CH372419A - Verfahren zur Erzeugung eines Ultrahochvakuums unter Verwendung einer Pumpanlage - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines Ultrahochvakuums unter Verwendung einer Pumpanlage

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CH372419A
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CH7692159A
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Adolf Dr Trendelenburg Ernst
Walter Dr Huber
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Balzers Hochvakuum
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F9/00Diffusion pumps
    • F04F9/04Diffusion pumps in combination with fore pumps, e.g. use of isolating valves

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Description


  Verfahren zur Erzeugung eines     Ultrahochvakuums    unter Verwendung einer     Pumpanlage       Es sind verschiedene Verfahren bekanntgewor  den, um in einem Rezipienten ein     Ultrahochvakuüm     von besser als     10-6        Torr    zu     erzeugen.    Oft wurden  hierzu Diffusionspumpen in Reihenschaltung ver  wendet, um ein besseres Endvakuum zu erzielen.  Um die Saugleistung von     Pumpaggregaten        zu    er  höhen, ist es auch bekannt, mehrere Diffusionspum  pen an ein und denselben Rezipienten in Parallel  schaltung anzuschliessen.  



  Die mit solchen     Pumpanordnungen    erreichbaren       Vakuas    waren aus verschiedensten Gründen begrenzt.  Neben der Dichtigkeit der auszupumpenden Vakuum  apparatur, dem Vorhandensein von gasabgebenden  Bauteilen im Innern des Rezipienten und der Kon  struktion der hierbei verwendeten Vakuumpumpen  war es bei Diffusionspumpen vor allem auch das  Pumpentreibmittel selbst, welches das Endvakuum  wesentlich bestimmte.  



  Da alle Treibmittel ein     gewisses,    wenn auch nicht  grosses Lösungsvermögen für Gase und Dämpfe be  sitzen und sich also während des Betriebes mit den  abzupumpenden Gasen sättigen, und da ausserdem  die meisten Treibmittel, insbesondere die     organischen,     stets einen gewissen Anteil an leicht flüchtigen Kom  ponenten enthalten bzw. solche Komponenten wäh  rend des Betriebes durch thermische Zersetzung lau  fend entstehen, erschien die erwähnte Begrenzung  grundsätzlicher Natur zu sein.

   Wohl war es bekannt,  dass ein Pumpentreibmittel nach     Lufteinbruch    bei  nachfolgendem, längerem, ununterbrochenem Betrieb  wieder regenerieren konnte, das heisst, dass das mit  ihm erzielbare Endvakuum im Betrieb     allmählich     wieder besser wurde, doch konnte man auch in den  günstigsten Fällen mit den bisher bekannten Arbeits  weisen ein Endvakuum in der Grössenordnung von    etwa     10-s-10-7        Torr    bei metallischen Pumpen im  industriellen Betrieb nicht unterschreiten. Nur mit  umständlichen Massnahmen, z.

   B. durch die Verwen  dung von Spezialfallen, die mit flüssiger Luft gekühlt  werden müssen, und mit sehr langen     Pumpzeiten,     konnten im Labor noch bessere     Vakuas    erzielt  werden.  



  Die Ursache für die erwähnte Beschränkung ist  darin zu suchen, dass die Treibmittel die in ihnen ge  lösten Gase bzw. die Dämpfe der leichtflüchtigen  Komponenten kontinuierlich an die Vakuumseite ab  geben, was auch durch die üblicherweise verwende  ten, zwischen Pumpe und Rezipienten     eingeschalteten          Treibmittelfänger,    selbst wenn diese tiefgekühlt sind,  nicht ganz vermieden werden kann.

   Während sich  die geringen, durch gute     Treibmittelfänger    noch  durchdringenden     Treibmittelmengen    bis zu     Vakuas     in der Grössenordnung von     10-s        Torr    (also im so  genannten     Hochvakuumbereich)    nicht oder kaum  bemerkbar machen,

   sind sie im     Ultrahochvakuum-          bereich    - als solchen bezeichnet man     üblicherweise          Vakuas    von besser als     10-s        Torr    - bereits äusserst  störend und setzen schliesslich bei den     üblichen    Eva  kuierungsbedingungen für den erzielbaren     Evakuie-          rungsgrad    eine untere Grenze. Da ausserdem die Zer  setzung eines organischen Treibmittels durch metal  lische Pumpen bzw.

   Pumpenbauteile     katalytisch    ge  fördert wird, hat man vielfach die Ansicht vertre  ten, dass die Verwendung von metallenen     Öldiffu-          sionspumpen    für die Erzeugung von Ultrahoch  vakuum höchstens bis zu einem Vakuum von einigen  10-s     Torr        möglich    ist.  



  Um weiterzukommen, setzte man für     UHV-Pump-          stufen        (UHV    = Abkürzung für     Ultrahochvakuum)     auch andere Pumpentypen ein,     nämlich    Getterpum-           pen    und     Molekularluftpumpen.    Diese beiden letzteren  Typen sollten, da sie kein Treibmittel verwenden,  der erwähnten Beschränkung des Endvakuums nicht  unterliegen. Doch hat sich auch hier eine ähnliche  Beschränkung gezeigt, die darin liegt, dass Dämpfe       kondensierbarer        Substanzen,    die auf irgendeine Weise,  z.

   B. anlässlich des     Öffnens    des Rezipienten in diesen  hinein gelangen und während der Evakuierung durch  die angeschlossenen Pumpen     hindurchgepumpt    wer  den müssen, sich an den Wänden der verschiedensten  Pumpenteile niederschlagen. Diese Niederschläge,  z. B.

   Wasserschichten, werden dann, sobald man sich  im Verlauf der Evakuierung dem     Ultrahochvakuum     nähert, von den Wänden     desorbiert.    Theoretisch sollte  man     erwarten,    dass bei genügend langem Pumpen  diese störenden, Dämpfe abgebenden     Adsorptions-          schichten    allmählich abgebaut werden und man nach  deren Beseitigung beliebig weit - das heisst bis zu       Vakuas,    bei denen sich schliesslich die     Permeabilität     der     Rezipientenwände    für Gase, wie Helium, bemerk  bar macht - in den     Ultrahochvakuumbereich    vorsto  ssen kann.

       Fm    Laboratorium soll es tatsächlich ge  lungen sein, durch sehr sorgfältig durchgeführte lang  wierige     Aufheizmethoden    diesem Ziel nahezukom  men, wenn der Aufbau der Pumpen und des Rezi  pienten hohe Temperaturen anzuwenden gestattete.  Während im Laboratorium beim Aufbau einer Va  kuumapparatur auf eine so weitgehende     Ausheizbar-          keit    aller Teile Rücksicht genommen werden kann,  ist dies bei technischen Anlagen oft nicht möglich.  



  Die Überwindung bzw. erfolgreiche Umgehung  aller dieser Schwierigkeiten hat sich die Erfindung  zum Ziel gesetzt. Sie löst diese Aufgabe durch ein  besonderes Verfahren zur Erzeugung eines     Ultra-          hochvakuums    unter Verwendung einer     Pumpanlage,     wobei     weni-stens    zwei an den zu evakuierenden Rezi  pienten direkt     anschliessbare    und durch Ventile von  ihm absperrbare     Hochvakuumpumpstufen    vorgese  hen sind.

   Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass ein Teil der erwähnten       Pumpstufen    zur Erzeugung eines     Ausgangshochvaku-          ums    im Rezipienten, ein anderer Teil der     Pumpstufen     dagegen nur zur Erzeugung des eigentlichen Ultra  hochvakuums verwendet wird.  



  Inwiefern ein solches Verfahren ganz besondere  Vorteile bietet und die Nachterle der bekannten Eva  kuierungsverfahren zur Herstellung von Ultrahoch  vakuum überwindet, wird aus den nachstehenden  Ausführungen ersichtlich. Zuvor sei aber ein bei  spielsweises Verfahren an Hand der schematischen  Zeichnung näher erläutert.  



  In dem dargestellten Blockschema bedeutet 1 den  zu evakuierenden Rezipienten, an den über entspre  chende Leitungen wenigstens zwei Hochvakuum  pumpstufen angeschlossen werden können. Die eine  besteht aus der Hochvakuumpumpe 4 mit zwischen  Rezipient und Pumpe eingeschalteter Falle 3 zur  Verhinderung der Rückströmung von irgendwelchen  Dämpfen aus der Pumpe in den Rezipienten; diese  Dämpfe können     Treibmitteldämpfe    von Diffusions-    pumpen oder bei mechanischen oder     Getterpumpen     auch Dämpfe sein, die von den Wänden dieser Ge  räte     desorbieren.     



  Des weiteren ist ein Ventil 2 zwischen Pumpe und  Rezipienten vorgesehen, welches geeignet ist, Pumpe  und Rezipienten gegeneinander abzusperren.  



  Die andere     Hochvakuumpumpstufe    besteht eben  falls aus einer Hochvakuumpumpe 7, einer Falle 6  und einem Ventil 5. Die unterbrochene Linie deutet  an, welche der aufgezählten Einzelteile bei der Eva  kuierung     vorteilhafterweise    einer     Ausheizung    unter  worfen werden. Diese Geräte, also der Rezipient 1,  die Ventile 2 und 5 und die Falle 3 sollen daher     so     gebaut sein, dass sie Temperaturen von etwa 450   ohne Schaden längere Zeit ertragen können.  



  Den beiden Hochvakuumpumpen 4 und 7 müs  sen im praktischen Falle gewöhnlich     Vorvakuum-          pumpen    in an sich bekannter Weise zugeordnet wer  den. Für die schematische Darstellung einer Anlage  für die Durchführung des Verfahrens genügt es, ledig  lich festzustellen, dass die Pumpen 4 und 7 imstande  sein müssen, ein Hochvakuum zu erzeugen, gleich, ob  sie hierfür der Hilfe einer     Vorvakuumpumpe    bedür  fen oder nicht.  



  Die angeführten Geräte müssen im übrigen nach  den bekannten Regeln der     UHV-Technik    gebaut  sein. Es werden also z. B.     zweckmässigerweise    an den       Flanschverbindungen    Metalldichtungen anstelle der  sonst üblichen Kunststoffdichtungen verwendet. Wei  ter erfordern     aufheizbare        UHV-Ventile    eine beson  dere Konstruktion.

   Das gleiche gilt für die Aus  gestaltung der Fallen, der Verbindungsleitungen, der  Auswahl der Baustoffe für den Rezipienten<B>USW.</B>  Ebenso ist es notwendig, dass die verwendeten Pum  pen gute Hochvakuumpumpen sind, seien es Diffu  sionspumpen,     Molekularpumpen    oder     lonengetter-          pumpen.     



  Bei solchen     Pumpanlagen    mit zwei oder mehr par  allel an den Rezipienten direkt     anschliessbaren    Hoch  vakuumpumpen wurden diese Pumpen bisher auch  stets in paralleler Arbeitsweise gleichzeitig betrieben.  Man ging von der Vorstellung aus, dass die durch die  Parallelschaltung vervielfachte Saugleistung nicht nur  gestattet, schneller das erreichbare     Endvakuum    zu  erzielen, sondern dass darüber hinaus dieses     End-          vakuum    dank der erhöhten Saugleistung auch wesent  lich besser wäre,

   weil das dynamische Gleichgewicht  zwischen den von den     Rezipientenwänden    und den  sonstigen Bauteilen pro Zeiteinheit     desorbierten        Gas-          bzw.    Dampfmengen einerseits und den pro Zeitein  heit     abgeförderten    Gas- und Dampfmengen ander  seits bei höherer Saugleistung offensichtlich nach der  Seite niedrigerer Drücke verschoben ist. Für die bis  her industriell gebräuchlichen     Vakuas    bis zu etwa       10-6        Torr    wird diese theoretische Erwartung denn  auch voll durch die Erfahrung bestätigt, und sie muss  auch für das     Ultrahochvakuum    gelten.  



  Dennoch hat sich herausgestellt, dass es günstiger  ist, nicht die gesamte an einer     Pumpanlage    verfügbare       Hochvakuumsaugkapazität    entsprechend dem vor-      bekannten Betriebsverfahren einzusetzen, sondern  deren Einsatz so zu verteilen, dass nur ein Teil der  vorhandenen     Hochvakuumpumpstufen    mit grösseren  Gas- oder Dampfmengen - gemessen an den sehr  geringen Gas- und Dampfmengen, die im     UHV-          Bereich    noch anfallen - in Berührung     kommt.    Damit  wird erreicht, dass nur dieser Teil der     Pumpstufen     mit den Dämpfen und Gasen verunreinigt bzw.

   be  laden wird, während der andere Teil der     Pumpstufen,     der nur eingesetzt wird, um, bereits von einem Hoch  vakuum ausgehend, die sehr geringen Gasmengen, die  bei der     überführung    eines Hochvakuums in ein       Ultrahochvakuum    noch     abgefördert    werden müssen,  abzupumpen, eine nennenswerte Gasbeladung kaum  mehr erleidet.

   Man muss zu diesem Zwecke nur dafür  sorgen, dass diese der eigentlichen     UHV-Evakuierung     dienenden     Pumpstände    für längere Zeit nicht Gasen  oder Dämpfen höheren Druckes ausgesetzt werden,  muss also, wenn man den Rezipienten öffnen will, die       UHV-Pumpstufen    durch Ventile (gegebenenfalls auch  nach der     Vorvakuumseite    hin) absperren. Zweck  mässig lässt man in solchem Falle die abgesperrten       Pumpstufen    weiterlaufen, so dass sie bei der Wieder  evakuierung nach Herstellung des Ausgangshoch  vakuums sofort wieder zur Verfügung stehen.  



  In der gezeichneten schematischen Darstellung  einer     Pumpanlage    mit bloss zwei     Hochvakuumpump-          stufen    soll also nur die Pumpe 4 als die eigentliche       UHV-Stufe    verwendet werden.

   Dafür eignen sich be  sonders einstufige     Öldiffusionspumpen,    die mit nied  rigerer als der für die verwendete Pumpentype nor  male Heizleistung betrieben werden, ebenso     Moleku-          larluftpumpen    und     Ionengetterpumpen.    Bei der Eva  kuierung wird dann folgendermassen verfahren:  Zunächst bleibt die     UHV-Stufe    vom Rezipienten  abgesperrt, das Ventil 2     also    geschlossen. Der Rezi  pient 1 wird allein über das geöffnete Ventil 5 und  die Falle 6 durch die Pumpe 7 bis auf etwa 10-5     Torr     evakuiert.

   (Bevor die Hochvakuumpumpe 7 in Ak  tion treten kann, ist es natürlich notwendig, mittels  einer     Vorvakuumpumpe    im Rezipienten ein hinrei  chendes     Vorvakuum    zu erzeugen. Die     Vorvakuum-          pumpe    kann in bekannter Weise der Pumpe 7 vor  geschaltet sein und die     Vorevakuierung    durch diese  hindurch oder unter Verwendung einer     Umwegleitung     erfolgen.)  Alsdann werden - immer noch unter Absperrung  der Pumpe 4 vom Rezipienten - die von der unter  brochenen Linie umrahmten Teile der     Pumpanlage,     z.

   B. durch in die Wandungen der Geräte eingebaute       Heizvorrichtungen,    einer allmählichen Erhitzung un  terworfen, wodurch die     okkludierten    oder an den  Wänden des Rezipienten     adsorbierten    Gase weit  gehend ausgetrieben werden können. Hat man unter  ständigem Pumpen mittels der Hochvakuumpumpe 7  somit ein Vakuum von etwa 10-6     Torr    erreicht, wird  die Pumpe 7 durch Ventil 5 vom Rezipienten ab  gesperrt und die Pumpe 4 durch Öffnen des     Ventils    2  angeschlossen. Die Heizung des Rezipienten wird    abgestellt und eine eventuell vorhandene künstliche  Kühlung desselben in Betrieb genommen, während  nun die Pumpe 4 die Evakuierung fortsetzt.

   Insbeson  dere wird die Falle 3 während der weiteren Evakuie  rung     zweckmässigerweise    gekühlt.  



  Man beobachtet dabei einen raschen Abfall des  Druckes im Rezipienten, welcher zum Teil dem Um  stand zuzuschreiben ist, dass sich das     Adsorptions-          gleichgewicht    bei Kühlung der Wände nach der Seite  niedrigerer Drucke verschiebt. Dieser letztere Vor  gang kann erst in Verbindung mit dem beschriebenen  Verfahren voll ausgenutzt werden, weil dieses Ver  fahren .sichert, dass nach der     Aufheizung    des Rezi  pienten mit diesem nur mehr solche     Pumpstufen    in  Verbindung kommen, die ihrerseits     zusammen    mit der  vorgeschalteten Falle keine nennenswerten Gasmen  gen nach der     Hochvakuumseite    mehr abzugeben ver  mögen.  



  Das Verfahren, das hier an Hand einer Pump  anlage mit nur zwei     Hochvakuumpumpstufen    be  schrieben wurde,     ist,    wie aus obigen Ausführungen  hervorgeht, natürlich ebenso auf     Pumpanlagen    mit  vielen     Hochvakuumpumpstufen    anwendbar. Diese       Pumpanlagen    werden für Vorrichtungen zur Be  schleunigung atomarer Teilchen verwendet, die ein  um so besseres Vakuum benötigen, je länger die Bahn  ist, die die Teilchen durchlaufen     müssen,    weil die  Wahrscheinlichkeit eines störenden Zusammenstosses  mit Restgasmolekülen mit der Länge der Bahn wächst.

    Zum Beispiel durchlaufen die Protonen in der Va  kuumringkammer eines gebauten     Protonensynchro-          trons    eine Strecke von über 300000 km, bevor sie  aus der Ringbahn auf das     Target        ausgelenkt    werden.  Auch bei sehr hohen Anfangsgeschwindigkeiten (z. B.  entsprechend 50     MEV)    der in die Kreisbahn mittels       Linearbeschleuniger    eingeschossenen     Teilchen    ist ein  gutes Vakuum erforderlich, damit ein nützlicher An  teil der anfänglich gestarteten Teilchen das Ziel er  reicht.  



  Bei solchen Anlagen, die entlang der Ringkam  mer verteilt, zahlreiche     Hochvakuumpumpstände    auf  weisen (z. B. 60), kann das Verfahren dann so ver  wendet werden, dass wiederum ein Teil dieser direkt  an den     Rezipienten:        anschliessbaren        Hochvakuumpump-          stufen    nur für die Erzeugung des     Ausgangshochvaku-          ums    dient, während ein anderer Teil nur zur eigent  lichen     UHV-Evakuierung    benutzt wird.  



       Wie    ersichtlich, verliert man nach dem beschrie  benen Verfahren zwar einen Teil der vollen Hoch  vakuumsaugkapazität. Trotzdem sind aber, wie sich  gezeigt hat, die auf diese Weise erzielbaren     End-          vakuas    besser und sogar die     Pumpzeiten    kürzer.

   Die  ses überraschende Resultat beweist, dass dadurch, dass  man es vermeidet, durch den der Endphase der Eva  kuierung dienenden Teil der     Hochvakuumpumpstu-          fen    nennenswerte Gasmengen abzusaugen, man     hin-          sichtlich        P-umpzeit    und Qualität des Vakuums weit  mehr gewinnt, als durch den Verzicht auf die volle      Ausnutzung der vorhandenen     Hochvakuumpumpstu-          fen    verlorengeht.

   Nicht volle Ausnutzung bedeutet  hier, dass ein Teil dieser     Pumpstufen    in einem Druck  bereich, in welchem sie an sich ohne weiteres eben  falls arbeiten und also zur     Gesamtsaugleistung    bei  tragen könnten, nämlich im Bereich, der bei etwa       10-2    -     10-3        Torr    beginnt und sich über das Gebiet  des Hochvakuums bis zu etwa     10-s        Torr    erstreckt,  absichtlich nicht eingesetzt wird.  



  Gegebenenfalls können die der Erzeugung des Aus  gangshochvakuums und die der Erzeugung des eigent  lichen     Ultrahochvakuums    dienenden     Pumpstufen    mit  gemeinsamen Vorpumpen betrieben werden. Es ist  eine Schaltung     möglich,    bei welcher die     Pumpstufen,     die im Verlaufe der Evakuierung zunächst nur dazu  dienen, das     Ausgangshochvakuum    im Rezipienten  herzustellen, später in Serie mit den eigentlichen       UHV-Pumpstufen    geschaltet werden, so dass sie dann  als Vorpumpen für die     UHV-Pumpen    dienen.

   Bei  einer speziellen     Art    der     Durchführung    dieses Verfah  rens, wobei als eigentliche     UHV-Pumpen        Sorptions-          pumpen    mit     Sorbentien,    wie     Zeolith,    Aktivkohle und  dergleichen,     verwendet    werden, wird zunächst der  Rezipient mit Hilfe von Diffusionspumpen oder me  chanischen Hochvakuumpumpen evakuiert, während  die     Sorptionspumpen    vom Rezipienten isoliert blei  ben;

   sobald dann das     Ausgangshochvakuum    her  gestellt ist, werden mittels Ventile und     Umweglei-          tungen    die     Sorptionspumpen    zwischen Diffusions  pumpen und Rezipienten eingeschaltet, die Diffu  sionspumpen also nur mehr als Vorpumpen zu den       Sorptionspumpen    verwendet, durch welch letztere  hindurch nun die     Absaugung    der Gase und Dämpfe  aus dem Rezipienten erfolgt.

   Je nach den verwendeten       Sorbentien    kann dann die Wirkung auch darauf be  ruhen, dass diese nicht für sich als Pumpe zur Be  seitigung der Gase im Rezipienten dienen, sondern als  Falle, welche die Aufgabe hat, selbst die geringste       Treibmittelrückströmung    aus der Diffusionspumpe in  den Rezipienten zu verhindern, wodurch sie erst zur  eigentlichen     UHV-Pumpe    wird. Es kann dieselbe Dif  fusionspumpe, welche mit der     Sorptionsfalle    zwecks  Erzeugung des     Ultrahochvakuums    im Rezipienten zu  sammenarbeitet, dann auch zur Erzeugung des Aus  gangshochvakuums im Rezipienten benutzt werden.  



  Das letztgenannte Verfahren bietet besondere  Vorteile, wenn es sich     darum    handelt, in einem Rezi  pienten bei höheren Totalgasdrucken einen extrem  niedrigen     Partialgasdruck    in bezug auf ein bestimmtes  Gas zu erzielen, für welches die     Sorptionspumpe    aktiv  ist. Diese Aufgabe liegt z. B. vor, wenn ein Prozess,  etwa eine     Vakuumaufdampfung    oder eine Gasent  ladung bei     Spektraluntersuchungen    in einer extrem  reinen     Schutzgasatmosphäre    durchgeführt werden  soll.

   Wegen der     Forderung    der extremen Reinheit  müssen dann - obwohl der     Totalgasdruck    im Rezi  pienten nicht     im        UHV-Gebiet    zu liegen braucht   dennoch     UHV-Pumpanlagen    bei der Evakuierung an  gewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Erzeugung eines Ultrahochvaku- ums unter Verwendung einer Pumpanlage, wobei wenigstens zwei an den zu evakuierenden Rezipien ten direkt anschliessbare und durch Ventile von ihm absperrbare Hochvakuumpumpstufen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil dieser Pumpstufen zur Erzeugung eines Ausgangshochvaku- ums im Rezipienten, ein anderer Teil der Pumpstu- fen dagegen nur zur Erzeugung des eigentlichen Ultra hochvakuums verwendet wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, unter Ver wendung einer Ultrahochvakuum-Pumpanlage mit zwei direkt an den Rezipienten anschliessbaren bzw. von ihm abtrennbaren Diffusionspumpen, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Pumpe nur dazu ver wendet wird, um im Rezipienten das Ausgangs vakuum für die andere, der Erzeugung des eigent lichen Ultrahochvakuums dienende Pumpe herzu stellen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter anspruch 1, zur Erzeugung von Ultrahochvakuum, bei welchem der zu evakuierende Rezipient während des Pumpens aufgeheizt wird, dadurch gekennzeich net, dass während der Heizperiode die der Herstellung des Ausgangsvakuums dienenden Pumpstufen und während der Abkühlperiode die der Erzeugung des eigentlichen Ultrahochvakuums dienenden Pumpstu- fen mit dem Rezipienten verbunden werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rezipient, während die der Erzeugung des Ultrahoch vakuums dienenden Pumpstufen mit ihm verbunden sind, künstlich gekühlt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Pumpstufen zur Erzeugung des Ultrahochvakuums Öldiffusionspumpen verwen det werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Pumpstufen zur Erzeugung des Ultrahochvakuums Molekularluftpumpen verwen det werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Pumpstufen zur Erzeugung des Ultrahochvakuums Sorptionspumpen verwendet werden. 7. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Pumpstufen zur Erzeugung des Ultrahochvakuums einstufige öldiffusionspumpen verwendet werden.
    PATENTANSPRUCH 11 Ultrahochvakuum-Pumpanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, welche wenig stens zwei an den zu evakuierenden Rezipienten di rekt anschliessbare und durch Ventile von ihm ab sperrbare Hochvakuumpumpstufen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile zur Absperrung der Pumpstufen vom Rezipienten so miteinander gekop pelt sind, dass stets nur ein Teil der Pumpstufen gleichzeitig an den Rezipienten angeschlossen sein kann.
    UNTERANSPRUCH B. Ultrahochvakuum-Pumpanlage nach Patent anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass für die an den zu evakuierenden Rezipienten direkt anschliess- baren und durch Ventile von ihm absperrbaren Ultra hochvakuum-Pumpstufen Sorptionsfallen vorgesehen sind, und dass Ventile und Umwegleitungen vorhan den sind, welche die der Erzielung des Ausgangs hochvakuums im Rezipienten dienenden Diffusions- pumpen zum Zwecke der nachfolgenden Ultrahoch vakuum-Evakuierung den Sorptionsfallen vorzuschal ten gestatten.
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CH7692159A CH372419A (de) 1959-08-14 1959-08-14 Verfahren zur Erzeugung eines Ultrahochvakuums unter Verwendung einer Pumpanlage

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