CH372432A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasern aus thermoplastischem Material - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasern aus thermoplastischem Material

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CH372432A
CH372432A CH7495659A CH7495659A CH372432A CH 372432 A CH372432 A CH 372432A CH 7495659 A CH7495659 A CH 7495659A CH 7495659 A CH7495659 A CH 7495659A CH 372432 A CH372432 A CH 372432A
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B37/00Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags
    • C03B37/01Manufacture of glass fibres or filaments
    • C03B37/04Manufacture of glass fibres or filaments by using centrifugal force, e.g. spinning through radial orifices; Construction of the spinner cups therefor
    • C03B37/05Manufacture of glass fibres or filaments by using centrifugal force, e.g. spinning through radial orifices; Construction of the spinner cups therefor by projecting molten glass on a rotating body having no radial orifices

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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasern aus thermoplastischem Material    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her  stellung von Fasern aus thermoplastischem Material,  z. B. aus geschmolzenen     Mineralien    oder Glas; so  wie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Ver  fahrens.  



  Die     Erfindung        basierst    insbesondere auf dem be  kannten Schleuderverfahren zur Herstellung von Fa  sern aus     thermoplastischem    Material, z. B.     einer          Schmelze    aus     Mineralien    zur Herstellung von so  gmannter Mineralwolle oder Glaswolle, gemäss wel  chem ein kontinuierlich zugeführter     Schmelzstrahl     des thermoplastischen Materials sich entlang der  Innenseite eines sich drehenden, konischen Trich  ters durch die Umdrehung des Trichters bewegt,

   so  dass die Materialschicht zu einer am weiten Ende  des Trichters gelegenen Schleuderkante gelangt und  von dieser in Form von Fasern durch die Schleuder  kraft     abgeschleudert    wird.  



  Die Herstellung von     sogenannter    Mineralwolle  wird zur Zeit im wesentlichen nach zweibekannten  Grundprinzipien vorgenommen; das     eine    wird     Blas-          methode    und das andere Schleudermethode genannt.  



  Bei der Herstellung von Mineralwolle nach der       Blasmethode    wird das geschmolzene Material einem  Gasstrom von lehr hoher     Geschwindigkeit    ausgesetzt  und hierbei teilweise zu Fasern und teilweise zu  kleinen Partikeln zerteilt. Diese Partikel     haben        anfangs     eine wesentlich geringere Geschwindigkeit     als:    der  Gasstrom, so dass die ursprünglich runden Partikel  infolge der Reibung gegen den Gasstrom zu Fasern  ausgezogen werden.

   Dabei wird der     Geschwindig-          keitsunterschiedi        zwischen    dem Gasstrom     und    den  Partikeln immer geringer, so dass die Fasern schliess  lich. die gleiche Geschwindigkeit und     Richtung    wie  der Gasstrom besitzen..

   Bei dieser Methode, die in       verschiedenen    Ausführungsformen angewandt worden    ist, ist die Geschwindigkeit des Gasstroms für     diie          Faserbildung    von     entscheidender    Bedeutung.     In    der       Praxis    wendet man sehr hohe     Gasstromgeschwindig-          keiten    an.

   Die Methode ist jedoch mit verschiedenen  Nachteilen     behaftet.    Unter     anderem    ist es, schwierig,  mittels des Gasstroms eine     befriedigende        Zerteilung     des geschmolzenen Materials zu erhalten.     Weiterhin     werden auch unzureichend zerteilte Partikel vom Gas  strom aufgefangen; und. diese finden:

   sich in Form  von erstarrten Kugeln,     sogenannten    Perlen, vermischt  mit der -fertigen Wolle     wieder.    Bei der     sogenannte-n     Schleudermethode, auf die sich das erfindungsgemässe       Verfahren    bezieht, wird dem geschmolzenen Material  mittels einer     Zentrifuge    oder dergleichen eine sehr  hohe Geschwindigkeit     im    Verhältnis zur umgebenden       Luft        erteilt.    Wenn das Material die     Zentrifuge    ver  lässt,

   wird es infolge der einwirkenden     Zentrifugal-          kräfte    in der Regel gleichförmig     teilweise    zu Fasern  und     teilweisse    zu kleinen Partikeln zerteilst, die infolge  der     Reibung    gegen. die Luft in Fasern     überführt     werden. Um mit dieser Methode ein gutes Ergebnis  zu erhalten, soll dem     geschmolzenen        Material    eine  Geschwindigkeit von 60-100 m pro Sekunde erteilt  werden, was Schwierigkeiten mit sich bringen kann.  



  Bei einem     bekannten    Verfahren ist ,der drehbare  Trichter     senkrecht    angeordnet und mit dem     schmalen     Ende in die Schmelze versenkt, während sich gleich  zeitig der     Trichter    nach einer geeigneten Kurve un  unterbrochen nach oben und aussen     erweitert.    Die       Schmelze    wird durch die Schleuderkraft     verteilt    und  in Umdrehung     versetzt,    während     gleichzeitig    die       verteilte    und     umlaufendie    Schicht in     Achsenrichtung     wandert,

   bis sie die Kante des     umlaufenden    Trich  ters erreicht hat und zu     Fasern,    hauptsächlich in der  Horizontalebene, ausgezogen wird.  



  Besonders mit     Rücksicht    auf die     Übernahme    des  so gebildeten     Fasermaterials    ist jedoch diese Vor-      richturig mit Nachteilen behaftet, da     dia    gebildeten  Fasern, bevor sie     einer    geeigneten     Aufnahmevorrich-          tung    zugeführt werden, erst zumindest teilweise um  Teile der Schleuderanlage strömen müssen, was zu  örtlichen Anhäufungen., einer ungleichmässigen Filz  bildung und einem     in-homogenen        Erzeugnis    führt.  



  Die Erfindung setzt sich zum Ziel, das bekannte  Verfahren zur Herstellung von Fasern durch Schleu  dern     mittels    einer     trichterförmigen    Fläche zu ver  bessern.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    zur Herstel  lung von Fasern aus thermoplastischem Material, wo  bei ein ununterbrochen zugeführter Schmelzstrahl  des thermoplastischen Materials sich entlang der  Innenseite eines umlaufenden, konischen Trichters  infolge der Drehbewegung     dies,s    Trichters bewegt,  so dass dieses Material zu einer am weiten Ende  des konischen     Trichters        gelegenen    Schleuderkante  gelangt, ist     dadurch        g.kennzeichnet,    dass der Trich  ter in Form eines     Keg,lstumpfes    um seine     annähernd     horizontale oder nach der Schleuderkante des Trich  ters abwärts geneigte Achse gedreht wird,

   wobei seine  Umlaufgeschwindigkeit derart :gesteuert wird, dass       das    thermoplastische Material von der Schleuderkante       tangential        abgeschleudert    und     infolge    seiner Ge  schwindigkeit in freier Flucht in Fasern überführt  wird, wobei     ein        gesteuerter,    zur genannten Achse  wenigstens annähernd koaxialer,     ringförmiger    Gas  strom die fertigen, völlig erstarrten Fasern von der  Schleuderkante in einer zur Drehachse des Trichters  annähernd     parallelen    Richtung wegführt.  



  Durch diese Verfahren wird es möglich., dass  die Fasern     ummittelbar    nach ihrer     Bildung    mittels  des gesteuerten Gasstroms die gewünschte     Bewe-          b        ngsrichtung    erhalten, um     in    dieser Weise von der  Schleudervorrichtung wegzukommen, und dass ein,     re-          g@ibarer    und gleichmässiger Faserstrom erzielt     wird,     der sich     kontinuierlich        auf    eine geeignete Aufnahme  vorrichtung, z. B. ein Drahtsieb oder eine andere  Transportvorrichtung, absetzen kann.

   Der Druckgas  strom hat mit der Faserbildung nichts zu tun,     son-          drn    wird nur als     Transportmittel    für die     gebildeten     Fasern angewandt, weshalb er sich nicht mit grosser  Geschwindigkeit zu bewegen braucht.

   Dadurch,     dass     der Gasstrom     im    wesentlichen horizontal     gerichtet    ist,  erhält man den Vorteil,     :dass    nicht völlig zerteilte  Partikel in einer Ebene     herausgeworfen    werden, die  im wesentlichen senkrecht zur Richtung :des Gasstroms       verläuft.    Da die     Geschwindigkeit    des Gasstroms ver  hältnismässig gering sein kann, kann die Gefahr, dass  sogenannte Perlen mit den Fasern mitgerissen werden,  vermieden werden. Zur Erzeugung des     Druckgas-          stroms    kann ein     einfaches    Gebläse angewandt werden.  



  Die Erfindung wird im folgenden anhand von  in der Zeichnung     dargestellten        Ausführungsbeispielen     der Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens näher  beschrieben.  



       Fig.    1     ist    eine     Ansicht    einer Ausführungsform der  Vorrichtung von der Seite,     teilweise    im Schnitt, und         Fig.    2 ist ein Querschnitt gemäss der Linie     II-II     in     Fig.    1 und zeigt eine Vorrichtung zur Kühlung  eines Teiles des Rotors.  



       Fig.    3 zeigt eine Abänderung der Vorrichtung  nach     Fig.    1.  



       Fig.    4 und 5 zeigen eine     abg;    änderte Ausführungs  form des konischen Teiles des Rotors zur Ermög  lichung einer wirksamen Luft- oder Flüssigkeitsküh  lung, dieses     Teiles.     



  10 bezeichnet ein     Zu.führrohr    für das geschmolzene  Material 11. Unterhalb dieses Rohres und in der       Bewegungsbahn    des     Schmelzstrahles    11 befindet sich  eine geneigte Rinne, in     deren    oberes Ende 12 der  Schmelzstrahl eintritt. Die Schmelze wird darauf in  folge der Neigung zur Horizontalebene in der Rinne  12, 13 durch die     Schleudervorrichtung        geleitet.    Wenn  die     Schmelze    am entgegengesetzten Ende 13 der  Rinne angelangt ist, geht sie in einen neuen Strahl  14 über, der auf die Innenseite des konischen, trich  terförmigen Rotors 15 auftrifft.

   Dieser Rotar läuft  mit einer     verhältnismässig    hohen     Drehzahl    um und  bringt somit die Schmelze dazu, sich an die Innen  fläche     glatt    anzulegen. Infolge der Schleuderkraft wird  die Schmelze schräg nach aussen     ge.presst    und bei  der Umdrehung des Rotors mitgenommen, und wenn  die Schmelze die Kante 16 des Rotors erreicht hat,  ist sie zu     einer    homogenen, umlaufenden Schicht gut  ausgeglichen, die infolge der einwirkenden Schleu  derkräfte     entlang    der Kante 16 verteilt und von  der Kante 16     tangential        abgeschleudert    und zu  Fasern ausgezogen wird.

   Die Fasern bilden sich so  mit in einer Ebene im Bereich zwischen der Kante 16  und einem koaxialen,     ringförmigen    Gasstrom, der die  fertigen Fasern wegführt.  



  Die so gebildeten Fasern werden in diese Ebene  herausgeschleudert, die im wesentlichen senkrecht  zur Drehachse des Rotors verläuft. Mit 17 ist eine  Vorrichtung in Form eines Kranzes für die Zufuhr  von Druckluft oder eines anderen Druckgases be  zeichnet,     die    es ermöglicht, einen regelbaren: und  steuerbaren Faserstrom in der gewünschten Richtung  zu     erhalten.    Der konische Teil 15 des Rotors geht       in    einen. zylindrischen Teil 25, 21 über, der in einer  geeigneten Lagervorrichtung 18 gelagert ist. Der     End-          teil    des zylindrischen Teiles 25 des Rotors ist mit  21 bezeichnet. Der Rotor wird von geeigneten Glie  dern, z.

   B.     einem    Elektromotor, über eine Riemen  scheibe 19 angetrieben. Mit 20 ist ein Teil der Grund  platte bezeichnet, auf der die Vorrichtung     ruht.    Die  schon genannte Rinne 12-l3 in     Fig.    1 und 2 ruht  gemäss der dargestellten Ausführungsform in einem  Halter 22, der zweckmässig axial     beweglich    ist, um  eine Einstellung des     Schmelzstrahles    14 im Verhältnis  zum Rotor 15 zu ermöglichen.  



       Fig.    2 zeigt eine Ausführungsform zur wirksamen  Kühlung der Lager des Rotors, die sonst natürlich  infolge der Wärmestrahlung von der     Rinne    13 und  dem Halter 22 einer starken Erhitzung     ausgeesetzt     wären. Der zylindrische Teil 21 des Rotors ist an  einem diesen umgebenden zylindrischen Rohr 23      mittels Abstandsstücken: 24 koaxial befestigt, die  als     Gebläseschau,feln    ausgeführt sind. Das     Rohar    23  ist in nicht gezeigter Weise aussen gelagert.

   Bei der  Umdrehung des     Rotars        werden    daher die     Gebläse-          schaufeln    24 und .das äussere Rohr 23 mitgenommen,  wobei ein kühlender Luftstrom sich zwischen dem       Rotorteil    21     und    dem Rohr 23 bildet.  



  Auch andere Ausführungsformen. zur Erzielung  dieser Wirkung sind denkbar. Eine gute Kühlwirkung  kann z. B. erzielt werden, wenn ein Luftstrom in     dem          Zwischenraum    zwischen dem Rotor und einem diesen       umgebenden        konzentrischen    Rohr eingeleitet wird.  



  Der     zylindrische    Teil     dies    Rotors kann natürlich  auch mit Doppelwänden ausgebildet werden, wobei  die Kühlung     mittels    eines Flüssigkeitsstroms herbei  geführt wird, der im Zwischenraum umläuft.  



  Es hat sich als sehr vorteilhaft     erwiesen,    wenn  der Halter 22 beim     Anlassen    verschoben     werden     kann, so     dass    der     Schmelzstrahl    14 ausserhalb     des     Trichters 15     herunterfällt.    Wenn man darauf den  Halter langsam nach rückwärts verschiebt, kann der  Schmelzstrahl den umlaufenden Trichter vorwärmen:.  Wenn der Strahl dann den Trichter an dem für     das     Schleudern geeigneten Punkt trifft, ist der Trichter  somit vorgewärmt.

   Wenn man beim     Anlassen    den  Strahl     unmittelbar    den kalten Trichter ohne diese       Vorwärmung        treffen    lässt, besteht die Gefahr,     d!ass     die     Schmelze    erstarrt, was leicht zu Unwucht und  Sprengung der erstarrten Schmelzschicht     führt.     



  Gemäss     Fig.3        trifft.    die     Schmelze    14 die Innen  fläche eines Trichters 15 in der gleichen Weise wie  vorher angegeben; die zerteilte und umlaufende  Schmelze 14a wird jedoch, nachdem sie die Kante  des Trichters 15 verlassen :hat, von der     Innenfläche     eines anderen     Trichters    15a aufgefangen, der koaxial  zum     erstgenannten    Trichter angeordnet ist, jedoch  mit grösserer     Winkelgeschwindigkeit    als dieser um  läuft. Diese Ausführungsform bringt gewisse Vor  teile, insbesondere hinsichtlich der Kapazität, mit sich.

    Auch bei der Vorrichtung mach     Fi.g.    3 werden die  Fasern, die vom Rand des Trichters 15a in     tangen-          tiafer    Richtung     abge;schleudert    werden,     mittels    eines  gesteuerten, zur     Rotorachse    koaxialen, ringförmigen  Gasstroms in einer zur     Drehachs;,    annähernd par  allelen Richtung weggeführt. Die Mittel zur Erzeugung  des Gasstroms sind in     Fig.    3 nicht dargestellt. Der  Gasstrom kann z. B. ähnlich wie bei der Vorrichtung  nach     Fig.    1 mit Hilfe     eines    dem Kranz 17 entspre  chenden Kranzes erzeugt werden.  



  Bei der Herstellung von z. B. Mineralwolle hat  es sich als zweckmässig erwiesen, eine     Mineralschmelze     mit der gleichen     Beschaffenheit    wie beim gewöhnlichen       Blasverfahren    anzuwenden, z. B. geschmolzene Hoch  ofenschlacke oder geeignete geschmolzene Gesteine  oder eine Mischung derselben. Die Temperatur der  Schmelze ist von der Art des     geschmolzenen    Mate  rials abhängig, für     Hochofenschlacke    hat es sich je  doch als zweckmässig gezeigt, wenn die     zugeführte     Schmelze eine Temperatur von etwa 1300'  C besitzt.

      Mit Rücksicht auf die grossen     Beanspruchungen,          denen    der     konische    Teil des Trichters     infolge    der  hohen Umlaufgeschwindigkeiten und Temperaturen  bei der     Herstellung    von Mineralwolle     ausgesetzt    ist,  hat es sich als notwendig gezeigt, eine     wirksame     Kühlung der Aussenseite des Trichters     mittels        Luft     oder einer Flüssigkeit, z. B.

   Wasser,     vorzunehmen,          um    auf diese Weise die     Temperatur    des Trichter  materials     ausreichend!        niedrig    zu halten. Eine zu  starke Kühlung     führt    jedoch leicht eine so     grosse          Wäxmeabfuhr    mit sich,     dass    die     Schmelzschicht    auf  der     Inennseite    des Trichters teilweise     .erstarrt,    so       d'ass    die .einwirkenden Schleuderkräfte die erstarrte  Schicht.

   zerreissen, wobei erstarrte     Schlackenstücke     aus dem Apparat herausgeworfen werden     und        Vibra-          tionen        infolge    von     Unwucht    entstehen.

   Dadurch, dass  die Innenseite des Trichters .gemäss     Fig.    4     mit        einer          Reihe    paralleler, ringförmiger Nuten 25 versehen  wird, wird die bei     der        Kühlung    erstarrte Mineral  wolleschicht am Trichter     festgehalten,    und auf diese  Weise erhält man eine     Schutzbekleidung    aus er  starrter - Schmelze auf der     Trichterinnenseite.    Diese  erstarrte Schmelzschicht     stellt    teils einen Schutz gegen  Erosion durch den.

       Schmelzstrahl    dar, insbesondere  wo dieser     die        Innenseite    des Trichters trifft, und  bildet :teils eine     Wärmeschutzbekleidung,    ,so dass die  Temperatur durch     Kühlung    niedrig     gehalten    werden  kann, ohne dass die im Trichter vorwärts fliessende  Schmelze so weit abgekühlt wird, dass sie zu schnell  erstarrt.  



  Auch andere     Ausführungsformen    als die par  allelen Nuten 25 sind     natürlich    .denkbar. Es hat sich  z. B. gezeigt, dass eine Reihe     Bohrungen.    26     (Fig.    5)  auf der     Innenseite    des Trichters oder eine Kombina  tion von     Bohrungen,    und parallelen. Nuten     ein,    gutes  Resultat ergeben.

   Derartige Bohrungen dienen auch  dazu, die erstarrte     Schmelzschicht    auf der Trichter  innenseite zu befestigen, um zu     verhindern,    dass .die       Schmelzschicht    bei der Umdrehung hinter dem  Trichter     zurückbleibt,    was .sonst zu übermässig hoher       Abnutzung    der     Trichterinn.enseite    führen kann. In       Fig.    5 ist eine Ausführungsform eines     Trichters    mit  solchen Bohrungen 26 und     parallelen    Nuten 25 ge  zeigt.  



  Eine gegen Erosion     schützende    und     wärmeisolie-          rende    Schicht     kann    auch     dadurch    erzielt werden., dass  ein keramisches Material mit hoher Wärmebeständig  keit in die     parallelen    Nuten     gefüllt    wird.  



  Es hat sich gezeigt, dass ein     geeignetes        Material     für den Trichter 15, 15a ein hochwertiger rostfreier  Stahl mit einem     Chromgehalt    von 13<B>",</B>/o ist.  



  Eine zweckmässige Umfangsgeschwindigkeit des       Trichters    15 gemäss     Fig.    1 beim     Schleudern.        einer     bestimmten     Mineralschmelze    kann z. B. 80     m/Sek.     sein, was etwa 70     U(Sek.    bei einem Durchmesser des       Trichterendes    von 350 mm entspricht.  



  Der Durchmesser des Kranzes 17     soll    derart be  messen werden,     d'ass    er etwa 200     mm    grösser als der  Durchmesser des     Trichterendes    ist. Ein gutes Resultat      ist mit     einer    Reihe     Löchern    erzielt worden, die  entlang des Kranzes mit einem Lochdurchmesser von  3 mm     und        einem    Lochabstand von 3 cm gebohrt wor  den sind. Der Kranz ist an ein     Druckluftsystem    von  etwa 2     kgjcm2    angeschlossen worden.

   Dieser Kranz  kann jedoch auch durch eine andere Vorrichtung     zur     Erzeugung des gewünschten Luft- oder Gasstroms er  setzt werden.  



  Die     angeführten    Beispiele geben keine kritischen  Werte an; die Erfindung kann auch mit anderen  Werten ausgeführt werden.  



  Ein Zusatz von Imprägnier-     und'oder    Bindemitteln  kann zur Transportluft vom Kranz 17 erfolgen, um  eine sehr gleichmässige Verteilung des Mittels im       Fasermaterial    dadurch zu erzielen, dass die Fasern       nicht    in nennenswertem Grad sich     verfilzen    können,  bevor sie mit dem Imprägnier- bzw. Bindemittel  belegt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Fasern aus thermoplastischem Material, wobei ein ununterbrochen zugeführter Schmelzstrahl des thermoplastischen Ma terials sich entlang der Innenseite eines umlaufenden, konischen Trichters infolge der Drehbewegung dieses Trichters bewegt, so dass dieses Material zu einer am weiten Ende des konischen.
    Trichters gelegenen, Schleuderkante gelangt, dadurch gekennzeichnet, d':ass der Trichter in Form eines Kegelstumpfes um seine annähernd horizontale oder nach der Schleuderkante des Trichters abwärts geneigte Achse gedreht wird, wobei seine Umlaufsgeschwindigkeit derart gesteuert wird, dass das thermoplastische Material von der Schleuderkante tangential abge-schleudert:
    und infolge seiner Geschwindigkeit in freier Flucht in Fasern überführt wird, wobei ein gesteuerter, zur genann- ten Achse wenigstens annähernd koaxialer, ringför miger Gasstrom die fertigen, völlig erstarrten Fasern von der Schleuderkante in einer zur Drehachse des Trichters annähernd parallelen Richtung wegführt.
    Il. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen kegelstumpfförmigen Trichter, der an seinem schmalen Ende mittels einer Lagervorrichtung um eine an nähernd horizontale oder nach der freien Schleuder kante des Trichters abwärts geneigte Drehachse dreh bar gelagert ist, wobei eine Vorrichtung zur Zufuhr eines Schmelzstrahles des thermoplastischen Materials zum schmalen Ende des Trichters und eine Vorrich tung vorgesehen ist,
    um einen ringförmigen Gas- Strom zu erzeugen, der die von der Schleuderkante abgeschleuderten Fasern wegführt. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzstrahl mittels einer in das schmale Ende des Trichters ausmündenden Fallrinne zugeführt wird, wobei die Drehachse des Trichters in Cbereinstimmuug mit der Fallrichtung der Rinne geneigt ist. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch Cr ken nzeichnet, dass die Fallrinne für den Schmelz- strahl zur Einstellung der Auftreffstelle des Schmelz strahles im Trichter längsverschiebbar angeordnet ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, d@ass der Trichter eine doppelte Wand besitzt.
    4. Vorrichtung mach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Wanda des Trichters koaxial innerhalb der äusseren Wand .des Trichters angeordnet ist und dass diese Wände derart angeord net sind, dass der Schmelzstrahl zuerst auf die innere Wand trifft und von deren Kante zur äusseren Wand abgeschleudert wird, wobei die beiden Trichterwände mit verschiedner Drehzahl umlaufen. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Wand mit grösserer Drehzahl umläuft als die innere Wand. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der umlaufende Trichter an sei nem Halsteil gelagert ist und dass eine Zufwhrrinne für die Schmelze in den Halsteil hereinragt, wobei ein zum Trichterhals koaxialer, aussen gelagerter Zylinder den Trichterhals umgibt. 7.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der aussen gelagerte Zylinder am Trichterhals mittels Speichen oder anderen Ab standselement; n befestigt ist, und d,ass ein KüWmittel- strom axial durch den Zwischenraum zwischen dem Zylinder und :dem Trichterhals strömt. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichen als Gebläseschaufeln zur Erzeugung eines Kühlmittelstroms ausgebildet sind. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch I1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter innen Nuten oder Ausnehmu.ngen besitzt, in denen. ein Teil des Schmelz materials erstarren und eine Schutzschicht bilden kann oder die mit keramischem Material mit hoher Wärmebeständigkeit gefüllt sind.
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