CH371182A - Kapazitiver Spannungswandler mit Kippschwingungsunterdrückung - Google Patents
Kapazitiver Spannungswandler mit KippschwingungsunterdrückungInfo
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Description
Kapazifiver Spannungswandler mit Kippschwingungsunterdrückung In kapazitiven Spannungswandlern, die bekannt lich aus einem kapazitiven Spannungsteiler und einem an diesen angeschlossenen induktiven Messkreis als Reihenschaltung einer Resonanzdrossel und eines in duktiven Zwischenspannungswandlers bestehen, kön nen sogenannte Ferroresonanzschwingungen auftre ten, weil. die Glieder des induktiven Messkreises im allgemeinen keine lineare Stromspannungscharakteri- stik aufweisen.
Die genannten Schwingungen werden in dem Augenblick angeregt, in dem die Induktion eines der beiden induktiven Glieder infolge einer Schalthandlung die sogenannte Knickinduktion über schreitet. Die Knickinduktion sei gemäss Fig. <B>1</B> als der Punkt a auf der ei.5-Kennlinie gekennzeichnet, von dem ab die Kennlinie von dem annähernd, gerad linigen in den gekrümmten Teil übergeht. Es hat sich gezeigt, dass unter anderem eine massgebliche Rolle für den Kippschwingungseinsatz die Grösse der Remanenzinduktion (Punkt<B>b)</B> des für den induktiven Zwischenspannungswandler verwendeten Eisens spielt.
Es muss für einen kippschwingungsfreien kapazitiven Wandler die Bedingung erfüllt sein- 2 X Nenninduk tion (Arbeitsinduktion des induktiven Zwischenspan- nungswandlers) <B>+</B> Remanenzinduktion <U>Z</U> Knickinduk tion, da im ungünstigsten Einschaltaugenblick die Nenninduktion auf den doppelten Wert steigen kann und auch in diesem Augenblick unter Berücksichti gung der Remanenzinduktion der Knickinduktion nicht überschritten werden darf.
Da eine möglichst hohe Nenninduktion im induktiven Zwischenspan- nungswandler mit Rücksicht auf ein gutes Fehlerver halten des kapazitiven Wandlers erwünscht ist, ist die Verwendung eines Eisens mit hoher Knickinduk tion und steiler Magnetisierungskurve anzustreben. Derartige Eisensorten haben aber auch eine hohe Remanenz bei verhältnismässig kleiner Koerzitivkraft. Es ist also, wie Fig. <B>1</B> erkennen lässt, nur ein kleiner Induktionsbereich B ausnutzbar.
Die Erfindung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenkern des induktiven Zwischenspan- nungswandlers durch einen die Remanenzinduktion herabdräckenden Luftspalt geschert ist. Das ist bei komorientierten Eisenblechen besonders günstig. Durch die Scherung des Eisenkernes wird ein grosser Bereich für die Nenninduktion erhalten.
In der Fig. 2 ist die sich dann ergebende Kennlinie beispielsweise gezeigt. Die Remanenzin- duktion (Punkt<B>b)</B> liegt derart tief zu der Knickinduk tion (Punkt a), dass sich ein grosser ausnutzbarer Induktionsbereich B ergibt.
Durch die Scherung <U>kann</U> zwar eine unerwünschte Erhöhung des Leerlaufstromes eintreten, die aber kompensiert werden kann.
Dies kann, wie der Fig. <B>3</B> zu entnehmen ist, z. B. dadurch geschehen, dass dem an den kapazitiven Spannungsteiler<B>1</B> über die, Drosselspule 2 mit Luft spalt angeschlossenen induktiven Zwischenspannungs- wandler <B>3</B> mit durch Luftspalt geschertem Eisenkern 4 ein Kondensator<B>5</B> parallelgeschaltet und so be messen ist,
dass die Leerlaufinduktivität des indukti ven Zwischenspannungswandlers <B>3</B> mit der parallel geschalteten Kapazität<B>5</B> einen auf die Arbeitsfre quenz des kapazitiven Spannungswandlers abgestimm ten Sperrkreis bildet.
Die Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung ein weiteres Ausführ <B>*</B> ungsbeispiel des kapazitiven Span- nungswandlers gemäss der Erfindung. Der kapazitive Spannungsteiler ist als Kondensatorsäule in dem Isolator<B>10'</B> untergebracht, während der induktiye Zwischenspannungswandler in dem den Isolator<B>10</B> tragenden Kessel<B>11</B> angeordnet ist.
Die Wicklun gen 12 und<B>13</B> des induktiven Zwischenspannungs- wandlers sind auf den durch Luftspalt gescherten Eisenkern 14 aufgebracht. In dem Kessel<B>11</B> ist auch gegebenenfalls der Parallelkondensator unterg gebracht. Durch die Scherung des Eisenkems lässt sich für die normalen Betriebsverhältnisse eine Auslegung des induktiven Zwischenspannungswandlers mit ge nügend hoher Nenninduktion wirtschaftlich errei
chen. Wie Versuche gezeigt haben, tritt bei einem dementsprechend ausgelegten Wandler auch bei un günstigster Wahl des Einschaltmomentes kein An- schwingen des Wandlers ein, so dass vom ersten Augenblick des Einschaltens an und für alle weiteren Zeitabschnitte die Sekundärspannung ein getreues Abbild der Primärspannung ist.
Bei aussergewöhnlichen Netzzuständen, z. B. in einem mit einem mit einphasigem Erdschluss behaf teten Netz, steigt die Spannung<U>an</U> den Wandlern in den gesunden Phasen auf den 1/3fachen Wert. Würde man die Wandler allein so auslegen, dass sie auch bei diesen Spannungen die günstigsten Ergebnisse wie im Normalbetrieb zeigen, so müsste die Nenn induktion auf den
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-Teil vermindert werden, und es wäre somit für die hauptsächlich und zeitlich vor wiegend vorkommenden Betriebsfälle eine in bezug auf den Materialaufwand nicht wirtschaftliche Lösung vorhanden.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, kann zusätz lich noch eine Funkenstrecke parallel zu einem Glied des induktiven Messkreises (z. B. zum Teilerkonden- sator, zur Resonanzdrossel, zum induktiven Zwischen <B>-</B> wandler) angebracht sein, welche dann in Funktion spannun,' s tritt, wenn es sich um Schalthandlungen mit aussergewöhnlichen Spannungen handelt, die über den Werten der normalen Nennspannungen liegen,
für die die Wandler ausgelegt sind.
ID In der Fig. <B>5</B> ist ein weiteres Ausführtingsbeispiel im vorerwähnten Sinn gezeigt. An den kapazitiven Spannungsteiler<B>1</B> ist über die Drosselspule 2 mit Luftspalt der induktive Zwischenspannungswandler <B>3</B> mit durch Luftspalt geschertem Eisenkern 4 ange schlossen.
Zweckmässig ist noch der Kondensator<B>5</B> vorgesehen, der so bemessen ist, dass die Leerlauf- induktivität des induktiven Zwischenspannungswand- lers <B>3</B> mit dem parallelgeschalteten Kondensator<B>5</B> einen auf die Arbeitsfrequenz des kapazitiven Span- nungswandlers abgestimmten Sperrkreis bildet.
Zu sätzlich ist zu einem Glied des induktiven Messkrei- ses <B>-</B> in dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. <B>5</B> parallel zum Teilerkondensator des Messkreises <B>-</B> die Funkenstrecke<B>6</B> (z. B. Löschfunkenstrecke) ge schaltet.
Natürlich kann man der Auffassung sein, dass eine Funkenstrecke allein imstande ist, das Entste- hen von stationären Kippschwingungen zu vermeiden. Die Wirkung einer Funkenstrecke kann aber erst ein treten, wenn die Ursache für ihr Ansprechen gegeben ist, nämlich das Entfachen oder Entstehen von Kipp schwingungen. In dem Zeitabschnitt, nämlich vom Einschalten bis zum Ansprechen, muss also ein An- kippen des Wandlers vorhanden sein, womit aber Spannungsverzerrungen der Sekundärspannung ge genüber der Primärspannung unerwünschterweise zwangläufig verbunden sind.
Dieser unerwünschte Effekt wäre dann stets bei den überwiegend vorkom menden Schalthandlungen bei normalen Spannungs verhältnissen vorhanden. Im Hinblick auf diese Tat sache ist es zweckmässig und wirtschaftlich, die Wand- ler durch den gescherten Kern für die vorwiegend vorkommenden Schalthandlungen bei Normalspan nungen (z. B. Zuschalten von Netzteilen) kippschwin- gungsfrei zu machen und für die Vermeidung von Kippschwingungen bei Schalthandlungen mit abnor malen Schaltspannungen (z. B. einpolige Erdschlüsse im Netz) zusätzlich eine Funkenstrecke zu einem Glied des induktiven Messkreises anzubringen.
In der Fig. <B>6</B> ist in schematischer Darstellung ein letztes Ausführungsbeispiel des kapazitiven Span- nungswandlers gezeigt. Der kapazitive Spannungstei- ler ist als Kondensatorsäule mit der zusätzlichen Fun kenstrecke in dem Isolator<B>10</B> untergebracht, wäh rend der induktive Zwischenspannungswandler in dem den Isolator<B>10</B> tragenden Kessel<B>11</B> angeordnet ist.
Die Wicklungen 12 und<B>13</B> des induktiven Zwi- schenspannungswandlers sind auf den gescherten Eisenkern 14 aufgebracht. In dem Kessel,<B>11</B> ist auch gegebenenfalls der Parallelkondensator untergebracht.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Kapazitiver Spannungswandler, aus kapazitivem Spannungsteiler und induktivem Messkreis bestehend, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenkern des in duktiven Zwischenspannungswandlers im Messkreis durch einen die Remanenzinduktion herabdrückenden Luftspalt geschert ist.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Kapazitiver Spannungswandler nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für den Eisen kern ein Eisen steiler Magnetisierungskennlinie, klei ner Koerzitivkraft und hoher Sättigungsinduktion, z. B. komorientiertes, kaltgewalztes Eisenblech, ver wendet ist.2. Kapazitiver Spannungswandler nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem induk tiven Zwischenspannungswandler ein Kondensator parallelgeschaltet ist, der mit der Leerlaufinduktivität des induktiven Zwischenspannungswandlers einen auf die Arbeitsfrequenz abgestimmten Sperrkreis bildet.<B>3.</B> Kapazitiver Spannungswandler nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich noch eine Funkenstrecke parallel zum Teflerkondensator, zur Resonanzdrossel oder zum induktiven Zwischen- spannungswandler des induktiven Messkreises ange bracht ist, welche dann in Funktion tritt, wenn es sich um Schalthandlungen mit aussergewöhnlichen Spannungen handelt, die über den Werten der nor- malen Nennspannungen liegen, für die die Wandler ausgelegt sind.
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