Verfahren zum Waschen von Wäsche und automatische Waschmaschine zu seiner Durchführung Bei Trommelwaschmaschinen, .die mit einer in einem Behälter angeordneten und hier um eine waag- rechte Achse rotierenden Waschtrommel versehen sind, haben sich im Laufe der Zeit die; mannigfaltig sten Waschverfahren herausgebildet.
So ist es bei spielsweise bekannt, vor Beginn des Waschganges eine bestimmte, mit Waschmitteln versehene Wasser menge in den Trommelbehälter einfliessen zu lassen und die Wäsche in dem so bereiteten Waschbad so dann eine gewisse Zeit lang mechanisch zu bearbei ten.
Dabei isst es an und für sich gleichgültig, ob das Wasser sofort mit der vorgesehenen Endtemperatur einströmt, die während des Waschabschnittes kon stant gehalten wird, oder aber ob das Waschbad im Laufe des Waschganges auf eine vorher bestimmte Endtemperatur aufgeheizt wird, währenddessen das Waschmittel den Schmutz von der Waschgutfaser löst oder ihn zerteilt bzw. umhüllt. Die dafür erfor derliche Waschmittelmenge richtet sich nach dem Verschmutzungsgrad der Wäsche.
Dabei kommt der sogenannten Schmutztragefähigkeit des Waschmittels eine grosse Bedeutung zu, weil die: Schmutzteilchen durch das Waschmittel in Schwebe gehalten werden. Das vorerwähnte, bisher zumeist angewandte Wasch verfahren besitzt den Nachteil, dass der von der Faser gelöste Schmutz vom Beginn bis zum Ende dies Waschganges in der Flotte verbleibt und daher stän dig mit der Wäsche wieder in Berührung kommt.
Ein anderes bekanntes Waschverfahren beseitigt den. obigen Mangel dadurch, dass der im Trommel raum befindlichen Waschflotte ständig und im steti gen Fluss eine bestimmte Menge Wasser zugesetzt und eine gleich grosse Menge durch einen Überlauf abgeführt wird'. Dieser Verfahrensweise liegt die Er kenntnis zugrunde, d!ass der von der Faser gelöste Schmutz durch den ständigen Abfluss der oberen Schichten der Waschflotte aus dem Trommelraum laufend entfernt wird.
Die Menge des zu- und ab fliessenden Wassers darf aber nicht zu gross werden, weil sonst infolge des erhöhten Waschmittel- und Wärmeenergieverbrauches die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens in Frage gestellt wird. Als gebräuchlich wird hierfür eine Wassermenge von 0,08 bis 0,15 Liter pro Minute und je Kilogramm Trockenwäsche angesehen. So erneuert sich die gesamte Waschflotte bei der als Minimum angegebenen Zuflussmenge in 75 Minuten und bei der maximal angegebenen Zu flussmenge in 40 Minuten.
Infolge der ständigen Ab führung der Schmutzteilchen kann die Anzahl der einzelnen Waschabschnitte ohne Beeinträchtigung des Wascheffektes verringert werden, weil eine merkliche Teilmenge des Schmutzes sofort nach der Lös ng von der Faser aus der Trommel entfernt wird. Insofern ergibt sich eine wirtsohaftliche Waschweise. Jedoch bleibt in diesem Falle der Weissgrad, als Massstab für die gut gepflegte Wäsche, im Vergleich zu dem erst. genannten Verfahren, etwas zurück.
Die Wirtschaftlichkeit des Strömungswaschver- fahrens hängt davon ab, ob man mit der zufliessen den bzw. abfliessenden Waschflüssig kentsmenge, mit der sowohl Wärme als auch Waschmittel verloren gehen, an die untere oder obre Grenze der als üb lich bezeichneten Strömungsmenge geht. B;
i der oberen Grenze sind die vorerwähnten Verluste gross, während das Erreichen der unteren Grenze Schwie rigkeiten in der Ausgestaltung der entsprechenden Regeleinrichtung mit sich bringt. In Abänderung des letztgenannten Verfahrens ist man daher auch schon dazu übergegangen, mit verhältnismässig grossen Was- serzuführmengen zu arbeiten,
dabei jedoch das Was- ser nur in bestimmten Intervallen der Waschtrommel zuzuführen. In diesem Falle tritt aber notwendig eine Minderung des Wascheffektes ein, weil nunmehr der Schmutz ebenfalls nur in gewissen Zeitabständen aus dem Trommelbehälter bzw. der Waschflotte entfernt wird, mithin zwischen zwei Wasserzu- bzw. -abflüssen Gelegenheit findet, sich auf der Wäsche erneut nie derzuschlagen.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Auf gabe zugrunde, ein Waschverfahren zu schaffen, das die Nachteile der oben erwähnten Verfahren nicht aufweist, hingegen deren Vorteile voll auszunutzen erlaubt und bei sparsamstem Waschmittel- und Ener gieverbrauch einen erhöhten Wascheffekt ermöglicht. Das wird bei einem Verfahren zum Waschen von Wäsche in einer automatisch arbeitenden Wasch maschine, bei welchem während eines Waschganges dem Waschbad eine Wassermenge zu- und eine gleich grosse Wassermenge abgeführt wird, erfindungsgemäss dadurch erreicht,
dass der Waschgang in zwei ver schiedene Arbeitsphasen unterteilt wird, wobei in der ersten Arbeitsphase bei gleichzeitiger Aufheizung des Waschbades eine stetige Wasserzu- und -ableitung erfolgt, während der Waschgang in der anderen Phase, der Schlussphase, bei höherer Temperatur als in der ersten Phase und abgeschalteter Wasserzu- und -abl'e.itung zu Ende geführt wird.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert: Es lässt sich neben einer merklichen Energie- und Waschmitteleinsparung ein überraschender Mehr effekt in bezug auf den. Weissgrad .der Wäsche erzie len. Es wurde festgestellt, dass der weitaus grösste Teil des sich aus der Wäsche lösenden Schmutzes im all gemeinen sehr frühzeitig, das heisst noch bei verhält nismässig niedrigen Temperaturen, in dis Waschflotte übertritt, während gegen Ende des Waschganges eine Anreicherung der Waschflotte mit Schmutzteilchen kaum noch erfolgt.
Hiebei kommt in der ersten Waschphase dem Schmutzlösevermögen und dar Di- spergierfähigkeit der Waschflotte besonders Bedeu tung zu, weil die der Wäsche anhaftenden Schmutz teilchen zu Beginn des Waschganges möglichst schnell in die Waschflotte überführt und ausgetragen werden sollen. Mit steigender Temperatur der Waschflotte wird auch die abgeführte Wärmemenge grösser.
Trägt man bei konstanter Heizleistung die Tem peratur der Waschflotte als Funktion der Zeit auf, so ergibt sich gegen Ende des Waschganges ein zu nehmend flacherer Verlauf der Temperatur-Zeit- Kurve. Je nach der Grösse der Heizleistung und der durch den überlauf abgeführten Wassermenge tritt früher oder später der Fall ein,
dass die Temperatur der Waschflotte nicht mehr ansteigt. Das kann bei zu grosser Wasserdurchströmung des Waschbades dazu führen, dass die für einen Waschgang erforderliche Endtemperatur von etwa 85 bis 90 C überhaupt nicht erreicht wird.
In dem Augenblick, da gegen Ende der ersten Waschphase die Wasserzufuhr unterbrochen wird, im sogenannten Umsteuerpunkt, hört auch der konstante Laugenabfl'uss auf. Die Temperatur der Waschflotte kann nunmehr rasch ansteigen, so dass die erforder liche Waschtemperatur von z. B. 90 C schnell er reicht werden kann.
Während waschtechnisch gesehen das Charakteristische der ersten Waschphase darin besteht, dass eine relativ grosse Schmutzmenge ab geführt wird, weil das Lösen. und Dispergieren des groben, anfänglichen Schmutzes wesentlich leichter vor sich geht als das Beseitigen der letzten Schmutz reste, ist das für die zweite Phase des Waschganges Bezeichnende die stehende Flotte, in welcher die Schmutztragefähigkeit des Waschmittels wesentlich besser zur Geltung kommt, da jetzt nur noch eine relativ geringe Schmutzmenge vorhanden ist. Da durch kann dann auch der gewünschte hohe Weiss grad erreicht werden.
Die richtige Wahl des zwischen den beiden Phasen liegenden Umsteuerpunktes hängt im wesentlichen von dem Waschgut, dessen Ver schmutzungsgrad, der Heizleistung und der durch das Waschbad stetig hindurchgeführten Wassermenge ab. Sie wird zweckmässig empirisch bestimmt.
Falls z. B. eine durch<B>öl</B> oder Fett stark ver unreinigte Wäsche vorliegt, können die an Öl oder Fett gebundenen Schmutzteilchen sich bei niederen Temperaturen nur schlecht von der Wäsche lösen. Für diesen Fall kann das Waschbad während der ersten, sich durch stetige Wasserzu- und -ableitung auszeichnenden Waschphase zusätzlich beheizt und auf eine Temperatur von etwa 90 C erwärmt werden, während in der Schlussphase die Zusatzheizung ab geschaltet und das Waschen bei annähernd gleich bleibender Temperatur zu Ende geführt wird.
Auch bei Waschmaschinen mit Vorwärmeboiler besteht die Möglichkeit, die bereits in den Trommelraum aus dem Boiler eingeströmte, vorgewärmte Waschflotte bei ständigem Wasserzu- und -abfluss in der ersten Phase des Waschganges weiter aufzuheizen. Zuwei len kann es auch von Vorteil sein, für die während der ersten Phase stetig zugeführte Wassermenge vor gewärmtes Wasser zu benutzen.
Jedenfalls ist es mit den vorerwähnten Massnahmen ohne weiteres mög - lieh, ein Verfahrnsbeispiel auch für durch Fette, Öle oder dergleichen stark verschmutzte Wäsche an zuwenden und damit den erforderlichen Reinheitsgrad zu erzielen.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Wasch maschine gemäss der Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 den Waschtrommelbehälter einer automati schen Waschmaschine mit einer um eine waagrechte Achse rotierenden Waschtrommel, die Fig. 2 und 3 graphische Darstellungen, die Fig. 4 und 5 Ausführungsbeispiele für die Aus- gestalitung einer Einstellvorrichtung an der Maschine,
die Fig. 6 bis 9 verschiedene Ausführungsmöglichkei ten der Steuermittel zur Umschaltung der Wasch maschine von der ersten auf die zweite Arbeitsphase, Fig. 10 den Waschtrommelbehälter einer auto matischen Waschmaschine mit angebautem Vor wärmeboiler und Fig. 11 den zur Voreinstel'lung des Regelventils auf verschiedene Wäschesorten dienenden Teil eines Programmlaufwerkes der Waschmaschine nach Fig. 10.
In dem Waschtrommelbehälter 1 der in Fig. 1 gezeigten Maschine ist die um eine waagrechte Achse 2 drehbare, durchlöcherte Waschitrommel 3 gelagert. Unterhalb der Waschtrommel sind am Behälter 1 ein Wasserablaufstutzen 4 und benachbart davon ein Ein laufstutzen 5 vorgesehen. In Höhe der für die Wasch flotte vorgeschriebenen Niveaulinie 6 ist seitlich an der Waschtrommel .ein überlauf 7 angebracht.
Ferner sind im unteren Teil des zwischen Waschtrommel 3 und Waschtrommelbehälter 1 gelegenen Ringraumes 8 eine Anzahl Heizstäbe 9 vorgesehen. Ein in die Wasserzuleitung 5 eingebautes Absperr- und Regel ventil 10, das vorzugsweise elektromagnetisch zu be tätigen ist, steuert die Wasserzufuhr.
In dem Diagramm nach Fig. 2 ist auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die Tempe ratur T der Waschflotte aufgetragen. Im Punkte P, beginnt der Waschgang; das Wasser sei beispielsweise mit einer Temperatur von 15 C in den Trommel behälter 1 eingeströmt, die Heizung 9 eingeschaltet und das Zulaufventil 10 für den stetigen Wasserzufluss geöffnet.
Die Heizleistung Q und: die in der Zeitein- heit zugeführte Wassermenge M sind in dem Dia gramm der Fi;g. 2 durch die strichpunktiert bzw. ge strichelt eingetragenen Linien dargestellt. Zunächst steigt die Temperatur stetig und verhältnismässig schnell an. Die zeitliche Temperaturänderung aT dt wird mit zunehmender Zeit t kleiner und würde schliesslich im Punkte P2 gleich Null werden.
Von diesem Zeitpunkt ab würde zwischen Wärmezu- und -abfuhr Gleichgewicht herrschen. Je nach Auslegung der Heizung 9 und der Menge M des zu- und ab geleiteten Wassers sind dem Punkte P2 eine be stimmte Temperatur<I>T</I> und Zeit<I>t</I> zugeordnet. Soll also nach einer gewissen Zeit eine Temperatur T er zielt werden, so ist bei vorgegebenem Flottenvolumen in der Waschtrommel sowie 'bei festgelegter Wasserzu- und -abflussm:enge die Auslegung der Heizung 9 fest gelegt.
Der Punkt P2 entspricht in der Praxis meist einer Temperatur von 90 bis 95 C und. die Zeit bis zur Erreichung dieses Punktes soll im allgemeinen kleiner als 60 Minuten sein.
Wie eingehende Untersuchungen gezeigt haben, hat sich aber der grösste Teil des Schmutzes bereits bei einer etwa dem Punkte P3 entsprechenden Tem peratur vorn 60 bis 65 C aus der Wäsche gelöst. Zu diesem Zeitpunkt verhält sich die dem Waschbad zu geführte Wärmemenge zur Wärmeableitung noch etwa wie 2: 1; es wird also der Waschflotte noch etwa doppelt so viel Wärme zugeführt wie verloren geht.
In diesem Zeitpunkt P3 setzt nun durch Ab schalten des Ventiles 10 die zweite Phase des Wasch- ganges ein. Nunmehr steigt die Temperatur rasch an, etwa in Form. einer Geraden. Der der Temperatur des Punktes P2 entsprechende Punkt P4 wird jetzt sehr schnellerreicht, und zwar in einem Zeitintervall <I>A</I> t2,
das nur noch einen Bruchteil des entsprechenden Zeitintervalles <I>d</I> t1 bei konstantem Wasserzufluss be trägt.
Das in Fig.3 dargestellte Temperatur-Zeit-Dia- gramm gibt die betreffenden Verhältnisse für das Waschen einer stark mit Fett oder 01 verschmutzten Wäsche wieder.
Durch Einschalten einer Zusatzhei- zung mit der Heizleistung <I>d Q</I> wird hier bei ständig zu- und abfliessender Wassermenge M in der ersten Phase des Waschganges die Temperatur bis zum Punkte P6, der annähernd dem Siedepunkt der Flotte entspricht, hochgetrieben. Sodann wird die Zusatz heizung ausgeschaltet und die Wasserzufuhr entweder unmittelbar oder erst nach einer gewissen Zeit ge sperrt.
Die Temperatur fällt bei anfänglich noch an dauerndem Wasserzufluss um den Betrag 4 T, bis im Punkte P<B>7</B> -der Gleichgewichtszustand erreicht ist. Wird dann zum Zeitpunkt P8 die ständige Wasser- zufuhr gesperrt, so steigt die Temperatur wiederum, z. B. auf 95 C im Punkte P, an. Im Punkte Plo ist der Waschgang beendet.
Das Umschalten der Waschmaschine von der ersten, sich -durch stetige Wasserzu- und -ableitung auszeichnenden Waschphase auf die andere Wasch phase mit stehender Waschflotte kann vorrichtungs- mässig auf verschiedenste Weise bewirkt werden.
Bei spielsweise kann. das Abschalten des die stetige Was serzufuhr während der ersten Waschphase ermög lichenden Regalventils durch Steuermittel erfolgen, d ie in Abhängigkeit von der voreingestellten Zeitdauer t.. der ersten Phase einen entsprechenden Schaltimpuls auslösen. Letzterer wird zweckmässig durch den bei automatischen Waschmaschinen ohnehin vorhande nen Programmgeber bewirkt.
Es ist aber ebensogut auch möglich, das Abschalten des Ventils 10 durch einen Temperaturfühler bzw. einen solchen mit meh reren Schaltstufen auszulösen, der bei Erreichen einer bestimmten, dem Umsteuerungszeitpunkt P3 entspre chenden Flottentemperatur die weitere Wasserzufuhr unterbindet. Eine weitere Möglichkeit der Umschal tung der Waschmaschine besteht darin, Steuexmittel vorzusehen,
die das Abschalten des Ventils 10 und damit das Absperren des Wasserzuflusses in Abhän gigkeit von der während der ersten Arbeitsphase ins gesamt zu- oder abgeflossenen Wassermenge steuern.
Eine Waschmaschine der beschriebenen Art ist zweckmässig mit Einstellknöpfen versehen, die eine Voreinstellung der das Schaltventil 10 für die stetige Wasserzufuhr betätigenden Steuermittel sowie gegebe- nenfalls der Einschaltdauer einer in der Maschine vorgesehenen Zusatzheizung in Abhängigkeit von der Wäschesorte und/oder deren Verschmutzungsgrad ermöglichen. Vorteilhaft ist die
Waschmaschine so ausgebildet und geschaltet, dass sie sowohl auf her- kömmlichen Waschbetrieb mit stehender Flotte als auch auf das beschriebene Zweiphasenströmungsver- fahren mit und ohne Zusatzheizung umzuschalten ist. Die Fig. 4 und 5 zeigen dafür Ausführungsbeisipele der an der Maschine vorgesehenen Einstellvorrich tung.
Im Falle der Fig.4 handelt es sich dabei um einen gegenüber einer Skala 11 verstellbaren Dreh knopf 12, der im wesentlichen in drei verschiedene Schaltstellungen 13, 14 und 15, nämlich in die Spar- , Normal- und, Kraft -Stellung zu bringen ist, wobei die Maschine in der Normal -Stellung auf eines der üblichen Waschverfahren, hingegen in der Spar - und Kraft -Stellung auf das erläuterte Zwei phasen-Verfahren ohne bzw. mit Zusatzheizung ein gestellt ist.
Fig. 5 zeigt eine Einstellvorrichtung mit Druck tasten, bei der ausser Ein und Ausschalttasten noch Tasten 16, 17 und 18 für Spar -, Normal - und Kraft -Betrieb vorgesehen sind.
Die Steuermittel zum Umschalten von der ersten auf die zweite Waschphase können beispielsweise wie in einer der Fig. 6 bis 9 dargestellt ausgebildet sein.
Gemäss Fig. 6 wird beim Durchlauf eines Schalt- nockens 21 einer Nockenscheibe 19 eines Programm gebers 20 einer Waschmaschine ein Schalter 22 wäh rend einer vorgegebenen Zeit t. geschlossen gehalten.
Ein Relais 24 wird erregt und schliesst einen Schalter <I>2</I> -5 im Stromkreis des Regelventils 10, so d'ass das Regelventil 10 öffnet. Dem Waschtrommelbehälter 1 fliesst nunmehr während dieser Zeitdauer eine bemes sene Frischwassermenge zu.
Wie weiter aus Fig. 7 hervorgeht, kann die Steue rung des Ventils 10 durch einen Temperaturfühler 26 erfolgen, der bei Erreichen einer bestimmten, dem Umsteuerzeitpunkt P3 (Fig.2) entsprechenden Flot tentemperatur einen Schalter 27 in einem Steuer stromkreis 28 schliesst, so dass ein Hilfsrelais 29 an zieht und einen Schalter 30 im Stromkreis 31 des Regelventils 10 öffnet, um die weitere Frischwasser zufuhr zu unterbinden.
Auch kann gemäss Fig. 8 die Umschaltung d- .r Waschmaschine von der ersten, der Strömu:agswasch- phase, auf die zweite Arbeitsphase durch das Ab schalten des Regelventils 10 in Abhängigkeit von der während der ersten Waschphase dem Waschtrommel behälter zugeflossenen Strömungswassermenge er folgen.
Hierzu wird eine in die Wasserzuleitung 5 ein geschaltete Wasseruhr 32 verwendet. Durch einen Schaltstift 33 der Wasseruhr 32 wird bei Erreichen einer durch. die Stellung eines Schaltkontaktes 35 vor eingestellten Durchflussmenge der Schaltkontakt ge- öffnet. Letzterer liegt in einem Steuerstromkreis 36 eines Schaltrelais 37.
Bei Unterbrechung der Strom zufuhr fällt das Schaltrelais 37 ab und öffnet dabei einen Schalter 3 8 im Stromkreis des Regelventils 10 und einen Schalter 39 im eigenen Steuerstromkreis 36. Nachdem das Regelventil 10 geschlossen ist, wird unter der Einwirkung der Rückstellfeder 40 der Schaltstift 33 in seiner Null Lage zurückgeführt. Der nunmehr entlastete Schaltkontakt 35 schliesst sich wieder.
Ein erneutes Einschalten des Schaltrelais 37 bzw. Öffnen des Regelventils 10 kann aber erst nach Überbrückung des Schalters 39 durch einen von einem Programmgeber kurzzeitig zu schliessenden Schalter 41 erfolgen:.
Ferner kann auch gemäss Fig. 9 die Umschaltung der Waschmaschine auf die zweite Waschphase in Abhängigkeit von der während der ersten Wasch phase durch den Überlauf 7 abgeflossenen Wasser menge erfolgen. In diesem Falle mündet der Überlauf 7 in ein Sammelgefäss 42. Mit dem Sammelgefäss 42 steht ein Membrandruckschalter 43 in Verbindung, welcher bei einem voreinzustellenden Wasserstand im Sammelgefäss anspricht und einen Schalter 44 in einem Leitungszweig 45 eines Steuerstromkreises öff net.
Bei geöffnetem Schalter 44 wird ein Schaltrelais 46 stromlos, fället ab und unterbricht die Stromzufuhr zum Regelventil 10. Das Regelventil schliesst, so dass dem Waschtrommelbehälter kein Frischwasser mehr zuströmt. Gleichzeitig wird vom abfallenden Schalt relais 46 ein Schalter 47 im Stromkreis eines Pumpen antriebsmotors 48 geschlossen. Der Ansaugstutzen 49 der Pumpe 50 mündet in den unteren Teil des Sam- melgefässes 42 ein. Das Sammelgefäss 42 wird mittels der Pumpe 50 entleert, wobei der durch den Mem- brandruckschalter 43 geöffnet gehaltene Schalter 44 wieder schliesst.
Das Schaltrelais 46 spricht jedoch erst wieder an, wenn seine am Schaltkontakt 51 unterbrochene Selbsthaltung wieder hergestellt wird. Das Schaltrelais 46 wird wieder erregt, wenn von einem Programmgeber durch eine Nockenscheibe 52 ein Schalter 53 geschlossen und damit der Schaltkon takt 51 kurzzeitig überbrückt wird.
Der in der Fig. 10 dargestellte Waschtrommel behälter ist mit einem Vorwärmeboiler 54 ausgestat tet. Der Vorwärmeboiler besitzt einen Wasserzulauf 5 mit einem Regelventil 10 und eine elektrische Hei zung 56. Das im Vorwärmeboiler angewärmte Wasser fliesst während der ersten Waschphase bei Einspeisung von kaltem Wasser zum Vorwärmeboiler über den Überlauf 57 dem Trommelbehälter zu. Im Wasch trommelbehälter wird die Waschflotte während der ersten und zweiten Waschphase mittels der Heizung 9 weiter aufgeheizt.
In der Fig. 11 bedeuten die Tasten 16, 17 und 18 die verschiedenen Waschprogramme für Spar -, Normal - und Kraft -Betrieb der Waschmaschine. Bei Betätigung der Taste 16 ( Spar-Betrieb ) arbeitet die Waschmaschine nach dem Zweiphasen-Wasch- verfahren, jedoch ohne Vorwärmung des Strömungs wassers, das heisst, die Heizung 56 ist abgeschaltet, und das Regelventil 10 ist während der ersten Wasch phase geöffnet.
Mittels der Taste 17 wird' das Normalwaschpro gramm eingeschaltet. Die Waschmaschine arbeitet nach einem Waschverfahren, bei welchem das Regel ventil 10 und die Heizung 56 nicht betrieben werden.
Bei eingeschalteter Taste 18 ( Kraft -Betrieb) arbeitet die Waschmaschine wiederum nach dem Zweiphasen-Waschverfahren, wobei sowohl das Re- gelventil 10 als auch die Heizung 56 während der ersten Waschphase betrieben werden.
Die im Wascfitrommelbehälter gelegene Heizung 9 wird wie bekannt von einer in den Zeichnungen nicht dargestellten Programmscheibe bei Beginn der ersten Waschphase oder der Vorwäsche eingeschaltet und bei Erreichen der vorgewählten Flottentempera- tur, wie ebenfalls bekannt, von einem Thermostaten abgeschaltet.