Auswerfvorrichtung für Pressen, insbesondere für Bolzenstauchpressen Die Erfindung betrifft eine Auswerfvorrichtung für Pressen, insbesondere Bolzenstauchpressen.
Bei den gewöhnlichen Vorrichtungen an Bolzen stauchpressen zum Auswerfen der Presslinge ist die Länge der herzustellenden Teile durch deren Durch messer beschränkt. Der Auswerfer, der denselben Durchmesser hat, wie die Bohrung in der Matrize, ist hinter der Matrize nicht in der Länge geführt, die gleich der Länge der Teile in der Matrize ist. Das Verhältnis des Durchmessers des Auswerfers zu des sen freier, nicht geführter Länge darf den Wert 1 : 8 erreichen. Ist dieses Verhältnis überschritten, so wird der Auswerfer erheblich auf Knickung beansprucht, verbiegt sich und bricht gegebenenfalls ab.
Auswerfvorrichtungenfür Pressen können zur über schreitung des vorstehend angegebenen Wertes nach dem Vorbild einer bekannten Vorrichtung zum Aus schieben des Stauchdornes aus dem Pressenkopf der art ausgebildet werden, dass die Auswerfernadel ihre Ausgangsstellung im wesentlichen in einer an die Matrizenbohrung anschliessenden Verlängerungsboh rung hat, die mit Ausnehmungen für die Aufnahme radialer Rippen eines Druckstückes versehen ist, das einerseits mit den Aussenteilen .seiner Rippen längs einer an die Verlängerungsbohrung anschliessenden Führung gleitet.
Derartige Auswerfvorrichtungen haben aber den Nachteil, dass ihre Herstellung sehr kostspielig ist, weil das Auswerferdruckstück ebenso wie seine Füh rung schwierig herstellbare und zusammenzupassende Einzelteile sind. Die Rippen haben nämlich der auf tretenden Knickbelastung wegen Randwulste, die in der innerhalb einer Büchse vorgesehenen Verlänge rungsbohrung satt laufen sollen. In der nach hinten ausschliessenden, wiederum in einer Büchse vorgese henen Führung sind die Aussenteile der Rippen, das heisst der Randwulste, ebenfalls passend zu führen. Die Rippenführungen beider Büchsen müssen. genau ausgerichtet sein.
Die vorliegende Erfindung löst die Aufgabe, die Herstellung dieser Teile zu vereinfachen und zu ver billigen. Sie geht dabei von der Überlegung aus, dass bei Verwendung einer Vorrichtung der oben bezeichneten Gattung zum Auswerfen eines an gestauchten Bolzens aus einer Matrizenbohrung be züglich der Knickbeanspruchung andere Belastungs verhältnisse vorliegen, als in dem Fall, dass ein Stauchdorn beim Ausschieben Verformungsarbeit zu leisten hat.
Während im letztgenannten Fall die Be lastung des Stauchdornes vom Anfang bis zum Ende der Stauchoperation in der Regel anwächst, tritt im erstgenannten Fall die höchste Knickbe@lastun.g zu Beginn des Auswerfens ein, weil beim ersten An heben des infolge der Stauchung an der Matrize fest klebenden Werkstückes mittels eines harten Schlages höhere Widerstände zu überwinden sind! als nachher.
Deshalb muss die Führung des Auswerferd'ruckstük- kes zwecks Minderung der Knickgefahr am Anfang der Aushebebewegung am besten sein. Daraus. ergibt sich, dass eine Führung am günstigsten ist, die das Auswerferdruckstück in der Ausgangsstellung bis nahe heran an ihre die Auswerfernadel beaufschla- gende Stirnfläche mit möglichst engen Toleranzen umschiesst. Dagegen kann das Druckstück in den Ausnehmungen der V erlängerungsbohrtuig Spiel haben.
Dieses Spiel würde beim weiteren Eindringen des Druckstückes in die Verlängerungsbohrung nur dann die Knickgefahr vergrössern, wenn die Belastung mindestens gleichbliebe. Da das aber nicht der Fall ist, schadet eine grössere Toleranz zwischen den Aus nehmungen der Verlängerungsbohrung und den Rip pen des Auswerferdruckstückes nichts. Die Erfindung nutzt diese Erkenntnis dazu aus, das vorstehend genannte Ziel zu erreichen.
Sie besteht darin, dass das Auswerferdruckstück ein zylindrischer Bolzen ist, der in jeder Längsstellung die volle Länge der gleichfalls zylindrischen Führung hinter der Ver längerungsbohrung ausfüllt und durch mindestens drei Auskehlungen gebildete Rippen hat, die mit Spiel in die Ausnehmungen der Verlängerungsbohrung eindringen.
Zylindrische Bolzen sind leicht herstellbar, und auch die Bildung der Auskehlungen durch Fräsen oder ähnliche Bearbeitung macht keine Schwierib keiten. Ins'besond'ere ist aber die Führung, deren Fer tigung bisher besonders schwierig und kostspielig war, durch eine einfache und daher billige zylindrische Büchse ersetzt. Der Umstand, dass :eine enge Passung zwischen den Ausnehmungen der Verlängerungsboh rung und dem Profil des Auswerferdruckstückes nicht mehr erforderlich ist, trägt zu einer weiteren Verein fachung und Senkung der Herstellungskosten bei.
Ein Ausführungsbeispiel der Auswerfervorrich- tung gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung dar gestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung und Fig. 2, 3, 4 und 5 Querschnitte an den Stellen A-A, B-B, C-C und<I>D-D.</I>
Im Gehäuse des Maschinenständers 9 ist auf einer Stützplatte 6 der die Matrize aufnehmende Block 3 gelagert. Der Block besitzt eine Bohrung zur Auf nahme der Matrize 4, welche auf einem Flansch einer Büchse 5 sitzt. Die Matrize 4 wird in ihrer Lage in bekannter Weise festgelegt.
Die Auswerfernadel 8 wird in einer mit minde stens drei radialen Ausnehmungen versehenen Ver längerungsbohrung eines Futters 7 geführt. Das Fut ter 7 ist in die Büchse 5 eingepresst. Die Auswerfer- nadel 8 hat auf dem grössten Teil ihrer Länge den selben Durchmesser wie die Bohrung in der Matrize 4, in welcher das Werkstück 2 nach Aufstauchen des Kopfes durch den Stempel 1 liegt.
Der zylindrische Teil der Auswerfernadel 8 füllt daher nur die Seeld der Verlängerungsbohrung, nicht aber die Radialaus- nehmungen des Futters 7 aus, wie der in Fig. 2 dar gestellte Querschnitt A A zeigt.
Das der Matrize abgekehrte Ende der Auswerfer nadel weist Rippen auf, die in die Hohlräume zwi schen den Rippen des Futters 7 eingreifen (siehe den Querschnitt B-B nach Fig. 3). Die Rippen der Aus werfernadel 8 dienen als Anschlag bei der Bewegung der Nadel in die Matrizenbohrung hinein.
Das innere Ende der Auswerfernadel 8 stützt sich auf das Auswerferdruckstück 11 ab, welches in einer im Gehäuse des Maschinenständers 9 sitzenden zylin drischen Büchse 10 geführt ist. Das Druckstück ist ein mit drei Auskehlungen versehener zylindrischer Bolzen. Durch die Auskehlungen., die an dem an der Auswerfernadel anliegenden Ende beginnen und min destens so lang sein müssen, wie der maximale Hub des Druckstückes, wird ein Querschnitt gebildet, der in der Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
Die zwischen den Auskehlungen stehengebliebenen rippenartigen Quer schnittsteile liegen an der Wandung der zylindrischen Bohrung der Büchse 10 mit sehr engen Toleranzen, an. Das gegen die Aus.werfernadel gerichtete, aus der Büchse herausragende Ende des Auswerferdruckstük- kes fasst in dessen Ausgangsstellung ein kurzes Stück in die Verlängerungsbohrung des Futters 7 hinein und hat in dessen Ausnehmungen Spiel, wie der Quer schnitt C--C nach Fig. 4 zeigt.
Das Futter 7 ist in der Längsrichtung geteilt und besteht aus zwei Teilen 7a und 76, wodurch seine Bearbeitung und Zusammenpassung mit der Aus werfernadel 8 erleichtert wird.
Die Verlängerungsbohrung kann auch mit vier oder mehr radialen Ausnehmungen versehen werden, wobei die Zahl der Auskehlungen am Auswerfer druckstück entsprechend gewählt werden muss.