Triebfahrzeug, z. B. Lokomotive, für Spielzeug- und Modelleisenbahnen Die Erfindung bezieht sich auf ein Triebfahrzeug, z. B. eine Lokomotive, für Spielzeug- und Modell eisenbahnen. Es handelt sich um ein Fahrzeug, wel ches mit an der vorderen und der hinteren Stirnseite angeordneten Leuchtstellen versehen ist, welche durch Flutlichtleiter beleuchtbar sind. Dabei müssen die Leuchtstellen in Abhängigkeit von Vor- und Rückwärtsfahrt auf weisses Vorderlicht und rotes Rücklicht umschaltbar sein.
Es ist bekannt, die Beleuchtungsanlage der Trieb fahrzeuge von Spielzeug- und Modelleisenbahnen so auszubilden, dass die beiden Lampen an der rück wärtigen Stirnseite und die beiden analogen Lampen an der vorderen Stirnseite in Abhängigkeit vom Fahrtrichtungswechsel derart umschaltbar sind, dass diejenige Lampen, die in Fahrtrichtung vorne sind, stets weiss leuchten, die anderen dagegen rot leuch ten. Diese Ausbildung ist auch schon angewendet worden, wenn die Leuchtstellen nicht von Glühbir nen, sondern von den Enden von Flutlichtleitern ge bildet werden.
Der Einsatz von Flutlichtleitern bringt manche Vorteile. Er ermöglicht sehr kleine Leuchtstellen. Die Gefahr der Beschädigung von an der äusseren Front des Fahrzeugs befindlichen Glühbirnen ist behoben. Die als Lichtquellen dienenden Glühbirnen können bequem im Fahrzeuginnern dort untergebracht wer den, wo es die Kabelanschlüsse usw. ratsam erschei nen lassen. Diesen Vorteilen steht jedoch, wenn die vordere Stirnseite des Triebfahrzeugs in Anpassung an die neuere Ausbildung des grosstechnischen Vor bildes mit zwei unteren und einer oberen, also ins gesamt drei Leuchtstellen versehen wird, der Nachteil entgegen, dass bei Rückwärtsfahrt alle drei vorder- seitigen Leuchtstellen rot in Erscheinung treten.
Dies entspricht jedoch nicht dem grosstechnischen Vor bild. Es liegt deshalb der Erfindung die Aufgabe zu grunde, dass bei einem Triebfahrzeug für Spielzeug- bzw. Modelleisenbahnen einerseits in Anpassung an das grosstechnische Vorbild vorderseitig stets drei Leuchtstellen und rückseitig immer zwei Stellen leuch ten, dabei die Leuchtstellen mit Hilfe von Flutlicht leitern zu beleuchten und es trotzdem zu ermöglichen, dass bei Vorwärtsfahrt stets alle drei vorderseitigen Leuchststellen weiss, rückseitig nur zwei Stellen rot aufleuchten.
Diese Aufgabe findet ihre ebenso einfache wie fortschrittliche Lösung erfindungsgemäss dadurch, dass vorne und hinten je drei Leuchtstellen, nämlich zwei untere und eine obere, von einem Flutlichtleiter mit drei Zuleitungsarmen derart beleuchtbar sind, dass eine weisse Lichtquelle die Zuleitungsarme aller drei Leuchtstellen und eine rote Lichtquelle nur die Zuleitungsarme der beiden unteren Leuchtstellen speist.
Vorteilhaft nimmt ein bügelförmiger Teil des Fluchtleiters, der an den Enden seiner Bügelschenkel die beiden unteren Leuchtstellen aufweist, in der Mitte des Bügelquersteges eine weisse und eine rote Lichtquelle aufnimmt, und es ist über der weissen Lichtquelle ein zur oberen Leuchtstelle führender Arm des Fluchtlichtleiters angeordnet.
Die Erfindung ermöglicht also, dass beim Ein schalten der weissen Lichtquelle alle drei Leuchtstel len weiss aufleuchten, während beim Einschalten der roten Lichtquelle nur die beiden unteren Leuchtstel- len rot brennen. Es ist also nur nötig, die beiden Lichtquellen so an den Stromkreis des Antriebs motors zu schalten, dass ihre Ein- und Ausschaltung in Abhängigkeit vom Fahrtrichtungswechsel erfolgt. Der Flutlichtleiter kann aus transparentem Kunst stoff bestehen und vorne und hinten im Fahrzeug bequem eingebaut werden, z. B. derart, dass die Fas- sungen der Glühbirnen nach unten aus dem Fahr zeuggehäuse vorragen, wodurch der Kabelanschluss vereinfacht wird.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in schematischer Darstellung an einem Ausführungs beispiel. Es zeigen Fig. 1 schaubildlich einen Flutlichtleiter des Fahrzeuges ; Fig. 2 einen teilweisen Längsschnitt durch das Fahrzeug mit eingebautem Flutlichtleiter, und Fig. 3 eine Ansicht dazu in Richtung des Pfeiles x.
Das Triebfahrzeug a besitzt an beiden Stirnseiten zwei untere Leuchtstellen bi und b2 und eine obere Leuchtstelle c. Während der Fahrt des Fahrzeugs sollen in Fahrtrichtung vorne alle drei Leuchtstellen bi, b2 und c weiss leuchten, während gleichzeitig an der hinteren Stirnseite nur die beiden Leuchtstellen b1 und b2 rot brennen sollen.
Es ist deshalb vorne und hinten je ein bügelförmi- ger Flutlichtleiterteil d aus transparentem Kunststoff vorgesehen, der an seinen beiden Bügelschenkeln die Leuchtstellen b1 und bz aufweist. An seinem Quer steg sind die beiden Glühbirnen e und f vorgesehen, die in geeignete Ausnehmungen des Bügelquersteges eingelassen sind. Einer der beiden Glühbirnen, näm lich der weissen Glühbirne e, ist der winkelförmige Flutlichtleiterarm g zugeordnet, dessen Ende die Leuchtstelle c bildet.
Wie Fig. 1 erkennen lässt, leuchten die Enden aller Flutlichtleiteraime weiss auf, wenn die Birne e eingeschaltet ist, während nur die beiden unteren Flutlichtleiterenden beleuchtet sind, wenn die rote Birne f brennt. Es empfiehlt sich, wie die Figuren 2 und 3 zei gen, den Flutlichtleiter so im Fahrzeuginnern in der Nähe der betreffenden Stirnwand anzuordnen, dass die Glühbirnenfassungen h ihren Halt im Gehäuse boden finden und diesen nach unten etwas überragen.