Schmiereinrichtung an einem Turbinenspurlager Es ist bekannt, das Spurlager von Turbinenwellen oder dergleichen in einem Ölsumpf anzuordnen und innerhalb dieses Ölsumpfes liegende Ölkühler vor zusehen. Hierbei ist aber die Schmiermittelkühlung wegen eines fehlenden Zwangsumlaufes unbefriedi gend, es lagern sich am Kühler mit weiterer Vermin derung der Kühlwirkung Verunreinigungen ab, und es ist ein Ablassen des ganzen Öls notwendig, wenn der Kühler zwecks Reinigung oder Reparatur ausge baut werden soll. Es ist weiter bekannt, für die Spurlagerschmierung von Turbinenwellen eine eigene Ölpumpe zu verwenden und ausserhalb des Lagers angeordnete Ölkühler vorzusehen.
In diesem Fall ist zwar der Schmiermittelumlauf gesichert, und es bereitet auch der Kühlerausbau keine besonderen Schwierigkeiten, jedoch ist die Ölpumpe, die einen eigenen Antrieb mit zusätzlichem Aufwand erfordert, störanfällig, das Schmiermittel wird durch einen all fälligen Abrieb von den Zahnrädern der Pumpe ver unreinigt, und es stellen die gebräuchlichen Ölpum- pen zusätzliche Lärmquellen dar. Es ist ferner be kannt, am Spurlagerring ein Schaufelrad zu befesti gen, das gegebenenfalls die Lagersegmente umfasst.
Mit einem solchen Schaufelrad, für das kein eigenes Pumpengehäuse vorgesehen ist, wird zwar ein ge wisser Ölumlauf erreicht, der erzielbare Schmiermit- teldruck genügt aber nicht, um das Öl oder derglei chen zu einem ausserhalb des Spurlagers liegenden Kühler zu fördern, es muss vielmehr der Kühler im Ölsumpf selbst angeordnet werden, was die gleichen Nachteile hinsichtlich des Kühlerausbaues mit sich bringt und zu einem verhältnismässig grossen Spur lagergehäuse zwingt.
Schliesslich ist eine Konstruk tion bekanntgeworden, bei der der Spurlagerring innen und aussen je einen Schaufelkranz trägt und von einem mit Leitschaufeln versehenen Gehäuse um- schlossen wird, von dem eine Leitung zu einem ring förmig um das Spurlager angeordneten Kühler führt, von dem Leitungen zur Gleitfläche gelegt sind. Dies ergibt eine sehr teure und komplizierte Konstruktion, zumal auch für den innern Schaufelkranz des Spur lagerringes feste Leitschaufeln erforderlich sind.
Die Erfindung bezweckt, eine Verbesserung bzw. Vereinfachung der bekannten Schmiereinrichtungen und einen Zwangsumlauf des Schmiermittels zu er reichen.
Die Erfindung geht von einer Schmiereinrichtung an einem Turbinenspurlager aus, die ein am Spur lagerring befestigtes, die dies-.n tragenden Spurlager- segmente umfassendes Schaufelrad aufweist, und be steht darin, dass das Schaufelrad von einem ein Spiral- rohr bildenden Gehäuse umschlossen ist und wenig stens ein ausserhalb des Spurlagers angeordneter, mit dem Spiralrohrgehäuse und der Innenseite der Lager segmente über Schmiermittelumlaufleitungen verbun dener Kühler vorgesehen ist.
Durch die Spiralrohr- form des Gehäuses, das sich zweckmässig bis zu einem Austrittsstutzen diffusorartig erweitert, kann die Geschwindigkeitsenergie des aus dem Schaufelrad austretenden Ölstromes zum grössten Teil so in Druckenergie umgesetzt werden, dass der erhaltene Druck gross genug ist, um das Schmiermittel durch den ausserhalb des Lagers liegenden Kühler, der da durch leicht ausbaubar sein kann, zu leiten, ohne dass hierfür eine eigene Pumpe mit Fremdantrieb erforderlich ist.
Da das Schaufelrad die Spurlager- segmente umfasst, kann das Schmiermittel unmittel bar zwischen den Segmenten durchgesaugt werden und können sich zu den Gleitflächen führende Lei tungen erübrigen. Das Schaufelrad ist praktisch keinem Verschleiss ausgesetzt und kann völlige Be triebssicherheit gewährleisten. Das Spiralrohrgehäuse kann mehrere aneinander anschliessende Spiralrohre bilden, von denen jedes mit einem eigenen Schmiermittelkühler über eine Leitung verbunden sein kann.
Es kann dadurch die insgesamt vorhandene Schmiermittelmenge auf mehrere Kühler aufgeteilt, also besser und rascher gekühlt werden, und ermöglicht sein, Einzelkühler während des Laufes der Turbine auszubauen bzw. auszuwechseln.
In der Zeichnung ist vom Erfindungsgegenstand eine beispielsweise Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 die Schmiereinrichtung an einem mit dem Führungslager vereinten Spurlager einer Turbinen welle im axialen Vertikalschnitt und Fig. 2 den Querschnitt in Höhe der Spurlager- segmente.
Mit 1 ist die Turbinenwelle bezeichnet, an der der Spurlagerring 2 befestigt ist. Der Spurlagerring 2 ruht auf Spurlagersegmenten 3, die von einer ge schweissten Konstruktion 4 im Gehäuse 5 gehalten werden. Der Spurring 2 trägt ein die Lagersegmente 3 konzentrisch umfassendes Schaufelrad 6, das selbst von einem feststehenden Gehäuse 7 umschlossen wird, wobei dieses Gehäuse vier längs dem Schaufel radumfang aneinander anschliessende Spiralrohre bil det.
Von jedem dieser Spiralrohre führt eine Leitung 8 zu je einem ausserhalb des Spurlagers angeordneten Ölkühler 9. Vom Ölkühler führt eine Rücklaufleitung 10 über die Schweisskonstruktion 4 und Rohrstutzen 11 zur Innenseite der Segmente 3. Die Schaufeln 12 des Schaufelrades 6 fördern das Öl in die Spiral- rohre und weiter über die Leitungen 8 zu den Öl- kühlern 9, von wo es über die Leitungen 10, den freien Raum innerhalb der Schweisskonstruktion 4 und die Stutzen 11 zurück zu den Segmenten 3 ge langt.
Der Spurring 2 dient zugleich der seitlichen Füh rung der Welle 1 an der Gleitfläche 13. Um das da- durch gebildete Führungslager ebenfalls zu schmieren, ist eine von der Leitung 10 abzweigende Steigleitung 14 vorgesehen, die zur Gleitfläche 13 führt. Das nach unten in den Raum 15 fliessende Öl gelangt über die Verbindungsleitung 16 in den Schaufelradinnenraum 17, von wo es durch schaufelförmig vorragende Rohre 18 den Schaufeln 12 und weiter dem Gehäuse 7 und den Kühlern 9 zugeleitet wird.