CH372757A - Elektrolytkondensator - Google Patents
ElektrolytkondensatorInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
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Description
Elektrolytkondensator Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektrolyt kondensator, der eine Anode, auf der eine dielek- trische Oxydschicht erzeugt ist, einen Elektrolyten und eine Kathode enthält.
Zwischen der Kathode und dem Elektrolyten ergibt sich im Betrieb eine übergangsimpedanz, welche die Güte des Kondensators nachteilig be einflusst, wenn der übergangswiderstand hoch und die übergangskapazität niedrig äst. Dies führt nicht nur zu einem hohen Reihenwiderstand, sondern auch zu einer Verringerung der Kapazität und einer star ken Frequenzabhängigkeit des Kondensators.
Diese Erscheinung tritt insbesondere bei Elektro lytkondensatoren geringer Abmessungen auf, die mit einer Anode aus Tantal oder Niobium versehen sind. Bei diesen Bauarten, bei denen die Anoden oberfläche zum Erzielen einer hohen Kapazität viel fach durch besondere Massnahmen bei der Herstel lung vergrössert wird, weist die Kathode, die als Gefäss für den Elektrolyten ausgebildet sein kann, eine verhältnismässig geringe Oberfläche auf, was das Auftreten einer störenden Kathodenimpedanz zur Folge hat.
Es wurden bereits verschiedenartige Vorschläge gemacht, um diesem Nachteil zu begegnen. Es ist beispielsweise bereits bekannt, eine Verbesserung dadurch zu erzielen, dass die Oberfläche der Kathode durch Atzen vergrössert wird. Das Atzen der Materia lien, die bei Elektrolytkondensatoren mit einer Tantal- oder Nüobiumanode für die Kathode Verwen dung finden, beispielsweise Silber oder Nickel, er gibt jedoch im allgemeinen keine genügende Ober flächenvergrösserung.
Weiter hat man versucht, das Auftreten einer störenden Kathodenimpedanz da durch zu verringern, dass die Kathodenoberfläche mit Metallen oder nichtmetallischen Stoffen, wie beispielsweise Kohlenstoff oder Silizium, überzogen wurde. Mit diesem Verfahren wurden jedoch keine besonders guten Ergebnisse erzielt. Schliesslich wurde noch vorgeschlagen, die Kathode mit Lackschichten zu überziehen, die feinverteilte leitende Stoffe, wie beispielsweise Metalle, Oxyde oder Sulfide, enthal ten. Solche Lackschichten weisen jedoch einen ver hältnismässig hohen Widerstand auf und verursa chen einen hohen Reihenwiderstand des Konden- sators.
Gemäss der Erfindung kann das Auftreten einer störenden Kathodenimpedanz bei einem Elektrolyt kondensator mit einer mit einer dielektrischen Oxyd schicht versehenen Tantal- oder Niobiumanode da durch verringert werden, dass das Metall der Kathode oberflächlich in eine im Elektrolyten nicht lösliche Verbindung dieses Metalles mit dem im Elektro lyten enthaltenen Anion umgewandelt ist.
Es kann bei der Anwendung einer Lösung eines Halogenides, beispielsweise LiCI oder KJ, als Elek trolyt eine Silberkathode oberflächlich in AgCl oder AgJ und bei der Anwendung eines Phosphorsäure- Elektrolyten eine Kathode aus Silber oder Nickel oberflächlich in Phosphat umgewandelt werden. Im allgemeinen genügen Kathodenüberzüge mit einer Dicke von einigen zehn Mükron für die angestrebte Verbesserung.
Die Anwendung dickerer Schichten führt zu einer unnötigen Erhöhung des übergangs- widerstandes an der Kathode und somit des Reihen widerstandes des Kondensators.
Die Kathode kann durch chemische oder elek trolytische Behandlung mit der verlangten Schicht versehen werden. Es kann beispielsweise eine .Silber kathode durch Reaktion mit einer Jodlösung mit AgJ überzogen werden. Das Phosphatieren der Kathode kann elektrolytisch durchgeführt werden, indem das Metall als Anode in eine Phosphorsäure lösung gebracht wird. Die beschriebenen Kathodenüberzüge weisen den Vorteil auf, dass die Schichten sehr gut haften und bei geringer Dicke eine erhebliche Verbesserung der Eigenschaften des Kondensators ergeben, wie nach stehend an Hand eines Beispiels gezeigt wird: Ein Elektrolytkondensator enthält eine Silber kathode, eine Tantalanode und einen Elektrolyten.
Die Kathode besteht aus einem Silberröhrchen mit einem Durchmesser von 3,5 mm und einer Länge von 6,5 mm und die Anode aus einem Stäbchen aus porös gesintertem Tantalpulver mit einem Durch messer von 1,5 mm und einer Länge von 5 mm, das elektrolytisch bis auf eine Spannung von 8,5 V oxydiert ist. Als Elektrolyt findet eine angenähert gesättigte KJ-Lösung Verwendung.
Ein auf diese Weise hergestellter Elektrolytkon densator besitzt bei 50 Hz einen Reihenwiderstand von 13 Q und eine Reihenkapazität von 15 pF, die bei 5000 Hz auf 2,3 S- bzw. 10 p.F abfallen.
Wird ein silbernes Kathodenröhrchen 1/2 .Stunde bei 50 C mit einer Lösung von 2 g Jod in 5 cm3 einer zu 3/.1 gesättigten KJ-Lösung behandelt, so wird die Kathodenoberfläche in AgJ umgesetzt. Ein Kondensator, der mit diesem Kathodenröhrchen ver- sehen und im übrigen auf gleiche Weise aufgebaut ist, besitzt bei 50 Hz einen Reihenwiderstand von 6,5 Q und eine Reihenkapazität von 18 ,uF, die bei 5000 Hz auf 1,6 S? bzw.
14 pF abfallen.
Durch die Ausbildung der Kathode gemäss der Erfindung kann also ein Kondensator mit niedri gerer Frequenzabhängigkest und niedrigerem Reihen widerstand erhalten werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrolytkondensator mit einer mit einer dielek- trischen Oxydschicht versehenen Tantal- oder Ni- obiumanode, einem Elektrolyten und einer Kathode, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall der Kathode oberflächlich in eine im Elektrolyten nichtlösliche Verbindung dieses Metalles mit dem im Elektrolyten enthaltenen Anion umgewandelt ist. UNTERANSPRUCH Kondensator nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberfläche der aus Silber bestehenden Kathode in ein Halogenid umgewan delt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL215110 | 1957-03-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH372757A true CH372757A (de) | 1963-10-31 |
Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH5656958A CH372757A (de) | 1957-03-05 | 1958-03-03 | Elektrolytkondensator |
Country Status (2)
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| CH (1) | CH372757A (de) |
| NL (1) | NL96155C (de) |
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-
1958
- 1958-03-03 CH CH5656958A patent/CH372757A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL96155C (de) |
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