CH371384A - Einrichtung zur Erhitzung von feinkörnigem Gut, insbesondere Zementrohmehl - Google Patents
Einrichtung zur Erhitzung von feinkörnigem Gut, insbesondere ZementrohmehlInfo
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Description
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Einrichtung zur Erhitzung von feinkörnigem Gut, insbesondere Zementrohmehl Bekannte Einrichtungen dieser Art bestehen aus mehreren Zyklonen, welche durch Rohrleitungen so untereinander verbunden sind, dass mittels eines Gebläses die Abgase eines Drehrohrofens nacheinander durch die einzelnen Zyklone gesaugt werden, während die Staubaustragrohre eines jeden Zyklons mit Ausnahme des letzten, in das zum folgenden Zyklon führende Abgasrohr einmünden.
Die Zyklone können dabei je in zwei Reihen übereinander angeordnet werden, wobei die Zyklone einer jeden Reihe derart zueinander versetzt sind, dass ein Zyklon der einen Reihe genau in Höhe der Lücke angeordnet ist, die zwischen zwei Zyklonen der Nachbarreihe freigelassen ist.
Dadurch, dass die Zyklone in ihrer Achse senkrecht übereinander angeordnet sind, ergibt sich für die gesamte Anlage eine ausser- ordentlich grosse Bauhöhe, wenn man bedenkt, dass zur Ausnützung eines vorhandenen Wärmegefälles der Abgase vier und mehr Zyklone übereinander angeordnet werden müssen, wobei jeweils das staub- förmige Gut in den Rohrkrümmer eingeleitet wird, der zum nächsten Zyklon der Nachbarreihe führt.
Bei einer normal grossen Anlage ergibt sich dadurch ein Turm von etwa 40 m Bauhöhe, der naturgemäss eine grosse und teure Stahl- oder Betonkonstruktion zur Aufnahme der einzelnen Zyklone erfordert.
Ein weiterer Nachteil bekannter Anlagen besteht darin, dass für die überführung der Abgase, bzw. des staubförmigen Gutes von einem Zyklon zum nächstfolgenden Zyklon der Nachbarreihe Krümmer Anwendung finden müssen, die sehr oft die Ursache für Betriebsstörungen bilden. Die Erfahrung hat gelehrt, dass sich in den Krümmern das staubförmige Gut absetzt und teilweise anbäckt, wodurch der freie Durchgangsquerschnitt immer mehr verringert wird. Man musste deshalb viele Stosslöcher anbringen, um die Rohrleitungen laufend reinigen zu können.
Damit inan eine grosse Anzahl solcher Löcher vorsehen kann, hat man sogar vorgeschlagen, die Rohrleitungen bzw. Krümmer im Querschnitt viereckig auszuführen, was den Aufbau der Anlage naturge- mäss weiter verteuert. Ausserdem erfordert aber die Reinigung der Rohre eine erhebliche Anzahl von Fachkräften.
Durch die Erfindung worden die geschilderten Mängel restlos beseitigt, indem die einzelnen Zyklone mit ihren Achsen zur Lotrechten geneigt angeordnet sind. Die einzelnen Zyklone sitzen vorteilhaft in der Höhe übereinander und versetzt zueinander, jedoch stets derart, dass sie durch geradlinige Rohre verbunden werden können.
Zweckmässigerwesse sind die Mittelachsen der einzelnen Zyklone etwa um 450 zur Senkrechten ge- neigt, so dass dann die Mittelachse des in einer Reihe liegenden Zyklons senkrecht zur Mittelachse des nächsttieferen Zyklons der Nachbarreihe verläuft.
Die Mittelachsen aller Zyklone bilden etwa eine Zickzacklinie. Die Schräganordnung ergibt den Vorteil, dass die einzelnen Zyklone sehr dicht anein- andergerückt werden können und dass für ihre Verbindung nur kurze, gerade Rohre benötigt werden und irgendwelche Krümmer vollständig in Wegfall kommen.
Vorteilhaft liegen die Staubaustragrohre und die Abgasrohre eines jeden Zyklons in zueinander etwa parallelen Ebenen. Das Gasführumgsrohr eines Zy- klons verläuft dabei genau in der Mittelachse des nächsttieferen Zyklons, während das Staubaustragsrohr etwa senkrecht in das Abgasrohr einmündet, welches. diesen Zyklon mit dem vorangehenden Zyklon verbindet.
Die einzelnen Rohrleitungen können,
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je nach den Gegebenheiten des Betriebes, radial oder tangential in den jeweiligen Zyklon einmünden. Das Staubaustragsrohr kann eine etwa in der Ebene des Bodens des Zyklons liegende Schurre sein.
Zweckmässig können die einzelnen Zyklone nach oben hin jeweils im Durchmesser kleiner werden, da die Temperatur der Abgase von einem Zyklon zum anderen abnimmt, und somit bei Beibehaltung gleicher Strömungsgeschwindigkeiten die Zyklone im Durchmesser nach oben hin kleiner werden müssen.
Die Erfindung lässt verschiedene konstruktive Ausführungsmöglichkeiten zu. Eine davon ist in der Zeichnung wiedergegeben. Es zeigen Fig. 1 eine schematische Darstellung der gesamten Anlage; Fig. 2 eine Darstellung des Achsenverlaufs der einzelnen Zyklone; Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie a-b durch den obersten Zyklon gemäss Fig. 1, und Fig. 4 eine ähnliche Schnittdarstellung wie Fig. 3 durch eine andere Ausbildungsform eines Zyklons.
An den Drehofen 1 bekannter Bauart schliesst sich die Zyklonanlage an, die aus den Zyklonen 2, 3, 4 und 5 gebildet ist.
Selbstverständlich können entsprechend den Erfordernissen des Betriebs auch eine grössere Anzahl von Zyklonen übereinander in. einer Anlage zusam- mengefasst sein. Die Mittelachsen der einzelnen Zyklone bilden gemäss Fig. 2 etwa eine Zickzacklinie, wobei sie mit der Lotrechten 1-I jeweils einen Winkel von 4511 einschliessen, d. h. die Mittelachsen der aufeinanderfolgenden Zyklone stehen etwa rechtwinklig zueinander.
Der unterste Zyklon 2 ist mit dem Drehrohrofen 1 durch ein Abgasrohr 6 und durch ein Staubaustragsrohr 7 in der gezeigten Weise verbunden. Das Rohr 7 bildet eine Schurre, die das sich im Zyklon 2 ausscheidende staubförmige Gut in den Drehofen 1 überführt. Die heissen Abgase des Ofens treten über die Abgasleitung 6 am oberen Ende in den Zyklon 2 ein.
Der Zyklon 3 ist um ein gewisses Mass höher als der Zyklon 2 angeordnet, wobei dessen Staubaustragsrohr 7a in das Abgasrohr 6 einmündet und dessen Abgasrohr 6a, in der Mittelachse des Zyklons, 2 liegend, in diesen hineinreicht und geradlinig an das obere Ende des Zyklons 3 herangeführt ist. In der gleichen Weise sind auch die übrigen Zyklone 4 und 5 angeordnet und über kurze, gerade Staubaustragsrohre und Abgasrohre miteinander verbunden, wobei jeweils das Staubaustragsrohr 7b bzw. 7c in das die beiden tieferliegenden Zyklone verbindende Abgasrohr 6a bzw. 6b einmündet.
Die aus dem Zyklon 5 herausgeführte Abgasleitung 6d führt zu einem nicht dargestellten Gebläse, bzw. zu einem Filter, während die Rohrleitung 7d, die in die Abgasleitung 6c einmündet, mit der Aufgabestelle für das staubförmige Ofengut verbunden ist.
Gemäss Fig. 3 kann das Staubaustragsrohr 7c radial sich verjüngend vom Boden des Zyklons 5 in das Abgasrohr 6b übergehen ; es ist aber auch die Anordnung gemäss Fig. 4 möglich, bei der das Staubaustragsrohr 7c' tangential aus dem Zyklon 5' ausmündet, so dass das ausgeschiedene Gut in der eingezeichneten Pfeilrichtung in die Schurre geschleudert wird.
Das staubförmige Ofengut, welches in die Leitung 7d aufgegeben wird, wandert in der mit starken Linien eingezeichneten Pfeilrichtung nacheinander durch die einzelnen Zyklone 5, 4, 3 und 2 und gelangt schliesslich über die Schurre 7 in den Drch- rohrofen 1. Im Gegensatz dazu durchlaufen die aus dem Drehrohrofe:n 1 austretenden Abgase in der mit gestrichelten Linien eingezeichneten Pfeilrichtung nacheinander die Zyklone 2, 3, 4 und 5 und gelangen schliesslich über die Leitung 6d nach dem Gebläse, bzw. zum Filter.
Wie die Darstellung erkennen lässt, liegen die einzelnen Zyklone dicht aneinander; die Verbindungsrohre sind kurz und gerade, so dass irgendwelche zu Betriebsstörungen führende Krümmer in den Leitungen vermieden sind und eine kurze Bauhöhe der gesamten Anlage sichergestellt ist.
Vorzugsweise können die Zyklone auch längs einer Schraubenlinie angeordnet sein, also in ihrer Gesamtheit eine Art Wendel bilden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Erhitzung von feinkörnigem Gut, insbesondere Zementrohmehl, mittels der Abgase eines Drehrohrofens, bestehend aus mehreren Zy- klonen, welche durch Rohrleitungen so untereinander verbunden sind, dass die Ofenabgase nacheinander durch die einzelnen Zyklone gesaugt werden, während die Staubaustragsrohre eines jeden Zyklons - mit Ausnahme des letzten - in das zum folgenden Zyklon führende Abgasrohr einmünden, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelachsen der Zyklone (2, 3, 4, 5) zur Lotrechten geneigt sind und die Anordnung derart getroffen ist, dass die Gasleitungen (6)zwischen den jeweils aneinander anschliessenden Zyklonen aus geradlinig verlaufenden Rohren bestehen. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelachsen der jeweils aneinander anschliessenden Zyklone etwa senkrecht <Desc/Clms Page number 3> aufeinander stehen und mit der Lotrechten einen Winkel von etwa 4511 einschliessen. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge^ kennzeichnet, dass die Staubaustragsrohre und die Abgasrohre der Zyklone in zueinander etwa parallelen Ebenen liegen. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Staubaustragsrehr (7) jedes Zyklons als Schurre ausgebildet ist, etwa in der Ebene des Bodens des Zyklons liegt und sich vom Zyklondurchmesser allmählich verjüngt. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Staubaustragsrohr tangential zur Seitenwandung dicht über dem Boden des Zyklons ausmündet. 5.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die nachfolgenden Zyklone (3, 4, 5) jeweils einen geringeren Durchmesser aufweisen als die jeweils nächst vorangehenden. 6. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Zyklone etwa längs einer Schraubenlinie angeordnet sind.
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| CH7715959A CH371384A (de) | 1959-08-19 | 1959-08-19 | Einrichtung zur Erhitzung von feinkörnigem Gut, insbesondere Zementrohmehl |
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| CH371384A true CH371384A (de) | 1963-08-15 |
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1959
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