CH372023A - Verfahren zur Herstellung textiler Vliesstoffe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung textiler VliesstoffeInfo
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Classifications
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Description
Verfahren zur Herstellung textiler Vliesstoffe Die Verfestigung von Vliesstoffen mit Hilfe ther moplastischer Bindefasern beruht bekanntlich auf dem Klebrigwerden der Faseroberfläche durch Hitze- einwirkung und einer dadurch erzielten Verfestigung des vorher losen Faserverbandes infolge gegenseitiger Verklebung der Fasern (vgl. z. B. die französische Patentschrift Nr. 987652). Zur Verfestigung ist ein mehr oder weniger inniger Kontakt der benachbarten Fasern zumindest an den überkreuzungsstellen not wendig.
Die Dichte und Festigkeit des Endproduktes steigt unter anderem mit der Anzahl der Fasern, die eine gegebene Bindefaser zusammenschweisst. Mit zunehmender Verschweissung wird das Endprodukt papierig im Griff und verliert den Textilcharakter. Solche Verschweissungen sind insbesondere zu be obachten bei Verwendung von beheizten, hydrau lischen Kalandern zur thermoplastischen Verfestigung unter mehr oder weniger hohem Druck, wie dies z. B.
in der USA-Patentschrift Nr. 2 277 049 beschrieben wird. Vermindert man, um das Fertigprodukt ge schmeidiger zu machen, bei den herkömmlichen hy draulischen Kalandern den Anpressdruck, so beob achtet man eine ungenügende Verfestigung,
die unter anderem eine verringerte Abriebfestigkeit des Fertig produktes hervorruft. Offensichtlich genügt der Wärmeübergang während der kurzen Verweilzeit im Kalanderspalt bei herabgesetztem Druck nicht zur Erzeugung einer genügenden Anzahl von Bindestel- len. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, wurde in der Folgezeit eine Maschine zur thermoplastischen Verfestigung von Vliesstoffen vorgeschlagen,
die mit einer weichen Anpressung arbeitet (siehe z. B. USA- Patentschrift Nr. 2 626 883). Hierdurch soll eine Zer störung der Fasern bei der Verfestigung weitgehend ausgeschaltet werden. Die betreffende Vorrichtung besteht im Prinzip aus einer beheizten Stahlwalze, gegen die mit Glasgewebe belegte Walzen unter ge ringem Druck (1,8 kg/cm) laufen.
Weiterhin wurde z. B. im DBP Nr. 901346 vor geschlagen, zur Vermeidung zu weitgehender folien- artiger Verschweissung die Verfestigung so durch- zuführen, dass eine Seite der Vliesbahn beheizt und die andere Seite gekühlt wird und Druck nur punkt weise ausgeübt wird (Punktverschweissung). Eine ent sprechende Maschine besteht z. B. aus einer beheiz ten Walze mit einem Barübergeführten angepressten Drahtgewebe und nachgeschalteten kalten Walzen.
Bei der Herstellung von Materialien, die erhöhten Anforderungen unterliegen, wird jedoch häufig eine weitgehendere Verfestigung verlangt, als sie mit einer solchen Vorrichtung zu erreichen ist. Dies gilt ins besondere für solche textilen Einsatzgebiete, bei denen sowohl Wasch- als auch Reinigungsfestigkeit bei gleichzeitiger Erhaltung eines weichen, gefälli gen Griffes verlangt wird.
Die Punktverschweissunggestattet zwar die Herstel lung weich verfestigter Vliesstoffe, jedoch stellen die nicht verschweissten Stellen Angriffspunkte z. B. für Abrieberscheinungen dar. Das Gegenteil der Punkt verschweissung ist die oben genannte Verschweissung unter höherem Druck mit hydraulischen Kalandern. Hierbei wird zwar die Bahn über die Breite weg gleichmässig verfestigt, jedoch ist der Materialcharak- ter, falls z. B.
Wasch- und Reinigungsfestigkeit ver langt wird, zu steif ( papierig ).
Überraschenderweise zeigte sich, dass mit Hilfe thermoplastischer Bindefasern verfestigte, sowohl wasch- als auch reinigungsbeständige Vliesstoffe mit weichem Textilgriff dadurch hergestellt werden kön nen, dass die lösen Vliesbahnen durch beheizte Wal zenpaare unter Druck geschickt werden, bei denen wenigstens eine Walze zumindest oberflächlich aus Silikongummi besteht,
und wobei die Walzen mit einem Liniendruck von 5-50 kg/cm aufeinand'er- gepresst werden. Es wird dadurch eine über die Breite der Vliesbahn gleichmässige Verschweissung erzielt.
Weiterhin wird ein an der Oberfläche glattes sowie textilartig weiches Material erzeugt, da der Silikon- gummiüberzug der Walzen den zur Verschweissung benötigten Wärmeübergang unter weitgehender Scho nung der Fasern gewährleistet.
überraschenderweise zeigte sich weiterhin, dass die fertig verfestigten Vlies- stoffe offensichtlich infolge der günstigen Gleiteigen- schaften der Silikongummischicht eine seidenartig glatte Oberfläche besitzen. Zur praktischen Durchführung wird z. B. eine Stahlwalze an der Oberfläche mit einer 10 mm dicken Schicht eines aus hochpolymeren Poly-Siloxanen be stehenden handelsüblichen Sillkonkautschuks be schichtet.
Die Silikon-Kautschukmischung wird auf der Walze nach üblichen Methoden vulkanisiert, so dass die Oberfläche eine Härte von z. B. 55 Shore aufweist. Diese mit Silikongummi belegte Walze wird mit einer ölbeheizten Stahlwalze kombiniert und ein loses Faservlies wird bahnförmig zwischen Silikon und Stahlwalze bei einem Liniendruck von 10 kg; cm und einer Stahlwalzentemperatur von 200 C durch geschickt. Das Faservlies hat z.
B. ein Gewicht von 30 g/m2 und folgende Zusammensetzung:
EMI0002.0036
Polyesterfaser <SEP> normal <SEP> verstreckt <SEP> 1,4 <SEP> den <SEP> 40 <SEP> mm <SEP> 40 <SEP> Teile
<tb> Polyesterfaser <SEP> nicht <SEP> verstreckt <SEP> 6 <SEP> den <SEP> 25 <SEP> mm <SEP> 20 <SEP> Teile
<tb> Viskose-Zellwolle <SEP> 3 <SEP> den <SEP> 30 <SEP> mm <SEP> 40 <SEP> Teile Nach dem Durchschicken durch obige Walzen anordnung ist das vorher lose Faservlies vollständig verfestigt bei gleichzeitiger Beibehaltung eines textil artig weichen seidenartigen Griffes.
Das Fertigmate rial wurde als Einlagestoff zusammen mit einem han delsüblichen Oberstoff verarbeitet, und das Fertig produkt wurde 20 üblichen Wäschen sowie 15 Che- misch-Reinigungen unterworfen, ohne dass ein nen nenswerter Abrieb sowie Abbau eintrat.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung nicht gewebter, mit Hilfe thermoplastischer Bindefasern verfestigter Vliesstoffe aus Vliesen, die ganz oder teilweise aus thermoplastischen Fasern aufgebaut sind und bahn- förmig zwischen beheizten Walzenpaaren durch geführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Walzen mindestens an der Oberfläche aus S'ilikongummi bestehen, und die Walzen mit einem Liniendruck von 5-50 kg,cm aufeinand'er- gepresst werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH103661A CH372023A (de) | 1961-01-30 | 1961-01-30 | Verfahren zur Herstellung textiler Vliesstoffe |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH372023A true CH372023A (de) | 1963-06-15 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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1961
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