CH371157A - Verfahren zur Herstellung einer Hochspannungsisolation auf einem elektrischen Leiter und nach diesem Verfahren hergestellte Hochspannungs-Isolation - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Hochspannungsisolation auf einem elektrischen Leiter und nach diesem Verfahren hergestellte Hochspannungs-IsolationInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Hochspannungsisolation auf einem elektrischen Leiter und nach diesem Verfahren hergestellte Hochspannungs-Isolation Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her stellung einer aus elektrischem Isolationsmaterial, ins besondere Glimmer und Trägermaterial, und Imprä gniermittel bestehenden Hochspannungsisolation auf einem elektrischen Leiter, insbesondere auf Wick lungen von elektrischen Maschinen, und eine nach diesem Verfahren hergestellte Hochspannungsisola tion.
Um eine solche Hochspannungsisolation herzu stellen, hat man bis jetzt meistens die einzelnen Lei ter der zu isolierenden Wicklung mit einem Band oder einer Folie aus Glimmer und Trägermaterial umwickelt und den fertigen Isolierwickel mit einem Imprägniermittel, meistens Kunstharz, in Vakuum imprägniert. Diese bekannte Herstellungsweise erfor dert die folgenden fünf Arbeitsgänge: 1. Der Leiter wird mit dem Isolierband um wickelt.
2. Der umwickelte Leiter wird während längerer Zeit bei erhöhter Temperatur getrocknet, um die Feuchtigkeit zu entfernen.
3. Der umwickelte und getrocknete Leiter wird unter Vakuum imprägniert.
4. Der Isolierwickel wird geformt und auf Mass gepresst.
5. Die Isolation wird ausgehärtet.
Die Imprägnierung des fertig umbändelten Lei ters bzw. Stabes unter Vakuum, ein wichtiger und unerlässlicher Schritt beim bekannten Verfahren, er fordert aber eine umfangreiche und entsprechend teu ere Vakuumimprägnieranlage, und zwar insbesondere für die Behandlung von den bei den heutigen Tur bogeneratoren vorkommenden grossen Stablängen der Wicklungen.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun mehr, ein Verfahren zur Herstellung einer Hochspan- nungsisolation auf einem elektrischen Leiter zu schaf fen, dass eine wesentliche Vereinfachung und Ver billigung der für die Ausübung des Verfahrens er forderliche Anlage ermöglicht und ausserdem auch das Verfahren an sich wesentlich vereinfacht.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der zu isolierende Leiter mit Isolationsmaterial umwik- kelt wird, welches vor der Umbändelung im Vakuum imprägniert worden ist, und während der Umbän- delung jede Lage des Isolationsmaterials mit einem Imprägniermittel bestrichen wird, worauf der um- bändelte Leiter gepresst und anschliessend ausgehärtet wird.
Dieses neue Herstellungsverfahren wird z. B. wie folgt ausgeführt, wobei gegenüber den bisherigen nur noch drei statt fünf Arbeitsgänge erforderlich sind.
Der zu isolierende Leiter wird mit einem Isolier material bekannter Art, beispielsweise Glimmer, in Form von Blättchen oder Schuppen, welches mittels einem Binder auf einem Trägerband (z. B. Glasge webe oder Papier) befestigt ist, umwickelt, wobei das Isolierband oder Isolierfolium vor dem Wickel vorgang in Vakuum bereits imprägniert worden ist.
Während der Umbändelung werden die einzelnen Lagen des Isolationsmaterials von Hand oder ma schinell mit Imprägniermittel. bestrichen, wobei es zweckmässig ist, das gleiche Mittel wie für die Va kuumimprägnierung des Isolationsmaterials zu ver wenden. Als Isolationsmaterial kann natürlich auch ein binderloses Material, z. B. Glimmerpapier mit Glasgewebeträger, verwendet werden.
Unter Um ständen kann es zweckmässig sein, das Aufwickeln des Isolationsmaterials auf den zu isolierenden Lei ter, sowie das Auftragen des Imprägniermittels wäh rend des Wickelvorganges in einem evakuierten oder mit Gas gefüllten Raum durchzuführen. Nach der Umbändelung wird der umwickelte Lei ter gepresst und dann anschliessend ausgehärtet, wobei diese beiden Arbeitsgänge genau den Arbeitsgängen 4 und 5 des bekannten Verfahrens entsprechen. Das Trocknen des Stabes und das Imprägnieren des Isolierwickels, wie beim bisherigen Verfahren not wendig war, fällt aber vollständig weg.
Beim neuen Verfahren werden keine grossen und teuren Imprägnieranlagen mehr für die Behandlung des ganzen bewickelten Leiters benötigt, sondern es genügt eine verhältnismässig kleine Anlage für das Imprägnieren des Isoliermaterials. Dieses Isolierma terial, meistens in Form von Rollen, wird in unge- trocknetem Zustand in einem kleinen Autoklaven mit einem polymerisierbaren Kunstharz unter Va kuum imprägniert.
Damit die Rollen nach der Im prägnierung nicht austrocknen oder Luft aufneh men, werden sie im Imprägnierharz in einem luft dichten Behälter aufbewahrt. Die Lagerfähigkeit des Isoliermaterials entspricht dann der Topfzeit des Harzes.
Das bei der Herstellung des Isolierwickels auf die einzelnen Lagen aufgetragene Harz wird zum Teil während des Wickelvorganges wieder heraus gedrückt und dieser Harzüberschuss verhindert grösstenteils das Einschliessen von Luftblasen. Falls noch Luftreste in der Isolation vorhanden sein soll ten, so können sie sich im Imprägnierharz lösen. Vorteilhaft ist natürlich die Verwendung eines Im prägniermittels, welches vorher entlüftet worden ist. Die Qualität der fertigen Isolation kann der nach bisherigem Verfahren hergestellten, entsprechen.
Ausser den bereits erwähnten Ersparnissen be züglich der Imprägnieranlage werden durch die An wendung des erfindungsgemässen Verfahrens noch einige weitere wesentliche Vorteile erzielt. Beim be kannten sogenannten Wannenverfahren, wo der fer tig umbändelte Leiter in einer grossen mit Imprä gnierharz gefüllten Wanne unter Vakuum imprägniert wird, geht infolge der sehr kleinen Topfzeit der ver wendeten Kunstharze der ganze Wanneninhalt zu Grunde, wenn nicht innerhalb nützlicher Frist nach der Behandlung der einen Wicklung eine weitere Anzahl mit der gleichen Harzfüllung laufend imprä gniert wird. In anderen Worten, es entstehen sehr grosse Harzverluste, wenn nicht eine grössere Anzahl Leiter im kontinuierlichen Verfahren imprägniert werden können.
Diese Harzverluste fallen bei der Imprägnierung des Isolationsmaterials anstelle des umbändelten Leiters präktisch vollständig weg.
Das neue Verfahren eignet sich nicht nur zur Iso lierung ganzer Wicklungen, sondern auch zum Aus bessern von beschädigten Stellen bei einer bestehen den Wicklung, wobei solche Reparaturen ohne wei teres an Ort und Stelle ausgeführt werden können. Ausserdem können Verbindungsstücke, z. B. Laschen, Ösen usw. zur Verbindung von im Vakuum imprä gnierten Leitern, beispielsweise Stäben von Genera torwicklungen, mit einer der vakuumimprägnierten gleichwertigen Isolation, auf diese Weise isoliert werden. Das Verfahren kann auch zur Isolierung von Kabeln angewendet werden, unabhängig davon, ob als Imprägniermittel ein Öl oder Kunstharz ver wendet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer aus elektrischem Isolationsmaterial und Imprägniermittel bestehenden Hochspannungsisolation auf einem elektrischen Lei ter, dadurch gekennzeichnet, dass der zu isolierende Leiter mit dem vorher im Vakuum imprägnierten Isolationsmaterial umwickelt wird und während der Umbändelung jede Lage des Isolationsmaterials mit einem Imprägniermittel bestrichen wird, worauf der umbändelte Leiter gepresst und anschliessend ausge härtet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Isolationsmaterial ein in Rol lenform lagerfähiges, vakuumimprägniertes Isolier band verwendet wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Imprägniermittel. auch als Binder zum Befestigen des Isolierbandes auf seinem Träger verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolationsmaterial lediglich aus einem elektrischen Isolierstoff und einem Träger material besteht. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass für die Imprägnierung ein poly- merisierbares Kunstharz verwendet wird. 5.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationsrolle bis zur Ver arbeitung in einem mit einem Imprägniermittel ge füllten Behälter unter Luftabschluss aufbewahrt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel für die Imprägnie rung der einzelnen Lagen des Isolierwickels vorher entlüftet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufwickeln des Isolations materials sowie das Auftragen des Imprägniermittels in einem evakuierten Raum erfolgt. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufwickeln des Isolations materials sowie das Auftragen des Imprägniermittels in einem mit Gas gefüllten Raum erfolgt.PATENTANSPRUCH 1I Hochspannungsisolation auf einem elektrischen Leiter, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I.
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| CH7558159A CH371157A (de) | 1959-07-10 | 1959-07-10 | Verfahren zur Herstellung einer Hochspannungsisolation auf einem elektrischen Leiter und nach diesem Verfahren hergestellte Hochspannungs-Isolation |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH371157A true CH371157A (de) | 1963-08-15 |
Family
ID=4534253
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH371157A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1276152B (de) * | 1964-11-24 | 1968-08-29 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren zur Herstellung von impraegnierten, glimmerhaltigen Isolationen fuer elektrische Leiter |
-
1959
- 1959-07-10 CH CH7558159A patent/CH371157A/de unknown
Cited By (1)
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