CH373144A - Schachtofen zum Schmelzen von Quarz oder hochkieselsäurehaltigen quarzähnlichen Gläsern, mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel - Google Patents

Schachtofen zum Schmelzen von Quarz oder hochkieselsäurehaltigen quarzähnlichen Gläsern, mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel

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CH373144A
CH373144A CH7587259A CH7587259A CH373144A CH 373144 A CH373144 A CH 373144A CH 7587259 A CH7587259 A CH 7587259A CH 7587259 A CH7587259 A CH 7587259A CH 373144 A CH373144 A CH 373144A
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CH
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heating
bore
furnace
heating wire
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CH7587259A
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Vatterodt Karl
Original Assignee
Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/02Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in electric furnaces, e.g. by dielectric heating
    • C03B5/033Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in electric furnaces, e.g. by dielectric heating by using resistance heaters above or in the glass bath, i.e. by indirect resistance heating
    • C03B5/0336Shaft furnaces

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Description


  Schachtofen zum Schmelzen von Quarz oder     hochkieselsäurehaltigen        quarzähnlichen     Gläsern, mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel    Die Erfindung betrifft einen     Schachtofen    zum  Schmelzen von Quarz oder     hochkieselsäurehaltigen     quarzähnlichen Gläsern, mit elektrisch beheiztem  Schmelztiegel.  



  In einer bekannten Ausführung eines solchen  Ofens sind Heizdrähte     in    Form einer Wicklung oder  eines Gitters an der Innenwand des den zylindrischen       Schmelztiegel    umgebenden     feuerfesten    Mantels an  geordnet, der selbst von     einzm    äusseren wassergekühl  ten Mantel umschlossen. ist. Die Heizdrähte bestehen  aus einem schwer schmelzbaren Metall, wie     Molyb-          dän    oder Wolfram und werden im Betrieb von einem       Schutzgas,    wie     Wasserstoff    oder einem     Wasserstoff-          Stickstoff-Gemisch    umspült.

   Die im Betrieb     auftreten-          den        Längenänderungen    der Heizdrähte verursachten       b,-i    dieser Konstruktion Verwerfungen der Heizdraht  anordnung, und die Drähte kamen     untereinander    oder  mit     d--,m    Tiegel in Berührung. Die dabei entstehenden  ungleichmässigen Strombelastungen     führten    zu einer  vorzeitigen Zerstörung der     Heizdrähte.     



  Diesen Nachteil sollte eine andere bekannte Ofen  konstruktion beseitigen durch die Anordnung einer  grösseren Anzahl möglichst gleichartiger Drähte paral  lel zur     Schm-lztiegelachse,    so dass die     Drähte    eine       Mantelfläche    eines koaxialen Zylinders bilden. Die  Heizdrähte sind an beiden Enden in einem oberen  und einem unteren Klemmring befestigt. Während der  obre Klemmring fest mit dem Ofen verbunden ist,  ist der untere Klemmring lediglich mit den unteren  Ofenteilen fest     verbunden    und mit diesen. an den  Heizdrähten aufgehängt.

   Durch das Gewicht der unte  ren Ofenteile wirkt auf die Heizdrähte ein Zug, mit  dessen Hilfe der untere Klemmring der Längen  ausdehnung der Heizdrähte folgen und die Drähte  immer gestreckt halten soll. Es war zu erwarten, dass    auf diese Weise durch die thermische Längen  ausdehnung hervorgerufene     Verwerfungen    und Be  rührungen der Heizdrähte     untereinander        und.    mit dem  Schmelztiegel vermieden werden.  



  Überraschend zeigte sich jedoch, dass die     Heiz-          drähte    im Betrieb     unterschiedliche    Längenausdeh  nungen erfahren und im Laufe des Betriebes blei  bende Dehnungen oder     Schrumpfungen    unterschied  lichen Ausmasses an den Heizdrähten auftreten. Die  kürzesten Heizdrähte hatten die Last der unteren  Ofenteile allein zu tragen, während die übrigen Heiz  drähte mehr oder weniger stark gekrümmt wurden.

    Die gestreckten kürzeren Drähte     begannen    daher  nach verhältnismässig kurzer Zeit zu reissen, während  die stark gebogenen Drähte     untereinander    oder mit  dem Tiegel     in        Berührung    kamen, was ebenfalls ihre  Zerstörung     einleitete.    Die     Lebensdauer    dieser     Heiz-          einrichtung    betrug nur 100 bis 350 Betriebsstunden.  Dann musste der Betrieb     eingestellt    und neue Teile in  den Ofen eingebaut werden.

   Diese häufigen Unter  brechungen der fortlaufenden Produktion erforderten  einen Material- und Zeitaufwand, der sich sehr nach  teilig auf den Preis des fertigen Quarz-     oder    Glas  gegenstandes     auswirkt--.     



  Ziel der Erfindung ist es     daher,    eine Ofenkon  struktion zu schaffen, die die oben geschilderten  Nachteile nicht aufweist und einen einwandfreien  Dauerbetrieb des     Schmelzofens    über einen Zeitraum  gewährleistet, der ein Vielfaches der bisherigen Le  bensdauer beträgt. Zur Klärung der unerwarteten  Feststellungen des unterschiedlichen     Verhaltens    der  Heizdrähte wurden umfangreiche Untersuchungen  der Längenausdehnung von     Wolfram-Heizdrähten     durchgeführt. Sie ergaben,     tlass    .dafür nicht die nach  bekannten Gesetzen verlaufende Wärmeausdehnung      massgebend ist.

   Bei einer     axialsymmetrischen    Anord  nung, bei der überall     gleiche    Temperaturen auftreten,  müssen ja gleichartige     Heizdrähte    auch gleiche  Wärmeausdehnungen erfahren. Die Untersuchungen  ergaben vielmehr, dass die beobachteten Abwei  chungen auf     Rekristallisationsvorgänge    in den     Wol-          framdrähten    zurückzuführen sind.     Wolframdrähte     werden bekanntlich aus     Wolframpulver    hergestellt  durch     aufeinanderfolgendes    Pressen,     Sintern,    Häm  mern und Ziehen:.

   Der fertige     Wolframdraht    weist  eine     Faserstruktur    auf, die sich jedoch bei starker  Erhitzung wieder umbildet. Dies- ,-r     Strukturumbau,     die     Rek.ristallisation,    erfolgt ungleichmässig entspre  chend     d-em    mikroskopisch nicht homogenen Aufbau  des     Wolframdrahtes.    Die     Rekristallisation    wirkt sich  daher in jedem     Wolframdraht    anders aus und führt  zu den beobachteten unterschiedlichen bleibenden  Dehnungen oder     Schrumpfungen    der     einzelnen    Heiz  drähte.  



  Während des     Anheizens    der Drähte tritt     zunächst     nur die     Wärmeausdehnung    in Erscheinung, und zwar  als eine verhältnismässig grosse und bei allen Heiz  drähten gleiche     Längenänderung.    Erst bei starker       Erhitzung    erfolgt der     Strukturumbau    der     Wolfram-          drähte    von der Faserstruktur des neuen Drahtes zum       Kristallgefüge.    Während des kontinuierlichen Betrie  bes des Ofens unterliegen die Heizdrähte nur gering  fügigen     Temperaturänderungen.    Die sich hieraus er  gebenden     Längenänderungen    

  sowie diejenigen infolge       Rekristallisation        sind'    klein im Vergleich zu den     Län-          genänderungen    während des     Anheizens.    Aber auch  die verhältnismässig kleinen     Längenänderungen    führen  zur schnellen     Zerstörung    der Heizdrähte, wie sich bei  der beschriebenen 'Ofenkonstruktion mit den     zwi-          sehen    oberem und unterem Klemmring eingespannten  Heizdrähten gezeigt hat.  



  Die Erfindung geht von diesen. Erkenntnissen aus       und    gelangt zu zwei     Ausführungen    von Schachtöfen.  Der erfindungsgemässe Schachtofen zum Schmelzen  von Quarz     od"r        hochkieselsäurehaltigen    quarzähnli  chen     Gläsem    mit     .einem    zylindrischen.

       Schmelztiegel,     der umgeben ist von elektrisch beheizten, parallel zur       Tiegelachse    angeordneten, unter Zugspannung stehen  den     Heizdrähten,    die an einem Ende fest mit den Ofen  endteilen verbunden     sind,        während    das andere Ende  jedes     Hcizdrahtees    einzeln mit einem auf ihm sitzenden  Führungsstück durch je     eine    Bohrung in einem     rin.-1          förmigen        Ofenendteil        hindurchgeführt    ist,

   in der jeder  Heizdraht zum Ausgleich     seiner        Längenänderung    be  weglich     gehalten    ist, ist     gekennzeichnet    durch zwei       Zugspannungen    ausübende Vorrichtungen unter  schiedlicher Stärke für jeden     Heizdraht,    von denn  die stärkere zu Beginn des     Anheizens    wirksam ist und  die schwächere sich erst von einer vorbestimmten Ver  längerung des     Heizdrahtes    an     entspannt.     



  Bei der     ershen        Ausführungsform    ist für     die    grö  sseren Zugspannungen das Gewicht der an den     Heiz-          drähten    aufgehängten unteren Ofenteile zur Auf  nahme der hauptsächlich während des     Anheizens     auftretenden, allen Heizdrähten gemeinsamen Län-         genänderungen    vorgesehen.

   Für die kleineren Zug  spannungen ist in jeder     Bohrung    eine den Heizdraht  mit seinem Führungsstück umgebende     Druckfeder     zwischen einer Auflagefläche in der Bohrung und  einem     Führungsstück-Endabschnitt    grösseren Durch  messers zur Aufnahme von während des Betriebes  auftretenden     Längenausdehnungsdifferenzen    einzel  ner     Heizdrähte    angeordnet.  



  Bei der zweiten     Ofenausführungsform    haben die  für jeden Heizdraht vorgesehenen beiden Zugspan  nungen ausübenden Vorrichtungen unterschiedlicher  Stärke die Gestalt von zwei dem Heizdraht mit seinem  Führungsstück in der     Bohrung    umgebenden, verschie  den starken     Druckfedern.    Sie sind so angeordnet, dass  sich die schwächere Feder zwischen einem     Führungs-          stück-Endabschnitt    grösseren Durchmessers und einer  auf dem Führungsstück axial     verschieblichen    Scheibe  erst entspannen kann, wenn sich die stärkere Feder  zwischen der Scheibe und einer Auflagefläche in der       Bohrung,

      der     Längenausdchnung    des Heizdrahtes  während dies     Anheizens    entsprechend, so weit ent  spannt hat, dass die Scheibe gegen einen festen An  schlag in, der     Bohrung    drückt und dadurch eine wei  tere Entspannung der starken Feder verhindert.  



  Die Erfindung ermöglicht, dass alle Heizdrähte,  unabhängig von der mehr oder weniger starken Län  genänderung jedes einzelnen Drahtes, in jedem Zeit  punkt des     Anheizens    und des Betriebes gestreckt sind  und dadurch den Tiegel gleichmässig beheizen und dass  keine zu vorzeitiger     Zerstörung    einzelner oder aller  Heizdrähte führenden ungleichmässigen Strom- oder  Zugüberbelastungen auftreten..  



  In den Zeichnungen sind zwei     Ausführungsbei-          spiele    dar Erfindung dargestellt, und für einander ent  sprechende     Teile    sind in allen     Figuren    die gleichen       Bezugszeichen    verwendet.  



       Fig.l    zeigt eine Seitenansicht, zum Teil im  Schnitt, eines Schmelzofens zur Herstellung von  Quarzrohr.  



       Fig.2    zeigt einen Ausschnitt aus     Fig.    1 in grö  sserem Massstab, und zwar die Halterung des oberen  Endes eines Heizdrahtes.         Fig.    3 zeigt ähnlich     Fig.    1 eine Seitenansicht, zum  Teil im Schnitt, eines andern Schmelzofens zur Her  stellung von Quarzrohr, wobei der grösste Teil der  Heizzone     forhgclassen    ist.  



       Fig.    4 zeigt einen Ausschnitt aus     Fig.    3 in ver  grössertem Massstab, und zwar die     Halterung    des  oberen Endes eines Heizdrahtes in kaltem Zustand'.         Fi.g.    5 zeigt das gleiche     Heizdrahtende    wie     Fig.    4,  jedoch im Betrieb, das heisst in aufgeheiztem     Zu-          stand.       Die in den     Fig.    1 und! 3 gezeigten Schmelzöfen zur  Herstellung von Quarzrohr werden in Verbindung  mit einer hier nicht gezeigten Ziehmaschine betrieben.

    Sie ist unter dem Ofen angeordnet und zieht das den  Ofen verlassende Quarzrohr laufend aus, wobei das  Rohr     durch    entsprechende Verjüngung von Durch-           messer    und Wandstärke seine Form erhält. Die hier  gezeigten Öfen nehmen eine Leistung von 60     kW    auf  und werden an einem     Niedsersp@annungs-Hochstrom-          transformator    betrieben.  



  In den     Schmelztiegel    1 in     Fig.    1 wird von oben  das     Ausgangsmaterial    für das Quarzrohr, Bergkristall,  eingefüllt. Den Boden des Tiegels 1 bildet die ring  förmige Düse 2 mit dem Düsendorn 3, in der das  erschmolzene     Quarzglas    zum Rohr geformt wird, das  nach unten austritt.     Das    durch die Rohrleitung 4  und den Düsendorn 3 geführte     Wasserstoff-'Stickstoff-          Gasgemisch    gelangt in das     Quarzrohrinnere    und ver  hütet das Eindringen der umgebenden Atmosphäre  durch das Quarzrohr in die Düse.  



  In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist der  Tiegel 1 von 32 Heizdrähten 5 umgeben, die parallel  zur     Tiegelachse    angeordnet sind und in gleichem Ab  stand voneinander einen koaxialen Zylindermantel  bilden. Die Heizdrähte 5 bestehen aus     Wolfram    und       w rden    während des Betriebes ebenso wie die Innen  flächen des Düsendorns 3 von einem reduzierenden  Gasgemisch umspült. Der Durchmesser der Heiz  drähte 5 beträgt 2,8 mm, und im Betrieb Fliesst durch  sie ein Strom von je etwa 150 Ampere.  



  Den äusseren seitlichen     Abschlu'ss    der     beheizten     Zone des Ofens bildet der metallische     wassergekühlte     Ofenmantel B. In ihm !befindet sich eine zylindrische  Muffel 6 aus     Zirkonoxyd,    welche die     Heizdmähte    5  umhüllt. Zwischen der Muffel 6 und dem Ofenman  tel 8 isst eine     Isolierschicht    7 aus     Zirkonoxydpulver     eingestampft.  



  Die Heizdrähte 5 sind in dem unteren     Klemm-          ring    9 starr befestigt, der mit der unteren Abschluss  kappe 10 und der unteren Kühlplatte 11 fest verbun  den ist. Kühlplatte 11,     Klemmring    9 und Abschluss  kappe 10 bestehen aus Metall und besitzen Hohl  räume für die Wasserkühlung. Sie sind an     dien    Heiz  drähten 5 aufgehängt.

   Mit der Längenausdehnung  der Heizdrähte 5 vergrössert sich der     Abstand    zwi  schen dem Tiegel und, den unteren     Ofenendteilen.    Um  zu verhindern, dass durch diesen Zwischenraum das  die Heizdrähte 5 umspülende Schutzgas entweicht,  ist ein     ältauchverschluss    12 oder ein     Kupferfaltenring     13 vorgesehen.  



  Die obere Kühlplatte 14 sitzt elektrisch isoliert  auf dem Ofenmantel B. Die untere Platte 15 des Ofen  mantels 8 ist ebenso wie die     Kühlplatte    14     mit.    nicht  gezeichneten Stromanschlüssen versehen. Mit     derobe-          ren    Kühlplatte 14 ist der obere Kühlring 16 elektrisch  leitend verbunden.. Beide Teile sind für Wasserküh  lung ausgerüstet. Im     Kühlring    16 befinden sich bei  diesem Ausführungsbeispiel 32 Bohrungen für die  Heizdrähte 5.  



       Fig.    2 zeigt einen mit einem Führungsstück 17  versehenen Heizdraht 5, das in     dein    Hauptabschnitt 18  und den     Nebenabschnitt    19 der     Bohrung    lose ein  geführt ist.

   Die Oberflächen des     Nebenabschnittes    19  der Bohrung und des in ihm     gleitenden        unteren    Ab  schnittes des Führungsstückes 17 reichen aus, um die  im Betrieb vom zugehörigen Heizdraht 5 durch         Wärmeleitung    aus dem     Ofeninnern        übertragene     Wärme so weit an den oberen Kühlring 16 abzufüh  ren,     dass    die Temperatur im     Endabschnitt    21     des    Füh  rungsstückes 17 nicht über 200  C .steigt.

   Zwischen  der Auflagefläche 20 der Bohrung und, der am     End-          abschnitt    21 des Führungsstückes 17     gebildeten        An-          schlagschulter    22 sitzt die     Drahtfeder    23.     Ihre    Stärke  ist so bemessen, dass sie durch das Gewicht der unte  ren Ofenteile 9, 10 und 11 gerade noch     vollständig     zwischen der Auflagefläche 20 und dem     Endabschnitt     21 des Führungsstückes 17     zusammengedrückt    wird.  



  Das     Anlassen    des Ofens erfolgt über einen Regel  transformator.     Anlass-    und     Betriebsspannung    werden  an die Heizdrähte 5     galegt,        einerseits    über die untere  Platte 15 des     Ofeirmantels!    8 über ebensoviel beweg  liche Leitungen 24 wie     Heizdrähte    vorhanden sind  bzw.

   über den     Faltenring    13, über die untere Kühl  platte 11     und    den unteren     Klemmring    9, und     ander-          seits    über die obere     Kühlplatte    14, dien     Kühlring    16  und     ebensovielbewegliche    Leitungen 25 aus Kupfer  litze wie Heizdrähte vorhanden sind. Unter dem Ein  fluss der Stromwärme dehnen sich die Drähte 5 wäh  rend des     Anheizens    mehr oder weniger     stark        in    ihrer  Längsrichtung aus.

   Die allen Heizdrähten 5 gemein  same Längenänderung wird von dem Zug der     unteren     Ofenteile 9, 10 und 11 aufgenommen.. Die darüber  hinaus entstehenden     Längenausdehnungsd!ifferenzen     einzelner Drähte 5 gleichen sich durch eine mehr oder  weniger starke     Entspannung    der zugehörigen Druck  federn 23 aus.

   Da die Dehnungsdifferenzen im Ver  gleich zur     Gesamtdehnung    klein     sind,        vermindert    sich  die     Zugbeanspruchung        der        eine        grössere:        Längen-          ausdehnung        :erleidenden        Heizdrähte    nur unwesentlich,  so dass die kürzer gebliebenen     Heizdrähte    durch die  Zugkraft ihrer etwas stärker     zusammengedrückten     Federn nicht überlastet werden.  



  Mit dieser     Ofenkonstruktion    wurden Lebens  dauern bis zu 2000     Betriebsstunden    erreicht.  



  Der in     Fig.    3 gezeigte     Quarzschmelzofen    zur     Her-          stellung    von Quarzrohr ist     gegenüber    dem in     d@,n          Fig.    1 und 2 dargestellten     dadurch        verbessert,    dass  die -bewegliche Anordnung der unteren     Ofenteile    9,  10 und 11 mit den dadurch     erforderlichen    32 beweg  lieben Leitungen 24 und dem     Tauchverschluss    12 bzw.

    mit dem Faltenbalg 13     weggefallen    ist     und    die unte  ren Ofenteile fest mit dem übrigen Ofen verbunden       sind.    Die erforderliche Zugspannung für<B>die</B>     Heiz-          drähte        wird-        allein    durch     Drahtfedern        bewirkt.     



  Gestalt und Anordnung des     Schmelztiegels    1, der  Heizdrähte 5, der Muffel 6, der     Isolierschicht    7 und  des     Kühlmantels    8 stimmen mit     Fig.    1     überein.    Die  Heizdrähte 5 sind in einem     wassergekühlten    unteren  Kontaktring 26 fest     eingeklemmt,        der-sowohl    mit der  wassergekühlten     Abschlusskappe    10 als auch mit dem  übrigen Ofen fest verbunden ist.

   Auf dem Ofen ruht,  elektrisch von ihm     isoliert,    der obere Kontaktring 27,       in    dem     sich    die     Bohrungen    für die     Heildrähte    5 be  finden.  



  Da sich die     Wolframdrähte    5 beim Aufheizen  verhältnismässig stark, während des Betriebes jedoch      in wesentlich kleinerem Masse ausdehnen, sind für  jeden     Heizdraht    5 zwei Federn unterschiedlicher  Stärke vorgesehen. Die stärkere Feder gleicht die  Längenausdehnung während des     Aufheizens    aus und  ist während des Betriebes nicht wirksam. Im Betrieb  steht jeder Heizdraht 5 nur unter der Wirkung der       schwächeren    Feder.  



  Wie besonders     deutlich    die     Fig.    4 und 5 zeigen,  besteht jede     Bohrung,    wie in den     Fig.    1 und 2, aus  einem Hauptabschnitt 18 und einem Nebenabschnitt  19. In das obere Ende des Hauptabschnitts 18 ist  eine Hülse 28 von solcher Wandstärke     eingepasst,    dass  der     Endabschnitt    21 des     Führungsstückes    17 mit für  axiale Beweglichkeit ausreichendem Spielraum in  die Hülse 28 einfuhrbar ist.

   Der Hauptabschnitt 18  der     Bohrung    enthält die auf der Auflagefläche 20       ruhende    stärkere Feder 29, darüber eine axial bis an  den unteren Hülsenrand     verschiebliche    und auf dem       Führungsstück    17 gleitende Scheibe 30. Auf der  Scheibe 30     ruht    die schwächere Feder 31, die sich  bis in die Hülse 28 erstreckt und oben gegen die  Anschlagschulter 22 am Endabschnitt 21 des Füh  rungsstückes 17 stösst.

   Die Grössen der     Oberflächen     des Nebenabschnittes 19 der     Bohrung    und des in  ihm gleitenden unteren Abschnittes des Führungs  stückes 17 sind     wiederum    so gewählt, dass eine aus  reichende     Abführung    der im Betrieb vom     Heizdraht    5  durch Wärmeleitung aus dem Ofeninnern übertra  genen Wärme an den oberen Kontaktring 27 statt  findet und die Temperatur im Endabschnitt 21 des  Führungsstückes 17 nicht über 200  C steigt.  



  In     Fig.    4     sind    beide Federn 29 und 31     vollständig          zusammengedrückt.    Zwischen der Scheibe 30 und dem       unteren    Rand der     Hülsa    28 bleibt in diesem Zustand  ein Abstand a, der etwa der     Längenausdehnung     des Heizdrahtes 5 während des     Anheizens        entspricht.     Auf die Längenausdehnung während des     Anheizens     spricht zunächst die stärkere Feder 29 an und ent  spannt sich, bis die Scheibe 30 von unten gegen die  Hülse 28 stösst, wie es     Fig.    5 zeigt.

   Nach dieser ver  hältnismässig starken Ausdehnung treten nur noch  geringfügige     Dehnungsdifferenzen        einzelner    Heiz  drähte 5 auf, denen die schwächere Feder 31, sich  entspannend, folgt. Die Zugkraft der schwächeren  Feder 31 reicht aus, um den zugehörigen Heizdraht 5  während des Betriebes hinreichend gerade zu halten.  



  Um einen guten elektrischen Kontakt zwischen  dem Kontaktring 27 und jedem Heizdraht 5 zu ge  währleisten, ist für jeden     einzelnen    Heizdraht 5, wie  auch in den     Fig.    1 und 2, eine bewegliche Strom  zuführung 25 vorgesehen.  



  Auch     mit    dieser     Ofenkonstruktion    wurde eine  Lebensdauer von etwa 2000 Betriebsstunden er  reicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schachtofen zum Schmelzen von Quarz oder hoch kieselsäurehaltigen quarzähnlichen Gläsern mit einem zylindrischen Schmelztiegel, der umgeben ist von elektrisch beheizten, parallel zur Tiegelachse an geordneten, unter Zugspannung stehenden Heiz- diähten, die an einem Ende fest mit den Ofenendteilen verbunden sind,
    während das andere Ende jedes Heizdrahtes einzeln mit einem auf ihm sitzenden Füh- rungsstuck durch je eine Bohrung in einem ringförmi gen Ofenendteil hindurchgeführt ist, in der jeder Heiz draht zum Ausgleich seiner Längenänderung beweglich gehalten ist, gekennzeichnet durch zwei Zugspannun gen ausübende Vorrichtungen unterschiedlicher Stärke für jeden Heizdraht,
    von denen die stärkere zu Beginn des Anheizens wirksam ist und die schwä chere sich erst von einer vorbestimmten Verlängerung des Heizdrahtes an entspannt. UNTERANSPRÜCHE 1. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass für die grösseren Zugspannungen das Gewicht der an den Heizdrähten aufgehängten unte ren Ofenteile (9, 10, 11) zur Aufnahme der allen Heizdrähten gemeinsamen Längenänderungen vor gesehen und für die kleineren Zugspannungen in je der Bohrung eine den Heizdraht (5) mit seinem Füh rungsstück (17) umgebende Druckfeder (23) zwischen einer Auflagefläche (20)
    in der Bohrung und einem Führungsstück-Endabschnitt (21) grösseren Durch messers zur Aufnahme von Längenausdehnungsdif- ferenzen einzelner Heizdrähte angeordnet ist. 2.
    Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die beiden Zugspannungen ausübenden Vorrichtungen zwei den Heizdraht (5) mit seinem Füh rungsstück (17) in jeder Bohrung umgebende Druck federn (29, 31) unterschiedlicher Stärke sind, die so angeordnet sind, dass sich die schwächere Feder (31) zwischen einem Führungsstück-Endabschnitt (21) grösseren Durchmessers und einer auf dem Füh rungsstück (17) axial verschieblichen Scheibe (30) erst entspannen kann, wenn sich die stärkere Feder (29) zwischen der Scheibe (30) und einer Auflage fläche (20) in der Bohrung, der Längenausdehnung des Heizdrahtes während des Anheizens entspre chend, so weit entspannt hat, dass die Scheibe (30)
    gegen einen festen Anschlag in der Bohrung drückt und dadurch eine weitere Entspannung der starken Feder (29) verhindert. 3. Ofen nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, bei dem die Auflagefläche in jeder Bohrung durch zwei Bohrungsabschnitte unterschiedlichen Durchmessers gebildet ist und der Abschnitt kleineren Durchmessers, der Nebenabschnitt der Bohrung, der Heizzone zugewandt ist, gekennzeichnet durch eine solche Bemessung der Bohrungen und Führungs stücke, dass die Oberflächen des Nebenabschnittes (19)
    der Bohrung und des in ihm gleitenden Füh rungsstückes (17) so gross sind, um die im Betrieb vom Heizdraht (5) durch Wärmeleitung aus dem Ofeninnern übertragene Wärme so weit an den ring förmigen Ofenendteil abzuführen, dass die Tempera tur im Endabschnitt (21) des Führungsstückes (17) nicht mehr als 200 C beträgt. 4.
    Ofen nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, dass der feste An- schlag für die von der stärkeren Feder (29) verscho bene Scheibe (30) von dem unteren Rand einer Hülse (28) gebildet ist, die in das äussere Ende jedes Bohrungabschnittes (18) grösseren Durchmessers ein gepasst ist und eine solche Wandstärke hat, dass der Endabschnitt (21) des Heizdraht-Führungsstückes (17) in die Hülse (28) passt und in ihr axial beweg lich ist.
CH7587259A 1958-09-17 1959-07-17 Schachtofen zum Schmelzen von Quarz oder hochkieselsäurehaltigen quarzähnlichen Gläsern, mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel CH373144A (de)

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