CH373546A - Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem Werkstoff - Google Patents
Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem WerkstoffInfo
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Description
Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem Werkstoff Die Erfindung bezieht sich auf eine Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem Werkstoff. Bekannte Treppen dieser Art sind die so genannten freitragenden Treppen, bei denen die freien Enden der Treppenstufen nicht miteinander verbun den sind. Diese Treppen sind architektonisch sehr schön, sind jedoch in der Verlegung verhältnismässig teuer, weil diese Treppen beim Hochziehen der Trep penwand bereits mitverlegt werden müssen. Deshalb müssen die Treppenstufen auch beim Verlegen bzw. Hochziehen der Treppenhauswand auf einem beson deren Stützgerüst abgestützt werden.
Auch sind Steintreppen mit einseitig eingespann ten Treppenstufen bekannt, die an ihrem freien Ende durch einen mittragenden Verband miteinander ver bunden sind, beispielsweise Wendel- oder Spindel treppen, bei denen der am freien Ende mittragende Verband durch die in der Achse der Treppe verlau fende Säule gebildet wird. Auch sind schon Treppen mit einseitig eingespannten Treppenstufen bekannt geworden, die an ihrem freien Ende durch eine Trep penwange miteinander verbunden sind.
Die Erfindung setzt eine Treppe mit einseitig ein gespannten Stufen als bekannt voraus, die an ihren freien Enden durch einen mittragenden Verband mit einander verbunden sind. Die Erfindung besteht darin, dass dieser Verband aus Stahlbolzen besteht, die zwi schen je zwei benachbarte Stufen und zwischen die äusseren Stufen und dem jeweils benachbarten Podest als Abstandhalter eingesetzt sind und die einzige tra gende Verbindung zwischen den freien Enden der Treppenstufen und zwischen diesen und den Podesten bilden.
Die erfindungsgemässe Treppe hat gegenüber den vollständig freitragenden Treppen den Vorteil,. dass nicht die gesamte Belastung der Treppenstufe in die Mauer abgeleitet werden muss, sondern z. B. etwa ein Drittel der Belastung von dem unteren Podest und ein weiteres Drittel der Belastung von dem oberen Podest aufgenommen wird. Daher brauchen bei der erfin- dungsgemässen Treppe die Stufen nur noch z.
B. etwa 5 cm in die Wand eingelassen zu werden. Hieraus ergibt sich der weitere Vorteil, dass derartige Aus sparungen mit Hilfe einer Mauerfräse nachträglich in die fertig hochgezogene Wand eingefräst werden kön nen, ohne dass die Wand während des Einsetzens des ganzen Treppenlaufes, also während der Montage der Treppe, unzulässig geschwächt wird. Dabei kann auf ein Gerüst völlig verzichtet werden, weil die Treppen stufen, sobald sie montiert sind, zur Montage der nächstfolgenden Treppenstufe begehbar sind. Ein sol ches Montageverfahren ist bei freitragenden Treppen nicht möglich.
Bei freitragenden Treppen muss im obersten Stockwerk auf der Tragwand stets noch eine zusätz liche Auflast vorhanden sein, damit die in die Wand eingespannten Stufen bei Belastung nicht ausbrechen. Da bei der erfindungsgemässen Treppe die Wand nur einen Teil, z. B. etwa ein Drittel, dieser Belastung auf nehmen muss, ist eine derartige Auflast im oberen Stockwerk nicht mehr in jedem Falle erforderlich, vielmehr genügt in den meisten Fällen die in diesem Stockwerk bereits vorhandene Zwischenwand des Stockwerkaufbaues.
Die vielen Vorteile gegenüber einer freitragenden Treppe werden ohne Einbusse der architektonischen Wirkung erzielt. Die ästhetische Wirkung der erfin dungsgemässen Treppe ist im wesentlichen die gleiche wie die einer völlig freitragenden Treppe.
Gegenüber denjenigen Treppen, deren Stufen zwar in der Wand eingespannt sind, die aber an den freien Enden der Treppenstufen eine Treppenwange aufweisen, hat die erfindungsgemässe Treppe nicht nur den Vorteil, dass sie wesentlich schöner aussieht und in ihrer Schönheit und ästhetischen Wirkung einer freitragenden Treppe gleichkommt, sondern insbeson dere auch den Vorteil, dass keine dem Abstandsmass und der Höhendifferenz der einzelnen Podeste genau entsprechende Treppenwangen angefertigt werden müssen.
Bei der erfindungsgemässen Treppe ist es viel mehr möglich, durch entsprechende Anordnung der die Abstandshalter aufnehmenden Bohrungen, die zweckmässig erst auf der Baustelle gebohrt werden, vorhandene Differenzen auszugleichen.
Gegenüber denjenigen Treppen, die lediglich mit Steinplatten belegt sind und bei denen der gesamte Treppenlauf vorbetoniert werden muss, hat die erfin dungsgemässe Treppe den Vorteil, dass der gesamte Treppenlauf vorgefertigt zur Baustelle kommen und in dem vorerwähnten einfachen Verfahren verlegt werden kann. Dadurch, dass bei der erfindungsge mässen Treppe kein Betonlauf erforderlich ist, ist bei gegebener Stockwerkshöhe der Abstand zu einer dar überliegenden Treppe grösser als bei den vorgenann ten bekannten Treppen.
Wegen der nur kurzen Abstandshalter zwischen den einzelnen Stufen hat die erfindungsgemässe Treppe auch feuerhemmende Eigenschaften. Schliesslich ist die Treppe im Gegensatz zu anderen Treppen noch während der Montage sofort begehbar. Ferner lassen sich die gleichen Stufen für verschiedene Steigungs verhältnisse verwenden, es muss lediglich die Ausspa rung an der Wand und der Abstandshalter entspre chend ausgeführt werden, sofern dieser nicht verstell bar ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Treppe dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Schaubild der erfindungsgemässen Treppe, Fig. 2 eine Vorderansicht in verkleinertem Mass stab.
Fig. 3 zeigt einen Abstandshalter in einem grösse ren Massstab als Fig. 1, und Fig. 4- zeigt einen abgeänderten Abstandshalter. Die dargestellte Treppe besteht aus Stufen 1 aus Marmor, Kunststein, Edelholz, Kunststoff oder der gleichen nichtmetallischen Werkstoffen, die in einer Tragwand 2 einseitig eingespannt sind. An dem freien Ende sind zwischen je zwei benachbarten Stufen bzw. die Stufe und das angrenzende Podest Abstandshalter 3 eingesetzt.
Bei normalen Stufen mit etwa 1 bis 1,10 m Länge beträgt die Einspanntiefe in der Trag wand 2 etwa 5 cm. Die Stufen werden stets vorge fertigt auf die Baustelle angeliefert. Mittels einer Mauerfräse wird in der Wand die zum Auflagern not wendige Aussparung ausgefräst. Die Stufe wird dann in den so entstandenen Schlitz eingeführt, auf richtige Höhe gesetzt, mit hochwertigem Portland-Zement oder einem anderen Bindemittel -verfugt und mit Spe zialkeilen verspannt.
Gleichzeitig wird der Abstands halter eingepasst.
Bei der dargestellten Ausführungsform der Erfin dung sind die Abstandshalter in ihrer Höhe verstell bar ausgebildet. Nach Fig. 3 ist in der unteren Stufe 1 eine Gewindehülse 4 bei der Herstellung der Stufe einbetoniert. Der Abstandshalter besteht aus einem Bolzen 5, der an seinem unteren Ende ein Aussen gewinde 6 und in der Nähe des unteren Endes einen Flansch 7 trägt. Am oberen Ende besitzt der Bolzen 5 einen Flansch 8 und einen Dorn 9, der in eine Boh rung der oberen Stufe bzw. des oberen Podestes ein gesetzt und darin verankert wird.
Diese Bohrung wird erst auf der Baustelle unter Berücksichtigung der vor gefundenen Masstoleranzen in die Stufe eingebohrt.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Variante besteht der Abstandshalter aus einem Stahlrohrabschnitt 10, der an seiner Unterseite durch eine Flanschplatte 11 abgeschlossen ist, an der wiederum ein Dorn 12 be festigt ist, der in eine Bohrung der unteren Stufe ein gesetzt wird. In die obere Stufe ist bei dieser Variante wiederum eine Hülse 13 einbetoniert, die in ihrer Mitte einen Gewindebolzen 14 mit Aussengewinde aufweist. Der Rohrabschnitt 10 weist an seinem obe ren Ende ein Innengewinde 15 auf, mit dem er auf den Gewindebolzen 14 aufgeschraubt wird.
Diese Variante hat den Vorteil, dass sie eine Veränderung der Tritt höhe ermöglicht, ohne dass ein Gewinde nach aussen in Erscheinung tritt. Insbesondere können beim Ver legen der Treppe die Stufen durch entsprechendes Verschrauben. der Abstandshalter in die richtige Höhe einjustiert werden.
Die Aussparungen in der Treppenwand, in die die Stufen eingesetzt werden, werden zweckmässig beim Verlegen der Treppe mit Hilfe einer Mauerfräse aus gefräst. Diese Aussparungen können jedoch auch durch Einlegen von Formkörpern beim Hochziehen der Wand und nachheriges Herausnehmen des Form körpers gebildet werden, beispielsweise können solche Formkörper aus Schaumstoff (Polystyrol-Schaum- stoff), Holz, Blech oder dergleichen bestehen.
Zur Verankerung der Enden der Abstandshalter kann der Dorn 9 bzw. 12 in der zu seiner Aufnahme bestimmten Aussparung einbetoniert werden. Es ist auch möglich, statt dessen oder zusätzlich die Flansch platte 8 bzw. 11 mit der benachbarten Fläche zu ver kleben. Weiterhin könnte beispielsweise die Büchse 13 zur Aufnahme des Abstandshalters 10 auch durch die Stufe hindurchgeführt sein und an ihrem oberen Ende nochmals eine Büchse oder ein Gewindeflanschstück für die Befestigung eines Geländers aufweisen, dem eine tragende Funktion nicht zukäme.
Weitere Varian ten ergeben sich dadurch, dass die Flanschplatte 7 in Fig. 3 lose auf den Bolzen 5 aufgesteckt und nach dem Einjustieren der Treppe auf die Stufe aufgeklebt sein oder an den Bolzen 5 angeschweisst werden kann, damit sie bei jeder Stellung des Bolzens 5 an die Oberfläche der Stufe zum Anliegen gebracht werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist der Dorn 12 durch die Stufe hindurchgeführt und trägt an seinem freien Ende ein Gewinde, auf das eine Mutter 16 aufgeschraubt ist.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass die Stufen 5 cm tief in die Wand eingespannt sind. Oft genügt auch bereits eine Einspannung von nur 3 cm. Selbstverständlich können gerade und gewendelte Treppenläufe beliebiger Form erfindungsgemäss her gestellt werden.
Dadurch, dass in die Wand nur etwa i/3 der Be lastung abgeleitet wird, kann die Stufe auf ihrer gan zen Länge einen schlanken Querschnitt aufweisen. Dagegen ist bei freitragender Treppe der Querschnitt mindestens an der Wand wesentlich stärker.
Beim Einsetzen der beschriebenen Treppe können die tatsächlichen Abmessungen des Bauwerkes be rücksichtigt werden, wogegen bei freitragenden Trep pen sich die bei der Fertigstellung des Rohbaues auf tretenden Toleranzen sehr störend auswirken. Die beschriebene Treppe ist auch wesentlich vibrations- ärmer als eine freitragende Treppe.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Treppe mit einseitig eingespannten Stufen aus nichtmetallischem Werkstoff, die an ihren freien En den durch einen mittragenden Verband miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Verband aus Stahlbolzen besteht, die zwischen je zwei benachbarte Stufen und zwischen die äusseren Stufen und dem jeweils benachbarten Podest als Abstands halter eingesetzt sind und die einzige tragende Ver bindung zwischen den freien Enden der Treppen stufen und zwischen diesen und den Podesten bilden.1I. Verfahren zum Verlegen der Treppe nach Pa tentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ohne Aussparungen hochgezogene Treppenwand nachträg lich mit Aussparungen versehen wird, dass hierauf die Stufen nacheinander in die Aussparungen eingesetzt und an ihren freien Enden durch die Abstandshalter miteinander verbunden werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abstandshalter in ihrer Höhe einstellbar sind. 2.Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Stufen Gewindehülsen zur Aufnahme der Abstandshalter vorgesehen sind. 3. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet,. dass die Abstandshalter in der Nähe mindestens eines Endes einen Flansch aufweisen, mit dem sie sich an der Stufe abstützen. 4. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abstandshalter aus einem Rohr stück (10) bestehen, das mindestens an einem Ende ein Innengewinde (15) trägt, und dass dieses Ende des Rohrstückes in eine in der Treppenstufe befestigte Hülse (13) eingreift, in der zentrisch ein Gewinde bolzen (14) sitzt, auf den das Rohrstück mit seinem Innengewinde aufgeschraubt ist. 5.Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass an dem Abstandshalter noch eine Büchse für die Befestigung eines Geländers ange ordnet ist. 6. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Flansch des Abstandshalters mit der benachbarten Stufe verklebt ist. 7. Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstandshalter an seinem mit einem Flansch versehenen Ende einen Dorn (9, 12) aufweist, der in eine Aussparung der benachbarten Stufe eingreift. B.Treppe nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dorne (9, 12) durch die Stufe hindurchgeführt sind und an ihrem freien Ende eine Gegenmutter tragen, so dass der Abstandshalter an seinen beiden Enden zug- und druckfest mit der Stufe verbunden ist. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen in der Trep penwand mit Hilfe einer Mauerfräse ausgefräst wer den.10. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in die Treppenwand an den Stel len, an denen sie mit Aussparungen versehen werden soll, Formkörper eingelegt werden, die später zum Erzeugen der Aussparungen entfernt werden.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|---|
| US5123210A (en) * | 1989-02-26 | 1992-06-23 | Michael Schmidt | Flight of stairs |
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Also Published As
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