CH371672A - Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels

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CH371672A CH5505458A CH5505458A CH371672A CH 371672 A CH371672 A CH 371672A CH 5505458 A CH5505458 A CH 5505458A CH 5505458 A CH5505458 A CH 5505458A CH 371672 A CH371672 A CH 371672A
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/105Aliphatic or alicyclic compounds

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Description


      Verfahren        zur    Herstellung     eines        Futtermittels       Es ist die Regel, dass andere Futtermittel als  Milch und Milchprodukte an     ganz.    junge Säugetiere  nur unter Einhaltung von Vorsichtsmassnahmen und  in geringem Umfange frühestens von der 3.     bis    4.     Le-          benswoche    an     verfüttert    werden.

   Die Zufuhr grösserer  Mengen     scheitert    bis zu diesem Alter gewöhnlich  daran, dass die an flüssige Nahrung gewohnten Tiere  sie überhaupt nicht aufnehmen.     Leichter    ist diese  Aufnahme zu erreichen, wenn man die     genannten     Futtermittel in     Wasser    zu einer Tränke aufschwemmt  und sie den Tieren in dieser Form anbietet. Das aber  kann nicht durchgeführt werden,     weil    dadurch im all  gemeinen schwere Entwicklungsstörungen durch Auf  treten von Durchfallzuständen entstehen.     (Kirsch-          Splittgerber-Fangauf    s. weiter unten).

   Die     Rentabilität     in der Aufzucht hängt jedoch weitgehend davon ab,  inwieweit es gelingt, früh von Milch auf andere  Futtermittel überzugehen.  



  Bis zu einem gewissen Grad lässt sich das Auf  treten von Entwicklungsstörungen :bei frühzeitiger       Ve:rfütterung    von anderen     Futtermitteln    als     Milch     durch Ausnützung der diätetisch günstigen Eigen  schaften der in den Rückständen der Ölproduktion  aus Leinsamen enthaltenen     Schleimstoffe        verhindern.     Zu diesem Zweck     versetzt    man die Leinsamenschrot       oder        -kuchen    enthaltenden     Futtermittel    mit heissem  Wasser, wodurch die Bildung des Schleims .aus dem  Leinsamenschrot oder     -kuchen    gefördert wird.

   Auch  dem Zusatz von     Antibiotica,        Arsenverbindungen    und  bestimmten     Vitaminen    schreibt man durchfallver  hütende Eigenschaften bei     Verfütterung    von Kraft  futter in Form von Tränken an Jungtieren zu.  



  Die Anwendung dieser Substanzen, besonders der       Antibiotica    und Arsenverbindungen,     wird        jedoch     nicht als völlig harmlos beurteilt. Es hat sich nun ge  zeigt, dass Jungtieren aus der Gruppe der Säuge  tiere auch grössere Mengen     Kraftfuttermischung    oder    sonstige für Jungtiere schwer verträgliche Futtermittel  an Stelle von Milch in Form einer Tränke,     zugeführt     werden können, wenn diesen gemäss dem     Verfahren     nach der Erfindung eine physiologisch verträgliche  Säure, vorzugsweise Zitronensäure     und/oder    deren       Salz,

          in        solcher        Menge        zugegeben        wird,        dass        10        %aige          Aufschwemmungen    des Produktes in Wasser oder in       wässrigen    Flüssigkeiten     einschliesslich        Milch    einen       pH-Wert    von 3 bis 6 aufweisen.

   Das Produkt ist  für Jungtiere     verträglich,    und es treten     keine    Ent  wicklungsstörungen auf, wie dies bei der     Verfütterung     von grösseren Mengen von     Kraftfutterzubereitungen     oder von     Kraftfutter-Tränken    an Jungtieren die Regel  darstellt.  



  Man schwemmt die genannten     Futtermittel    am       besten        in    Wasser oder     wässrigen    Flüssigkeiten zu etwa  10     ,0/u        igen        Aufschwemmungen    auf. Es     können    auch       Pilzmassen    der weiter unten beschriebenen Art, vor  zugsweise in einer Menge von 2-20     Gew.a/a,    zugesetzt  werden.  



  Diese erfindungsgemäss     hergestellten    Mischungen  werden     zweckmässigerweise    mit Vitaminen versetzt.  Weiter ist der Zusatz von     Mineralstoffen,    wie z. B.  



       Calcium,    Phosphor, Magnesium, Natrium,     in    für die  Fütterung an Tiere geeigneten Verbindungen, Spuren  elementen wie z. B. Kupfer, Mangan, Zink, Kobalt,  Jod, Fluor in geeigneten Verbindungen und - in  geeigneten     Fällen    - von Antibiotika oder anderen  die Aufzucht begünstigenden Wirkstoffen, zweck  mässig.  



  Zur Bereitung eines     Trankes    aus     mit        Säurezusatz     und     Pilzmassen        versehenen        Kraftfuttern        können    an  Stelle von Wasser, daneben auch     Vollmilch,    Mager  milch,     Molke    oder andere flüssige, physiologisch  verträgliche Zubereitungen verwendet werden.  



  Dass damit ein Fortschritt erzielt wird, ergibt sich  daraus, dass     es    bisher     in    der     Tierzucht    kaum     möglich         war, nicht Antibiotika oder Schleimstoffe     enthaltendes     Kraftfutter in den gleichen Mengen, wie dies in den  folgenden Versuchen geschehen ist, ohne Zusatz von       Zitronensäure    und     Pilzmassen    als Tränke zu ver  füttern. Es wurde bisher sogar z.

   B. als zu den gröb  sten Fehlern in der     Kälberzucht    gehörig angesehen,  die     Verfütterung    des Kraftfutters als Tränke vorzu  nehmen, da dadurch eine     Überbelastung    des Darmes  mit unverdaulichen     .Futteranteilen    verursacht wird  (vgl.     Kirsch-Splittgerber-Fangauf     Die Fütterung der       landwirtschaftlichen    Nutztiere  Verlag Paul     Parey,     1954, Seite 70).

   Der vorgenannte Fehler führt zu  schweren Verdauungsstörungen bei Jungtieren und  ist gekennzeichnet durch dünnen,     übelriechenden    Kot  mit Verschmutzung von Schwanz und     Hintervierteln,     Teilnahmslosigkeit der Kälber und sogar Tod, wenn  die Ursache zu spät erkannt und abgestellt wird.  



  Nach den Leitsätzen der     DLG    (=     Deutschen          Landwirtschafts-Gesellschaft)    soll z. B.     Kraftfutter     stets trocken an Kälber     verfüttert        werden.        Lediglich     das mindestens 30     ()/@        Leinkuchenmehl    bzw. Extrak  tionsschrot enthaltende     Kälbermehl        kann    dagegen als  Tränke     verfüttert    werden, nachdem es in angefeuchte  tem Zustand mit     kochendheissem    Wasser (Bildung von  Schleimstoffen) übergossen wurde.  



  <I>Beispiel 1</I>  10 Kälber (bei Beginn 7 Tiere 1 Woche und  3 Tiere 3 Wochen alt) werden bis zur Schlachtung in  der 5. bis 7. Woche bzw. bis zur 11. bis 13. Lebens  woche mit einem Zitronensäure und getrocknete und    sterilisierte     Pilzmassen    des     Aspergillus        niger    enthal  tenden     Kraftfuttergemisch    mit und ohne     Einsatz    von  Vollmilch     gefüttert.    Die     Kraftfutterzugabe        beträgt    von  der 2. bis zur 7.

   Lebenswoche je nach Lebensalter  0,2 bis 1,2 kg und wird als Tränke 1 : 8 bis 1 : 9 mit  Wasser gemischt gegeben, die durch den Zitronen  säuregehalt auf einen     pH-Wert    von 4,8 bis 5,0 ge  bracht wird.  



  Die Mischung wurde von allen Kälbern gut ver  tragen, es entstanden keine Durchfallerscheinungen,  die Tiere blieben alle gesund. Die Gewichtszunahme  entsprach jeweils den zugeführten Stärkeeinheiten.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ein     Ferkelwurf    von 8 Tieren wurde am 14.     Le-          benstag    in zwei Gruppen geteilt: 5 Tiere blieben am       Muttertier,    3 Tiere wurden einer künstlichen Ernäh  rung unterworfen, bestehend aus einem Kraftfutter,  das jeweils in steigenden Konzentrationen mit Voll  milch     vermischt    wurde.

   Das Kraftfutter bestand vom  15. bis 22.     Lebenstag    aus Soja- und     Erdnuss-Extrak-          tionsschroten,        Blutmehl,    Hafermehl,     Molkenpulver,     Vitaminen, Mineralien, getrocknete und sterilisierte       Pilzmassen    des     Aspergillus        niger    und Zitronensäure,  vom 23. bis 40.     Lebenstag    kam zu diesen Bestand  teilen noch     Weizenkleie    sowie Getreideschrot.

   Die  ganze in der angeführten     Weise    hergestellte Tränke  hat einen     pH-Wert    von 4,5 (Versuchsbeginn) und 5,2       (Versuchsende).     



  Pro Versuchstier wurden täglich folgende Durch  schnittsmengen an Kraftfutter aufgenommen:  
EMI0002.0053     
  
    15.22. <SEP> Lebenstag <SEP> steigend <SEP> von <SEP> 40-70 <SEP> g, <SEP> gemischt <SEP> in <SEP> einem <SEP> Verhältnis <SEP> von <SEP> etwa <SEP> 1: <SEP> 20 <SEP> mit <SEP> Milch
<tb>  23.28. <SEP> <B>  <SEP>   <SEP>  </B> <SEP> 110-250 <SEP> g, <SEP> gemischt <SEP> in <SEP> einem <SEP> Verhältnis <SEP> von <SEP> etwa <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 10 <SEP> bis <SEP> 1/.
<tb>  mit <SEP> Milch
<tb>  29.-35. <SEP> <B>D <SEP>   <SEP>  </B> <SEP> 470-480 <SEP> g, <SEP> gemischt <SEP> in <SEP> einem <SEP> Verhältnis <SEP> von <SEP> etwa <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 4 <SEP> mit <SEP> Milch       Die Entwicklung der Tiere verlief während der  Versuchszeit störungsfrei, die Gewichtszunahmen    waren gut, wie ein Vergleich mit den am Muttertier  verbliebenen Tieren zeigt:

    
EMI0002.0054     
  
    5 <SEP> Kontrolltiere <SEP> 3 <SEP> Versuchstiere
<tb>  Durchschnittsgewicht <SEP> Durchschnittsgewicht
<tb>  14. <SEP> Lebenstag <SEP> (Beginn <SEP> des <SEP> Versuches) <SEP> 3,2 <SEP> kg <SEP> 3,67 <SEP> kg
<tb>  41. <SEP>   <SEP> (Ende <SEP> .des <SEP> Versuches) <SEP> 10,6 <SEP> kg <SEP> 11,67 <SEP> kg       Vom 41.-57.     Lebenstag    wurde langsam auf Fütte  rung von     ungesäuertem    Getreideschrot übergegangen.  Am 58.     Lebenstag    wurden die     Kontrolltiere    vom  Muttertier abgesetzt und zusammen mit den Versuchs  tieren zur     Hackfruchtmast    mit üblichen Rationen ge  stellt.

   In der weiteren Entwicklung zeigte sich zwi  schen beiden Gruppen kein Unterschied:    58.     Lebenstag    16,6 kg 18,3 kg  14. Lebenswoche 31,4 kg 33,07 kg  19. Lebenswoche 45,5 kg 47,3 kg    Wie weitere Versuche gezeigt haben,     sind    diese  Futtermittel nicht nur für die     Aufzucht    von Jung  tieren, sondern ganz allgemein auch für Tiere, die    aus dem     Jungtierstadium    hinausgewachsen sind, un  erwartet gut verträglich, so dass z. B.

   Schweine im  Mastversuch mit zitronensäurehaltigen     Futtermitteln          gefüttert,    gegenüber solchen mit Futtermitteln ohne       Zitronensäurezugabe    gefütterten, in überraschender  Weise eine wesentlich bessere     Tages-Gewichtszunahme     und     Futterverwertung    aufwiesen.  



       .Die    Zusammensetzung der neuen, in ihrer Ver  träglichkeit verbesserten Futtermittel für     Viehmast     ist an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.  <I>Beispiel 3</I>  13 Läuferschweine wurden nach Gewicht, Alter       und        Geschlecht    gleichmässig in zwei     Versuchsgruppen         von je 6 Tieren (= Versuchsgruppe 1) und 7 Tieren       (-    Versuchsgruppe 2) verteilt.     Zusammenstellung    der  Versuchsgruppen erfolgte bei 35 kg     Einzelgewicht,     Versuchsbeginn bei 40 kg Einzelgewicht.

   Das Grund  futter bestand aus 90 g     Fischmehl,    1,5 kg Getreide-         nachmahimischung    je Tier     und    Tag,     zusätzlich          Zucker-Rübenmus    bis zur Sättigung.     Versuchsgruppe     1 erhielt pro Tier und Tag zusätzlich 6 g Zitronen  säure in wenig Wasser gelöst, die dem Futter unter  mengt wurde.

    
EMI0003.0010     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Mastdauer <SEP> Tage <SEP> Durchschnittliche <SEP> Nährstoffaufnahme <SEP> je <SEP> Tier <SEP> und <SEP> Tag <SEP> Futterverwertung <SEP> Verwertungs  Gruppe <SEP> 40-100 <SEP> kg <SEP> tägliche <SEP> Zunahme <SEP> pflanzlich <SEP> Schrot <SEP> Zuckerr. <SEP> zahl
<tb>  40-100 <SEP> kg <SEP> v. <SEP> R <SEP> G. <SEP> N <SEP> Tr. <SEP> M <SEP> Fischmehl <SEP> kg <SEP> kg <SEP> G. <SEP> N./kg
<tb>  1 <SEP> 90,2 <SEP> 665 <SEP> g <SEP> 225 <SEP> 1815 <SEP> <I>2203</I> <SEP> 90 <SEP> g <SEP> 2,18 <SEP> 6,25 <SEP> 2,73
<tb>  2 <SEP> 1<B><I>0</I></B>0,5 <SEP> 597 <SEP> g <SEP> 234 <SEP> 1875 <SEP> 2261 <SEP> 90 <SEP> g <SEP> 2,42 <SEP> 6,99 <SEP> 3,14
<tb>  v. <SEP> R. <SEP> - <SEP> verdauliches <SEP> Rohprotein. <SEP> G. <SEP> N. <SEP> - <SEP> Gesamtnährstoffe. <SEP> Tr. <SEP> M. <SEP> = <SEP> Trockenmasse.

         Bei den Schlachtergebnissen waren keine Unter  schiede zwischen beiden Gruppen festzustellen, woraus  sich ergibt, dass die verbesserte Gewichtszunahme  nicht durch     Wasserretention        hervorgerufen        wurde.       <I>Beispiel 4</I>  30 Absatzferkel gleicher Abstammung     und    glei  chen Entwicklungsstandes wurden gleichmässig in drei  Versuchsgruppen von je 10 Tieren (= Versuchs  gruppen 1 bis 3) verteilt. Die Zusammenstellung der       Versuchsgruppen    erfolgte bei etwa 24 kg Einzel  gewicht.  



  Das Grundfutter     bestand    aus: 1 kg Kraftfutter pro  Tier und Tag, bestehend     aus:     
EMI0003.0018     
  
    830/a <SEP> Gersten- <SEP> und <SEP> Haferschrot
<tb>  15% <SEP> Eiweisskonzentrat <SEP> folgender <SEP> Zusammensetzung:
<tb>  300/a <SEP> Fischmehl
<tb>  26,5 <SEP> 0/a <SEP> Fleischfuttermehl
<tb>  20% <SEP> Sojaschrot, <SEP> extrahiert
<tb>  100/a <SEP> Futterknochenschrot, <SEP> unentleimt, <SEP> fein
<tb>  100/a <SEP> Tiermehl
<tb>  2% <SEP> eingedickter <SEP> Fischpresssaft
<tb>  <U>1</U>,<U>5</U> <SEP> 0/a <SEP> Trockenfutterhefe
<tb>  1000/a       20/a     Mineralstoffmischung    folgender Zusammen  setzung:

         500/a        CaCO3          20%        Ca3(P03)2          171/9        Mineralstoffe          37%        Fe-P-Verbindungen          320/a    Kieselsäure  15 0/a     K-Na-Salze     9     %        Ca-Salze     70/a Mg-Salze         7,7%        org.        Vitaminträger        B1,        B2,        Ba,        D,        E,

          H     5 0/a     NaCl     0,3 0/0,     Vitaminkonzentrat    A + D  und     Kartoffeln    bis zur Sättigung.    Die     Kartoffelzuteilung    war pro Tag     mengenmässig    für  alle drei Versuchsgruppen gleich und richtete sich  jeweils in ihrer Menge nach der am wenigsten auf  nehmenden Gruppe.  



  Dieses Futter wurde vom 16. 6. bis 15. B. gegeben.  Vom 15. B. bis 15. 10. wurde das     Eiweisskonzentrat     (siehe vorstehend) auf Kosten des     Gersten-Hafer-          schrotes        im        Kraftfutter        auf        20%        erhöht.     



       Gruppe    I erhielt     zusätzlich    pro Tier und Tag vom  16. 6. bis 9. B. 5 g Zitronensäure, vom 9. B. bis  15. 10.6 g Zitronensäure in     trockener    pulverisierter  Form unter das     feuchtkrümelige        Grundfutter    ge  mischt.  



  Gruppe     II        erhielt    den gleichen Zusatz an Zitro  nensäure wie Gruppe I, zusätzlich ein     Vitamin        B12          haltiges    Produkt, das durch biologischen Aufschluss  der     Zitronensäuregärdecke    mit     B12        Bildnern    gewonnen  wurde, in solcher Höhe, dass pro Tier und Tag etwa  40 Mikrogramm     B12    dem Tiere zugeführt wurde,  wobei dieses     ebenfalls    unter das     feucht-krümellge     Grundfutter gemischt     wurde.     



  Gruppe     III    erhielt als Vergleichsgruppe das     Grund-          futter    ohne Zusätze über die ganze Versuchsperiode  gereicht.  



  <I>Ergebnis</I>  Aus der Tabelle 2 ist die günstige     Wirkung    der  Zitronensäure bzw. der Zitronensäure in Verbindung  mit dem Zusatz eines     B12        haltigen    Produktes aus dem  biologischen Aufschluss der     Zitronensäuregärdecke     ersichtlich. Die Wirkung der     Kombination    ist grösser  als     diejenige    von Zitronensäure allein.

      
EMI0004.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 2</I>
<tb>  Gruppe <SEP> Durchschnittsgewicht <SEP> bei <SEP> Durchschnittsgewicht <SEP> bei <SEP> Durchschnitte <SEP> der <SEP> täglichen
<tb>  Versuchsbeginn <SEP> Versuchsende <SEP> Gewichtszunahme
<tb>  <B>1</B> <SEP> 24,4 <SEP> 92,7 <SEP> 564 <SEP> g <SEP> = <SEP> <B>1</B>9,7 <SEP> 0/a
<tb>  II <SEP> 24,8 <SEP> 96,5 <SEP> 593 <SEP> g <SEP> = <SEP> 25,9 <SEP> 0/0
<tb>  III <SEP> 23,5 <SEP> 80,5 <SEP> 471 <SEP> g <SEP> -       In weiterer Ausbildung der nach dem vorstehen  den     Verfahren        verbesserten    Futtermittel wurde nun  gefunden, dass diese in     ihrer    günstigen und verträg  lichen Wirkung besonders für Jungtiere noch wesent  lich gesteigert werden können,

   wenn sie in Kombina  tion mit bestimmten     Pilzmassen    verabreicht werden.  Als besonderes Zeichen für diese     Steigerung    der Ver  träglichkeit ist hervorzuheben die     Verhinderung    und  Beseitigung von durch zu     frühe        Kraftfuttergaben    und  andere Fütterungsfehler     hervorgerufenen    Durchfall  zuständen bei Jungtieren, insbesondere Kälbern.  



  Für die Kombination kommen     Pilzmassen    aus  biologischen Prozessen von     Oberflächen-    oder     Sub-          merskulturen        .insbesondere    aus der biologischen     Zitro-          nensäureherstellung    in Frage. Auch ähnliche Pilz  massen, z. B. aus der     Gluconsäure-,        Fumarsäure-,          Milchsäuregärung    oder     Antibiotikaherstellung    oder  Mischungen von solchen. Weiterhin können die     Pilz-          massen    ganz oder teilweise biologisch aufgeschlossen  sein, z.

   B. durch Behandlung mit     Propionsäure-    oder       B12    Bildnern, wobei diese so erhaltenen Produkte     als     solche oder in getrocknetem und fein gemahlenem  Zustand als Bestandteil oder     Zusatzfuttermittel    für  das     erfindungsgemäss        erhältliche        Futtermittel    in Frage  kommen, wobei diese Zusatzmittel     zusammen    oder ge  trennt mit den     erfindungsgemäss    erhältlichen Futter  mitteln verabreicht werden können.  



  Die     Pilzmassen,    die als     Pilzdecken    vornehmlich  bei der     Zitronensäuregewinnung    aus auf     Melasse-          nährbodengewachsenen,    nicht     versporten        Aspergillus-          niger-Reinkulturen    anfallen,

   bewirken als solche oder       teilentwässert    oder nach dem Trocknen und Mahlen       in        Dosierungen    von 5 bis 200     g/Tier    und Tag     oder     den     verträglich    zu machenden     Futtermitteln    in     Kon-          zentrationen        von    2     bis        20%        beigemischt        in    Kombi-         nation    mit der Zitronensäure, selbst bei sehr empfind  lichen Tieren,

   eine sehr gute Verträglichkeit der ver  schiedensten Futtermittel. Das Trocknen der     Pilz-          massen    kann im Vakuum oder auf gewöhnlichem  Wege, z. B. mit Umluft erfolgen, wobei es zweck  mässig ist, gegen Ende des Trockenprozesses eine  thermische     Sterilisierung    anzuschliessen.

      <I>Beispiel 5</I>       27%        Erdnussmehl        extrahiert          19%,        Leinsamenmehl          18,5%        Molkenpulver          150/0    Blutmehl       10'0/a    Hafermehl       5'%        Pilzdecke        im        Vakuum        getrocknet        und        ge-          mahlen        (Aspergillus        niger    nicht  <RTI  

   ID="0004.0078">   versport)     und     sterilisiert    bei 110   4,07350/a     Mineralstoffmischung          1,3%        Zitronensäure          0,125%        Vitaminkonzentrat        des        Vitamins    A     -i-        D3     0,00150/a Süssstoff (Saccharin)    Die eingesetzte     Mineralstoffmischung    hatte fol  gende Zusammensetzung:

      640/a     Dicalciumphosphat     200/a Viehsalz  <B><I>10,5019</I></B> kohlensaurer Futterkalk  50/a     Magnesiumsulfat     <B><I>0,501o,</I></B>     Spurenelemente-Mischung     (Fe:     Cu:    Mn: Co wie 2 : 1 : 1 : 0,1)    Es ist auch vorteilhaft, einen weiteren Teil der  Mineralien, z.

   B.     Calcium,    Magnesium und Spuren  elemente, in Form von     Citraten        einzusetzen.     
EMI0004.0097     
  
    <I>Fütterungsversuch <SEP> 1</I>
<tb>  Ein. <SEP> schwarzbuntes <SEP> weibliches <SEP> Kalb <SEP> wurde <SEP> nach <SEP> folgendem <SEP> Plan <SEP> gefüttert:
<tb>  2. <SEP> Lebenswoche <SEP> pro <SEP> Tag <SEP> 2mal <SEP> 21/2 <SEP> 1 <SEP> Vollmilch
<tb>  2mal <SEP> 100 <SEP> g <SEP> Kraftfuttermischung <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1
<tb>  aufgeschwemmt <SEP> im <SEP> Verhältnis <SEP> 1:10 <SEP> in <SEP> Wasser
<tb>  3. <SEP> Lebenswoche <SEP> pro <SEP> Tag <SEP> 2mal <SEP> 21/2 <SEP> 1 <SEP> Vollmilch
<tb>  2mal <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Kraftfuttermischung <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1
<tb>  aufgeschwemmt <SEP> im <SEP> Verhältnis <SEP> 1:

  10 <SEP> in <SEP> Wasser
<tb>  4. <SEP> Lebenswoche <SEP> pro <SEP> Tag <SEP> 2mal <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> Vollmilch
<tb>  2mal <SEP> 200 <SEP> g <SEP> Kraftfuttermischung <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> wie <SEP> oben
<tb>  5. <SEP> Lebenswoche <SEP> pro <SEP> Tag <SEP> 2mal <SEP> 11/2 <SEP> 1 <SEP> Vollmilch
<tb>  2mal <SEP> 250 <SEP> g <SEP> Kraftfuttermischung <SEP> wie <SEP> oben       
EMI0005.0001     
  
    6. <SEP> Lebenswoche <SEP> pro <SEP> Tag <SEP> 2mal <SEP> 1/2 <SEP> 1 <SEP> Vollmilch
<tb>  2mal <SEP> 350 <SEP> g <SEP> Kraftfuttermischung
<tb>  7. <SEP> Lebenswoche <SEP> pro <SEP> Tag <SEP> 2mal <SEP> 1/2 <SEP> 1 <SEP> Vollmilch
<tb>  2mal <SEP> 400 <SEP> g <SEP> Kraftfuttermischung <SEP> wie <SEP> oben       Nach der 7.

   Lebenswoche wurde die     Vollmilch-          gabe    weiter reduziert und die Gabe der     Kraftfutter-          mischung    gemäss Beispiel 1 laufend erhöht. Gewöhn  liches Kraftfutter (Getreideschrot 80     0/a,        Erdnuss-          extraktionsschrot    20     a/o)    wurde von der 5.-6. Woche  zusätzlich in langsam steigenden Mengen vom Kalb       aufgenommen.     



  Die Gewichtsentwicklung war wie folgt:  
EMI0005.0011     
  
    <I>Tabelle <SEP> 3</I>
<tb>  Gewogen <SEP> am: <SEP> Kalb-Gewicht:
<tb>  8 <SEP> Tage <SEP> alt <SEP> 14.3.1957 <SEP> 46,5 <SEP> kg
<tb>  21.3.1957 <SEP> 51,5 <SEP> kg
<tb>  28.3.1957 <SEP> 57,0 <SEP> kg
<tb>  4.4. <SEP> 1957 <SEP> 63,5 <SEP> kg
<tb>  11.4.

   <SEP> 1957 <SEP> 70,0 <SEP> kg
<tb>  18.4.1957 <SEP> 76,0 <SEP> kg
<tb>  25.4.1957 <SEP> 84,0 <SEP> kg
<tb>  <B>2.5.</B> <SEP> 1957 <SEP> 94,0 <SEP> kg
<tb>  9.5.1957 <SEP> 108,0 <SEP> kg <SEP> Alter <SEP> 9 <SEP> Wochen       Das Kalb zeigte während der .ganzen Zeit keiner  lei Verdauungsstörungen und dabei eine überdurch  schnittliche tägliche Gewichtszunahme von 1098 g  bei bestem Gesundheitszustand, was bei der voll  milcharmen     Ernährung    des Tieres     als    besonders  beachtlich anzusehen ist.  



  <I>Fütterungsversuch 2</I>  Ein gelbscheckiges männliches Kalb wurde nach  dem     gleichen    Plan wie     beim        Fütterungsversuch    1 ge  füttert. Das Geburtsgewicht betrug am 18. 4. 1957  44 kg. Es zeigten sich folgende Ergebnisse  
EMI0005.0017     
  
    <I>Tabelle <SEP> 4</I>
<tb>  Gewogen <SEP> am:

   <SEP> Kalb-Gewicht:
<tb>  25.4. <SEP> 1957 <SEP> 47,5 <SEP> kg
<tb>  2.5.1957 <SEP> 53,0 <SEP> kg
<tb>  <B>9.5.</B> <SEP> 1957 <SEP> 59,0 <SEP> kg       Um die Wirksamkeit des     erfindungsgemässen     Kraftfuttermittels für Kälber zu erproben,     erhielt    jetzt  das Tier ein käufliches     Kälberaufzuchtfutter,    das zu       51%        aus        Leinkuchenmehl,

          45        %        Erdnusskuchenmehl          und    4     %        Mineralstoffen        bestand.        Diese        Mischung     wurde, wie üblich, zur Entwicklung der     protektiven     Schleimstoffe aus     Leinkuchenmehl    mit siedend hei  ssem Wasser angesetzt und nach     entsprechender    Ab  kühlung zunächst in geringen Mengen, dann in glei  chen Mengen wie für das erfindungsgemässe     Kraft-          futtermittel    im Futterplan (s.

   Beispiel 1) vorgesehen,  verfüttert.    Am 15. 5. 1957 hatte das Tier ein Gewicht von  60,0 kg.     Während    der Zeit vom 9.-15. 5. 1957 hat  das Tier also nur 1 kg zugenommen. Ausserdem traten       Verdauungsstörungen    auf, weil das Futter zu wenig       verträglich    war. Diese Störungen machten sich in       Form    von Blähungen bemerkbar.

   Am 15. 5. 1957       abend    wurde wieder auf die     edindungsgemässen        Fut-          termittel        gemäss    Fütterungsbeispiel 1 übergegangen  und es wurde folgende weitere Gewichtsentwicklung       festgestellt:     
EMI0005.0048     
  
    <I>Tabelle <SEP> 5</I>
<tb>  Gewogen <SEP> am: <SEP> Kalb-Gewicht:
<tb>  22.5.1957 <SEP> 65,5 <SEP> kg
<tb>  29.5. <SEP> 1957 <SEP> 71,5 <SEP> kg
<tb>  5.6.1957 <SEP> 78,0 <SEP> kg
<tb>  12.6.1957 <SEP> 86, <SEP> kg            Kraftfutter    wurde bis zu diesem Tag .nur wenig  aufgenommen.

   Obwohl das Tier     eine        Zeitlang        mit     den bisher üblichen, aber weniger     verträglichen        Fut-          termitteln.    gefüttert wurde, :ist     die    durchschnittliche Ge  wichtszunahme von 802 g durch die erfindungs  gemässe     Kraftfutternlischung        als    doch noch durchaus       beachtlich    und     zufriedenstellend        anzusehen.     



  <I>Fütterungsversuch</I>  Ein rotscheckiges     weibliches    Kalb     (geb.    am  20. 4. 1957) mit einem Geburtsgewicht von 40 kg  wurde ebenfalls nach dem Futterplan, wie dies bei  dem Fütterungsversuch 1 geschah, gefüttert. Dabei  wurde folgende Gewichtsentwicklung erzielt:  
EMI0005.0064     
  
    <I>Tabelle <SEP> 6</I>
<tb>  Gewogen <SEP> am: <SEP> Kalb-Gewicht:
<tb>  27.4.1957 <SEP> 43, <SEP> kg
<tb>  4.5.1957 <SEP> 47,5 <SEP> kg
<tb>  11.5. <SEP> 1957 <SEP> 52,5 <SEP> kg       Ab 11. Mai bekam das Tier bis 15.

   Mai     anstelle     des nach dem Verfahren gemäss der     Erfindung    her  gestellten     Kälbernährmittels    eine Mischung aus     Erd-          nuss-    und     Leinkuchenmehl        mit        Mineralstoffen,        wie     dies     beim    Fütterungsversuch 2 schon geschildert  wurde. Es setzte bei dem Tier heftiger Durchfall ein.  Das Kalb verlor bis     zum    15. Mai 1957 1/2 kg an  Gewicht.

   Ab 15. 5. 1957 wurde nun wieder     mit    der  erfindungsgemässen     Kraftfuttermischung        gemäss    Fütte  rungsbeispiel 1 begonnen und bereits 1 Tag danach  war ohne jegliche     Anwendung    eines Medikamentes  der Durchfall behoben., .da dieses Futter sehr verträg  lich war. Das Gewicht des Tieres betrug bei Versuchs  ende am 12. 6. 1957 77,5 kg.      <I>Fütterungsversuch 4</I>  Ein     schwarzbuntes        männliches    Kalb     geb.    am  30. 4. 1957 bekam die ersten 3 Wochen nur Voll  milch.

   Am 22.5. 1957 wurde begonnen,     mit    der  schon im     Beispiel    2 genannten     Mischung    aus     Lein-          samen    und     Erdnusskuchenmehl    sowie mit Mineral  zugabe allmählich einen Teil der     Vollmilch    zu er  setzen. Es traten Blähungen auf, die besonders am  29. 5. 1957 sehr stark waren. Sie hielten auch an,     als     auf     Vollmilchfütterung    wieder     zurückgegangen    wurde.

    Am 6. 6. 1957 wurde mit der     erfindungsgemässen          Kraftfuttermischung,    wie im Beispiel 1 erläutert  wurde, die     Beifütterung    begonnen. Die Blähungen  klangen ab, und das Kalb gedieh .ausgezeichnet.  



  Aus dem vorstehenden Fütterungsversuch 4 ist  ersichtlich, dass das erfindungsgemässe Futtermittel  sehr gut     verträglich    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels, dadurch gekennzeichnet, dass einem Futtermittel eine physiologisch verträgliche Säure und/oder deren. Salz in solcher Menge zugegeben wird, dass 10 d/oige Auf schwemmungen des Produktes in Wasser oder in wässrigen Flüssigkeiten .einen pH-Wert von 3 bis 6 aufweisen. Il. Verwendung des nach Patentanspruch I erhält lichen Futtermittels für die Aufzucht und Mast von Jungtieren.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als physiologisch verträgliche Säure Zitronensäure verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ausserdem Pilzmassen aus Ober flächen- und/oder Submerskulturen zugegeben wer den. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem die Aufzucht be günstigende Stoffe zugesetzt werden.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Pilzmassen aus der Zitronen säure-, Gluconsäure-, Fumarsäure- oder Milchsäure gärung oder aus der Antibioticaherstellung zugegeben werden. 5. Verfahren nach Unteranspruch 2, gekenn zeichnet durch die Zugabe von sterilisierten Pilz massen. 6. Verfahren nach Unteranspruch 2, gekenn zeichnet durch die Zugabe von biologisch aufge schlossenen Pilzmassen. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, gekenn zeichnet durch die Zugabe von ganz oder teilweise entwässerten Pilzmassen. B. Verwendung nach Patentanspruch II, in Form von Aufschwemmungen in Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten. 9. Verwendung nach Patentanspruch 11, in einer Dosierung von 0,01 bis 0,5 g physiologisch verträg licher Säure je kg Lebendgewicht pro Tag. 10.
    Verwendung nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch Mitverwendung von Pilzmassen von Oberflächen- und/oder Submerskulturen.
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