CH371305A - Ventilanordnung an Kolbenpumpen - Google Patents
Ventilanordnung an KolbenpumpenInfo
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Description
Ventilanordnung an Kolbenpumpen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ventil anordnung an Kolbenpumpen, insbesondere Kraft- stoffeinspritzpuanpen für Brennkraftmaschinen, mit mindestens einem Saugventil und mindestens einem davon unabhängig arbeitenden Druckventil.
Bei bekannten. Ven;ti'lanordhungen dieser Art hat jedes Ventil ein eigens Ventilgehäuse, oder es sind beide Ventile unmittelbar im Motorgehäuse unter- gebracht, wobei ausserdem das Saugventil zeitweise den Dichtsitz für das Druckventil bildet. Solche An ordnungen weisen somit neben einer verwickelten Bauart noch den Nachteil einer unerwünschten Funk tionsabhängigkeit zwischen Saug- und Druckvorgang auf.
Es ist das Ziel der Erfindung, diese Nachteile zu vermeiden und durch besonders günstige, zweck- msässige Gestaltung der Ventilanordnung die Anzahl der Verbindungsleitungen und d'er Aufbauelemente auf ein Mindestmass herabzusetzen, die Herstellung wesentlich, zu vereinfachen und die Fertigungskosten zu senken.
Diese Aufgabe soll erfindungsgemäss da durch gelöst sein, dass die beiden Ventile in einem gemeinsamen Ventilgehäuse angeordnet sind, wobei das Saugventil eine axiale Bohrung aufweist, welche sich vom Kolbenarbeitsraum gegen die Druckleitung hin erstreckt.
Ein besonderer Vorteil wird erreicht, wenn die Führungsschäfte beider Ventile in einer gemeinsamen Bohrung des Ventilgehäuses angeordnet sind und wenn die Dichtfläche des Saugventils an der einen Stirnseite und diejenige des Druckventils an der an- deren Stirnseite des Ventilgehäuses vorgesehen ist.
Bei der bevorzugten Bauart ist den beiden Ven tilen auch noch eine gemeinsame Ventil'schliessfeder zugeordsnet. Hierbei empfiehlt sich, die Ventilschliess- feder im Innern der Führungsschäfte unterzubringen und mit ihren Enden an den beiden Ventilkörpern an- greifen zu lassen. Es ist darüber hinaus von Vorteil,
das Saug- und das Druckventil sowie die gemeinsame Ventilschliessfeder derart in das Ventilgehäuse ein zusetzen, dass sich eine in sich geschlossene, einbau fertige Ventileinheit ergibt. Auf diese Weisse erreicht man nicht nur eine Vereinfachung in .der Lagerhal tung, sondern auch eine Erleichterung bei der Mon tage der Kolbenpumpe.
Es kann zwischen der Führungsbohrung und dem Ventilschaft des Saugventils entweder ein Spiel vor gesehen sein. oder aber der Ventilschaft kann selbst mit Passung abdichtend in die Führungsbohrung ein- greifen. Im letzteren Falle wird am Saugventil eine die Saugleitung gegen .die Druckseite abschliessende Dichtfläche
entfallen können.
Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschrei bung an in der Zeichnung veranschaulichten Ausfüh- rungsbelspielen näher erläutert. Fig. 1 stellt eine als geschlossene Einheit ausgebildete Saug- und Druck- venbilanordnung im Querschnitt dar.
Fig.2 und 3 geben eine Einzelheit und eine Variante zu Fig. 1 wieder.
Die Fig. 1 stellt die Ventilanordnung an einer bei Brennkraftmaschinen verwen.dtten Kraftstoffeinspritz- pumpe bekannter Art und: Arbeitsweise dar. Im Pum penkörper 1 ist eine Kolbenbüchse 2 befestigt, in der ein auf und ab beweglicher, beispielsweise durch eine Nockenwelle angetriebener Kolben 3 geführt ist.
Auf die Stirnseite der Kolbenbüchse 2 wird: mit Hilfe eines Schraubnippels 6 ein. Ventilgehäuse 4 abdichtend aufgedrückt. Der Saugraum der Pumpe ist mit 7 bezeichnet,
und die Saugbohrungen im Vent'dgehäuse 4 tragen das Bezugszeichen 4a und münden in eine Ringnute 4g-.
In der achsmittigen Führungsbohrung 4c des Ventilgehäuses 4 ist der Schaft eines Saugven tils 10 geführt, dessen ringförnuge Dichtfläche 10b die Saugnute <I>4g-</I> .gegen den Kolbenarbeitsraum<I>2a</I> -abdichtet. In der gleichen achsmittigen Bohrung 4c des Ventilgehäuses 4 sitzt nun auch der Führungsschaft des Druckventils 12,
welches an der oberen stirn- seitigen Dichtfläche 4d des Ventilgehäuses 4 aufsitzt. Eine achsmittige Bohrung 12a und zwei Querbohrun- gen 12b des Ventils 12 schaffen die Verbindung zwi schen der axialen Bohrung 10d des Saugventils und der Druckbohrung 6a.
In einer Einfräsung des Saug- ventilkörpers (Teller) sitzt ein Stift 13, und im Druck ventilkörper isst ein weiterer Stift 14 befestigt (Fig. 2), die zur Aufhängung einer die beiden Ventile in Schliessstellung haltenden Feder 15 dienen.
Der Führungsschaft des Saugventils 10 ist also miteiner achsmittigen Bohrung 10d versehen, welche sich vom Arbeitsraum 2a zur Druckbohrung 12a er streckt.
Dadurch wird einerseits kürzeste, volumen- mindernd:.- Verbindung vom Arbeitsraum 2a zur Druckseite geschaffen, was zur Vermeidung von un- erwünschten Schwingungen im Druckleitungssystem und somit zur Erreichung der gewünschten Gleich mässigkeit in der Fördercharakteristik erheblich bei trägt.
Anderseits wird durch die beschiebene Ausbil dung eine im Verhältnis zu den bekannten Bauarten wesentliche Vereinfachung und Verbilligung bei der Serienfertigung erzielt. Zunächst einmal :ersetzt eine einzige Bohrung im Saugventilschaft ein System von um das Saugventil herum im Ventilkörper geführten und im Druckventilkörper wieder verziüigten Boh rungen bei den bekannten Bauarten.
Ferner lässt sich die achsmittige Bohrung im Seugventilschaft in einem Zuge mit anderen Bearbeitungsoperationen an der Maschinz ausführen und' demzufolge eine Einsparung erzielen.
Ausser den bereits erwähnten Vorteilen bietet die beschriebene Bauart noch weitere Vorzüge. Statt in zwei getrennten Ventilgehäusen sind nunmehr beide Ventile in einem gemeinsamen Ventilgehäuse unter gebracht, an dessen Stirnseiten sich die Dichtflächen befinden., während die zentrale Bohrung desselben den beiden Ventilen als gemeinsame Führung dient.
Diese drei Hauptflächen des Ventfgeh äuses sind leicht zugänglich und lassen sich demzufolge ohne Schwierigkeiten und mit einwandfreier Genauigkeit im Schleif-, Läpp- od-; r Honvorgang bearbeiten.
Es ist ausserdem einleuchtend, dass sich die Montage einer solchen Ventileinheit und ihre Lagerhaltung äusserst einfach durchführen lässt. Ferner sind im fer tigmontierten Zustand die Dichtflächen dar Ventile zugedeckt, so dass eine Beschädigung oder Verschmut- zung dieser sehr empfindlichen Flächen praktisch aus geschlossen .ist.
Man kann den Saugventilschaft mit Spiel in seine Führungsbohrung eingreifen und das Ventil nur an der Ringfläche 10b abdichten lassen. Für andere Be triebsfälle lä.sst sich dagegen der Ventilschaft auch in seine Führungsbohrung mit geeignetem Dichtsitz ohne Schwierigkeiten einläppen.
In Fig. 3 ist eine andere Ausführung der Ventil- anordnung dargestellt. Das Druckventil 12' ist hier mit einem vollen Führungsschaft versehen, an dessem Umfang einige Axialnuten 12a' eingearbeitet sind.
Ein Zapfen 12" des Druckventils trägt einen Feder- teller 16, an -dem sich das eine Ende einer Ventil- schliessfedier 17 abstützt. Das andere Ende der Feder 17 drückt gegen einen inneren Bund 10e des Saug ventils<B>10.</B> Im übrigen sind das Saugventil 10 und das Druckventil 12' in gleicher Art wie nach Fig. 2 im Ventilgehäuse 4 eingesetzt.
Bei der zuletzt besprochenen Ausführung können beide Ventile nicht nur in der gleichen Bohrung an geordnet, sondern auch beispielsweise mit gleichen Aussenabmessungen versehen sein, was zu einer wei teren Vereinfachung führt. Darüber hinaus lässt sich die Ventilanordnung auch bei Pumpen anderer als beschriebener Art benützen, z. B. bei hydraulischen Förderpumpen oder dergleichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Ventilanordnung an Kolbenpumpen, mit minde stens einem Saugventil und mindestens einem davon unabhängig arbeitenden Druckventil, dadurch gekenn zeichnet, dass die beiden Ventile in einem gemein samen Ventilgehäuse angeordnet sind, wobei das Saugventil eine axiale Bohrung aufweist, welche sich vom Kolbenarbeitsraum gegen die Druckleitung hin erstreckt:. UNTERANSPRÜCHE 1. Ventilanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschäfte beider Ven tile in einer gemeinsamen Führungsbohrung dies Ven tilgehäuses angeordnet sind. 2. Ventilanordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Dichtfläche des Saug ventils an der einen Stirnseite und diejenige des Druckventils an dar anderen Stirnseite dies Ventil gehäuses vorgesehen ist.3. Ventilanordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass den beiden Ventilen eine gemeinsame Ventilschliessfeder zugeordnet ist. 4. Ventilanordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Venflschliessfed'er im Innern der Führungsschäfte untergebracht und: mit ihren Enden an den beiden Ventilkörpern verankert ist. 5.Ventilanordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Ventilschliessfeder im Innern :der Bohrung des Saugventils derart angeordnet ist, dass sie mit ihrem einen Ende gegen einen inneren Bund das Saugventils und mit ihrem anderen Ende gegen einen Federteller drückt, der an einem Zapfen des Druckventils sitzt. 6.Ventilanordnung nach Unteranspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsschaft des Saug ventils mit Spiel in seine Führungsbohrung eingreift. 7. Ventilanordnung nach Unteranspruch 1, da- duTch gekennzeichnet, dass der Führungsschaft des Saugventilis mit Dichtpassung in seine Führungsboh rung eingreift.
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