Vorrichtung zum Abkanten von Blech Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum<B>Ab-</B> kanten von Blech mit einem Auflagebalken für das zu bearbeitende Blech, einem das Blech auf dem Auflagebalken festzuklemmen bestimmten Druckbal ken und einem an seinen beiden Enden in Haupt lagern gelagerten schwenkbaren Biegebalken.
Vorrichtungen dieser Art sind unter der Kurz bezeichnung Abkantbänke bereits bekannt. Die bisher bekannten Abkantvorrichtungen dieser Art liessen das Abkanten von Blechen bis höchstens etwa<B>2,5</B> m Länge zu, da es aus folgenden Gründen nicht möglich war, grössere Abkantvorrichtungen zu bauen.
Der Biegebalken dieser Abkantvorrichtungen muss um mehr als 90,1 schwenkbar sein, damit es auch möglich ist, die Randpartien von Blechen um- zubördeln. Zu diesem Zweck werden die Randpar tien der Bleche in der Abkantvorrichtung um etwa <B>051,</B> umgebogen und in einem zweiten Arbeitsgang dann ganz ilachgepresst. Der Biegebalken muss um eine Achse schwenkbar sein, die auf seiner eigent lichen Blechauflagefläche liegt, direkt unterhalb der Biegekante des Druckbalkens, um die das Blech ge bogen wird.
Aus diesem Grunde konnten bisher die Lager des Biegebalkens nur an seinen beiden Enden ausserhalb des Bereiches seiner Auflagefläche für das zu biegende Blech angeordnet werden. Die Länge des Biegebalkens und damit der ganzen Abkantvor- richtung war deshalb bisher auf einen Wert begrenzt, bei welchem unter des Wirkung der auftretenden Kräfte keine nennenswerte Ausbiegung des Biege balkens zwischen den beiden Lagerstellen auftrat.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu be heben und die Herstellung von Abkantvorrichtungen von mehr als<B>2,5</B> m Länge zu ermöglichen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken zwi schen den Hauptlagern in mehreren zusätzlichen Halblagem abgestützt ist und dass zweckmässig Mit- tel vorgesehen sind, die bei einer Schwenkung des Biegebalkens um mehr als<B>90,1</B> das Abheben der Halblagerzapfen aus ihren Halblagerschalen ver hindern.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. <B>1</B> eine Ansicht einer Abkantvorrichtung von vorn, teilweise im Schnitt nach Linie<B>1-1</B> -in Fig. 2, Fig. 2 eine Seitenansicht der Abkantvorrichtung nach Fig. <B>1</B> mit einem Teilschnitt durch ein Zwi schenlager und Fig. <B>3</B> einen Querschnitt durch ein Zwischenlager üi grösserem Massstab.
Auf im Boden verankerten Sockeln<B>1</B> bzw. Zwi schensockeln la sind in Abständen horizontale Trä ger 2 bzw. 2a angeordnet, an deren vorderem Ende ein Doppel-T-Träger <B>3</B> festgeschweisst ist, der über die ganze Länge der Abkantvorrichtung verläuft und als Auflagebalken dient. Die obere Fläche des obe ren Flansches des Auflagebalkens<B>3</B> bildet die Auf lagefläche 3a für das zu bearbeitende Blech 4. Auf den Trägem 2 ist ferner ein Rahmen<B>5</B> angeordnet, dessen Oberseite auf gleicher Höhe wie die Fläche 3a liegt und als Auflage für das Blech 4 dient.
Das zu bearbeitende Blech 4 wird von einem Druckbalken<B>6,</B> der aus einem Winkeleisenträger hergestellt ist, auf den Auflagebalken<B>3</B> gepresst und dadurch festgehal ten. Die vordere Kante 6a des Druckbalkens<B>6</B> ist abgeschrägt (vgl. Fig. <B>3)</B> und dient als Biegekante, um die das Blech 4 umgebogen wird. Der Druck balken<B>6</B> ist mit Trägern<B>7</B> verschraubt, die an zwei armigen, um Zapfen<B>8</B> schwenkbaren Hebeln<B>9</B> be festigt sind.
Diese Hebel<B>9</B> sind an ihrem hinteren Ende über Stangen<B>10,</B> deren Länge durch Spann- scblösser <B>11</B> einstellbar ist, mit Hebeln 12 verbun den, die ihrerseits an einer über die ganze Länge der Vorrichtung verlaufenden, schwenkbar gelager- ten Welle<B>13</B> befestigt, an deren Enden Hebel 14 angeordnet sind.
Durch Anheben des Hebels 14 werden somit die zweiarmigen Hebel<B>9</B> um die Zapfen<B>8</B> verschwenkt und dadurch der Druckbalken<B>6</B> vom Auflagebal ken<B>3</B> abgehoben. Umgekehrt wird durch Nieder drücken des Hebels 14 der Druckbalken<B>6</B> auf den Auflagebalken<B>3</B> bzw. auf das Blech 4 gepresst.
Um den Druckbalken<B>6</B> in der Stellung, in der er das Blech 4 festpresst, zu fixieren, wird der Hebel 14 so weit nach unten gedrückt, bis die Hebel 12 an Anschlägen<B>15</B> anliegen (vgl. Fig. 2). Die Stan gen<B>10</B> bilden mit den Hebeln 12 ein Kniehebel- gelenk, das in der beschriebenen und in Fig. 2 ge zeichneten Stellung et-#,vas über den Totpunkt hin ausgedrückt ist und deshalb in dieser Lage verbleibt.
Zum Abbiegen des Bleches 4 um die Kante 6a des Druckbalkens<B>6</B> dient der Biegebalken<B>16.</B> Die ser ist in den Fig. 2 und<B>3</B> strichpunktiert in der Ausgangsstellung und ausgezogen in einer geschwenk ten Stellung gezeichnet, in welcher er die Randpar tie 4a des Bleches 4 um etwa<B>1351></B> umgebogen hat. Der Biegebalken<B>16</B> ist in üblicher Weise schwenk bar in zwei Hauptlagern<B>17</B> gelagert, die an seinen Enden angeordnet sind. Ferner ist er in mehreren zusätzlichen Halblagern<B>18</B> abgestützt, die zwischen den Hauptlagern<B>17</B> an Stellen vorgesehen sind, an denen Zwischensockel la und horizontale Träger 2a angeordnet sind.
Der Biegebalken<B>16,</B> der rechtecki gen Querschnitt aufweist, ist mit seiner oberen Schmalseite 16a in der Ausgangslage bündig mit der Fläche 3a des Auflagebalkens<B>3.</B> Das Blech 4, des sen Randpartie 4a abgebogen werden soll, liegt somit auf der Fläche 16a. Zum Abbiegen der Randpar tie 4a wird der Biegebalken um eine Achse 17a geschwenkt, die in der Ebene der Auflageflächen 3a und 16a, unterhalb der Kante 6a des Druckbalkens<B>6</B> liegt. Am Biegebalken<B>16</B> sind mehrere Hebel 18a angeordnet, so dass eine oder mehrere Personen die Vorrichtung bedienen können.
Die Fig. <B>3</B> zeigt einen Querschnitt durch eines der Halblager. Am Auflagebalken<B>3</B> ist ein Lager körper<B>18</B> befestigt, der eine halbkreisförmige Aus- nehmung <B>19</B> aufweist. In dieser liegt der im Quer schnitt halbkreisförn-dge Lagerzapfen 20, der derart mit dem Biegebalken<B>16</B> verbunden ist, dass seine ebene Fläche 21 in der Ebene der Auflagefläche 16a liegt.
Damit nun der halbe Lagerzapfen 20 bei einer Schwenkung des Biegebalkens<B>16</B> um mehr als 9011, also zum Beispiel in die ausgezogen gezeichnete Stel lung, nicht nach oben aus der Lagerfläche<B>19</B> her ausgedrückt werden kann, ist eine Rollenkette 22 vorgesehen, die ein Abheben des Lagerzapfens 20 und damit ein Ausbiegen des Biegebalkens<B>16</B> ver hindert. Die Kette 22 ist mit ihrem einen Ende am Biegebalken<B>16</B> befestigt.
Sie verläuft um die abge rundete Aussenseite des Lagerkörpers<B>18,</B> durch eine öffnung <B>23</B> im Steg des Auflagebalkens<B>3,</B> um einen weiteren Umlenkkörper 24 und durch eine öffnung <B>25</B> im unteren Flansch des Auflagebalkens<B>3.</B> Ihr anderes Ende ist am Ende einer Blattfeder<B>26</B> be festigt, die innerhalb des horizontalen Trägers 2a um einen Zapfen<B>27</B> schwenkbar gelagert ist. Die Feder<B>26</B> wirkt mit einem Anschlag in Form einer Stellschraube<B>28</B> zusammen. Die Schraube<B>28</B> wird zweckmässig derart eingestellt, dass die Feder<B>26</B> erst eine Zugkraft auf die Kette 22 ausüben kann, wenn der Biegebalken bereits um etwa 90u geschwenkt wurde.
Auf diese Weise wird vermieden, dass die zur Betätigung der Hebel 18a aufzuwendende Kraft unnötig vergrössert wird.