CH372943A - Verfahren und Einrichtung zum Abbinden von Wurstwaren - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Abbinden von Wurstwaren

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CH372943A
CH372943A CH7411559A CH7411559A CH372943A CH 372943 A CH372943 A CH 372943A CH 7411559 A CH7411559 A CH 7411559A CH 7411559 A CH7411559 A CH 7411559A CH 372943 A CH372943 A CH 372943A
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wire
pressing
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cavity
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CH7411559A
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Rigoni Fritz
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Rigoni Fritz
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C11/00Sausage making ; Apparatus for handling or conveying sausage products during manufacture
    • A22C11/12Apparatus for tying sausage skins ; Clipping sausage skins

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Food Science & Technology (AREA)
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Description


      Verfahren    und     Einrichtung        zum        Abbinden    von     Wurstwaren       Die vorliegende     Erfindung        betrifft    ein Verfahren  und eine Einrichtung zum Abbinden von Wurst  waren.  



  Die seit langem gebräuchliche Art des     Abbindens     von Wurstwaren und dergleichen besteht     darin,    um  die zusammengepresste     Abbindestelle    der Ware eine  biegsame Schnur zu legen und in unmittelbarer     Nähe     der     Abbindestelle    zu verknoten.

   In ähnlicher Weise  wird in der Regel beim Verschliessen von     Behältern     in Form eines Sackes oder Beutels     verfahren.    Es sind  auch schon Maschinen bekannt geworden, welche die  erwähnten Operationen selbsttätig durchführen, doch  sind diese Maschinen verhältnismässig kompliziert  im Aufbau und deren Arbeitsgeschwindigkeit     ver-          hältnismässig    niedrig.  



  Zur Beseitigung der genannten Nachteile sind  Maschinen geschaffen worden, welche um die zuvor  zusammengepresste     Abbindestelle    der Ware ein     Stück     eines Drahtes oder Bandes aus Metall legen, das  dann die     Abbindestelle    lediglich durch seinen Wider  stand gegen Zurückbiegen zusammenhält. Das Ab  binden erfolgt hierbei durch Bildung eines offenen  Ringes oder eines Wickels, dessen äusseres Ende  nicht festgelegt wird. Diese Art der     Abbindung    ist  aber für manche Zwecke ungenügend, insbesondere  für Wurstwaren.  



  Mit der in den letzten Jahren zunehmenden Ver  wendung von Kunststoff-Folien zur Herstellung von  Verpackungen ist man     vielfach    dazu übergegangen,  diese Verpackungen durch Verschweissen des Kunst  stoffmaterials zu verschliessen.     Kunststoffbeutel    wer  den oftmals an der     Einfüllstelle    zunächst     zusammen-          gepresst    oder durch Verdrehen geschlossen, worauf  dann das solchermassen zusammengeraffte Material  des Beutels noch durch Wärmeeinwirkung     ver-          schweisst    wird.

   Zur Bildung von Nähten an Stoff  bahnen aus thermoplastischem Kunststoff sind Ma-         schirren    bekannt, welche     Heissluftzuführungen    und  Presswerkzeuge zum Erweichen und Zusammenpres  sen der zu verschweissenden Stellen aufweisen. Alle  diese bekannten Verfahren und Einrichtungen zum  Verschweissen von Kunststoffen sind jedoch nicht  für das Abbinden von Wurstwaren oder dergleichen  geeignet, da die Hüllen dieser Waren aus verschie  denen Gründen in den wenigsten Fällen aus thermo  plastischen Kunststoffen hergestellt werden oder wer  den können.

   Der Vollständigkeit halber sei jedoch  noch erwähnt, dass es bekannt ist, bei Wurstwaren die  beiden Enden einer     gewöhnlichen        Abbindeschnur     mittels einer Kunststoffplombe miteinander zu ver  binden, die durch Verschweissen von zwei Kunst  stoffplättchen gebildet wird, zwischen denen die       Schnurenden    durchgehen. Eine solche Plombe dient  aber nicht unmittelbar     demAbbinden    der Wurstware,  sondern dem Kennzeichen der Ware durch Anbrin  gen einer Schutzmarke oder dergleichen, und sie wird  meist in einiger Entfernung von der eigentlichen Ab  bindestelle mit Knoten angebracht.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfin  dung sieht nun vor, dass man um die     zusammenge-          presste        Abbindestelle    von Wurstwaren einen Kunst  stoffdraht legt und dann die beiden Endteile des  Kunststoffdrahtes parallel und gleichsinnig verlau  fend bis satt an die     Abbindestelle    miteinander     ver-          schweisst.     



  Das     Hüllmaterial    selbst braucht somit kein     ver-          schweissbarer    Kunststoff zu sein, da der Kunststoff  draht die gleiche Aufgabe erfüllt wie eine gewöhn  liche Schnur. Anstatt durch einen Knoten wird jetzt  in technisch einfacher Weise durch direktes     Ver-          schweissen    der Drahtenden ein geschlossener Ring  um die zusammengepresste     Abbindestelle    erzeugt.  Das Verschweissen kann grundsätzlich durch ther  mische oder chemische Verschmelzung mittels eines      Lösungsmittels erfolgen, wobei man in der Praxis  wohl der erstgenannten     Art    den Vorzug geben wird.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren kann durch  eine gegenüber     Verknotungsmaschinen        verhältnis-          mässig    einfache Einrichtung maschinell und mit er  höhter Arbeitsgeschwindigkeit durchgeführt werden.  



  Eine derartige Einrichtung besitzt zwei gegenein  ander verschiebbare Pressorgane mit V-förmigen       Stirnflächen,    wobei mindestens das eine dieser     Press-          organe    im Scheitel seiner     V-förmigen    Stirnfläche  einen Ausschnitt hat zur Aufnahme der     zusammen-          gepressten        Abbindestelle    der Wurstware ;

   ferner be  sitzt die Einrichtung Mittel     zum    Zuführen des Drah  tes sowie um ein Drahtstück     abzuschneiden    und um  die     Abbindestelle    der Ware zu legen.     Erfindungs-          gemäss    ist die Einrichtung dadurch gekennzeichnet,  dass in     unmittelbarer    Nähe der     Abbindestelle    zwei  Presswerkzeuge in zur Verschieberichtung der ge  nannten Pressorgane rechtwinkliger Richtung gegen  einander beweglich angeordnet sind,

   um die beiden  Endteile des U-förmig um die     zusammengepresste          Abbindestelle    der Ware gelegten Drahtstücke aus  thermoplastischem Kunststoff parallel und gleichsin  nig verlaufend     aneinanderzudrücken,    und dass wei  tere Mittel zum     intermittierenden    Zuführen heisser  Luft in den Arbeitsbereich der Presswerkzeuge vor  handen sind.  



  Die Erfindung wird anhand der Zeichnung, in  welcher rein beispielsweise und teils schematisch eine       Ausführungsform    der Einrichtung veranschaulicht ist,  erläutert.  



       Fig.    1 zeigt die hauptsächlichsten Teile einer Ein  richtung zum Abbinden von Wurstwaren in Vorder  ansicht ;       Fig.    2 veranschaulicht das gleiche in einem an  dern Zeitpunkt des Arbeitszyklus ;       Fig.    3 stellt in grösserem Masstab einen senk  rechten Schnitt nach der Linie     111-11I    in     Fig.    1 dar ;       Fig.    4 zeigt teilweise das gleiche wie     Fig.    3, je  doch in dem Zeitpunkt, der     Fig.    2 zugrunde liegt ;       Fig.    5 stellt einen Teil des oberen Pressorgans in  Vorderansicht dar ;

         Fig.    6 veranschaulicht einen senkrechten Schnitt  nach der Linie     VI-VI    in     Fig.    3, aber in einem an  dern Zeitpunkt des Arbeitszyklus ;       Fig.    7 ist die analoge Darstellung in einem wenig  späteren Zeitpunkt.  



  Die dargestellte Einrichtung weist zwei gegenein  ander bewegliche Pressorgane 11 und 12 auf, deren  eines 11 fest und deren anderes 12 in vertikaler  Richtung beweglich angeordnet ist. Das untere     Press-          organ    11 ist mittels eines Winkelstückes 13     (Fig.    3)  an einer Tischplatte 14 der Einrichtung befestigt und  weist zwei in einigem Abstand voneinander angeord  nete Platten 15 und 16 auf, zwischen denen eine       kleinere        Distanzierungsplatte    17 eingeschaltet ist, wie       Fig.    3 zeigt. Zwischen den obern Partien beider Plat  ten 15 und 16 ist ein Hohlraum 18 vorhanden, in  welchen das andere Pressorgan 12 eingreift.

   Die    oberen Stirnflächen 19 der Platten 15 und 16 haben  V-förmigen Verlauf     (Fig.    1 und 2).  



  Das obere, bewegliche Pressorgan 12 weist zwei  Platten 21 und 22 auf, zwischen denen eine kleinere       Distanzierungsplatte    23 angeordnet ist. Zwischen  den untern Partien beider Platten 21 und 22 ist ein  Hohlraum 24 vorhanden     (Fig.    3 und 4). Die nach  unten gekehrten Stirnflächen 25 der Platten 21 und  22 haben V-förmigen Verlauf, wie insbesondere       Fig.    1 und 5 zeigen. Das Pressorgan 12 ist teils durch  das untere Pressorgan 11 und teils durch feststehende  Schienen 26 geführt. Der obere Endteil des     Press-          organs    12 liegt gegen den Umfang einer Nocken  scheibe 27 an, die auf einer drehbaren Welle 28 sitzt.

    Zwei Zugfedern 29 greifen einerseits am Pressorgan  12 an und sind anderseits an einem nicht dargestell  ten, feststehenden Teil der Einrichtung verankert.  Die Federn 29 halten das Pressorgan 12 stets in An  lage an der     Nockenscheibe    27, welche derart geformt  ist, dass sie bei jeder Umdrehung das Pressorgan 11  einmal nach unten schiebt und dann wieder nach  oben zurückkehren lässt.  



  Im Scheitel der V-förmigen Stirnflächen 25 weist  das Pressorgan 12 einen Ausschnitt 30 auf zur Auf  nahme der zusammengepressten, abzubindenden  Stelle der Wurstwaren. Das Zusammenpressen der  abzubindenden Stelle der Wurstware erfolgt bei der  Abwärtsbewegung des Pressorgans 12 mittels der  V-förmigen Stirnflächen 19 und 25 der beiden     Press-          organe    11 und 12. Beiderseits des Ausschnittes 30  ist je ein Stift 31     (Fig.    5-7) vorhanden, der in die  Platten 21 und 22 eingesetzt ist, den Hohlraum 24  des Pressorgans 12 durchsetzt und als Anschlag für  ein zum Abbinden der Wurstware benutztes Kunst  stoffdrahtstück dient.  



  Zum Zuführen des Kunststoffdrahtes 33 und  zum Abschneiden eines Drahtstückes weist die Ein  richtung einen Apparat auf, der wie folgt ausgebildet  ist  Auf der Schiene 26 ist ein Reiter 34 in waag  rechter Richtung verschiebbar geführt     (Fig.    1 und 2).  Der Reiter 34 ist mit einer festen Klemmbacke 35  und einer beweglichen Klemmbacke 36 versehen,  deren letzterer Bestandteil eines am Reiter 34  schwenkbar angeordneten Hebels 37 ist. Das eine  Ende einer Zugfeder 38 ist an einem mit der Schiene  26 fest verbundenen Teil 39 verankert,     während    das  andere Ende der Feder 38 am Hebel 37 angreift.

   Die  Feder 38 ist bestrebt, sowohl den Reiter 34 in     Fig.    1  und 2 nach links zu bewegen als auch den Hebel 37  so zu schwenken, dass seine Klemmbacke 36 sich  der festen Klemmbacke 35 nähert. Der Kunststoff  draht 33 läuft von einer nicht dargestellten Vorrats  rolle zwischen den Klemmbacken 35 und 36 hin  durch und dann durch ein Führungsrohr 40, das am  fester. Teil 39 angeordnet ist.  



  Auf einer drehbaren Welle 41 sitzt eine Nocken  scheibe 42, die einen seitlich abstehenden     Mitnehmer-          zapfen    43 aufweist. Der obre Teil des Reiters 34 ist mit  einem senkrecht verlaufenden Einschnitt 44 versehen,      in welchen der     Mitnehmerzapfen    43 bei der Rotation  der     Nockenscheibe    42 eingreifen kann, zwecks     Ver-          schiebens    des Reiters 34 entgegen dem     Einfluss    der  Feder 38.

   Der Hebel 37 besitzt einen über die  Schwenkachse 45 hinausragenden     Fortsatz    46,     mit     welchem der     Mitnehmerzapfen    43 ebenfalls zusam  menarbeiten kann., zwecks     Verschwenkens    des He  bels 37 zum Lüften der Klemmbacken 35 und 36.  



  An einem Ausleger 48 des festen Teils 39 ist ein  zweiarmiger Hebel 49 schwenkbar gelagert, dessen  einer Arm ein Schermesser 50 trägt, welches mit der  einen Stirnfläche des Führungsrohres 40 zusammen  arbeitet. Das andere Ende des Hebels 49 ist gelenkig  mit einer Stange 51 verbunden, die ihrerseits an dem  einen Arm eines zweiarmigen Hebels 52     angelenkt     ist. Die Schwenkachse 53 des Hebels 52 ist an einem  nicht dargestellten festen Teil der Einrichtung an  geordnet.

   Der andere Arm des Hebels 52 weist einen  seitlich abstehenden     Mitnehmerlappen    54 auf, der in  die Bewegungsbahn des     Mitnehmerzapfens    43 der       Nockenscheibe    42 hineinragt, so dass bei jedem Um  gang der     Nockenscheibe    42 das Schermesser 50 ein  mal betätigt wird.  



  Ein Anschlag 56 für das voranlaufende Ende des  Kunststoffdrahtes 33 ist an der Schiene 26 befestigt       (Fig.    1 und 2). An der Schiene 26 sind ferner zwei  n vertikaler Richtung bewegliche Schieber 57 an  geordnet, deren jeder einen an seinen Enden ge  schlossenen Längsschlitz 58 aufweist, durch welchen  zwei Befestigungsschrauben 59     hindurchragen.    Durch  Anschlagen der Enden des Schlitzes 58 an der einen  oder andern der Schrauben 59 ist die Bewegungsbahn  eines jeden Schiebers 57 begrenzt, so dass sie kürzer  ist als die Bewegungsstrecke des Pressorgans 12. Der  untere Teil jedes Schiebers 57 besteht aus einer ela  stisch biegsamen Blattfeder 60, die einen Stift 61  trägt, wie insbesondere in     Fig.    3 und 4 zu erkennen  ist.

   Der Stift 61 kann in entsprechende     Durchbre-          chungen    62     (Fig.    5) der beiden Platten 21 und 22  des Pressorgans 12 eingreifen, wobei er den Hohl  raum 24 gemäss     Fig.    3 durchsetzt. Die Stifte 61 der  beiden Schieber 57 dienen als Stützteile zum vor  übergehenden Abstützen eines in den Wirkungs  bereich des Pressorgans 12 gebrachten Drahtstückes,  wie weiter unten ausführlich erläutert ist.  



  Am festen Pressteil 11 sind zwei hohle Führungs  teile 65 befestigt, in denen je ein     stabförmiges        Drück-          werkzeug    66 in waagrechter Richtung verschiebbar  geführt ist. Die einander zugekehrten Endteile der       Drückwerkzeuge    66 sind derart flach ausgebildet,  dass se in die Hohlräume 18 und 24 der Pressorgane  11 und 12 eingreifen können     (Fig.    6 und 7). Die  voneinander abgekehrten Enden der     Drückwerkzeuge     66 weisen je einen Teller 67 auf, der am Umfang  einer zugeordneten     Nockenscheibe    68 anliegt, welche  auf einer drehbaren Welle 69 sitzt.

   Zwischen dem  Führungsteil 65 und dem Teller 67 eines jeden       Drückwerkzeuges    66 befindet sich eine um das letz  tere gewundene Druckfeder 70, die den betreffenden  Teller 67 in Anlage an der     Nockenscheibe    68 hält.    Die     Nockenscheiben    68 haben eine solche Ausbil  dung, dass sie bei jeder Umdrehung die     Drückwerk-          zeuge    66 einmal gegeneinander schieben und dann  wieder nach aussen zurückkehren lassen.  



  Die Wellen 28, 41 und 69 der     Nockenscheiben     27, 42 und 68 sind durch nicht     dargestellte    Mittel  zur Drehung miteinander verbunden und mit einem  ebenfalls nicht dargestellten Antriebsmotor ge  kuppelt.  



  In der vorderen Platte 16 des festen Pressorgans  11 befindet sich ferner eine     Durchbrechung,    an wel  cher die Mündung einer Rohrleitung 72 angeschlos  sen ist, die mit dem Ausgang eines elektrisch beheiz  baren Lufterhitzers 73 in Verbindung steht. Eine  Rohrleitung 74 verbindet den Eingang des     Lufterhit-          zers    73 mit einem Ventil 75, das seinerseits über  eine Rohrleitung 76 an einer nicht dargestellten       Druckluftquelle    angeschlossen ist. Ein Betätigungs  organ 77 des Ventils 75 liegt unter dem     Einfluss     einer im Ventil enthaltenen, das     Schliessen    des Ven  tils bewirkenden Feder an dem     Umfang    der Nocken  scheibe 42 an.

   Die letztere ist derart ausgebildet,  dass sie bei jeder Umdrehung das Ventil 75 einmal  während einer gewissen Zeitdauer öffnet. An der der  Mündung der Rohrleitung 72 gegenüberliegenden  Stelle ist die hintere Platte 15 des Pressorgans 11  mit einer Mehrzahl kleinerer Öffnungen 78 ver  sehen, durch welche die angeblasene Luft entweichen  kann     (Fig.    3 und 6).  



  An den einander zugekehrten Seiten der Platten  15 und 16 sind noch zwei Platten 79 und 80 aufge  setzt, deren Dicke mit derjenigen der Platten 21 und  22 des andern Pressorgans 12 übereinstimmt     (Fig.    3,  6 und 7). Die Platten 79 und 80 sind derart ausge  bildet, dass sie bei nach unten bewegtem Pressorgan  12 in dessen V-förmigen Ausschnitte hineinpassen.  



  Mit Hilfe der beschriebenen Einrichtung lassen  sich Wurstwaren und dergleichen nach dem folgen  den Verfahren abbinden  Es wird von der in     Fig.    1 und 3 dargestellten  Lage der beweglichen Teile ausgegangen. Der abzu  bindende Strang 82     (Fig.    3) wird auf der Tischplatte  14 liegend zwischen die V-förmigen Stirnflächen 19  und 25 der Pressorgane 11 und 12 eingeschoben,  wenn sich das Pressorgan 12 in seiner höchsten Stel  lung befindet. Die     Nockenscheiben    27, 42 und 68  drehen sich im Sinne der in     Fig.    1 eingetragenen  Pfeile.

   Der     Mitnehmerzapfen    43 der     Nockenscheibe     42 hält den Reiter 34 zunächst noch in seiner extre  men nach aussen geschobenen Lage, ist aber im  Begriffe, sich vom     Fortsatz    46 des Hebels 47 weg  zubewegen. Unter dem Einfluss der Feder 38 wird  daher die Klemmbacke 36 am Hebel 37 gegen die  feste     Klemmbacke    35 bewegt, wobei der aus thermo  plastischem Kunststoff bestehende Draht 33 zwischen  den beiden Klemmbacken 35 und 36 festgeklemmt  wird. Wenig später tritt der     Mitnehmerzapfen    aus  dem Einschnitt 44 des Reiters 34 hinaus, wonach der  letztere unter dem     Einfluss    der Feder 38 gegen den  festen Teil 39 schnellt.

   Der Kunststoffdraht 33, der      vorher bis zum Schermesser 50 reichte, wird dabei  in den Hohlraum 24 des oberen Pressorgans 12 vor  geschoben bis     zum    Anschlag 56. Kurze Zeit später       fährt    der     Mitnehmerzapfen    43 von unten gegen den       Mitnehmerlappen    54 des Hebels 52, wodurch der  letztere geschwenkt und     mittels    der Stange 51 das  Schermesser 50 nach oben     bewegt        wird.    Das in den       Wirkungsbereich    des Pressorgans 12 eingeschobene  Drahtstück 33a, welches in     Fig.    1 mit strichpunktier  ten Linien dargestellt ist,

   wird durch das Messer 50  vom übrigen Kunststoffdraht 33 abgeschnitten und  liegt dann auf den als Stützteile dienenden Stiften 61  der Schieber 57 auf. Nachdem der     Mitnehmerzapfen     43 vom Lappen 54 abgeglitten ist,     kehrt    das  Schermesser 50 unter dem     Einfluss    der Schwerkraft  oder einer nicht dargestellten Feder in seine unwirk  same Lage zurück.  



  Mittlerweile begann das Pressorgan 12 sich nach  unten zu bewegen, zufolge der Drehung der Nocken  scheibe 27. Der abzubindende Strang 82, der aus  Gründen der Deutlichkeit in     Fig.    1 und 2 nicht ein  gezeichnet ist, wird nun zwischen den     V-förmigen          Stirnflächen    19 und 25 der Pressorgane 11 und 12  auf einen immer kleiner werdenden Durchmesser zu  sammengepresst. Bei der     Abwärtsbewegung    des       Pressorgans    12 werden die Schieber 57 durch die in  die     Durchbrechungen    62     eingreifenden    Stifte 61 mit  genommen, bis die oberen Enden der Schlitze 58  gegen die oberen Schrauben 59 anstossen.

   Hierauf wer  den die Stifte 61 unter elastischer Biegung der Blatt  federn 60 aus den     Durchbrechungen    62 und dem  Hohlraum 24     herausgedrängt,    wie     Fig.    4 veranschau  licht. Dadurch wird das Drahtstück 33a freigegeben.  



  Die     abzubindende    Stelle des Stranges 82 ist nun  schon derart stark zusammengepresst, dass sie be  ginnt, in den Ausschnitt 30 des Pressorgans 12 ein  zudringen. Dadurch wird das auf dem Strang 82 auf  liegende Drahtstück     33q    mit seiner Mittelpartie durch  den Strang 82 von unten gegen die Stifte 31 und  dann zwischen diesen Stiften 31 nach oben gedrückt,  wobei das Drahtstück U-förmig geknickt und um die  abzubindende Stelle des Stranges 82 herumgelegt  wird, wie     Fig.    6 veranschaulicht. Die beiden nach  unten weisenden Schenkel des     U-förmig    abgebogenen  Drahtstückes 33a gelangen hierbei zwischen die bei  den Platten 79 und 80 des untern Pressorgans 11  und werden durch diese Platten geführt.  



  Bei der Drehung der     Nockenscheibe    42 öffnet  diese während einer bestimmten Zeitdauer das Ven  til 75, so dass Luft durch die Rohrleitungen 76 und  74 in den Lufterhitzer 73 strömt. Die auf etwa 270   Celsius erwärmte Luft gelangt durch die Rohrleitung  72 in den Hohlraum 18 des Pressorgans 11, in wel  chem sich nun die nach unten weisenden Schenkel  des U-förmig gebogenen Drahtstückes     33n    befinden.  Durch die heisse Luft wird das thermoplastische Ma  terial der Drahtschenkel weich und schweissfähig.  



  Mit     Hilfe    der beiden     Nockenscheiben    68 werden  die     Drückwerkzeuge    66 nach innen, d. h. gegenein  ander     bewegt.    Die einander     zugekehrten    Stirnenden    der     Drückwerkzeuge    66 drücken dann die beiden  nach unten weisenden Schenkel des Drahtstückes       33a    zusammen, wie in     Fig.    7 veranschaulicht ist.

   Die  bis zur Schweissfähigkeit erweichten Drahtschenkel  werden dadurch parallel und gleichsinnig verlaufend       aneinandergeschweisst.    Die     Nockenscheibe    42 lässt  das Ventil 75 wieder     schliessen,    bevor die Nocken  scheiben 68 die     Drückwerkzeuge    66 nach aussen zu  rückkehren lassen, so dass eine Abkühlung und Ver  festigung der zusammengeschweissten Drahtschenkel  erfolgt, bevor die     Drückwerkzeuge    66 auseinander  gehen. Dadurch wird ein sicheres Abbinden des  Stranges 82 erreicht.  



       Fig.    2     zeigt    den Augenblick, in welchem die       Nockenscheibe    42 das Ventil 75 sich wieder     schlies-          sen    lässt und der     Mitnehmerzapfen    43 in den Ein  schnitt 44 des Reiters 34 eindringt. Der     Mitnehmer-          zapfen    43 fährt dabei gegen den     Fortsatz    46 des  Hebels 37, wodurch der letztere entgegen dem     Ein-          fluss    der Feder 38 geschwenkt und die Klemmbacke  36 von der festen Klemmbacke 35 wegbewegt wird.

    Im weiteren Verlauf der Drehung der     Nockenscheibe     42 schiebt der     Mitnehmerzapfen    43 den Reiter 34  entgegen dem     Einfluss    der Feder 38 nach aussen in  die in     Fig.    1 veranschaulichte Lage zurück, wobei  der     Kunstoffdraht    zwischen den gelüfteten Klemm  backen 35 und 36 unbewegt bleibt.  



  Schliesslich lassen die     Nockenscheiben    68 und  die     Nockenscheibe    27 die     Drückwerkzeuge    66 bzw.  das Pressorgan 12 unter dem Einfluss der Federn 70  bzw. 29 in die Ausgangslage gemäss     Fig.    1 zurück  kehren. Bei der Aufwärtsbewegung des Pressorgans  12 rücken die Stifte 61 wieder in die zugehörigen       Durchbrechungen    62 des Pressorgans 12     ein,    wo  nach die Schieber 57 durch das Pressorgan 12 in die  obere Lage geschoben werden.  



  Nachher wiederholt sich der beschriebene Ar  beitszyklus, nachdem der Strang 82 um ein ge  wünschtes Mass vorgeschoben worden ist.  



  Es ist möglich, den Wellen 69 der Nocken  scheiben 68 die doppelte Drehzahl zu verleihen im  Vergleich zu den Drehzahlen der     Nockenscheiben    27  und 42. Dann vollbringen die     Drückwerkzeuge    66 je  weils noch eine     Bewegung    gegeneinander, wenn das  Pressorgan 12 in seiner obersten Stellung ist. Diese  zusätzliche Bewegung wird zwar nicht gebraucht,  doch hat die beschriebene Variante den Vorteil, dass  die Verschiebung der     Drückwerkzeuge    66 nach in  nen bzw. nach aussen jeweils in einer kürzeren Zeit  spanne erfolgt, wodurch beim U-förmigen Biegen des  Drahtstückes     33n    eire Behinderung desselben durch  die     Drückwerkzeuge    66 sicherer vermieden werden  kann.  



  Anstatt durch die     Nockenscheiben    68 könnten  die     Drückwerkzeuge    66 übrigens auch pneumatisch  oder hydraulisch betätigt werden. Die Auf- und Ab  wärtsbewegung des Pressorgans 12 könnte anstatt  durch die     Nockenscheibe    27 ebensogut auch mit  Hilfe     einer    Kurbel und einer Pleuelstange oder auch  pneumatisch oder hydraulisch erfolgen. Auch für den      Bewegungsantrieb der übrigen beweglichen Teile  könnten andere als die dargestellten Mittel vorhanden  sein.  



  Bei einer nicht dargestellten Ausführungsvariante  könnten das bewegliche Pressorgan 12 unten und  das feste Pressorgan 11 oben angeordnet sein, so  dass die Einrichtung sozusagen auf den Kopf gestellt  ist. In diesem Falle ist es möglich, die Schieber 57  und die als Stützorgane dienenden Stifte 61 wegzu  lassen, weil dann das abgeschnittene Drahtstück 33a  auf der betreffenden Stirnfläche der mittleren Platte  23 des Pressorgans 12     aufliegen    kann.  



  Bei allen erwähnten Ausführungen können die  dargestellten und beschriebenen Bestandteile der Ein  richtung in einem Gehäuse untergebracht sein, das  einander gegenüberliegende Öffnungen zum Hin  durchschieben des abzubindenden und des abgebun  denen Stranges aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Abbinden von Wurstwaren durch einen Draht, dadurch gekennzeichnet, dass man um die zusammengepresste Abbindestelle einen Kunst stoffdraht legt und dann die beiden Endteile des Kunststoffdrahtes parallel und gleichsinnig verlau fend bis satt an die Abbindestelle miteinander ver- schweisst. PATENTANSPRUCH 1I Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit zwei gegeneinander verschieb baren Pressorganen mit V-förmigen Stirnflächen, wo bei mindestens das eine der Pressorgane im Scheitel seiner V-förmigen Stirnfläche einen Ausschnitt hat zur Aufnahme der zusammengepressten Abbinde stelle der Wurstware,
    und mit Mitteln zum Zuführen des Drahtes sowie um ein Drahtstück abzuschneiden und um die Abbindestelle der Ware zu legen, da durch gekennzeichnet, dass in unmittelbarer Nähe der Abbindestelle zwei Presswerkzeuge (66) in zur Verschieberichtung der Pressorgane (11 und 12) rechtwinkliger Richtung gegeneinander beweglich an geordnet sind, um die beiden Endteile des U-förmig um die zusammengepresste Abbindestelle der Ware gelegten Drahtstückes (33a) aus thermoplastischem Kunststoff parallel und gleichsinnig verlaufend an- einanderzudrücken, und dass weitere Mittel (72 bis 76)
    zum intermittierenden Zuführen heisser Luft in den Arbeitsbereich der Presswerkzeuge (66) vor handen sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Pressorgan (12) einen Hohlraum (24) zum Einschieben des geradlinigen Drahtstückes (33a) aufweist, in welchem Hohlraum (24) beiderseits des Ausschnittes (30) zur Aufnahme der zusammengepressten Abbindestelle je ein An schlag (31) für das Drahtstück vorhanden ist zum U-förmigen Zusammenlegen desselben. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das eine (11) der Pressorgane fest angeordnet und mit Führungen (65) für die Presswerkzeuge (66) sowie mit einer Rohrleitung (72) zum Zuführen der Heissluft versehen ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das obere, in vertikaler Rich tung bewegliche Pressorgan (12) mit dem Hohlraum (24) zum Einschieben des Drahtstückes (33a) ver sehen ist, und dass mindestens ein in der gleichen Richtung beweglicher Schieber (57) einen durch eine Durchbrechung (62) des Pressorgans (12) in den Hohlraum (24) hineinragenden Stützteil (61) für das Drahtstück (33a) besitzt, welcher während des Ar beitsvorschubes des Pressorgans (12) selbsttätig aus dem Hohlraum (24) ausrückt und das Drahtstück (33a)
    zum Biegen freigibt. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsbahn des Schie bers (57) durch Anschläge (59) begrenzt und kürzer ist als die Bewegungsstrecke des betreffenden Press- organs (12), und dass der Stützteil (61) an einem elastischen Teil (60) des Schiebers (57) befestigt ist und durch die fortgesetzte Bewegung des Pressorgans 12 am Ende der Bewegung des Schiebers (57) ent gegen dem Einfluss des elastischen Teiles (60) aus dem Pressorgan (12) ausrückbar ist.
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