CH371595A - Verfahren zur Polymerisation olefinisch ungesättigter Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation olefinisch ungesättigter Verbindungen

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CH371595A
CH371595A CH5610658A CH5610658A CH371595A CH 371595 A CH371595 A CH 371595A CH 5610658 A CH5610658 A CH 5610658A CH 5610658 A CH5610658 A CH 5610658A CH 371595 A CH371595 A CH 371595A
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CH
Switzerland
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polymerization
emulsifiers
unsaturated compounds
olefinically unsaturated
acidic
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Application number
CH5610658A
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Messwarb Guenter
Seibel Peter
Paschke Eberhard
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Hoechst Ag
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F2/00Processes of polymerisation
    • C08F2/12Polymerisation in non-solvents
    • C08F2/16Aqueous medium
    • C08F2/22Emulsion polymerisation
    • C08F2/24Emulsion polymerisation with the aid of emulsifying agents
    • C08F2/26Emulsion polymerisation with the aid of emulsifying agents anionic

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  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Polymerisation olefinisch ungesättigter Verbindungen
In einem älteren, nicht zum Stand der Technik gehörenden Vorschlag ist ein Verfahren zur Polymerisation ungesättigter   polymerisationsfähiger Verbindun-    gen, vorzugsweise halogenhaltiger Monomerer in wässriger Phase in neutralem bzw. schwach saurem Medium in Gegenwart von Emulgatoren beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man esterartige Emulgatoren verwendet, die aus einer hydrophilen Alkoholkomponente und einer höheren Fettsäure gebildet sind und nach beendeter, an sich bekannter Polymerisation durch Zusatz alkalisch wirkender Metallhydroxyde oder deren Mischungen die Emulgatoren hydrolysiert.



   Es wurde nun gefunden, dass man ungesättigte Verbindungen in wässriger Phase mit Emulgatoren dadurch polymerisieren kann, dass man Emulgatoren der Formel    R2-(CH2) tiRRi    verwendet, wobei R die Gruppe
EMI1.1     
   Rt    einen Kohlenwasserstoffrest von 6 bis 25, vorzugsweise 8 bis 14, Kohlenstoffatomen, n eine Zahl von 1 bis 4 und R2 die Gruppe SO3H oder   POST2    bedeutet, die Polymerisation im pH-Bereich zwischen 3 und 7 durchführt und anschliessend den Zerfall der in der Reaktionsmischung befindlichen Emulgatoren in nicht oberflächenaktive Bruchstücke durch Verschiebung des pH-Wertes ins stärker saure Gebiet bewirkt.



   Die Technik der sauren Verseifung des Emulgators kann in speziellen Fällen bei Vergleich mit der alkalischen Nachbehandlung der Polymerisate erhebliche Vorteile ergeben. Sie wird sich besonders für die Herstellung von alkaliempfindlichen Polymeren eignen.



  Es ergeben sich z. B. beachtliche Qualitätsverbesserungen chlorhaltiger Polymerisate, wenn man die erfindungsgemässe Verfahrenstechnik auf die   Poly-    merisation des Vinylidenchlorids und Vinylchlorids anwendet.



   Als erfindungsgemäss zu verwendende Emulgatoren haben sich   Oxalkylsulfonsäure-Fettsäuneester    der Formel
EMI1.2     
 n =   14    vorzugsweise 2; insbesondere Isäthionsäure-Fettsäureester, bewährt.



  Der Rest   Rl    hat jeweils 6-25 Kohlenstoffatome.



   Ferner lassen sich auch die Oxalkylphosphonsäure-Fettsäureester der Formel
EMI1.3     
 verwenden.



   Die neue Aufarbeitungstechnik bringt in vielen Fällen einen technischen Fortschritt.



   So können nunmehr Polymerisat/Zusatzstoffmischungen so vorteilhaft hergestellt werden, dass der verwendete Zusatzstoff eine   alkaliempfindliche    Substanz darstellt.  



   Das erfindungsgemässe Verfahren, bei welchem die Emulgatoren unter relativ milden Temperaturbedingungen bei niedrigen pH-Werten zerstört werden können, stellt somit eine Bereicherung der Aufarbeitung von Kunststoffemulsionen dar.



   Aus der folgenden Tabelle geht hervor, dass die erfindungsgemäss verwendeten Emulgatoren die Eigenschaft besitzen, in saurem Medium bei relativ niedrigen Temperaturen in ihre Esterkomponenten zu zerfallen.



   Beispiel Emulgator Laurinsäureisäthionsäureester    (1 0/obige    wässrige Lösung) saure Spaltung   oC    Zeit, bis   99% ige    nHCI    C    Verseifung eintritt
1,0 22,6 3,5 h
1,0 32,9 1,5
0,5 23,3 5,8
0,2 23,3 15,5
0,1 47,2 3,75 Vergleichsversuch mit Betainoctadecylesterchlorhydrat  (1    /Oige    wässrige Lösung) a) alkalisch bei   + 20  C    in   O,05n NaOH    ist die
Verseifung nach 1 Min. zu   960/a       5      1000/o       11       1000/o    erfolgt.

   b) sauer bei   25"C    bleibt die Verseifung in   lnHCl    bei etwa   33 /o   
Umsatz stehen, während bei   900 C    noch nach
3 Stunden keine Spaltung beobachtet werden kann.



   Aus den obigen Angaben ist leicht zu entnehmen, dass das erfindungsgemässe Verfahren z. B. bei Verwendung von Laurinsäureisäthionsäureester bessere Ergebnisse liefert.



   Es sei noch darauf hingewiesen, dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren als Spaltprodukte der Emulgatoren nicht Metallseifen, sondern wasserunlösliche, daher in wässrigem Medium nicht oberflächenaktive freie Fettsäuren entstehen, die auf die Qualität von Polymerisaten in den meisten Fällen keinen ungünstigen Einfluss ausüben.



   Bei Temperaturen von +5 bis   + 60 C    lassen sich die verwendeten Emulgatoren in nicht oberflächenaktive Bruchstücke durch Verschiebung des pH-Wertes in ein stark saures Gebiet (pH  <  3) spalten. Die Menge des erfindungsgemäss verwendeten Emulgators bei der Polymerisation beträgt zweckmässig 0,01 bis   50/o,    bezogen auf das Polymerisat.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Polymerisation olefinisch ungesättigter Verbindungen in wässriger Phase mit Emulgatoren, dadurch gekennzeichnet, dass man Emulgatoren der Formel R2-(CH2) l-R-Rt verwendet, wobei R die Gruppe EMI2.1 R, einen Kohlenwasserstoffrest von 6 bis 25, Kohlenstoffatomen, n eine Zahl von 1 bis 4 und R2 die Gruppe SO3H oder PO3H2 bedeutet, die Polymerisation im pH-Bereich zwischen 3 und 7 durchführt und anschliessend den Zerfall der in der Reaktionsmischung befindlichen Emulgatoren in nicht oberflächenaktive Bruchstücke durch Verschiebung des pH-Wertes ins stärker saure Gebiet bewirkt.
CH5610658A 1957-02-28 1958-02-20 Verfahren zur Polymerisation olefinisch ungesättigter Verbindungen CH371595A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4233198A (en) * 1977-09-29 1980-11-11 Hoechst Aktiengesellschaft Aqueous vinyl polymer dispersion emulsified with an alkane phosphonic acid derivative

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4233198A (en) * 1977-09-29 1980-11-11 Hoechst Aktiengesellschaft Aqueous vinyl polymer dispersion emulsified with an alkane phosphonic acid derivative

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CH373899A (de) 1963-12-15

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