CH371267A - Waagrechte Messlatte für geodätische Messungen - Google Patents

Waagrechte Messlatte für geodätische Messungen

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CH371267A
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CH6673458A
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Kasparik Zdenek
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Meopta Praha Narodni Podnik
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C15/00Surveying instruments or accessories not provided for in groups G01C1/00 - G01C13/00
    • G01C15/02Means for marking measuring points
    • G01C15/06Surveyors' staffs; Movable markers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)

Description


  



  Waagrechte Messlatte für geodätische Messungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine waagrechte Messlatte für geodätische Messungen von Entfernungen und Höhenunterschieden unter Verwendung eines optischen Doppelbildentfernungsmessers, der mit einem optischen Mikrometer mit   rhombischem    Prisma ausgerüstet ist, auf welcher eine Hauptskala und mehrere quer zur Längsrichtung der Hauptskala ver  schobene    Nebenskalen angeordnet sind.



   Bei den sogenannten   Doppelbildautoreduktions-    tachimetern sind   Messlatten    bekannt, bei welchen die einfachen Skalen in verschiedenen Hälften der Messlatten angeordnet sind. Die Verschiebung des Bildes bei einer von diesen Skalen erfolgt in Abhängigkeit von dem Höhenwinkel unter Anwendung bekannter optischer Mittel. Bei dieser Anordnung ist aber ein direktes Ablesen der negativen Werte unmöglich.



   Bei den andern bekannten   Doppelbilddistanzmes-    sern, die an die   Objektivfassung    des   Fernrohres    eines geodätischen Messgerätes aufgesteckt werden, sind die Skalen in verschiedenen Hälften der Messlatte ausgebildet, um beim Zusammensetzen der Bilder im Sehfelde ein übersichtliches Bild der Teilungen der Hauptskala und der Nebenskala (des Nonius) zu erhalten. Bei den bisher bekannten Ausführungen sind die mit der Hauptskala in Berührung stehenden Felder und die unmittelbar neben der Nebenskala (d'em Nonius) liegenden Felder mit derselben Farbe wie die Teilungsstriche gefärbt. Diese Messlatten haben den Nachteil, dass das Ablesen der Skala nur in sehr begrenztem Umfange erfolgen kann.



   Die vorliegende Erfindung beseitigt die Nachteile der bekannten waagrechten Messlatten und ermöglicht ein direktes Ablesen der Teilung nicht nur im   positi-    ven, sondern auch im negativen Bereich der Skala.



  Das Wesen der Erfindung besteht darin,   dfass    die mit Ablesemarken von Winkelform versehene   Haupt-    skala in ihrem   Nullabschnitt    aneinanderschliessende Teilungen mit positiven und negativen Werten trägt, und dass die Nebenskalen, deren Ablesemarken mit denen der Hauptskala gleichwinklig sind, im Nullabschnitt angebracht sind zur Ermittlung der gemessenen   Einerstelle    mit Hilfe der Werte der   Haupt-    skala.



   Ein Ausführungsbeispiel des   Erfindungsgegen-    standes ist beispielsweise in den Zeichnungen dargestellt.



   Fig.   1    zeigt eine Gesamtansicht der waagrechten Messlatte 3, welche mit einer vertikalen Messlatte 2 zusammen an einem gemeinsamen Stativ   1    befestigt ist. Dabei sind die wesentlichen Details (welche durch Kreise angedeutet sind) in derselben Fig.   1    vergrössert veranschaulicht.



   Fig. 2 zeigt schematisch die Details eines aufsteckbaren optischen   Doppelbildentfernungsmessers    für Messungen mit der erfindungsgemässen Messlatte.



   Fig. 3 zeigt das Detail der an der Messlatte angebrachten Skalen in prinzipieller Ausführung.



   Fig. 4 zeigt einen Abschnitt der Messlattenskalen, und die
Fig. 5 und 6 zeigen die Bilder im Sehfelde eines   Femrohres,    das mit einer Entfernungsmesseinrichtung versehen ist.



   Gemäss der Erfindung ist an der waagrechten Messlatte 3 ein Paar   Hauptskalen    aufgezeichnet, welches einerseits eine Dezimeterteilung 4 und 5,   ander-    seits eine   Zentimeterteilung    6 und 7 besitzen. An derselben waagrechten Messlatte 3 sind weiter zwei Ab  lesemarken    8   und 9 mit einer Zentimeterteilung    angeordnet, die durch gleichschenkelige Dreiecke gegeben ist. Die Ablesemarken 8 und 9 befinden sich im   Nullbereich    der Skalen 4 und 5 und sind in der   Quer-    richtung der Skalen um die Grösse X verschoben.



   Bei der Messung muss eine   Entfemungsmessein-    richtung gemäss Fig. 2 auf das Objektiv 10 des Fern rohres aufgesteckt werden. Diese Einrichtung besteht im wesentlichen, aus folgenden Teilen :    1.    An der unteren Hälfte des Objektivs 10 ist das Drehkeilpaar 11 befestigt, das aus zwei gegeneinander drehbaren optischen Keilen besteht. Diese Keile verursachen die Verschiebung der Bilder der   Messlattenteilung    n g im Sehfelde des Fernrohres. Aus dieser Verschiebung wird dann die unbekannte   Ent-      fernung    bzw. der unbekannte   Höhenunterschied      fest-    gestellt. Die ganze Einrichtung ist verstellbar, und zwar in   Abhängigkeit    i gk e i t vom   Hohenwinkel.   



     2.    Zur Verschiebung des Bildes der Ablesemarke um den Betrag   X      (Fig.      4)    quer zur   Messlatte      3,      5    kann eine optische Anordnung angewendet werden, welche in Form eines rhombischen Prismas 12   aus-    gebildet ist, die gleichzeitig einen Teil des optischen Mikrometers darstellt.



     3.    Die optische Mikrometereinrichtung bzw. das optische Mikrometer dient zu einem begrenzten Verschieben des Nebenskalabildes 8 und 9 in der   Longs-    richtung der Messlatte. Diese Verschiebung ermöglicht das Ablesen von Bruchteilen der Hauptskala 4 und 5 dadurch, dass das Bild der Dreiecke der Nebenskala in die Mitte der   Dezimalteilungsdreiecke    der   Haupt-      skala geführt    wird. Das optische Mikrometer ist dabei durch das rhombische Prisma 12 gebildet, welches mit einem von Hand betätigten Knopf 13 verschwenkt werden kann, der eine   (nicht dargestellte)    n i c h t d a r g e s t e l l t e ) Skala zum Ablesen der Bruchteile der Teilungen 6 und 7   trägt.   



   Die   Haupt-und    Nebenskala besteht, wie Fig.   3    zeigt, prinzipiell aus einer Skala   4 im weissen Mess-    w e i ¯ e n M e ¯ felde und einer einfachen   Nebenskala    6', die um den Betrag   X    in Querrichtung verschoben ist, der durch die Konstante der   Entfernungsmesseinrichtung      gege-    ben ist.



   In der Praxis benützt man besser Dezimalskalen, die   gemäss    Fig. F i g   1    die Form spitzer Dreiecke   6,      7,    gemϯ Fig. 4 die Form abgestumpfter Dreiecke 6", 7" haben. Im Grenzfall, d. h. wenn der Dreieckswinkel null wird, gehen die abgestumpften Dreiecke in Rechtecke   tuber.    Die Ablesemarken   8,      9    bzw.   8',      9'    der Nebenskalen sind   gleichwinkelig    mit den Ablesemarken der Skalen 6 bzw.   7.   



   Fig.   5    zeigt das Bild im Sehfelde eines   Fernrohres    und bei Messung der   Entfernung    bzw. des positiven   Höhenunterschiedes    u n t e r s c h i e d e s unter Anwendung der   erfin-      dungsgemässen    Messlatte. Die Verschiebung des   Bil-    des der Hauptskala   4'und    5'hinsichtlich des Bildes der Nebenskala   8'und    9'erfolgt mittels des schon erwähnten Drehkeilpaares 11, das der unteren Hälfte des Objektivs 10 vorgeschaltet ist.

   Diese Verschiebung hängt von der unbekannten   Entfernung    und vom   Höhenwinkel      ab.    Am Anfang des Messvorganges bzw. vor dem Ablesen der Entfernung oder des   Hö-      henunterschiedes muss    n t e r s c h i e d e s m u ¯ man das Bild der Nebenskala   8'und 9'mit    9 @ m i t Hilfe des optischen   Mikrometers    in die Mitte der   dreieckförmigen    Teilung des Bildes der Hauptskala   6'und    7'einstellen. Wenn die   Multipli-      kationskonstante    des   Drehkeilpaares    gleich 100 ist, so gibt die   Dezimeterhauptskala    im Sehfelde ein Zehntel der Entfernung in Metern an.

   Die Nummer     2      entspricht also der Distanz   20 Meter  , wozu noch die Reste von 5 Metern aus dem   Hauptskalenbild    und von 3 Metern aus dem Nebenskalenbild addiert werden müssen. Die totale Entfernung bzw. der totale Höhenunterschied ist demnach durch die Summe   + 20 + 5 + 3 = +28 Meter    gegeben. Die noch   übrigbleibenden Dezimeter    und Zentimeter der Entfernung bzw. des Höhenunterschiedes können auf der Skala des Knopfes 13 des optischen Mikrometers (Fig. 2) festgestellt werden.



   Ein Beispiel für das Ablesen eines negativen   Hö-    henunterschiedes zeigt Fig. 6. Die Nummer-3 im Sehfelde entspricht einem negativen Höhenunter  schied    von-30 Metern. Die vier Teilstriche der   Nebenskala    8 und 9 geben eine negative Differenz von-4 Metern an. Die totale Höhendifferenz ist also -30 + (-4)   =-34    Meter. Die Höhenmessung wird ausgeführt, indem das Drehkeilpaar des Distanzmessers um   90     gegenüber der Stellung für Entfernungsmessung verschwenkt wird, wie an anderer Stelle näher erläutert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Waagrechte Messlatte für geodätische Messungen von Entfernungen und Höhenunterschieden mit der Basis im Zielpunkt unter Verwendung eines optischen Doppelbildentfernungsmessers, der mit einem optischen Mikrometer mit rhombischem Prisma ausge rüstet ist, auf welcher eine Hauptskala und mehrere quer zur Längsrichtung der Hauptskala verschobene Nebenskalen angeordnet sind, dadurch gekennzeich- net, dass die mit Ablesemarken von Winkelform versehene Hauptskala (4, 5) in ihrem Nutlabschnitt an einanderschlielssende Teilungen mit positiven und negativen Werten trägt, und dass die Nebenskalen (8, 9), deren Ablesemarken mit denen der Hauptskala gleichwinkelig sind,
    im Nuillabschnitt angebracht sind zur Ermittlung der gemessenen Einerstelle mit Hilfe der Werte der Hauptskala.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Messlatte nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dal3 die Hauptskalen (4, 5) ausser der seitlichen Teilungsbezifferung eine auf der anderen Seite des Messfeldes angebrachte Dezimalteilung aufweisen.
    2. Messlatte nach Patentanspruch und Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der anderen Seite des Messfeldes angebrachte Dezimalteilung die Form spitzer Dreiecke (6, 7) hat.
    3. Messlatte nach Patentanspruch und Unteranspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der anderen Seite des Messfeldes angebrachte Dezimalteilung die Form abgestumpfter Dreiecke (6", 7") hat.
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