Schaltung zur Erzeugung von Einphasenwechselstrom aus Mehrphasenwechselstrom für unterbrochenen Betrieb eines Stromverbrauchers, insbesondere einer Dreiphasen- Schweissmaschine Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Erzeu gung von Einphasenstrom aus Mehrphasenstrom für unterbrochenen Betrieb eines Stromverbrauchers. Diese Schaltung ist insbesondere für Dreiphasen- Schweissmaschinen geeignet.
Bei dieser Schaltung sind zur wechselzeitigen Gleichrichtung des Mehrphasenstromes jeder Phase desselben zwei antiparallel geschaltete Entladungs strecken zugeordnet, und diese Entladungsstrecken sind mittels einer gemeinsamen Steuerschaltung ge mäss der Frequenz des Einphasenstromes gesteuert.
Die Erfindung bezweckt, eine Schaltung dieser Art zu schaffen, welche Einschaltüberströme ver meidet, die auf die Remanenz des Kernes eines im Einphasenstromkreis liegenden Transformators, bei spielsweise des Schweisstransformators einer Drei phasen -Schweissmaschine, zurückzuführen sind. Solche Einschaltüberströme entstehen bekanntlich, wenn bei einem Augenblickswert der Spannung ein geschaltet wird:, welcher einem Induktionsbereich bzw. einer Induktionsänderung entspricht, die un gefähr gleich der beim vorhergegangenen Ausschalten remanent zurückgebliebenen Induktion ist.
Dann wird im Augenblick des Einschaltens die Induktion im Kern des Transformators nur wenig geändert, es entsteht keine Selbstinduktionsspannung, so dass der Strom im Augenblick des Einschaltens im wesent lichen nur durch den Ohmschen Widerstand des Kreises bestimmt ist und seine betriebsmässige Grösse weit überschreitet.
Es ist bekannt, zur Vermeidung dieser Über ströme den Transformator während einer Halbwelle einzuschalten, die entgegengesetzt zu der Halbwelle gerichtet ist, bei welcher der Transformator vorher ausgeschaltet wurde. Das erfordert, dass die Pause zwischen dem Ausschalten und dem Einschalten einer ungeraden Zahl von Halbwellen entspricht.
Die Erfindung löst die Aufgabe, den aus einem Mehrphasenstrom gewonnenen Einphasenstrom durch Pausen beliebiger Länge zu unterbrechen und trotz dem Einschaltüberströme zu vermeiden.
Bei der Schaltung nach der Erfindung ist die Steuerschaltung als eine mittels eines Zeitgebers ge steuerte Ringzählerschaltung mit einer geradzahligen Anzahl Stufen ausgebildet. Von zwei einander dia metral gegenüberliegenden Stufen dieser Ringzähler schaltung löst die eine die Zündimpulse für die Ent ladungsstrecken für die eine Halbwellenrichtung des Einphasenstromes und die andere die Zündimpulse für die Entladungsstrecken für die andere Halbwel lenrichtung des Einphasenstromes aus.
Jede dieser beiden Stufen der Ringzählerschaltung ist über Schaltmittel an eine Steuerimpulsausgangsleitung eines Steuergerätes angeschlossen und mittels eines zum Einschalten des Einphasenstromes dienenden Impulses dieser Leitung in Betrieb setzbar. Die Schaltmittel verbinden unter der Wirkung jeder Halb welle des Einphasenstromes die Steuerimpulsaus- gangsleitung leitend mit einer Steuerelektrode der jenigen der beiden Stufen, welche die Zündimpulse für die Entladungsstrecken für die entgegengesetzte Halbwelle des Einphasenstromes auslöst.
Bei einer Ausführungsart der erfindungsgemässen Schaltung ist das genannte Schaltrriittel ein vom Ein phasenstrom erregtes polarisiertes Relais mit einem Umschaltekontakt. Der Umschaltekontakt schliesst die Steuerimpulsausgangsleitung während jeder Halb welle des Einphasenstromes an diejenige der beiden Stufen der Ringzählerschaltung an, welche die Zünd- Impulse für die Entladungsstrecken für die entgegen gesetzte Halbwelle des Einphasenstromes auslöst.
Bei einer anderen Ausführungsart der erfindungs gemässen Schaltung ist jede der beiden einander dia metral gegenüberliegenden Stufen der Ringzählschal- tung über ein Impulstor an die Steuerimpulsausgangs- leitung angeschlossen. Eine von der Halbwellen richtung des Einphasenstromes abhängige bistabile Vorrichtung öffnet unter der Wirkung jeder Halb welle des Einphasenstromes dasjenige Impulstor, das zwischen der Steuerimpulsausgangsleitung und der jenigen Stufe der Ringzählschaltung angeordnet ist, welche die Zündimpulse für die Entladungsstrecken für die entgegengesetzte Halbwellenrichtung auslöst.
Die bistabile Vorrichtung ist vorzugsweise ein bi- stabiler Multivibrator.
Die genannten Schaltmittel sind mit dem Ein phasenstromkreis zweckmässig mittels einer Vorrich tung verbunden, welche durch Schaltvorgänge im Einphasenstromkreis entstehende Selbstinduktions- spannungen nicht überträgt. Diese Vorrichtung kann ein Integrationsglied enthalten.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in seinen wesentlichen Teilen beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt den Teil der Schaltung einer Drei phasen-Schweissmaschine, welcher zur Erzeugung des Einphasenstromes aus dem Dreiphasenstrom und zur Steuerung des Einphasenstromes dient.
Fig.2 zeigt eine Variante zu einem Teil der Schaltung nach Fig. 1.
In Fig. 1 sind die drei Leitungen eines Dreh stromnetzes mit R, S und T bezeichnet. Die Leitung R ist mittels zweier antiparallel geschalteter Ignitrons 11 und 16, die Leitung S mittels zweier antiparallel geschalteter Ignitrons 12 und 15, die Leitung T mit tels zweier antiparallel geschalteter Ignitrons 13 und 14 mit dem einen Ende der Primärwicklung 21 des Schweisstransformators 2 verbunden. Dabei sind an dieses Ende der Wicklung 21 die Kathoden 112, 122, 132 der Ignitrons 11, 12, 13 und die Anoden 141, 151, 161 der Ignitrons 14, 15, 16 an geschlossen.
Das andere Ende der Wicklung 21 steht mit dem Sternpunkt 0 des Drehstromnetzes in Verbindung. Der Schweisstransformator 2 hat einen Kern 20 und eine Sekundärwicklung 22, welche den Schweisskreis 23 speist. Die Anode 111 des Ignitrons 11 ist mit der Anode 311 eines Thyratrons 31, und die Zündelektrode 113 des Ignitrons 11 ist mit der Kathode 312 des Thyratrons 31 verbunden. Im Git terkreis des Thyratrons 31 liegt die Sekundärwicklung 313 eines Transformators 314 in Reihe mit einer Gittervorspannungsquelle 315.
Das eine Ende der Primärwicklung 316 des Transformators 314 steht mit der Anode 411 einer Kaltkathodenröhre 41 in Verbindung. Das andere Ende der Primärwicklung 316 erhält eine Rechteckspannung R414, welche in Phase mit der Anodenspannung des Thyratrons 31 und des Ignitrons 11 ist. Die Vorrichtung zur Erzeu gung dieser Rechteckspannung ist nicht dargestellt.
In derselben Weise, wie dem Ignitron 11 das Thyratron 31 mit dem Transformator 314 und der Gittervorspannungsquelle <B>315</B> sowie die Kaltkatho- denröhre 41 und die nicht dargestellte Vorrichtung zur Erzeugung der Rechteckspannung R414, die in Phase mit der Anodenspannung des Thyratrons 31 und des Ignitrons 11 liegt, zugeordnet sind, ist auch den Ignitrons 12, 13, 14, 15, 16 je ein Thyratron 32, 33, 34, 35,
36 mit einem Transformator und einer Gittervorspannungsquelle sowie eine Kaltkathoden röhre 42, 43, 44, 45, 46 und eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Rechteckspannung R424, R434, R444, R454, R464, die in Phase mit der Anoden spannung des Thyratrons und des Ignitrons liegt, zu geordnet.
Die Zündelektrode 413 der Röhre 41 steht über einen Kondensator 414 mit einer nicht dargestellten Vorrichtung in Verbindung, welche Impulse 415 lie fert, die in einer einstellbaren Phasenlage zum Ein phasenstrom sind und dazu dienen, eine sogenannte Anschnittsteuerung des Einphasenstromes zu erzielen. In entsprechender Weise werden auch den Zündelek- troden der Röhren 42, 43, 44, 45, 46 entsprechende Impulse 425, 435, 445, 455, 465 zugeführt. Jede der Röhren 41, 42, 43, 44, 45, 46 zündet jedoch nur dann, wenn ausser diesen Impulsen noch eine positive Vor spannung an ihrer Zündelektrode 413, 423, 433, 443, 453, 463 liegt.
Diese Vorspannung wird in weiter unten beschriebener Weise erzeugt und über je einen Widerstand 416, 426, 436, 446, 456, 466 zugeführt.
Die Steuerschaltung, welche die Ignitrons 11, 12, 13, 14, 15, 16 gemäss der Frequenz des Einphasen stromes steuert, ist als Ringzählerschaltung 5 aus gebildet. Diese Ringzählerschal'tung enthält vier Kalt kathodenröhren 51, 52, 53, 54, die über einen ge meinsamen Widerstand 50 an ein positives Potential angeschlossen sind. Die Kathode jeder dieser Kalt kathodenröhren liegt über einen Widerstand, der mit tels eines Kondensators überbrückt ist, am negativen Pol der Quelle des erwähnten positiven Potentials.
Beispielsweise liegt die Kathode 512 der Kaltkatho- denröhre 51 über einen Widerstand 515, der mittels eines Kondensators 516 überbrückt ist, am negativen Pol des erwähnten positiven Potentials. Die Kathode 512 der Röhre 51 ist über einen Zeitgeber 517 mit der Zündelektrode 523 der Röhre 52, die Kathode 522 der Röhre 52 über einen Zeitgeber 527 mit einer Zündelektrode 533 der Röhre 53 und die Kathode 532 der Röhre 53 ist über einen Zeitgeber 537 mit der Zündelektrode 543 der Röhre 54 verbunden. Ausserdem ist die Kathode 542 der Röhre 54 über einen Zeitgeber 547 mit einer Zündelektrode 513 der Röhre 51 verbunden. Auf diese Weise ist mittels der Röhren 51, 52, 53, 54 eine Ringzählerschaltung ge bildet.
Aus zeichnerischen Gründen sind die Röhren 51, 52, 53, 54 nicht in einer ringförmigen Anordnung dargestellt. In der ringförmigen Anordnung würden die Röhren 51 und 53 sowohl als auch die Röhren 52 und 54 einander diametral gegenüber im Ring an geordnet sein. Die Kathode 512 der Röhre 51 steht über ein Tor 61, welches einen Widerstand 611 als Längsglied und ein Ventil 612 als Querglied enthält, und über je einen Widerstand 416, 426, 436 mit den Zündelektroden 413, 423, 433 der Röhren 41, 42, 43 in Verbindung.
In entsprechender Weise steht die Kathode 532 der Röhre 53, welche bei ringförmiger Darstellung der Ringzählerschaltung 5 der Röhre 51 gegenüberstehen würde, über ein Tor 62, welches einen Widerstand 621 als Längsglied und ein Ventil 622 als Querglied enthält, und über je einen Wider stand 446, 456, 466 mit den Zündelektroden 443, 453, 463, der Röhren 44, 45, 46 in Verbindung.
Da die Röhren 41, 42, 43 den Ignitrons 11, 12, 13 zu geordnet sind, deren Kathoden 112, 122, 132 mit der Primärwicklung 21 des Schweisstransformators 2 in Verbindung stehen, während die Röhren 44, 45, 46 den Ignitrons 14, 15, 16 zugeordnet sind, deren An oden 141, 151, 161 mit der Primärwicklung 21 des Schweisstransformators 2 in Verbindung stehen, ist auf diese Weise jeder der beiden einander diametral gegenüberliegenden Stufen der Ringzählschaltung mit den Röhren 51 bzw. 53 eine Halbwellenrichtung des Einphasenstromes im Schweisstransformator 2 zu geordnet.
Jede der beiden Röhren 51 und 53 hat eine zweite Zündelektrode 514 bzw. 534, welche über einen Verstärker 713 bzw. 723 und ein Impulstor 71 bzw. 72 mit einer Steuerimpulsausgangsleitung 81 eines Steuergerätes 8 verbunden ist, welches für jedes Einschalten des Einphasenstromes einen positiven Steuerimpuls 811 an die Steuerimpul'sleitung 81 liefert.
Jedes der Impulstore 71 und 72 enthält ein Ventil 711 bzw. 721 und einen Widerstand 712 bzw. 722 und ist von einer der beiden Stufen eines bistabilen Multivibrators 9 gesteuert. Dieser Multivibrator ist eine nur teilweise dargestellte Flip-Flop-Schaltung bekannter Art mit zwei Kaltkathodenröhren 91 und 92, deren Anoden 911 und<B>921</B> über einen gemein samen Widerstand 90 an einem positiven Potential liegen.. Die Kathode 912 bzw. 922 jeder dieser Röh ren 91 und 92 liegt über einen Widerstand 915 bzw. 925, der mittels eines Kondensators 916 bzw. 926 überbrückt ist, am negativen Pol der Quelle dieses Potentials.
Die Steuerspannung für das Impulstor 71 ist an der Kathode 912 der Röhre 91, und die Steuer spannung für das Impulstor 72 ist an der Kathode 922 der Röhre 92 abgenommen.
Die Flip-Flop-Schaltung 9 steht mit der Leitung des Einphasenwechselstromkreises, welche die Ka thoden 112, 122, 132 der Ignitrons 11, 12, 13 und die Anoden 141, 151, 161 der Ignitrons 14, 15, 16 miteinander verbindet, über ein Integrationsglied 93 in Verbindung.
Mittels dieser Verbindung ist die Flip-Flop-Schaltung 9 so gesteuert, dass unter der Wirkung jeder (durch die Ignitrons 11, 12, 13 flie- ssenden)positiven Halbwelle d'es Einphasenstromes die Röhre 92 gezündet und die Röhre 91 gelöscht wird, und dass unter der Wirkung jeder (durch die Ignitrons 14, 15, 16 fliessenden) negativen Halbwelle des Ein- phasenstromes die Röhre 91 gezündet und die Röhre 92 gelöscht wird.
Das Steuergerät 8 liefert ausserdem an einer Steuerleitung 82 eine positive Steuerspannung, welche so lange vorhanden ist, wie der Einphasenwechsel- strom fliessen soll. Diese Steuerspannung dient zur Steuerung der beiden Impulstore 61 und 62.
Zur Erklärung der Wirkungsweise dieser Schal tung sei zunächst angenommen, dass der Einphasen strom mittels eines an der Steuerimpulsausgangs- leitung81 geliefertenSteuerimpulses eingeschaltetwor- den ist, so dass das Steuergerät 8 nur noch die Steuer spannung an der Leitung 82 liefert. In der Ringzäh lerschaltung 5 brennt dann jeweils eine der Röhren 51, 52, 53, 54 eine bestimmte Zeit, löscht dann, und gleichzeitig zündet die nächste dieser Röhren, brennt wieder eine vorbestimmte Zeit, löscht dann und gleichzeitig zündet wieder die nächste dieser Röhren.
Die Brennzeiten der Röhren sind durch die Zeitgeber 517, 527, 537, 547 bestimmt. Während die Röhre 51 brennt, hat ihre Kathode 512 ein positives Potential, welches dem Eingang des Tores 61 zugeführt wird. Unter der Wirkung der positiven Steuerspannung an der Leitung 82 ist das Ventil<B>612</B> des Tores 61 ge sperrt, und dieses Tor ist also offen, so dass das Potential der Kathode 512 der Röhre 51 über den Widerstand 611 und je einen der Widerstände 416, 426, 436 an die Zündelektrode 413, 423, 433 jeder der Röhren 41, 42, 43 gelangt. Die Zündelektroden dieser Röhren sind also positiv vorgespannt, solange die Röhre 51 brennt und das.
Steuergerät 8 die Steuer spannung an der Leitung 82 liefert, welche das Tor 61 öffnet. Es zündet dann jede der Röhren 41, 42, 43, sobald sie über den Kondensator 414 bzw. 424 bzw. 434 den für die Anschnittsteuerung massgeben den Impuls 415, 425, 435 erhält, wenn gleichzeitig die Rechteckspannung R414, R424, R434, welche in Phase mit der Anodenspannung des zugeordneten Thyratrons 31 bzw. 32 bzw. 33. ist, vorhanden ist.
Sobald der Anodenstrom einer dieser Röhren 41, 42, 43- einsetzt, zündet das dieser Röhre zugeordnete Thyratron 31 bzw. 32 bzw. 33. Dadurch wird die Zündelektrode<B>113</B> bzw. 123 bzw. 133 des diesem Thyratron zugeordneten Ignitrons 11 bzw. 12 bzw. 13 positiv, so dass dieses Ignitron zündet. Auf diese Weise wird mittels der Ignitrons 11, 12, 13 die posi tive Halbwelle des Einphasenstromes. im Transfor mator 2 aus den drei Phasen R, S, T gewonnen.
Weil bei brennender Röhre 51 die anderen Röhren 52, 53, 54 der Ringzählerschaltung gelöscht sind, hat die Kathode 532 der Röhre 53 kein positives Potential, so dass die Zündelektroden 443, 453, 463 der Röhren 44, 45, 46 keine Vorspannung erhalten und diese Röhren nicht zünden können und auch die ihnen zugeordneten Thyratrons 34, 35, 36 und Ignitrons 14, 15, 16 gelöscht bleiben.
Nachdem die Röhre 51 des Steuerringes löscht (wobei die Röhre 52 zündet), erhalten die Zündelek- troden 413, 423, 433 der Röhren 41, 42, 43 keine Vorspannung mehr. Diese Röhren löschen dann am Ende des Rechteckimpulses R414 bzw. R424 bzw. R434. Die Thyratrons 31, 32, 33 und Ignitrons 11, 12, 13 löschen dann anschliessend, sobald! die Phasen spannung der ihnen zugeordneten Phase die Lösch- spannung dieser Röhren bzw. Ignitrons unterschrei tet.
Die Ignitrons 11, 12, 13 führen also auch nach dem Löschen der Röhre 51 noch so lange Anoden strom, bis die Spannung der Phase, welcher sie zu geordnet sind, ihre Löschspannung unterschreitet. Beim Löschen der Röhre 51 der Ringzählerschaltung 5 zündet die Röhre 52.
Diese Röhre löscht dann wieder nach einer mit tels des Zeitgebers 527 bestimmten Zeit, wobei gleichzeitig die Röhre 53 zündet und deren Kathode 532 positiv wird. Das Kathodenpotential dieser Röhre 53 liegt an den Zündelektroden 443, 453, 463 der Röhren 44, 45, 46, da das Tor 62 geöffnet ist, weil die Steuerspannung an der Leitung 82 das Ventil 622 sperrt. Es zündet dann jede der Kaltkathodenröhren 44, 45, 46, sobald sie ihren Impuls und ihre Recht eckspannung 445 und 444 bzw. 455 und 454 bzw. 465 und 464 erhält. Dadurch wird dann jeweils das der betreffenden Kaltkathodenröhre 44 bzw. 45 bzw.
46 zugeordnete Thyratron 34 bzw. 35 bzw. 36 und das diesem Thyratronzugeordnete Ignitron 14bzw.15bzw. 16 gezündet. Diese Ignitrons 14, 15, 16 führen die negative Halbwelle des. Einphasenstromes. Eine mit tels des Zeitgebers 537 bestimmte Zeit nach dem Zün den der Röhre 53 löscht diese Röhre, wobei gleich zeitig die Röhre 54 zündet. Beim Löschen der Röhre 53 verschwindet die Vorspannung an den Zündelek troden 443, 453, 463 der Röhren 44, 45, 46.
Jede dieser Röhren brennt dann nur noch bis zum Ende der Rechteckspannung R444 bzw. R454 bzw. R464, und jedes der Thyratrons 34, 35, 36 und der Igni- trons 14, 15, 16 brennt dann nur noch so lange, bis die diesem Thyratron bzw. Ignitron zugeordnete Pha senspannung die Löschspannung des Thyratrons bzw. Ignitrons unterschreitet.
Eine mittels des Zeitgebers 547 bestimmte Zeit nach dem Zünden der Röhre 54 der Ringzählerschaltung 5 löscht diese Röhre, wobei gleichzeitig die Röhre 51 zündet und der beschriebene Vorgang sich wiederholt, indem wieder eine positive Halbwelle des Einphasenstromes ausgesteuert wird.
Da in jedem Augenblick eine oder zwei der Lei tungen. R, S, T eine positive Spannung gegenüber dem Sternpunkt 0 und zwei oder eine dieser Leitun gen ein:. negative Spannung gegenüber dem Stern punkt haben, ist die Frequenz des Einphasenwechsel- stromes im wesentlichen beliebig mittels der Zeitgeber 517, 527, 537, 547 wählbar. Bei einer Schweiss maschine der beschrieb nen Art wird die Frequenz des Einphasenstromes in der Regel kleiner als die Frequenz des Drehstromes. sein.
Unter der Wirkung jeder positiven Halbwelle des Einphasenstromes wird die Röhre 92 der Flip-Flop- Schaltung 9 gezündet und gleichzeitig deren Röhre 91 gelöscht, und unter der Wirkung jeder negativen Halbwelle des Einphasenstromes wird die Röhre 91 gezündet und gleichzeitig die Röhre 92 gelöscht. Wenn die Röhre 92 brennt, hat ihre Kathode 922 ein positives Potential, welches das Ventil 721 des Im pulstores 72 sperrt und auf diese Weise dieses Im pulstor öffnet. Dieses Impulstor 72 wird also während jeder positiven Halbwelle des Einphasenwechselstro- mes geöffnet.
Gleichzeitig ist das Impulstor 71 ge sperrt, weil das Ventil 711 keine gegen seine Durch lassrichtung gerichtete Spannung von der Kathode 912 der nicht brennenden Röhre 91 erhält und daher einen Kurzschluss für einen eventuell aus der Steuer impulsl.eitung 81 kommenden Impuls 811 darstellt. Entsprechend wird unter der Wirkung jeder negativen Halbwelle des Einphasenstromes das Impulstor 72 gesperrt und das Impulstor 71 geöffnet, weil die negative Halbwelle des Einphasenwechselstromes das Löschen der Röhre 92 und das Zünden der Röhre 91 bewirkt.
Zum Ausschalten des Einphasenwechselstromes wird die Steuerspannung auf der Leitung 82 unter brochen. Sobald diese Steuerspannung ausfällt, er halten die Ventile 612 und 622 der Tore 61 und 62 keine gegen ihre Durchlassrichtung gerichtete Span nung mehr, so dass die Tore 61 und 62 geschlossen sind, weil ihr Ausgang für das positive Kathoden potential der Röhre 51 bzw. 53 kurzgeschlossen ist. Dann erhalten die Zündelektroden 413, 423, 433, 443, 453, 463 der Kaltkathodenröhren 41, 42, 43, 44, 45, 46 keine Vorspannung mehr und diese Röh ren können unter der Wirkung der Impulse 415, 425, 435, 445, 455, 465 und der RechteckspannungenR414, R424, R434, R444, R454, R464 nicht mehr zünden.
Diejenige dieser Röhren, welche beim Abschalten der Steuerspannung gerade brennt, löscht, sobald die in ihren Anodenkreis wirksame Rechteckspannung beendet ist. Es kann dann keines der Thyratrons 31, 32, 33, 34, 35, 36 und der mittels dieser Thyratrons gesteuerten Ignitrons 11, 12, 13, 14, 15, 16 mehr zünden und das gerade brennende Thyratron und Ignitron löschen, sobald die Spannung der Phase, welcher dieses Thyratron und Ignitron zugeordnet sind, die Löschspannung dieses Thyratrons bzw.
Ignitrons unterschreitet.
Dadurch wird der Einphasenstrom unterbrochen, wobei die Flip-Flop-Schaltung 9 in dem durch die letzte Halbwellenrichtung des Einphasenwechselstro- mes bestimmten Zustand bleibt. War die letzte Halb welle des Einphasenwechselstromes eine positive Halbwelle, so brennt also die Röhre 92, während die Röhre 91 gelöscht ist. Dann ist das Impulstor 72 geöffnet und das Impulstor 71 gesperrt. War jedoch die letzte Halbwelle des Einphasenstromes eine negative Halbwelle, so brennt die Röhre 91, und die Röhre 92 ist gelöscht, so dass das Tor 72 gesperrt und das Tor 71 geöffnet ist.
Zur Einschaltung des Einphasenwechselstromes liefert das Steuergerät 8 im Einschaltmoment einen Steuerimpuls 811 an der Steuerimpulsausgangsleitung 81 und vom Einschaltmoment an bis zum Wiederaus schalten eine Steuerspannung an der Leitung 82. War die letzte Halbwelle des Einphasenwechsel- stromes eine positive Halbwelle, so wurde unter deren Wirkung die Flip-Flop-Schaltung 9 wie er wähnt in den Zustand gebracht, in dem die Röhre 91 gelöscht ist und die Röhre 92 brennt, so dass das Tor 71 gesperrt und das Tor 72 geöffnet ist. Der Steuer impuls 811 gelangt dann durch das geöffnete Tor 72 und den Verstärker 723 an die Zündelektrode 534 der Röhre 53. Diese Röhre zündet dann.
Gleichzeitig hat die Steuerspannung an der Leitung 82 die beiden Tore 61 und 62 geöffnet. Die Kathode der Röhre 53 liefert dann durch das geöffnete Tor 62 hindurch eine positive Vorspannung an die Zündelektroden 443, 453, 463 der Röhren 44, 45, 46. Jede dieser Röhren zündet darin unter der Wirkung des ihr zu geordneten Impulses und der ihr zugeordneten Recht eckspannung 445 und R444 bzw. 455 und R454 bzw. 465 und R464. Auf diese Weise wird eine nega tive Halbwelle des Einphasenwechselstromes ge steuert.
Die Ringzählerschaltung 5 schaltet dann auf die Röhre 54 weiter, wonach die Röhren 44, 45, 46 Thyratrons 34, 35, 36 und Ignitrons 14, 15, 16 dann in derselben Weise löschen, wie das oben für die Röhren 41, 42, 43, Thyratrons 31, 32, 33 und Igni- trons 11, 12, 13 beschrieben wurde. Die Ringzähler schaltung schaltet dann auf die Röhre 54 und dann auf die Röhre 51 weiter. Die Röhre 51 steuert an schliessend wieder eine positive Halbwelle des Ein phasenstromes. Beim Weiterschreiten der Ringzähler schaltung über die Röhre 52 zur Röhre 53 wird dann wieder eine negative Halbwelle des Einphasen stromes gesteuert und so fort.
Dieser Vorgang wie derholt sich so lange, wie die Steuerspannung an der Leitung 82 aufrechterhalten wird.
War die letzte Halbwelle des Einphasenwechsel- stromes vor dem Ausschalten eine negative Halb welle, so brennt nach dem Ausschalten des Einpha senstromes die Röhre 91 der Flip-Flop-Schaltung, während die Röhre 92 gelöscht ist. Dann ist das Im pulstor 71 geöffnet und das Impulstor 72 gesperrt.
Beim Einschalten des Einphasenstromes gelangt dann der Steuerimpuls 811 durch das geöffnete Impulstor 71 und den Verstärker 713 an die Zündelektrode 514 der Röhre 51, so dass diese Röhre zündet, welche durch das unter der Wirkung der Steuerspannung an der Leitung 82 geöffnete Tor 61 eine positive Ver spannung für die Zündelektroden 413, 423, 433 der Röhren 41, 42, 43 liefert, welche eine positive Halb welle des Einphasenstromes mittels der Thyratrons 31, 32, 33 und Ignitrons 11, 12, 13 steuern.
Beim Einschalten beginnt also der Einphasen strom stets mit einer Halbwelle, deren Richtung ent gegengesetzt zur Richtung der Halbwelle ist, bei wel cher der Einphasenstrom ausgeschaltet wurde. Da durch wird beim Einschalten des Einphasenstromes jedesmal der Kern 20 des Schweisstransformators 2 ummagnetisiert, wobei die Änderung der Induktion eine starke Gegenspannung hervorruft. Ein Ein schaltüberstrom wird auf diese Weise sicher ver mieden. Die Ringzählerschaltung 5 kann während der Pausen des Einphasenstromes weiterlaufen.
Ist die Pause zwischen dem Ausschalten und dem Einschal ten des Einphasenstromes nicht gleich einem ganz- zahligen Vielfachen der Periodendauer des Ein phasenstromes, so brennt eine der drei Röhren 52, 53, 54, wenn beim Einschalten die Röhre 51 ge zündet wird bzw. es brennt eine der drei Röhren 51, 52, 54, wenn beim Einschalten die Röhre 53 gezün det wird.
Das Zünden der Röhre 51 bzw. 53 hat dann zur Folge, dass die brennende Röhre löscht, das. heisst, dass die Ringzählerschaltung alle die Stufen von der brennenden Röhre bis zur gezündeten Röhre 51 bzw. 53 überspringt. Die Ringzählerschaltung kann je doch auch beim Ausschalten des Einphasenstromes abgeschaltet werden. In diesem Falle beginnt dann der schrittweise Schaltvorgang der R:ingzählcrschal- tung beim Einschalten mit der Röhre 51 bzw. 53.
Das Integrationsglied 93, über welches die Flip- Flop-Schaltung vom Einphasenstrom gesteuert wird, dient dazu, Spannungsspitzen, welche beim Einschal ten des Schweisstransformators 2 oder durch Vor gänge in dessen Sekundärkreis 23 entstehen, von der Flip-Flop-Schaltung 9 fernzuhalten. Solche Span nungsspitzen könnten die Abhängigkeit des Zustan des der Flip-Flop-Schaltung vom Einphasenstrom stören.
An Stelle der Flip-Flop-Schaltung 9 und der beiden Impulstore 71 und 72 kann ein polarisiertes Relais Verwendung finden. Fig. 2 zeigt den auf diese Weise modifizierten Teil der Schaltung nach Fig. 1. Dabei sind gleiche Teile in Fig. 1 und Fig. 2 mit den selben Bezugsziffern bezeichnet. In Fig.2 liegt in Serie mit dem Schweisstransformator 2 ein Wider stand 24, an dessen Enden die Wicklung 251 des polarisierten Relais 25 angeschlossen ist.
Das polari sierte Relais 25 hat einen Umschaltekontakt, welcher durch eine Zunge 252 und> zwei Kontaktstücke 253 und 254 gebildet ist.-Die Zunge 252 steht mit der Steuerimpulsleitung 81 in Verbindung. Das Kontakt stück 253 ist mit dem Eingang des Verstärkers 713 verbunden, dessen Ausgang an die Zündelektrode 514 der (in Fig. 2 nicht dargestellten) Röhre 51 an geschlossen ist, während das Kontaktstück 254 mit dem Eingang des Verstärkers 723 verbunden ist, dessen Ausgang an die Zündelektrode 534 der (in Fig. 2 nicht d'argestel'lten) Röhre 53 angeschlossen ist.
Die Erregerwicklung <B>251</B> des polarisierten Relais. 25 ist so gepolt, dass die Zunge 252 unter der Wirkung jeder positiven Halbwelle des Einphasenstromes an das Kontaktstück 254 und unter der Wirkung jeder negativen Halbwelle des Einphasenwechselstromes an das Kontaktstück 253 angelegt wird.
Die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig.2 entspricht derjenigen der Schaltung nach Fig. 1 mit dem einzigen Unterschied, dass die Steuerimpul's- ausgangsleitung 81 nicht mittels der von der Flip- Flop-Schaltung 9 gesteuerten Impulstore 71 und 72,
sondern mittels der von der Erregerwicklung 251 betätigten Zunge 252 unter der Wirkung jeder posi tiven Halbwelle des Einphasenwechselstromes mit der zweitenZündelektrode 534 derRöhre 53 und unter der Wirkung jeder negativen Halbwelle des Einpha senstromes mit der zweiten Zündelektrode 514 der Röhre 51 verbunden wird.