CH371097A - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

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CH371097A
CH371097A CH5121757A CH5121757A CH371097A CH 371097 A CH371097 A CH 371097A CH 5121757 A CH5121757 A CH 5121757A CH 5121757 A CH5121757 A CH 5121757A CH 371097 A CH371097 A CH 371097A
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sep
solvent
hydrogen peroxide
alcohol
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CH5121757A
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Gerhard Dr Kaebisch
Albert Dr Gross
Ekkehard Dr Richter
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Degussa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/022Preparation from organic compounds
    • C01B15/023Preparation from organic compounds by the alkyl-anthraquinone process

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von Wasserstoffperoxyd    Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein     Verfahren     zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch ab  wechselnd aufeinanderfolgende     Hydrierung    gegebenen  falls substituierter     Anthrachinone        und    Oxydation der  dabei gebildeten     Anthrahydrochinone    bzw.     Oxan-          throne    in einem Lösungsmittel.  



  Für dieses sogenannte     Anthrachinon-Verfahren     zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd     sind    schon  viele Lösungsmittel vorgeschlagen worden, die meist  jedoch nur     ungenügend    die an     sie    gestellten Forde  rungen erfüllen.     Ein    ideales     Lösungsmittel        miisste     folgende     Eigenschaften    besitzen:  1. Die Löslichkeit des     Anthrachinons    soll     gross        sein.     2. Die Löslichkeit des     Anthrahydrochinons    soll gross  sein.  



  3. Das Lösungsmittel soll chemisch     inert,        insbeson-          dere        oxydations-    und     hydrierbeständig        sein.     



  4. Es soll möglichst ein billiges     Handelsprodukt    dar  stellen, das frei von     Kontaktgiften    ist.  



  5. Es soll     einen    hohen Siede- und     Flammpunkt     haben.  



  6. Die Wasserlöslichkeit soll gering     sein.     



  7. Der     Verteilungskoeffizient    für     H.02    soll hoch       sein.     



  Diese     Zusammenstellung    liesse sich noch weiter  ergänzen. Die Vielzahl der geforderten     Eigenschaften     an ein Lösungsmittel für das     Anthrachinon-Verfah-          ren    ist der Grund dafür, dass in der Praxis fast aus  schliesslich     Lösungsmittelgemische    verwendet werden,  in denen man durch geeignete Kombinationen der  Einzelkomponenten den gewünschten Eigenschaften  des Ideallösungsmittels     nahezukommen    versucht.  



  Es wurde nun gefunden, dass besonders aroma  tische Alkohole oder deren Ester die     gewünschten            Eigenschaften    des Ideallösungsmittels     besitzen.    Diese  Tatsache ist um so     überraschender,        als    man bisher  die     aliphatischen    und     cycloaliphatischen        Alkohole     oder     deren    Ester als besonders geeignete Lösungs  mittel     hervorgehoben    hat.

   Die zum Stand der Technik  gehörenden     Lösungsmittel    lösen die     Anthrahydro-          chinone        in    ausreichender Menge, doch versagen sie  als     Lösungsmittel    für die     Anthrachinone.    Die     erfin-          dungsgemäss    zu verwendenden Lösungsmittel haben  jedoch den Vorteil,     insbesondere    die     Anthrachinone     in ausreichend grosser Menge zu lösen, wie aus der  folgenden Vergleichstabelle hervorgeht:

    
EMI0001.0062     
  
    100 <SEP> ml <SEP> Lösungsmittel <SEP> lösen <SEP> g <SEP> Athylanthrachinon
<tb>  bei <SEP> 20o <SEP> C
<tb>  1. <SEP> Äthylalkohol <SEP> 0,8
<tb>  2. <SEP> Heptanole <SEP> - <SEP> Nonanole <SEP> 2-3
<tb>  3. <SEP> Cyclohexanolacetat <SEP> 4,1
<tb>  4. <SEP> Benzylalkohol <SEP> 17
<tb>  5. <SEP> ss-Phenyläthylalkohol <SEP> <B><I>15,5</I></B> <SEP> Beispiele
<tb>  6. <SEP> ss-Phenyläthylacetat <SEP> 17,6 <SEP> erfindungs  7. <SEP> ss <SEP> Phenyläthylpropionat <SEP> 12,5 <SEP> gemässer
<tb>  B. <SEP> Methoxyphenyläthylacetat <SEP> 8,5 <SEP> Lösungsmittel
<tb>  9.

   <SEP> Tolyläthylisobutyrat <SEP> 14,3       Unter aromatischen Alkoholen oder deren     Estern     sollen insbesondere     Verbindungen    verstanden werden,  die an     einem,    gegebenenfalls     substituierten        Benzol-          oder        Naphthalinkern    eine oder mehrere     Seitenketten     haben, die     mindestens        eine    alkoholische Gruppe be  sitzen, die ihrerseits wieder     verestert        :

  sein        kann.    Die      Länge der Seitenkette sollte nicht mehr als 10     C-          Atome    betragen, da sonst die Viskosität des Lösungs  mittels zu hoch wird. Als     bevorzugte    aromatische  Alkohole haben sich der     f        Phenyläthylalkohol    und  der     P-Tolyläthylalkohol    erwiesen.

   Vorzügliche Lö  sungsmittel sind weiterhin die Essigsäure-,     Propion-          säure-    und     Isobuttersäureester    der beiden genannten  Alkohole sowie der     Essigsäureester    des     Methoxy-          phenyläthylalkohols.     



  Diese bevorzugten Lösungsmittel besitzen     ein    so  grosses Lösungsvermögen für die     Anthrachinone    und       Anthrahydrochinone,    dass sie als Einzelkomponenten  für den     Kreisprozess    zur Herstellung von     Wasserstoff-          peroxyd    benutzt werden     können.    Aus dieser Tat  sache     ergibt    sich insbesondere eine     Vereinfachung    bei  der     Aufarbeitung    einer gebrauchten     Arbeitslösung,

       worunter man die Lösung des gegebenenfalls substi  tuierten     Anthrachinons    in dem     Lösungsmittel    oder       Lösungsmittelgemisch    versteht. Ein weiterer Vorteil  der     obgenannten    erfindungsgemäss zu verwendenden  Lösungsmittel ist der hohe Siedepunkt,     Flammpunkt     und Verteilungskoeffizient.  



  Die     genannten    Lösungsmittel können vorteilhaft  als     Mischkomponenten    für andere Lösungsmittel     be-          nutzt    werden und eignen sich als Lösungsmittel für  andere Reaktionsträger ausser     Äthylanthrachinon,    z. B.       für        te:rt.-Butylanthrachinon,    ein- oder     mehrmals        alky-          lierte        Anthrachinone    oder     halogenierte        Anthrachinone.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffper oxyd durch abwechselnd aufeinanderfolgende Hydrie- rung gegebenenfalls substituierter Anthrachinone, Oxydation der dabei gebildeten Anthrahydrochinone und Extraktion des entstehenden Wasserstoffperoxyds mit Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lö- sungsmittel oder Lösungsmittelbestandteil für das gegebenenfalls substituierte Anthrachinon bzw.
    Anthrahydrochinon einen aromatischen Alkohol oder einen Ester eines aromatischen Alkohols benutzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Lösungsmittel oder Lö- sungsmittelbestandteil einen Alkohol oder Ester ver wendet, der am aromatischen Kern substituiert ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass als Lösungsmittel oder Lösungs- mittelbestandteil Tolyläthylalkohol benutzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Lösungsmittel oder Lösungs- mittelbestandteil ss-Phenyläthylalkohol benutzt wird.
CH5121757A 1956-11-24 1957-10-03 Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd CH371097A (de)

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