CH373150A - Schlafsofa - Google Patents
SchlafsofaInfo
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Landscapes
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Description
Schlafsofa Die Erfindung betrifft ein Sofa, bei dem der Sitz aus zwei aufeinanderliegenden, vorn drehbar verbun denen Teilen besteht, von welchen der obere mit Stoffbezug auf der Oberseite und mit Bettpolster an der Unterseite versehen .ist, während der untere in der Sofalage nach hinten neigt und in der Bettlage hinten gehoben ist, um waagrecht zusammen mit dem vorwärtsgeklappten oberen Teil eine Liegefläche des Bettes zu bilden, wobei diese Hebung durch Mit tel besorgt wird, die während der von Hand bewirk ten Umstellung von selbst in Tätigkeit treten und wobei hinter der Rückenlehne des Möbels in der Sofalage ein als Aufbewahrungsort für das Bettzeug dienlicher Raum gebildet ist.
Sofas dieser Art sind bekannt. Im Vergleich mit dem gewöhnlichen Typus, bei welchem die Rücken lehne des Möbels in der Bettlage einfach herunter gedreht wird, um die Breite des :Sitzes zu vergrössern, und man folglich den Stoffbezug des Möbels auch als Bettpolster verwendet, haben diese den äusserst grossen Vorteil, dass das Schlafsofa mit zwei ver schiedenen Polstern ausgestattet werden kann, und zwar mit einer passenden Sofapolsterung zur Ver wendung in der Sofalage und einem Bettpolster für die Bettlage.
Der Vorteil ist also, dass der Stoffbezug des Möbels nicht einem doppelten Gebrauch und der daraus folgenden doppelten Abnutzung ausgesetzt wird. Ausserdem ziehen die meisten es vor, in der Bettlage auf einem Polster zu liegen, das die Eigen schaften eines ordentlichen Bettpolsters besitzt.
Sofas der bekannten Art besitzen folgende Nach teile: Der zusammengesetzte Sitz wird leicht zu hoch und umfangsreich, insbesondere wenn er, als Kasten ausgeführt, auch als Aufbewahrungsort für das Bett zeug dienen soll. Der Umstellungsmechanismus ist sehr kompliziert und fordert eine Mehrheit von Manipulationen.
Die Rückenlehne des Schlafsofas ist bei vielen bekannten Möbeln unbequem in der Bettlage.
Die Anbringung des Bettzeuges am Tage ist immer ein Problem des Platzmangels, auch da, wo ein Sitzkasten hierfür verwendet wird.
Es ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, die genannten Übelstände zu beseitigen und ein Schlafsofa zu ermöglichen, das trotz einfachem und gewöhnlichem Aussehen für alles Bettzeug reich lichen Aufbewahrungsraum besitzt, und wo die Um stellung Sofa-Bett und umgekehrt äusserst einfach und rasch mit einem einzigen Griff vollbracht wer den kann.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne des Möbels in zwei je um eine Achse in der zugehörigen feststehenden Möbelwange hervorschwingbar gelagerten Drehwangen drehbar gelagert ist, welche durch Gestänge und eine Rolle in Zusammenwirkung mit einer schrägen Auflauf fläche im Hinterteil des Möbeluntergestelles bei der Umstellung zum Bett das Bettpolster hinten in waag rechte Lage emporhebt, dass die Rückenlehne, das Sitzkissen und das Bettpolster gegenseitig nur durch verstärkte Nähte miteinander gelenkig verbunden sind und einen dreigliedrigen Polsterkörper bilden,
in welchem das Sitzkissen den Mittelteil bildet und dazu bestimmt ist, in der Bettlage des Möbels in umge wendeter Stellung und über der vor dem Sofa her untergeschwenkten und auf einer Unterstützung ruhenden Rückenlehne und zusammen mit dieser den Breitenzuwachs des Bettpolsters zu bilden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel unter Hinweis auf die beigefügte Zeichnung erläutert, wobei Fig. 1 das Möbel in schaubildlicher Darstellung als Bett, Fig. 2 dasselbe in der Gebrauchslage als Sofa und Fig. 3 das Möbel nach der Umstellung als Bett, beide im Schnitt, zeigen.
Das Bettsofa hat ein gewöhnliches Untergestell mit einem Rahmen, der eine vordere Querleiste 8 und eine hintere Querleiste 9 aufweist. Dieser Rah men trägt Füsse 1 und feststehende Wangen 4 und hat ferner eine auf der Zeichnung nicht gezeigte Rückwand, die an der Aussenseite vorzugsweise mit Stoffbezug versehen wird, damit das Möbel auch freistehend verwendet werden kann.
Die festen Möbelwangen 4 enden oben in den Armlehnen und sind gleich geformt, vorzugsweise dickwandig, um dadurch ein elegantes Gepräge zu erhalten (breite Armlehnen). Ungefähr in der Mitte tragen die festen Armlehnen 4 Lagerzapfen 24, be stehend aus einem Bolzen oder dergleichen. Auf die sen Lagerzapfen 24 ist eine Drehwange 11 drehbar gelagert, und wie es aus Fig. 2 ersichtlich ist, befindet sich diese Drehwange völlig innerhalb des Umrisses der festen Wange 4. Die Drehwange 11 kann passend aus einer Holzplatte bestehen, doch kann auch an deres Material in Betracht kommen, z. B. Kunst stoff. In der vorgezogenen Ausführungsform befindet sich die Drehwange an der Innenseite der festen Wange 4 und bildet da eine Abstufung dieser Wange gegen den Sitz und ist an dieser Seite mit Stoff bezogen.
Es besteht aber kein Hindernis, dass die Drehwange 11 auch an der Aussenseite der festen Wange 4 angebracht werden kann, wenn die Dreh wange eine dazu passende Form erhält und darauf bei der Montage der Rückenlehne Rücksicht genom men wird.
Die Drehwangen 11 bilden Teile des Drehmecha nismus des Möbels und sind auch Tragorgane der Rückenlehne 5. Diese besteht aus einer rechteckigen Tragplatte, die als Halteorgan für die auf ihr senk recht angeordneten Federn dient, auf denen die Rük- kenpolsterung angebracht ist. Durch einen Lager zapfen 12 an jedem Ende etwas unter der Ober kante ist dieser Tragrahmen mit der Drehwange 11 gelenkig verbunden. An der Rückseite trägt die Rückenlehne 5 ferner an jeder Drehwangenseite einen Kreuzfuss, der aus zwei am Kreuzungspunkt 16 dreh bar verbundenen Füssen 17 und 18 besteht.
Das Bein 18 ist an dem einen Ende bei 13 mit der Rück seite der Rückenlehne 5 drehbar verbunden und am anderen Ende mit einer Rolle 15 ausgestattet. Das zweite Bein 17 ist an dem einen Ende 14 mit der Drehwange 11 drehbar verbunden, während das andere freie Ende mit einem nicht gezeigten kleinen Gummipuffer versehen ist.
Der Sitz des Möbels besteht aus einem verhält nismässig dünnen Kissen 6 aus Schaumgummi, Schaumplast oder dergleichen.
Auf der Oberseite ist das Kissen 6 mit dem Stoffbezug des Möbels versehen, an der Unterseite mit Bettpolster. In der Sofalage ruht das Kissen 6 auf dem darunterliegenden Bettpolster 3, das be- schränkt beweglich im Untergestell samt einem durch Boden 2 und Stirnwänden gebildeten, das Polster 3 tragenden Kasten angebracht ist.
Das Bettpolster 3 muss eine stärker bemessene Polsterung erhalten als das Sitzkissen 6 und die Rückenlehne 5, denn das Bettpolster 3 hat allein für die nötige Federung in seinem Anteil des gebil deten Bettes zu sorgen. Schraubenfedern wären hier verwendbar, am besten aber andere Formen von Federeinlagen. Allerdings muss dafür gesorgt werden, dass das Federungsvermögen des Bettpolsters 3 gleich dem gesamten Federungsvermögen des Kissens 6 und der Rückenlehne 5 ist, so dass das gebildete Bett gleichmässig verteilte Federungseigenschaften erhält.
Das Sitzkissen 6 ist hinten bei 25 mit der Rük- kenlehne 5 gelenkig verbunden und vorn bei 10 mit dem darunterliegenden Bettpolster 3. Die Ver bindungen 10 und 25 bestehen ausschliesslich aus mit passenden Verstärkungen versehenen Nähten, so dass Rückenlehne 5, Sitzkissen 6 und Bettpolster 3 einen zusammenhängenden, dreigliedrigen Polster körper bilden, wobei das Sitzkissen 6 den Mittelteil bildet und die einzelnen Glieder eine gewisse Beweg lichkeit gegenseitig besitzen.
Der Kasten, der das Bettpolster 3 trägt, ist im Möbeluntergestell beschränkt beweglich, und zwar so, dass er in der Sofalage eine passende Neigung rückwärts aufweist, damit der Sofasitz den üblichen schrägen Sitzwinkel erhält, während der Kasten in der Bettlage in streng waagrechter Stellung liegt, mit Rücksicht auf das gebildete Bett. Diese Umstellung erfolgt dadurch, dass der Kasten im Möbelunterge- stell vorn um eine Achse 7 drehbar ist, so dass er hinten gehoben werden kann. Diese Hebung wird durch das gelenkig verbundene Gestänge 20 und 22 erreicht, das an seinem Gelenkzapfen eine Rolle 19 trägt. Der Hebelarm 20 ist bei 21 mit der Seite des Kastens und der Hebelarm 22 bei 23 mit der Drehwange 11 drehbar verbunden.
Ferner ist die hintere Querleiste 9 im Möbeluntergestell mit einer schrägen Gleitbahn versehen. Wenn der Hebelarm 22 von der Drehwange 11 im Möbeluntergestell beim Herunterschwenken der Rückenlehne zurückgedrückt wird, gleitet die Rolle 19 auf der schrägen Bahn und hält in ihrer Endstellung durch den Arm 20 den Kasten an dessen Hinterkante angehoben. Bei genauer Anpassung der Armlängen 20 und 22 und richtiger Wahl der Gleitbahn kann erreicht werden, dass die schräge Bahn für die Rolle 19 weitgehend verkürzt werden kann, wodurch die zu der Umstel lung des Möbels nötige Kraft herabgesetzt wird.
Diese Umstellung ist bei richtiger Anpassung der zwei Hebel 22, die in der Drehwange 11 angelenkt sind, überraschend leicht. Man hat nur die Oberkante der Rückenlehne 5 zu ergreifen und die Rückenlehne etwas nach vorn zu ziehen. Wenn die Lehne die Vertikallage passiert, braucht man sie nur loszulas sen. Durch eigene Kraft fällt sie weiter nach vorn in die richtige Endstellung, indem sämtliche zur Bereitung des fertigen Bettes nötigen Glieder von selbst in Tätigkeit treten.
Bei ihrem Umschwingen nach vorn bringt die Drehwange 11 das Bettpolster 3 in die erforderliche waagrechte Lage sowie die Kreuz füsse 17, 18, welche als Unterstützung für das Bett- teil dienen, das aus dem umgeschwenkten Sitzkissen 6 und der Rückenlehne 5 besteht, in die richtige Stellung unter diese. Die Rolle 15 erleichtert diesen letzten Teil der Umstellungsbewegung, indem sie es dem Bein 18 erlaubt, in die Endlage hineinzuglei ten. Hier soll auch erwähnt sein, dass die doppel seitige Anordnung des Armes 22 mit der Rolle 19 und Gleitbahn die Umstellung auch dadurch erleich tert, dass die beiden Drehwangen 11 durch den Kasten des Bettpolsters 3 eine Stabilisierung erhalten.
Das Möbel besitzt keine Tendenz, während der Um stellung an der einen oder anderen Seite hängen zubleiben.
Im Gebrauch als Sofa befindet sich der Kreuz fuss zwischen der Rückenlehne 5 und der dahinter liegenden Rückwand und ist dazu da, die Rücken lehne fest und sicher in ihrer Lage zu halten. Die Oberkante der Rückenlehne kann nach Wunsch ge formt werden, entweder mit einem zum leichten Er greifen freien Polster, oder ist dazu bestimmt, in die Sofalage unter eine mit der Rückwand und den festen Seitenwangen 4 verbundenen Deckleiste hineinzufallen. In der Bettlage ist die Rückenlehne völlig verdeckt, und das Bettlager ist und wird überall von Bettpolster gebildet, das dann mit einem Bett stück belegt wird. Alles Bettzeug wird aus dem geräumigen Aufbewahrungsort hinter der Rücken lehne herausgerollt und das gewünschte Bett ist zum Gebrauch fertig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schlafsofa, bei dem der Sitz aus zwei aufeinan- derliegenden, vorn drehbar verbundenen Teilen be steht, von welchen der obere mit Stoffbezug auf der Oberseite und mit Bettpolster an der Unterseite ver sehen ist, während der untere in der Sofalage nach hinten neigt und in der Bettlage hinten gehoben ist, um waagrecht zusammen mit dem vorwärtsgeklapp- ten oberen Teil eine Liegefläche des Bettes zu bil den, wobei diese Hebung durch Mittel besorgt wird, die während der von Hand bewirkten Umstellung von selbst in Tätigkeit treten und wobei hinter der Rückenlehne des Möbels in der Sofalage ein als Aufbewahrungsort für das Bettzeug dienlicher Raum gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,dass die Rük- kenlehne (5) des Möbels in zwei je um eine Achse in der zugehörigen feststehenden Möbelwange (4) hervorschwingbar gelagerten Drehwangen (11) dreh bar gelagert ist, welche durch Gestänge (20 und 22) und eine Rolle (19) in Zusammenwirkung mit einer schrägen Auflauffläche im Hinterteil des Möbelunter gestelles bei der Umstellung zum Bett das Bettpolster (3) hinten in waagrechte Lage emporhebt, dass die Rückenlehne (5), das Sitzkissen (6) und das Bett polster (3) gegenseitig nur durch ,verstärkte Nähte miteinander gelenkig verbunden sind und einen drei gliedrigen Polsterkörper bilden, in welchem das Sitz kissen (6)den Mittelteil bildet und dazu bestimmt ist, in der Bettlage des Möbels in umgewendeter Stellung und über der vor dem Sofa herunterge- schwenkten und auf einer Unterstützung (17 und 18) ruhenden Rückenlehne (5) und zusammen mit dieser den Breitenzuwachs des Bettpolsters (3) zu bilden. UNTERANSPRÜCHE 1.Schlafsofa nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Unterstützung der Rücken lehne (5) von selbst in Tätigkeit tritt und aus zwei Kreuzfüssen (17 und 18) besteht, die an der Rük- kenseite der Rückenlehne (5) gelagert sind und durch das Vorwärtsschwenken der Drehwangen (11) in die gewünschte Höhenlage in Tätigkeit gesetzt wer den und von denselben Drehwangen (11) bei der Umstellung zum 'Sofa wieder gegen die Rückseite der Rückenlehne (5) geführt werden. 2. Schlafsofa nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gelenk (18) der Kreuzfüsse mit einer Rolle (15) versehen ist, um die Einschwen kung des Gelenkes in die richtige Stellung zu er leichtern.
Applications Claiming Priority (1)
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