4, W6 je ein Hilfsrelais WA1, WA3, WA4 bzw. <I>WA 6</I> zugeordnet, das die Kontakte <I>WA 11</I> bis<I>WA 14,</I> WA31 bis WA34, WA41 bis WA44 bzw. WA61 bis WA64 steuert.
Die Fortschaltkontakte WA11, <I>WA 12, WA 61, WA</I><B>62</B> der den Weichen zugeordneten Hilfsrelais WA1 bis WA6 sind den Fortschaltkon takten 13-, 13 + bis 63-, 63 + der Weichenlagerelais 1-, 1+ usw. bis 6-, 6+ parallel geschaltet und über brücken diese bedarfsweise. Jedem Hilfsrelais WA 1 bis WA6 sind Kontakte 14+, 14- bis 64+, 64- der zugehörigen Weichenlagerelais 1 +, 1- bis 6+, 6 vorgeschaltet, welche das Ansprechen des Hilfsrelais WA 1 bis WA6 verhindern, solange ein Weichenlage relais erregt ist.
Die vorübergehende Unterbrechung der Speisung des Stromkreises wird durch das Prüfrelais P1 und die dem Prüfrelais P1 zugeordneten Relais U1, U2 bewirkt, die zwischen dem ersten und zweiten Aus wahlvorgang eine Stromversorgungslücke im Strom kreis sicherstellen, durch welche das Abfallen der im ersten Auswahlvorgang erregten Hilfsrelais WA2 oder WA 5 sichergestellt ist.
Wird beispielsweise die Fahrstrasse vom Strecken gleis X zum Bahnhofsgleis 2 eingestellt, so schliessen bei Betätigung der Tasten TX und T2 die Kontakte TX1, T21 sowie ausser dem Kontakt F11 die ent sprechenden Kontakte F12 bis F14. Aus der Speise stromquelle S1 erhält über die Kontakte F13, U12, T21, WA34 das Weichenlagerelais 3+ Ansprech strom, das seine Kontakte 31+ bis 34+ betätigt. Durch die geöffneten Kontakte<B>3l+</B> und 34+ wird das Ansprechen des Hilfsrelais WA3 und des Wei chenlagerelais 3- beim ersten und zweiten Auswahl vorgang verhindert. über den Kontakt 32+ erhält die Haltewicklung H des Weichenlagerelais 3 + Strom.
über den Fortschaltkontakt 33+ und die Kontakte 24-, 24+ ist jetzt das der Weiche W2 zugeordnete Hilfsrelais WA2 angeschaltet, welches seine Kontakte WA21, WA22, WA23, WA24 umstellt. Durch die Kontakte WA23, WA24 werden die Weichenlage relais 2+ und 2- gesperrt. Über den Fortschaltkon takt WA21 wird das Weichenlagerelais 4- und über den Kontakt WA22 das Weichenlagerelais 1- ange schaltet. Durch diese Relais werden die Kontakte 11- bis 14- und 41- bis 44- betätigt. über den Kontakt 42- bzw. 12- wird die Haltewicklung H des Wei chenlagerelais 4- bzw. 1- erregt.
Obwohl jetzt die Fortschaltkontakte 13- und 43- geschlossen sind, können die Hilfsrelais WA1 und WA4 nicht anspre chen, da der Stromkreis des Relais WA1 durch den Kontakt 14- bzw. 14+, der Stromkreis des Relais WA4 durch den Kontakt 44- bzw. 44+ unterbro chen ist. Durch Schliessen des Fortschaltkontaktes 13- spricht dagegen über den Kontakt TXl das Prüfrelais P1 für den ersten Auswahlvorgang an.
Das Prüfrelais P1 ist mit einer Ansprechwicklung <I>A</I> und einer Haltewicklung<I>H</I> versehen. Die Halte wicklung H wird - solange der Kontakt F12 geschlos sen ist, d. h. solange die Tasten TX, T2 gedrückt sind - über den Selbsthaltekontakt P13 erregt. über den Kontakt P13 wird ausserdem das Relais U1 angeschaltet, welches seine Kontakte U11, U12 und U15 umstellt. Der Kontakt U12 schaltet die Speise stromquelle S1 für den ersten Auswahlvorgang ab. Der Kontakt U11 schaltet das Prüfrelais P2 für den zweiten Auswahlvorgang in den Stromkreis. Der Kon takt U15 schaltet das Relais U2 an, das bei seinem Ansprechen durch Schliessen seines Kontaktes U21 die Speisestromquelle S2 mit dem Stromkreis ver bindet.
Hat das Relais U2 noch eine Anzugsverzöge rung, so entsteht durch die beschriebene Arbeitsfolge der Kontakte UI 1, U12, U21 eine Stromversorgungs lücke für den Stromkreis. Während dieser Zeit fällt das Hilfsrelais WA2 wieder ab, so dass die Fort schaltkontakte WA21, WA22 wieder geöffnet und die Kontakte WA23, WA24 geschlossen werden. Die Weichenlagerelais 31-, 1-, 4- verbleiben dagegen zunächst durch die erregten Haltewicklungen H in Wirkstellung. Über die Kontakte F11, U21, TX1, 13-, 114-, WA24 spricht jetzt das Weichenlage relais 2+ an, das seine Kontakte 21 + bis 24+ betätigt. über den Fortschaltkontakt 23 + und die noch geschlossenen Kontakte 33+, 31-, T21, U11 spricht dann das Prüfrelais<I>P2</I> an. Der von dem Prüfrelais P2 gesteuerte Kontakt P21 unterbricht den Stromkreis für die Haltewicklungen H aller Weichen lagerelais.
Hierdurch fällt das Weichenlagerelais 4- ab, da auch seine Ansprechwicklung A bereits durch den Kontakt 2l+ abgeschaltet ist. Die Weichenlage relais 1-, 2-+-, 3+, deren Ansprechwicklungen A an den im ersten und zweiten Auswahlvorgang durch geschalteten Stromkreis angeschlossen sind, bleiben dagegen zumindest bis zum Loslassen der Tasten TX, T2 in Wirkstellung.
Bei der praktischen Anwendung der Erfindung kann man die Haltewicklungen H der Weichenlage relais 1+, 1-, 2+, 2- usw. auch noch für andere Aufgaben verwenden. Beispielsweise kann man über diese Wicklungen die Einzelumstellung der Weichen bewirken oder bei mehreren Fahrmöglichkeiten zwi schen zwei Gleispunkten, z. B. bei Umwegfahrstra- ssen, die Einstellung der jeweils nicht gewünschten Fahrstrasse sperren.
Auch die den Weichen zugeordneten Hilfsrelais <I>WA 1,</I> WA2 usw. können noch für andere Zwecke, z. B. für die Einzelauflösung des Weichenverschlusses, benutzt werden.