CH370791A - Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolidine - Google Patents
Verfahren zur Herstellung neuer ImidazolidineInfo
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- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D487/00—Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
- C07D487/02—Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains two hetero rings
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Description
Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolidine Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung von 3 -Halogen -pyrazolo[2,3 -a]:imid'azo- lidinen.
Das Ringsystem des Pyrazolo[2,3-a]imid'azolidins der Formel
EMI0001.0007
oder seiner tautomeren Formen ist bisher in der Literatur noch nicht bekanntgeworden. Die neuartigen 3-Halogenverbindungen können beliebige weitere Sub- stituenten tragen, so z. B. in 2,5 und/oder 6-Stellung niedere Alkylreste oder Arylreste, z.
B. unsubsti- tuierte oder substituierte Phenylreste, wie A1ky1-, Alkoxy- oder Halogeno-phenylreste, oder am sekun dären Stickstoffatom, z. B. niedere Alkyl- oder Aralkylreste. Als Halogen in 3-Stellung kommt ins besondere Brom in Frage.
Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle phar makologische Eigenschaften. So wirken sie tumor hemmend und sind aktiv gegen Vaccinia-Virus. Ins besondere besitzen sie sedative und antipyretische Wirkung. Sie können daher als Heilmittel oder als Zwischenprodukte zur Herstellung solcher Verwen dung finden.
Besonders wertvoll bezüglich seiner sedativ-hyp- notischen und Anti-Virus-Wirkung ist das 3-Bromo- pyrazolo[2,3-a]imidazolidin der Formel
EMI0001.0039
und seine Salze.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstel lung der neuen Verbindungen ist dadurch gekenn zeichnet, dass man ein in 3-Stellung u:nsubstittuiertes Pyrazolo[2,3-a]imidazolidin halogeniert.
Erhaltene 3-Halogen-pyrazolo[2,3-a]imidazolidine mit substituierbaren Stickstoffatomen lassen sich in an sich bekannter Weise substituieren, z. B. mit reak tionsfähigen Estern von Alkoholen, z. B. Alkanolen oder Aralkanolen, wobei je nach der Natur des in Reaktion tretenden Stickstoffatoms tertiäre Amine oder quaternäre Ammoniumverbindungen erhalten werden.
Als reaktionsfähige Ester kommen ins besondere Ester von starken anorganischen oder organischen Säuren, wie Halogenwasserstoffsäuren, z. B. Chlor-, Jod- oder Bromwasserstoffsäure, Schwe felsäure oder organischen Sulfonsäuren, z. B. Alkyl- oder Arylsulfonsäuren, wie Toluolsulfonsäuiren, in Frage.
Die neuen Verbindungen werden je nach den Re aktionsbedingungen in Form der freien Verbindungen oder ihrer Salze erhalten, die in üblicher Weise in- einander übergeführt worden können. So lassen sich freie Basen in ihre Salze umwandeln, z.
B. durch Um- Setzung mit anorganischen oder organischen Säuren wie Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Sal petersäure, Perchlorsäure, Phosphorsäuren, Amei sensäure, Essigsäure, Propionsäure, Milchsäure, Oxal- säure, Bernsteinsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Zitro nensäure, Ascorbinsäure, Methansulfonsäure, Äthan- sulfonsäure, Oxyäthansulfonsäure, Benzoesäure, Salicylsäure, p-Aminosal'icylsäure,
Toluolsulfonsäure oder Naphthalinsulfonsäuren.
Freie saure Verbindungen können in ihre Me tall-, wie Alkali- oder Erdal'kalisalze, übergeführt wer den.
Die erfindungsgemäss erhaltenen 3 - Halogen pyrazolo[2,3-a]imidazolidine oder ihre Salze können in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden. Diese enthalten die genannten Verbindungen in Mischung mit einem für die enterale oder paren- terale Applikation geeigneten pharmazeutischen orga nischen oder anorganischen Trägermaterial.
Die Ausgangsstoffe können nach dem Verfahren der Schweizerischen Patentschrift Nr.369462 her gestellt werden.
In den nachfolgenden Beispielen sind die Tem peraturen in Celsiusgraden angegeben.
<I>Beispiel 1</I> 10,9 g Pyrazolo[2,3-a]imidazolidin werden in 30 cm3 Eisessig gelöst und mit<B>101,1</B> cm3 einer Brom-Eisessig-Lösung versetzt, die pro cm3 0,158 g Brom enthält. Die Reaktionslösung wird filtriert und am Wasserstrahlvakuum eingedampft. Den kristallinen Rückstand versetzt man mit Wasser, stellt mit 2n- Natronlauge auf pH = 5 und extrahiert mit Chloro form.
Aus der eingedampften Chloroform'lösung er hält man als Rückstand das 3-Brom-pyrazolo[2,3-a]- imidazolidin der Formel
EMI0002.0043
Das Produkt schmiert nach Umkristallisieren aus Äther-Petroläther bei l10-111 .
<I>Beispiel 2</I> 1,23 g 4-Methyl-pyrazolo[2,3-a]imidazolidin wer den in 10 cm3 Eisessig gelöst und mit 19,6 cm3 einer Brom-Eisessiglösung versetzt, die pro cm3 <B>81,6</B> mg Brom enthält. Anschliessend dampft man die Reak- tionlösung ein, löst den Rückstand in Wasser auf und stellt mit In-Natronlauge auf pH 8, worauf sich das 4-Methyl-3-brom-pyrazolo[2,3-a]imid'azoli- din ausscheidet. Eine durch Sublimation gereinigte Probe schmilzt bei 52-53 .
<I>Beispiel 3</I> 3,02 g 4-Acetyl-pyrazolo[2,3-a]imidazolidin wer den in 10 cm3 Eisessig gelöst und mit 38,2 cm3 einer Brom-Eisessiglösungversetzt, diepro cm3 83,5 mg Brom enthält. Die aus der Reaktionslösung abge schiedenen Kristalle werden abgenutscht und in Wasser gelöst.
Die saure wässrige Lösung stellt man mit ln-Natronlauge auf pH8, worauf sich das 4-Acetyl- 3-brom-pyrazolo[2,3-a]imidazolidin vom F. 127 bis 128 abscheidet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von 3-Halogen-pyr- azolo[2,3-a]imidazolidinen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Pyrazolo[2,3-a]imidazolidin, das in 3- Stellung unsubstituert ist, halogeniert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Pyrazolo[2,3-a],imidazo'li- din oder das 4-Methyl-pyrazolo[2,3-a]imidazolidin bromiert. 2.Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das 4-Acetyl-pyrazolo[2,3- a]imidazolidin bromiert. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1 und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltenen 3-Halogen-pyrazolo[2,3-a]imid- azolidine, die an den N-Atomen unsubstituiert sind, durch Umsetzung mit reaktionsfähigen Estern von Alkoholen in die entsprechenden tert.-Aminoverbin- dungen überführt.PATENTANSPRUCH Il Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1 hergestellten sekundären oder ter tiären Aminoverbindungen zur Herstellung entspre chender quaternärer Ammoniumsalze, dadurch ge kennzeichnet, dass man die sekundären oder tertiären Aminoverbindungen mit reaktionsfähigen Estern von Alkoholen behandelt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH237163A CH370791A (de) | 1958-05-30 | 1958-05-30 | Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolidine |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH237163A CH370791A (de) | 1958-05-30 | 1958-05-30 | Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolidine |
Publications (1)
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|---|---|
| CH370791A true CH370791A (de) | 1963-07-31 |
Family
ID=4232194
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH237163A CH370791A (de) | 1958-05-30 | 1958-05-30 | Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolidine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH370791A (de) |
-
1958
- 1958-05-30 CH CH237163A patent/CH370791A/de unknown
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