CH371636A - Zweitakt-Kolbenbrennkraftmaschine - Google Patents
Zweitakt-KolbenbrennkraftmaschineInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description
Zweitakt-Kolbenbremikraftmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Zweitakt- brennkraftmaschine mit Kurbelkasstenspülung und einer überströmleitung zwischen Kurbelkasten und Zy linder und betrifft insbesondere eine Einrichtung, mit deren Hilfe aus der Luft, nachdem sie im Kurbel kasten verdichtet wurde und bevor sie in den Zylin der einströmt, das in ihr noch enthaltene Schmier mittel ausgeschieden wird.
Es sind bereits derartige Einrichtungen an Zwei- takt-Kolbenbrennkraftmaschinen bekannt, welche das überschüssige Schmiermittel mit Hilfe von Zentrifu galkraft dadurch aus der Luft abscheiden, dass eine rotierende Schleudereinrichtung vor dem Zylinder in den Luftweg eingeschaltet ist, welche auf der Kur belwelle der Brennkraftma:schine sitzt und also mit deren Drehzahl umläuft.
Bei der Ausführung gemäss der Erfindung sind eine oder mehrere rotierende Schleudereinrichtungen zwischen Kurbelkasten und- Zylinder vorgesehen, welche von ausserhalb des Kurbelkastens liegenden Antriebsmitteln betätigt werden, wobei die Luft ra dial in die Schleudervorrichtung eintritt. Hierbei haf ten die von aussen auf den Rotor der Schleuderein- richtung aufprallenden ölte:
i'lchen infolge von Ad häsionskräften zunächst auf den aussenliegenden Flä chen des Rotors und werden deshalb infolge der Rotation in Umfangsrichtung beschleunigt, so dass sie ihrerseits sehr rasch eine. hohe Umfangsgeschwindig keit erreichen und dann infolge der Zentrifugalkraft von den Aussenflächen der rotierenden Einrichtung nach aussen abgeschleudert,das heisst also ins Kurbe91- gehäuse zurückgeworfen werden.
Diese Schleuder wirkung kann durch eine Erhöhung der Umfangs geschwindigkeit, das heisst der Drehzahl der Schleu- dereinrichtung ganz beträchtlich verstärkt werden; denn die Zentrifugalkraft wächst mit dem Quadrat der Winkelgeschwindigkeit an; eine Erhöhung der Drehzahl der rotierenden Schleudereinrichtung ver- uTsacht also eine ganz erhebliche Steigerung der Schlteuderwirkung.
Vorzugsweise sind bei der Schleudereinrichtung Filterorgane vorgesehen, welche zwar der Luft den Eintritt ins Innere der Schleudereinrichtung leicht er möglichen, den Ölteilchen aber, die von aussen auf die Schleudereinrichtung aufprallen, den. Zutritt zum Innern der Schleudereinrichtung erschweren.
So kön nen beispielsweise Maschendrahtgeflechte oder per forierte Bleche., die vorzugsweise als zylindrische Um- mantelung an der Einrichtung befestigt werden, als Filterorgane dienen.
Zweckmässig wird die Drehzahl der Schleuderein richtung nicht gleich der Kurbelwellendrehzah#l, son dern beliebig gewählt, z. B. derart, dass mit ihr unter Berücksichtigung aller im, Betrieb der Einrichtung mitspielenden Faktoren ein Optimum in der resultie renden effektiven Abscheideleistiung erzielt wird.
Schmierölviskosität und -temperatur sowie Anord- nung, Ausbildlung und Abmessungen der Filterorgane (beispiel'sweise Stärke und Perforierung der Sieb bleche), Filterdurchgangswiderstand für die Luft, Aussenlufttemperatur und -feuchtigkeit u. a. sind solche Faktoren, die auf den.
Abscheidevorgang mehr oder weniger massgeblichen Einfluss haben und nach denen man sich bei der Wahl der Schleuderdrehzahl richten muss, wenn man ein Optimum an Abscheide leistung bei geringem Energieverbrauch für den Schleuderantrieb erzielen will.
Zweifellos lässt sich durch Erhöhung der Schleu- derdrehzahl, wie bereits nachgewiesen wurdie, .die Schleuderwirkung in hohem Masse verstärken., jedoch wäre es verfehlt,
bei der Drehzahlwahl nur die Schleu derwirkung für sich allein zu berücksichtigen. Denn zu der Schleuderwirkung kann als unterstützende Massnahme ja noch die Filterwirkung hinzukommen. Diese beiden Wirkungen ergänzen sich also, beeinflus- sen sieh aber auch gegenseitig und müssen deshalb bei der Wahl der Drehzahl zusammen berücksichtigt werden.
Ausserdem wäre eine solche Erhöhung der Drehzahl mit einem Anwachsen des Energiabedarfes verbunden, wodurch ihr eine wirtschaftliche Grenze gesetzt wird.
Dieser Anpassung der Umlaufdrehzahl der Schleu dereinrichtung an die konstruktiven und betrieblichen Verhältnisse kann weiterhin auch dadurch Rechnung getragen werden, däss die Umlaufdrebza@hl vorgesehen wird, so dass man sich also auch später im Betrieb noch mit der Umlaufdrehzahl an die jeweiligen Be triebsbedingungen (z.
B. bei Wahl einer neuen Schmieröhnarke, anderer Siebbleche oder -geoechte oder bei Übergang von Sommer- auf Winterbetrieb) von Fall zu Fall anpassen kann.
Die Schleudereinrichtung oder mehrere Schleu- dereinrichtu.ngen können auf einer Welle angeordnet sein, und diese Welle kann vorzugsweise: von der Kurbelwelle mit beliebig gewählter übersetzung an getrieben werden. Hierfür gibt es mehrere Möglich keiten, beispielsweise einen Riementrieb, der - im Falle der variablen Schleuderdrehzahl - in bekannter Weise mittels konischer Scheiben als stufenlos regel barer Antrieb arbeiten kann.
Die Welle der Schleudereinrichtung bzw. der Schleudereinrichtungen kann gleichzeitig als An trieb für andere Hilfseinrichtungen an der Brennkraft- maschine, wie beispielsweise Lichtmaschine, Kühl- luftgebläse, Drehschieber oder sonstige Hilfseinrich tungen, dienen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungs- beispiel der Schleudereinrichtung und ihre Wirkungs weise, und zwar hier mit zwei überströmkanälen und Riemenantrieb. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansieht auf die Stirnseite des Kurbel kastens der Brennkraftmaschine und die seitlich an gebaute Schleudereinrichtung.
Fig. 2 einen radialen Schnitt durch die Schleuder einrichtung nach der Linie 1I-II der Fig. 1 und Fig. 3 eine schematische Wiedergabe der Anord nung bei Verwendung von zwei Schleudereinrichtun- gen. In Fig. 1 ist am Kurbelkasten 1 der Brennkraft- maschine das Gehäuse 2 der Schleudereinrichtung mittels Flansch 3 befestigt.
Der Aufbau und die Wir kungsweise der Schleudereinrichtung gehen aus Fig. 2 hervor. Die Rotorwelle 4 ist in den Lagern 5 gelagert und wird von ausserhalb des Kurbelkastens liegenden Antriebsmitteln über die Riemenscheibe 6 betätigt. Auf der Rotorwelle 4 .ist im Innern des Gehäuses 2 der Rotar 7 befestigt.
Der Rotor 7 ist mit dem Filter 8 versehen:, das hier als zylindrisches Mantelblech den Rotor 7 umschliesst und mittels dies Filterkorbes 9, welcher mit Stegen 10 versehen ist, gehalten wird. An den beiden Stirnseiten des Gehäuses 2 sind die beiden Anschlussstutzen 11 befestigt.
Die beiden Anschlussstutzen 11 sind mittels ihrer Flaschen 12 mit den zum Zylinder der Brennkraft- maschine führenden überströmkanälen, welche hier nicht gezeichnet sind, verbunden.
Dia Luft, welche aus dem Kurbelkasten 1 in das Gehäuse 2 der Schleuder einrichtung eintritt, .strömt von aussen radial durch das Filter 8 des Rotors 7 ins Innere des Rotors 7 ein und tritt dann durch Öffnungen 13, welche an den beiden Stirnseiten des Rotors 7 vorgesehen sind,
aus dem Rotor 7 aus und in die beiden Ansahlussstutzen 11 ein und gelangt anschliessend in die zum Zylinder der Brennkraftmaschine führenden überströmkanäle. Die Stirnseiten des Rotors 7 sind gegen das Gehäuse 2 der Schleudereinrichtung mittels der Dichtungen <I>14;
14b,</I> die hier als Labyrinthdichtungen ausgebil det sind, abgedichtet, so dass die ins Gehäuse 2 ein tretende Luft nur auf dem Wege über das Filter 8 durch den Rotor 7 hindurch zu den beiden Anschluss- stutzen 11 weiterströmen kann. Die Riemenscheibe 15 auf der Rotorwelle 4 dient für den Antrieb irgend einer Hilfsmaschine.
Fig. 3 zeigt schematisch die Anordnung bei Ver wendung von, zwei Schleudereinrichtungen 16, die gemeinsam von der Welle 4 angetrieben werden. Hier steht jede Schleudereinrichtung 16 nur mit einem An schlussstutzen 11 in Verbindung.
An Stelle der Riemenscheibe 6 kann auch ein Wechselgetriebe treten. Im übrigen kann die Riemen scheibe 6 mit axial verschiebbaren Riemenscheiben ausgerüstet sein, wobei die ihr zugeordnete treibende Riemenscheibe eine gleiche Ausbildung aufweist. Durch axiale Verschiebung der einen Scheibe kann eine Übersetzungsänderung, wie bekannt, eintreten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zweitakt Kolbenbrennkraftmaschine mit Kurbel- kastenspülung und einer Überströmleitung zwischen Kurbelkasten und Zylinder, dadurch gekennzeichnet, dass in dieser Leitung mindestens eine rotierende, von ausserhalb des Kurbelkastens liegenden Antriebsmitteln betätigte Schleudervorrichtung (7) zum Ausscheiden des in der Verbrennungsluft verbleibenden Schmier mittels vorgesehen ist,wobei die Luft radial in die Schleudervorrichtung eintritt. UNTERANSPRÜCHE 1. Zweitakt-Kolbenbrennkraftmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Antrieb der Schleudervorrichtung (7) ein Wechsel getriebe, zweckmässig ein stufenloses Getriebe (6), eingeschaltet ist. 2. Zweitakt-Kolbenbrennkraftmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (7) der Schleudervorrichtung hohl ausgebildet ist und an seinem Umfang ein Filter (8) aufweist.3. ZweitaktKolbenbrennkraftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Filter durch ein Sieb ge bildet ist. 4. Zweitakt-Kolbenbrennkraftmaschine nach Pa- tenitanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge- kennzeichnet, d'ass die Schleudervorrichtung mehrere Rotoren (16) aufweist. 5.Zweitakt Kolbenbrenrrkraftmaschme nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch. gekennzeichnet, dass die Mehrheit von Rotoren; (16) auf einer gemeinsamen Welle angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF0026864 | 1958-10-22 |
Publications (1)
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ID=7092195
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7597859A CH371636A (de) | 1958-10-22 | 1959-07-20 | Zweitakt-Kolbenbrennkraftmaschine |
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| CH (1) | CH371636A (de) |
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1959
- 1959-07-20 CH CH7597859A patent/CH371636A/de unknown
- 1959-08-18 BE BE581769A patent/BE581769A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE581769A (fr) | 1960-09-15 |
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