CH371443A - Verfahren zum Reinigen von Maleinsäureanhydrid - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von MaleinsäureanhydridInfo
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Description
Verfahren zum Reinigen von Maleinsäureanhydrid Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Maleinsäureanhydrid. Rohes Maleinsäureanhydrid enthält schwer zu entfernende Verunreinigungen, die eine Verfärbung des Produktes herbeiführen. Es wurde nunmehr gefunden, dass die Reinigung von Maleinsäureanhydrid erfolgen kann, indem man rohes Maleinsäureanhydrid in Dampfform zusammen mit einem freien Sauerstoff enthaltenden Gas bei einer Temperatur von 300-450oC mit einem nichtpolaren festen Adsorptionsmittel in Berührung bringt. Bei einer solchen Reinigung von Maleinsäure- anhydrid werden die Verunreinigungen zu flüchtigen Produkten oxydiert, die sich in einfacher Weise ausscheiden lassen, z. B. indem man das Maleinsäureanhydrid aus den Dämpfen kondensiert und von der Gasphase trennt. Diese Art und Weise der Reinigung ist von besonderer Bedeutung bei der Herstellung von Maleinsäureanhydrid mittels Oxydation von Benzol, bei welcher Herstellung Benzol mit Hilfe eines freien Sauerstoff enthaltenden Gases wie Luft bei hoher Temperatur, und zwar meistens von 400-4500C über einen Oxydationskatalysator, z. B. Vanadinoxyd, geleitet wird. Das bei dieser Oxydation gebildete Dampfgemisch enthält nicht nur Maleinsäureanhydrid, sondern auch noch unumgesetztes Benzol und unerwünschte Nebenprodukte, wie Benzochinon. Der ferner noch im Dampfgemisch vorhandene Rest des zur Oxydation vorgesehenen Gases enthält zur Oxydation der Nebenprodukte nach der erfindungsge- mässen Weise eine ausreichende Menge Sauerstoff. Bei dieser besonderen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird ein Maleinsäureanhydrid enthaltendes gasförmiges Reaktionsgemisch, wie es bei der Oxydation von Benzol mittels eines freien Sauerstoff enthaltenden Gases erhältlich ist, ohne irgendwelche weitere Behandlung unmittelbar mit dem nichtpolaren Adsorptionsmittel in Beruh- rung gebracht. Dies ist z. B. möglich, indem man den Oxydationskatalysator im letzten Teil des Katalysatorraumes durch das nichtpolare Adsorptionsmittel ersetzt, so dass die Dämpfe der Reihe nach mit dem Oxydationskatalysator und dem Adsorptionsmittel in Berührung treten. Eine solche Ausführung des Verfahrens gewährt den Vorteil, dass infolge der Berührung mit dem Adsorptionsmittel die im wesentlichen aus Chinonen bestehenden Nebenprodukte durch Einwirkung des im Dampfgemisch vorhandenen Sauerstoffs oxydiert werden, während das gleichfalls anwesende Benzol jedoch nicht angegriffen wird. Diese selektive Oxydation, wodurch Benzolverluste vermieden werden, findet nicht statt, wenn andere als nichtpolare Adsorptionsmittel angewandt werden. Als nichtpolares Adsorptionsmittel wird vorzugsweise Graphit verwendet, während auch Koks ein empfehlenswertes Adsorptionsmittel darstellt Die Temperatur kann, wie gesagt, innerhalb des Bereiches von 300-450"C variiert werden. Höhere Temperaturen über 450asc C werden vermieden wegen der Zersetzungsgefahr, während bei niedrigeren Temperaturen unter 3000 C fast keine Oxydation auftritt. Beispiel 1 Man bildet ein Dampfgemisch, indem man Benzol mit Luft bei einer Temperatur von 4500 C über einen Vanadiumoxydkatalysator leitet. Die organischen Produkte im Dampfgemisch bestehen zu 65 Vol. 0/o aus Maleinsäureanhydrid, zu 33 Vol. /o aus Benzol und zu 2 Vol. e/o aus Nebenprodukten, hauptsächlich Benzochinon. Dieses Dampfgemisch wird kontinuierlich durch einen mit Graphit gefüllten Raum geleitet. Die Tem peratur dieses Raumes beträgt 425-435 C. Die Durchsatzgeschwindigkeit beträgt stündlich 75 g Dampf je Liter Graphit. Das aus diesem Raum tretende Dampfgemisch enthält folgende organische Produkte (der Formaldehyd bleibt hierbei ausser Betracht): 66 Vol.Q/o Maleinsäureanhydrid und 34 Vol. /a Benzol. Der Chinongehalt des Maleinsäureanhydrids beträgt weniger als 0,1 Gewichtsprozent. Beispiel 2 In entsprechender Weise wie in Beispiel 1 wird statt Graphit feinkörniger Koks verwendet. Die Resultate entsprechen denen aus Beispiel 1. Auch auf diese Weise wird Maleinsäureanhydrid mit einem Chinongehalt von weniger als 0,1 Gewichtsprozent gewonnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Reinigen von Maleinsäureanhydrid, dadurch gekennzeichnet, dass rohes Maleinsäureanhydrid in Dampfform zusammen mit einem freien Sauerstoff enthaltendem Gas bei einer Temperatur von 300-450"C mit einem nichtpolaren, festen Adsorptionsmittel in Berührung gebracht wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Maleinsäureanhydrid enthaltendes gasförmiges Reaktionsgemisch, wie es bei der Oxydation von Benzol mit Hilfe eines freien Sauerstoff enthaltenden Gases, vorzugsweise Luft, erhältlich ist, mit dem Adsorptionsmittel in Berührung gebracht wird.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Adsorptionsmittel Graphit verwendet wird.3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Adsorptionsmittel Koks verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL219303 | 1957-07-24 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=19750938
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH6182658A CH371443A (de) | 1957-07-24 | 1958-07-16 | Verfahren zum Reinigen von Maleinsäureanhydrid |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH371443A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0323651A3 (de) * | 1988-01-08 | 1991-04-17 | BASF Aktiengesellschaft | Verfahren zur Gewinnung von farbstabilem Maleinsäureanhydrid |
-
1958
- 1958-07-16 CH CH6182658A patent/CH371443A/de unknown
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