CH370961A - Kinokamera mit einem vor dem Bildausschnitt bewegbaren Abdeckschieber - Google Patents
Kinokamera mit einem vor dem Bildausschnitt bewegbaren AbdeckschieberInfo
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Description
Kinokamera mit einem vor dem Bildausschnitt bewegbaren Abdeckschieber Bei Schmalfilmprojektoren mit Vor- und Rück lauf ist es bekannt, einen Abdeckschieber vorzusehen, der bei der Bewegungsumkehr durch das Getriebe selbsttätig vorübergehend vor das Bildfenster gebracht wird. Weiterhin ist es bei Stillstandsprojektoren be kannt, zum Abschalten des Filmantriebs den Grei fer vom Film abzuheben und ein Wärmefilter vor die Lichtquelle zu rücken,. Zum Abschalten von Kino kameras wird jedoch regelmässig das Getriebe oder ein durch eine lösbare Kupplung nachgeschalteter Getriebeteil im Bereich des Blendensektors still gesetzt.
Dadurch ergibt sich eine schlagartige Ab schaltung, die einmal rein akustisch stört und zu einer Erschütterung der Kamera führt, zum anderen einen Verschleiss der auf Schlag beanspruchten Teile her beiführt. Diese Beanspruchungen treten auch dann auf, wenn der Motor über eine Reibungskupplung an das Getriebe angeschaltet ist oder ein Fliehkraftreg- ler mit Freilaufsperre verwendet wird.
Die vorliegende Erfindung vermeidet nun diese Nachteile dadurch, dass das Filmfortschaltorgan und der Abdeckschieber mit dem Kameraauslöser in Steuerverbindung stehen. Da hierbei keine Getriebe teile in einem dem Blendensektor entsprechenden Bereich abgebremst zu werden brauchen, sind keine Reibungskupplungen und Freilaufelemente erforder lich. Das ganze Getriebe kann einen verhältnismässig einfachen Aufbau erhalten und aus wenigen Einzel teilen bestehen. Auch an die Herstellungsgenauigkeit brauchen keine grossen Forderungen gestellt zu wer den.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes nebst einer Variante.
Fig. 1 zeigt eine räumliche perspektivische Dar stellung bei angebrochenem Gehäuse.
Fig. 2 zeigt in Vorderansicht eine Variante des Auslösemechanismus. Die in Fig. 1 dargestellte Kinokamera weist ein Gehäuse 1 auf, in dessen rückwärtigen Teil ein Elek tromotor 2 angeordnet ist, der über ein Zahnradpaar 3 unmittelbar eine Blendenwelle 4 antreibt. Auf die ser ist ein an sich bekannter Brems-Fliehkraftregler 5 mit Fliehgewichten 6 und einer Bremse 7 angeordnet.
In der Kameravorderwand 9 sitzt das Objektiv 8, in dessen Strahlengang eine auf der Welle 4 sitzende Blenden-Sektor-Scheibe 10 bewegbar ist, so dass in jeder Ruhelage des periodisch fortgeschalteten Fil mes 11 je ein Bildausschnitt 12 belichtet wird.
Winkelrecht zur Blendenwelle 4 ist mittels Lager böcken 13 eine Welle 14 drehbar und längsverschieb bar geführt. Mit dieser ist ein Fihnfortschahorgan 15 starr verbunden, das aus einem planen, eine Kulisse 16 umgebenden Rahmen besteht, der zwei Winkel recht zu seiner Ebene stehende Lappen 17 aufweist. Diese sind mit je einer Durchbrechung versehen, durch welche die Welle 14 hindurchgeführt ist, mit der die Lappen starr verbunden sind.
An der der Welle 14 abgekehrten Seite ist der Rahmen mit einem über den Film 11 greifenden Vorsprung 18 versehen, der einen zum Eingreifen in die Filmperforation be stimmten Fortschaltzahn aufweist. Er wird durch eine Zugfeder 19, die an einem Lappen 20 des Rahmens angreift und an einem gehäusefesten Stift 21 veran kert ist, in Eingriff mit der Randperforation .dies Fil mes 11 gehalten.
In der Kulisse 16 ist eine an der Welle 4 :sitzende Exzenterscheibe 22 angeordnet, welche formschlüssig mit der oberen und unteren Rahmenleiste zusammen arbeitet, so dass sie den Filmfortschalter bei jeder Umdrehung der Welle auf und ab bewegt.
Der Grei- ferzahn des Vorsprungs 18 weist einen schrägen Rücken auf, der derart gestaltet ist und mit dem Film 11 zusammenarbeitet, dass bei der Aufwärts bewegung des Fihnfortschaltorgans 15 der Greifer- zahn zwangläufig aus der jeweiligen Durchbrechung des Filmes herausgedrängt wird, und zwangläufigem entsprechendem Schwenken des Fortschaltorgans 15 entgegen der Feder 19.
Sobald der Zahn die nächst- folgende Filmdurchbrechung erreicht, schnappt er unter dem Einfluss der das Fortschaltorgan 15 zu rückschwenkenden Feder 19 in diese ein. Hierbei hat das Fortschaltorgan seine untere Endlage erreicht und schaltet den Film beim nachfolgenden Abwärts- hub um einen Bildabschnitt weiter.
Am Gehäuse 1 ist ein Auslösehebel 23 um eine waagrechte Achse 24 schwenkbar gelagert. Er weist einen nach unten vorspringenden Ansatz 25 auf, der mit einem elektrischen Schalter 27 in der Strom zufuhr zum Motor 2 zusammenarbeitet. Der Schalter besteht aus zwei Kontaktfedern 26, von denen die obere unter dem Einfluss des Ansatzes 25 steht.
Am Hebel 23 sitzt ferner ein nach oben ragender Arm 28, dessen freier Endteil 29 schräg nach hinten abge bogen ist und mit dem Vorsprung 18 im Sinne eines Schaltgliedes zum willkürlichen Schwenken des Fort schalters 15 zusammenarbeitet, wobei eine Aufwärts bewegung des Armes 28, das Fortschaltorgan entge gen der Feder 19 ausser Eingriff mit dem Film bringt.
Am Hebel 23 ist ferner mittels eines Zapfens 30 ein Abdeckschieber 31 angelenkt. Dieser weist einen Längsschlitz 32 auf, mit dem ein gehäusefester Stift 33 in Eingriff steht. Durch diesen ist der Abd'eck- schieber 31 vertikal verschiebbar geführt.
Der freie Endteil des Hebels 23 ist durch einen Schlitz der Gehäusewand nach aussen geführt und mit einem Griff 35 zur Handbetätigung versehen. Beim Aufwärtsschwenken des Auslösehebels 23 werden somit unter Öffnen des Schalters 27 möglichst gleich zeitig der Zahn des Fortschaltorgans 15 ausser Ein griff mit dem Film 11 und der Abdeckschieber 31 vor den im Strahlengang befindlichen Bildausschnitt 12 gebracht, so dass bei Weiterlauf des Getriebes und selbst des Greifers der Film nicht mehr weiter geför dert und auch dann nicht mehr belichtet wird,
wenn nach dem Auslauf des gesamten Getriebes die B'len- densektorscheibe 10 mit ihrem Hellsektor vor dem Bildausschnitt 16 zu liegen kommt. Der Schalter 27 braucht nicht gleichzeitig geöffnet zu werden, da es günstiger ist, wenn beim Abschalten der Schalter 27 mit Verzögerung geöffnet, beim Einschalten dagegen vorzeitig geschlossen wird, so dass das Getriebe schon seine vorbestimmte Arbeitsgeschwindigkeit erreicht hat, wenn der Fortschalter freigegeben ist und der Film belichtet wird.
Bei der Variante gemäss Fig. 2 ist das Steuerorgan als zweiarmiger, um eine Achse 38 schwenkbarer Hebel 34 ausgebildet, dessen längerer, gelenkig mit dem Abdeckschieber 31 verbundener Hebelarm den Steueransatz 25 sowie den Schaltgliedarm 28 auf weist. Der kürzere Hebelarm ist mittels einer Schnappfeder 39 mit dem längeren Arm des zwei armig ausgebildeten Auslöschhebels 37 verbunden. Dieser ist um einen Zapfen 42 schwenkbar im Ge häuse gelagert. Sein kürzerer Arm ragt durch einen Schlitz der Gehäusewand nach aussen und ist am freien Ende mit dem Betätigungsgriff 35a versehen.
Der Hebel 34 ist durch eine Kugelrastvorrichtung 36 in seinen beiden Endstellungen fixierbar. Infolge der erwähnten unterschiedlichen Cbersetzungsverhält- nisse der Hebel 34, 37 ergeben sich bei verhältnis mässig kleinen Wegen des Auslöserhandgriffes grosse Winkeländerungen der Zugfeder 39 relativ zum Hebel 34.
Die Geschwindigkeit, mit welcher der Auslöser in der einen oder anderen Richtung von Hand betätigt wird, hat bei dieser Variante keinen Einfluss auf die Schaltfolge, da die Zugfeder 39 und die Schnapp federn der Kugelrastvorrichtung derart bemessen sind, dass der Hebel 34 erst in der Nähe der äussersten Schaltstellung des Auslösehebels 37 in Gang gesetzt wird. Vor allem ist sichergestellt, dass sich ein solcher Abschaltvorgang nicht über mehrere Bildausschnitte hinweg erstrecken kann, so dass im ungünstigsten Fall höchstens das erste und gegebenenfalls das letzte Bild einer Szene fehlbelichtet werden können.
Da es sich jedoch hierbei nicht um überbelichtungen, sondern lediglich um Unterbelichtungen handelt, werden der artige gering belichteten Bilder beim Szenenübergang vom Betrachter recht angenehm empfunden, weil hierbei der Bildübergang nicht schlagartig erfolgt, sondern durch ein oder zwei unterbelichtete Bildaus schnitte das Wiedergabefeld geringfügig abgedunkelt und dann wieder erhellt wird. Damit wird selbsttätig eine Wirkung erzielt, die sonst willkürlich durch Schliessen und Wiederöffnen der Blende beim Szenen wechsel herbeigeführt werden muss.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kinokamera mit einem vor den Bildausschnitt bewegbaren Abdeckschieber, dadurch gekennzeichnet, dass das Filmfortschaltorgan (15) und der Abdeck- schieber (31) mit dem Kameraauslöser (35; 35a) in Steuerverbindung stehen. UNTERANSPRÜCHE 1. Kamera nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Auslöser (35, 35a) ein mit dem Filmfortschaltorgan (15) zusammenarbeitendes Schalt glied (29) steuert, welches das Filmfortschaltorgan (15) bei einer Rückstellung des Auslösers durch Ab heben ausser Eingriff mit dem Film (11) bringt. 2.Kamera nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Filmfortschaltorgan mittels einer zur Filmfortschaltrichtung parallelen Welle (14) längsverschiebbar und schwenkbar gelagert ist. 3. Kamera nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Filmfortschaltorgan (15) von der Blendenwelle (4) mittels eines Exzentertriebes (22) gesteuert ist. 4. Kamera nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Abdeckschieber (31) an einem mittels des Auslösers parallel zur Filmebene beweg baren Schwenkhebel (23, 34) angelenkt ist. 5.Kamera nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der genannte Schwenkhebel (23, 34) einen mit einem Schalter (27) für den Antriebs motor (2) zusammenarbeitenden Steueransatz (25) aufweist. 6. Kamera nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ein die einzelnen Schaltbewegungen ausführendes Steuerorgan (34) mit dem Auslöser (35a) über eine Federschnappverbindung (39) ge kuppelt ist. 7. Kamera nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan in beiden End- stellungen durch eine Rastvorrichtung (36) fixierbar ist. B.Kamera nach den Unteransprüchen 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan (34) als zweiarmiger Schwenkhebel ausgebildet ist, dessen längerer, gelenkig mit dem Abdeckschieber (31) ver bundener Hebelarm den Steueransatz (25) sowie das Schaltglied (29) zum Abheben des F'ihnfortschalt- organs (15) aufweist, wogegen der kürzere Hebelarm über die Schnappfeder (39) mit dem längeren Arm eines zweiarmigen schwenkbaren Hebels (37) ver bunden ist,dessen kürzerer Hebelarm mit dem Be- tätigungsgriff (35a) für den Auslöser versehen ist.
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