CH373546A - Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem Werkstoff - Google Patents

Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem Werkstoff

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CH373546A
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CH103161A
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Kenngott Hans-Dieter
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Wilhelm Kenngott Fa
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Description


  Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem     Werkstoff       Die     Erfindung    bezieht sich auf eine Treppe mit  einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem  Werkstoff. Bekannte Treppen dieser Art sind die so  genannten freitragenden Treppen, bei denen die freien  Enden der Treppenstufen nicht miteinander verbun  den sind. Diese Treppen sind architektonisch sehr  schön, sind jedoch in der     Verlegung    verhältnismässig  teuer, weil diese Treppen beim Hochziehen der Trep  penwand bereits     mitverlegt    werden müssen. Deshalb  müssen die Treppenstufen auch beim Verlegen bzw.  Hochziehen der Treppenhauswand auf einem beson  deren Stützgerüst     abgestützt    werden.  



  Auch sind Steintreppen mit einseitig eingespann  ten Treppenstufen bekannt, die an ihrem freien Ende  durch einen mittragenden Verband miteinander ver  bunden sind, beispielsweise Wendel- oder Spindel  treppen, bei denen der am freien Ende mittragende  Verband durch die in der Achse der Treppe verlau  fende Säule gebildet wird. Auch sind schon Treppen  mit einseitig eingespannten Treppenstufen bekannt  geworden, die an ihrem freien Ende durch eine Trep  penwange miteinander verbunden sind.  



  Die Erfindung setzt eine Treppe mit einseitig ein  gespannten Stufen als bekannt voraus, die an ihren  freien Enden durch einen mittragenden Verband mit  einander verbunden sind. Die Erfindung besteht darin,  dass dieser Verband aus Stahlbolzen besteht, die zwi  schen je zwei benachbarte Stufen und zwischen die  äusseren Stufen und dem jeweils benachbarten Podest  als Abstandhalter eingesetzt sind und die einzige tra  gende Verbindung zwischen den freien Enden der  Treppenstufen und zwischen diesen und den Podesten  bilden.  



  Die erfindungsgemässe Treppe hat gegenüber den  vollständig freitragenden Treppen den Vorteil,. dass  nicht die gesamte Belastung der Treppenstufe in die  Mauer abgeleitet werden muss, sondern z. B. etwa ein    Drittel der Belastung von dem unteren Podest und ein  weiteres Drittel der Belastung von dem oberen Podest  aufgenommen     wird.    Daher brauchen bei der     erfin-          dungsgemässen    Treppe die Stufen nur noch z.

   B. etwa  5 cm in die Wand eingelassen zu werden.     Hieraus     ergibt sich der weitere Vorteil, dass derartige Aus  sparungen     mit        Hilfe        einer    Mauerfräse     nachträglich    in  die     fertig    hochgezogene Wand eingefräst werden kön  nen, ohne dass die Wand während des Einsetzens des  ganzen Treppenlaufes, also während der Montage der  Treppe, unzulässig geschwächt wird. Dabei kann auf  ein Gerüst völlig verzichtet werden, weil die Treppen  stufen, sobald sie montiert sind,     zur    Montage der  nächstfolgenden Treppenstufe begehbar sind. Ein sol  ches Montageverfahren ist bei freitragenden Treppen  nicht möglich.  



  Bei freitragenden Treppen muss im obersten  Stockwerk auf der Tragwand stets noch eine zusätz  liche Auflast vorhanden sein, damit die in die Wand       eingespannten    Stufen bei Belastung nicht ausbrechen.  Da bei der     erfindungsgemässen    Treppe die Wand nur       einen    Teil, z. B. etwa ein Drittel, dieser Belastung auf  nehmen muss, ist eine derartige Auflast im oberen  Stockwerk     nicht    mehr in jedem Falle     erforderlich,     vielmehr genügt in den meisten Fällen die in diesem  Stockwerk bereits vorhandene Zwischenwand des       Stockwerkaufbaues.     



  Die vielen Vorteile gegenüber einer freitragenden  Treppe werden ohne Einbusse der architektonischen  Wirkung erzielt. Die ästhetische Wirkung der erfin  dungsgemässen Treppe ist im wesentlichen die gleiche  wie die einer völlig freitragenden Treppe.  



  Gegenüber denjenigen Treppen, deren Stufen  zwar in der Wand eingespannt sind, die aber an den  freien Enden der Treppenstufen eine Treppenwange  aufweisen, hat die erfindungsgemässe Treppe nicht nur  den     Vorteil,    dass sie wesentlich schöner aussieht und      in ihrer Schönheit und ästhetischen Wirkung     einer     freitragenden Treppe     gleichkommt,    sondern insbeson  dere auch den Vorteil, dass keine dem Abstandsmass  und der     Höhendifferenz    der einzelnen Podeste genau  entsprechende Treppenwangen angefertigt werden  müssen.

   Bei der erfindungsgemässen Treppe ist es viel  mehr möglich, durch entsprechende Anordnung der  die     Abstandshalter    aufnehmenden Bohrungen, die  zweckmässig erst auf der Baustelle gebohrt werden,  vorhandene Differenzen auszugleichen.  



  Gegenüber denjenigen Treppen, die lediglich mit  Steinplatten belegt sind und bei denen der gesamte  Treppenlauf     vorbetoniert    werden muss, hat die erfin  dungsgemässe Treppe den Vorteil, dass der gesamte  Treppenlauf vorgefertigt zur Baustelle kommen und  in dem vorerwähnten einfachen Verfahren verlegt  werden kann. Dadurch, dass bei der erfindungsge  mässen Treppe kein Betonlauf erforderlich ist, ist bei  gegebener     Stockwerkshöhe    der Abstand zu einer dar  überliegenden Treppe grösser als bei den vorgenann  ten bekannten Treppen.  



  Wegen der nur kurzen     Abstandshalter    zwischen  den einzelnen Stufen hat die erfindungsgemässe Treppe  auch feuerhemmende Eigenschaften. Schliesslich ist  die Treppe im     Gegensatz    zu anderen Treppen noch  während der Montage sofort begehbar.     Ferner    lassen  sich die gleichen     Stufen    für verschiedene Steigungs  verhältnisse verwenden, es muss lediglich die Ausspa  rung an der Wand und der     Abstandshalter    entspre  chend ausgeführt werden, sofern dieser nicht verstell  bar ist.  



  In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der  erfindungsgemässen Treppe dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt ein Schaubild der erfindungsgemässen  Treppe,       Fig.    2 eine Vorderansicht in verkleinertem Mass  stab.  



       Fig.    3 zeigt einen     Abstandshalter    in einem grösse  ren Massstab als     Fig.    1, und       Fig.    4- zeigt einen abgeänderten     Abstandshalter.     Die dargestellte Treppe besteht aus Stufen 1 aus  Marmor, Kunststein,     Edelholz,    Kunststoff oder der  gleichen nichtmetallischen Werkstoffen, die in einer  Tragwand 2 einseitig eingespannt sind. An dem freien  Ende sind zwischen je zwei     benachbarten    Stufen bzw.  die Stufe und das angrenzende Podest     Abstandshalter     3 eingesetzt.

   Bei normalen Stufen mit etwa 1 bis  1,10 m Länge     beträgt    die     Einspanntiefe    in der Trag  wand 2     etwa    5 cm. Die     Stufen    werden stets vorge  fertigt auf die Baustelle angeliefert. Mittels einer       Mauerfräse    wird in der Wand die zum Auflagern not  wendige Aussparung ausgefräst. Die Stufe wird dann  in den so     entstandenen        Schlitz    eingeführt, auf richtige  Höhe gesetzt, mit     hochwertigem        Portland-Zement     oder     einem    anderen Bindemittel -verfugt und mit Spe  zialkeilen verspannt.

   Gleichzeitig wird der Abstands  halter     eingepasst.     



  Bei der dargestellten     Ausführungsform    der Erfin  dung sind die     Abstandshalter    in ihrer Höhe verstell  bar ausgebildet. Nach     Fig.    3 ist     in    der unteren Stufe 1    eine Gewindehülse 4 bei der Herstellung der Stufe  einbetoniert. Der     Abstandshalter    besteht aus einem  Bolzen 5, der an seinem unteren Ende ein Aussen  gewinde 6 und in der Nähe des unteren Endes einen  Flansch 7 trägt. Am oberen Ende besitzt der Bolzen  5 einen Flansch 8 und einen Dorn 9, der in eine Boh  rung der oberen Stufe bzw. des oberen Podestes ein  gesetzt und     darin    verankert wird.

   Diese Bohrung wird  erst auf der Baustelle unter Berücksichtigung der vor  gefundenen Masstoleranzen in die Stufe eingebohrt.  



  Bei der in     Fig.    4 dargestellten Variante besteht  der     Abstandshalter    aus einem     Stahlrohrabschnitt    10,  der an seiner Unterseite durch eine     Flanschplatte    11  abgeschlossen ist, an der     wiederum    ein Dorn 12 be  festigt ist, der in eine Bohrung der unteren Stufe ein  gesetzt wird. In die obere Stufe ist bei dieser Variante  wiederum eine Hülse 13 einbetoniert, die in ihrer  Mitte einen Gewindebolzen 14 mit Aussengewinde  aufweist. Der Rohrabschnitt 10 weist an seinem obe  ren Ende ein Innengewinde 15 auf, mit dem er auf den       Gewindebolzen    14 aufgeschraubt wird.

   Diese Variante  hat den Vorteil, dass sie eine Veränderung der Tritt  höhe ermöglicht, ohne dass ein Gewinde nach aussen  in Erscheinung tritt. Insbesondere können beim Ver  legen der Treppe die Stufen durch entsprechendes  Verschrauben. der     Abstandshalter    in die richtige Höhe  einjustiert werden.  



  Die Aussparungen in der Treppenwand, in die die  Stufen eingesetzt werden, werden zweckmässig beim  Verlegen der Treppe mit Hilfe einer Mauerfräse aus  gefräst. Diese Aussparungen können jedoch auch  durch     Einlegen    von Formkörpern beim Hochziehen  der Wand und     nachheriges    Herausnehmen des Form  körpers gebildet werden, beispielsweise können solche  Formkörper aus Schaumstoff     (Polystyrol-Schaum-          stoff),        Holz,    Blech oder dergleichen bestehen.  



  Zur Verankerung der Enden der     Abstandshalter     kann der Dorn 9 bzw. 12 in der     zu    seiner Aufnahme  bestimmten Aussparung einbetoniert werden. Es ist  auch möglich, statt dessen oder     zusätzlich    die Flansch  platte 8 bzw. 11 mit der benachbarten Fläche zu ver  kleben. Weiterhin könnte beispielsweise die Büchse 13       zur    Aufnahme des     Abstandshalters    10 auch durch die       Stufe    hindurchgeführt sein und an ihrem oberen Ende  nochmals eine Büchse oder ein     Gewindeflanschstück     für die Befestigung eines Geländers aufweisen, dem  eine tragende Funktion nicht zukäme.

   Weitere Varian  ten ergeben sich dadurch, dass die     Flanschplatte    7 in       Fig.    3 lose auf den     Bolzen    5 aufgesteckt und nach  dem     Einjustieren    der Treppe auf die Stufe aufgeklebt  sein oder an den Bolzen 5 angeschweisst werden kann,  damit sie bei jeder Stellung des Bolzens 5 an die  Oberfläche der Stufe zum Anliegen gebracht werden  kann. Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    4 ist  der Dorn 12 durch die     Stufe    hindurchgeführt und  trägt an seinem freien Ende ein Gewinde, auf das  eine Mutter 16 aufgeschraubt ist.  



  Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass die Stufen  5 cm tief in die Wand eingespannt sind. Oft genügt  auch bereits eine Einspannung von nur 3 cm.      Selbstverständlich können gerade und     gewendelte     Treppenläufe beliebiger Form erfindungsgemäss her  gestellt werden.  



  Dadurch, dass in die Wand nur etwa     i/3    der Be  lastung abgeleitet wird, kann die Stufe auf ihrer gan  zen Länge einen schlanken Querschnitt aufweisen.  Dagegen ist bei freitragender Treppe der Querschnitt  mindestens an der Wand wesentlich stärker.  



  Beim Einsetzen der beschriebenen Treppe können  die tatsächlichen Abmessungen des Bauwerkes be  rücksichtigt werden, wogegen bei freitragenden Trep  pen sich die bei der Fertigstellung des Rohbaues auf  tretenden Toleranzen sehr störend auswirken. Die  beschriebene Treppe ist auch wesentlich     vibrations-          ärmer    als eine freitragende Treppe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem Werkstoff, die an ihren freien En den durch einen mittragenden Verband miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Verband aus Stahlbolzen besteht, die zwischen je zwei benachbarte Stufen und zwischen die äusseren Stufen und dem jeweils benachbarten Podest als Abstands halter eingesetzt sind und die einzige tragende Ver bindung zwischen den freien Enden der Treppen stufen und zwischen diesen und den Podesten bilden.
    1I. Verfahren zum Verlegen der Treppe nach Pa tentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ohne Aussparungen hochgezogene Treppenwand nachträg lich mit Aussparungen versehen wird, dass hierauf die Stufen nacheinander in die Aussparungen eingesetzt und an ihren freien Enden durch die Abstandshalter miteinander verbunden werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abstandshalter in ihrer Höhe einstellbar sind. 2.
    Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Stufen Gewindehülsen zur Aufnahme der Abstandshalter vorgesehen sind. 3. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet,. dass die Abstandshalter in der Nähe mindestens eines Endes einen Flansch aufweisen, mit dem sie sich an der Stufe abstützen. 4. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abstandshalter aus einem Rohr stück (10) bestehen, das mindestens an einem Ende ein Innengewinde (15) trägt, und dass dieses Ende des Rohrstückes in eine in der Treppenstufe befestigte Hülse (13) eingreift, in der zentrisch ein Gewinde bolzen (14) sitzt, auf den das Rohrstück mit seinem Innengewinde aufgeschraubt ist. 5.
    Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass an dem Abstandshalter noch eine Büchse für die Befestigung eines Geländers ange ordnet ist. 6. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Flansch des Abstandshalters mit der benachbarten Stufe verklebt ist. 7. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstandshalter an seinem mit einem Flansch versehenen Ende einen Dorn (9, 12) aufweist, der in eine Aussparung der benachbarten Stufe eingreift. B.
    Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dorne (9, 12) durch die Stufe hindurchgeführt sind und an ihrem freien Ende eine Gegenmutter tragen, so dass der Abstandshalter an seinen beiden Enden zug- und druckfest mit der Stufe verbunden ist. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen in der Trep penwand mit Hilfe einer Mauerfräse ausgefräst wer den.
    10. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in die Treppenwand an den Stel len, an denen sie mit Aussparungen versehen werden soll, Formkörper eingelegt werden, die später zum Erzeugen der Aussparungen entfernt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5123210A (en) * 1989-02-26 1992-06-23 Michael Schmidt Flight of stairs

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5123210A (en) * 1989-02-26 1992-06-23 Michael Schmidt Flight of stairs

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