CH373866A - Röntgenkontrastmittel - Google Patents

Röntgenkontrastmittel

Info

Publication number
CH373866A
CH373866A CH6318558A CH6318558A CH373866A CH 373866 A CH373866 A CH 373866A CH 6318558 A CH6318558 A CH 6318558A CH 6318558 A CH6318558 A CH 6318558A CH 373866 A CH373866 A CH 373866A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acetic acid
diiodo
pyridone
ray contrast
contrast media
Prior art date
Application number
CH6318558A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Dr Distelmaier
Werner Dr Scholtan
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Publication of CH373866A publication Critical patent/CH373866A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K49/00Preparations for testing in vivo
    • A61K49/04X-ray contrast preparations
    • A61K49/0433X-ray contrast preparations containing an organic halogenated X-ray contrast-enhancing agent
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/62Oxygen or sulfur atoms
    • C07D213/63One oxygen atom
    • C07D213/68One oxygen atom attached in position 4

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description


  
 



     Röntgenkontrastmittel   
Für die Bronchographie sind schon Röntgenkontrastmittel mit den verschiedensten Anwendungsarten vorgeschlagen worden. Über die Technik der   Bronchographie - Prämedikation,    Anästhesie, Kontrastmittelapplikation und   Kontrastmittel - sind    in der Literatur zahlreiche Arbeiten veröffentlicht worden. Diese Arbeiten zeigen, dass die bisher verwendeten Kontrastmittelzubereitungen Vorteile wie auch Nachteile in sich vereinigen, also ein völlig befriedigendes Kontrastmittel für die Bronchographie noch nicht im Handel ist.



   Da die Lunge durch ihren inspiratorischen Sog an der Verteilung des Kontrastmittels beteiligt ist, besteht immer die Möglichkeit, dass das Kontrastmittel zu weit in die Lungenperipherie gelangt. Es ist daher für die Beurteilung der Brauchbarkeit eines Kontrastmittels wichtig zu wissen, in welcher Weise Reste des Kontrastmittels, die nicht auf dem Luftwege entfernt werden, vom Organismus unschädlich gemacht werden.



   So haben Jodöle den untersuchungstechnischen Vorteil der Reizlosigkeit, jedoch werden   Jodölreste    in der Lunge sehr schlecht eliminiert, wodurch Schädigungen des Lungengewebes entstehen können.



   Die wasserlöslichen Kontrastmittel besitzen einen Viskositätsträger. Der Vorteil der hohen Viskosität besteht darin, dass das Kontrastmittel nicht in die Peripherie der Lunge fliesst. Als hypertonische Lösung üben sie jedoch einen starken Reiz auf die Bronchialschleimhaut aus, der eine ausgiebige Anästhesie erfordert. Auch wurden Reste des Viskositätsträgers vor allem in den nicht beatmeten Teilen der Lunge festgestellt, die dort unerwünschte Gewebsreaktionen hervorrufen können.



   Weiterhin werden auch jodhaltige Ester in Form von wässrigen Kontrastmittelsuspensionen für die Bronchographie verwendet. Diese Suspensionen reizen die Bronchialschleimhaut nicht, jedoch zeigen sich als unerwünschte Nebenerscheinungen Temperaturerhöhungen, die oft 3 bis 4 Tage anhalten, und ein Absinken des Kontrastmittels in die Peripherie der Lunge.



   Der Wunsch nach einem Kontrastmittel für die Bronchographie, das diese Nachteile nicht besitzt, ist daher sehr gross.



   Es wurde nun gefunden, dass Mono- oder Polyhydroxyalkylester der 3,5 -Dij od-4-pyridon-N-essigsäure brauchbare Wirkstoffe für Kontrastmittel für die Bronchographie sind.



   Sie eignen sich ausserdem für die Darstellung des Uterus (Hysterosalpingographie), der Harnblase, der Harnröhre und von Fisteln und Körperhöhlen.



   Als besonders geeignet hat sich der   R/dono-1,2-    propylenglykolester erwiesen, was auf seiner hohen Gewebsfreundlichkeit, seiner leichten Resorbierbarkeit und seiner Ausscheidung durch die Nieren beruht.



   Solche Verbindungen erhält man, indem man 3   ,5-Dijod-4-pyridon-N-essigsäure    mit einem grossen Überschuss von zwei oder mehrwertigen Alkoholen so umsetzt, dass nur eine Hydroxylgruppe des mehrwertigen Alkohols mit der Carboxylgruppe reagiert.



  Solche Alkohole sind   z. B. a lykole,      yS-Glykole,    Glyzerin usw.



   Die erfindungsgemässen neuen Ester werden in Form von wässrigen Suspensionen als Röntgenkontrastmittel verwendet. Die Suspensionen werden vorzugsweise unter Zusatz eines Dispergiermittels hergestellt. Als Dispergiermittel werden den wässrigen Suspensionen nichtionogene Emulgatoren zugesetzt.



  Dazu können Umsetzungsprodukte von Fettsäuren, Fettalkoholen und Neutralfetten mit   Athylenoxyd     und Emulgatoren aus der Reihe der    Tweene     verwendet werden.



   Die neuen Wirkstoffe sollen dabei eine häufigste Teilchengrösse von 5 bis 30   u    besitzen. Als besonders geeignet sind
3   ,5-Dijod-4-pyridon-N-essigsäure-monoglykol-    ester,    3, 5-Dijod-4-pyridon-N-essigsäure-mono-1, 2-    propylenglykolester,
Mono-(3   ,5-dijod-4-pyridon-N-essigsäure)-(2,2       dimethylpropandiol-1, 3)-ester,   
3, 5-Dij od-4-pyridon-N-acetyl-glyzerin.



   Die klinische Anwendung der neuen Verbindung zeigt den folgenden Befund:
1. Es zeigte sich keine Reizung der Bronchialschleimhaut, so dass kein Hustenreiz auftrat, der die Ausführung der Bronchographie stört.



   2. Es zeigte sich als günstige Eigenschaft der Wirkstoffe eine erstaunlich grosse Haftfestigkeit der neuen Ester im Bronchialsystem, so dass ein Absinken des Kontrastmittels in die Peripherie der Lunge nicht beobachtet wurde. Dies steht im Zu  sammenhang    mit der Kristallform der erfindungsgemässen Verbindungen. Es dürfte ausserdem auf dem eigenartigen Viskositätsverhalten der Suspensionen beruhen; diese sind nämlich bei 250 sehr dünnflüssig, während sie bei höherer Temperatur, z. B. bei Körpertemperaturen, wesentlich viskoser sind.



   Auch an der Schleimhaut des Uterus wurde eine grosse Haftfestigkeit der Suspensionen beobachtet, was zu sehr guten Röntgenbildern dieses Organs führte.



   3. Es wurde eine schnelle und vollständige Resorption dieser neuen Verbindungen durch den Organismus festgestellt, so dass nach 36 Stunden durch Kontrollröntgenaufnahmen kein Kontrastmittel mehr in den Organen zu sehen war.



   4. Nach der Bronchographie wurde bei den Patienten keine Temperaturerhöhung beobachtet.



   Beispiel I
In einem Rührkolben mit aufgesetztem Wasserabscheider mischt man unter Rühren 200 g Äthylenglykol, 150   cm3    Benzol und 4   cm3    konzentrierte Schwefelsäure. Nach Zugabe von 100 g   3,5-Dijod-4-    pyridon-N-essigsäure erhitzt man das Reaktionsgemisch 5 Stunden zum Sieden. Die Substanz geht anfänglich in Lösung. Im Laufe der Reaktion fällt der gebildete Ester teilweise aus. Nach dem Kühlen über Nacht vervollständigt sich die Ausscheidung.



  Man saugt ab, wäscht den Rückstand mit Aceton, anschliessend mit stark verdünnter Sodalösung und Wasser. Der erhaltene 3   ,5-Dijod-4-pyridon-N-essig-      säure-mono-glykolester    kann aus Aceton umkristallisiert werden. Er kristallisiert in weissen Kristallen, die bei 186 bis   189     schmelzen, die Ausbeute beträgt 100 g.



   Beispiel 2
In der gleichen Apparatur wie in Beispiel 1 beschrieben mischt man 105 g 1,2-Propylenglykol,
115   cm8    Benzol und 4   cm3    konzentrierte Schwefelsäure. Nach Zugabe von 100 g 3,5-Dijod-4-pyridon N-essigsäure erhitzt man das Reaktionsgemisch 5 Stunden zum Sieden und fängt das bei der Reaktion gebildete Wasser im Wasserabscheider auf. An schliessend destilliert man das Benzol im Vakuum ab und giesst den Rückstand in etwa 400   cm3   
Wasser. Dabei fällt der gebildete   3,5-Dijod-4-       pyridon-N- essigsäure-monl,2-propyleng1ykolester    aus. Man saugt die weissen Kristalle ab, wäscht sie mit stark verdünnter Sodalösung und anschliessend mit Wasser. Aus Alkohol oder Aceton lässt sich die erhaltene Substanz umkristallisieren.

   Sie schmilzt bei 169 bis   172".    Die Ausbeute beträgt 90 g.



   Beispiel 3
Wie in Beispiel 1 beschrieben, erhitzt man 40 g
3,5   - Dijod - 4 - pyridon-N-essigsäure,    84 g   2,2-Di-      methyl-propandiol-1,3,    90 cm3 Benzol und 5   cm3    konzentrierte Schwefelsäure 5 Stunden zum Sieden.



  Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 2 beschrieben. Der erhaltene Mono-(2,   5 -dijod-4-pyridon-N-    essigsäure)-   (2,2- dimethyl-propandiol-1,3)-ester      lässt    sich aus Alkohol umkristallisieren. Es bildet weisse Kristalle, die bei 205 bis   208     schmelzen. Die Aus  beute    beträgt 33 g.



   Beispiel 4
Wie in Beispiel 2 beschrieben, erhitzt man 20 g    3 ,5-Dij od-4-pyridon-N-essigsäure    mit 46 g Glyzerin,
50 cm3 Benzol und 2,5   cm3    konzentrierte Schwefelsäure 31/2 Stunden zum Sieden Das gebildete 3,5  Dijod-4-pyridon-N-acetylglyzerin    lässt sich durch Umkristallisation aus Wasser reinigen. Die Substanz kristallisiert in farblosen Kristallen, die bei 120 bis    124"    schmelzen.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Röntgenkontrastmittel in Form einer wässrigen, einen Emulgator enthaltenden Suspension, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff Mono- oder Polyhydroxyalkylester der 3, 5-Dijod-4-pyridon-Nessigsäure enthält.
    UNTERANSPRUCH Röntgenkontrastmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff den Mono - 1,2- propylenglykolester der 3,5 - Dijod- 4 - pyridon-N-essigsäure enthält.
CH6318558A 1957-09-11 1958-08-22 Röntgenkontrastmittel CH373866A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF23926A DE1063759B (de) 1957-09-11 1957-09-11 Roentgenkontrastmittel

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH373866A true CH373866A (de) 1963-12-15

Family

ID=7091039

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6318558A CH373866A (de) 1957-09-11 1958-08-22 Röntgenkontrastmittel

Country Status (3)

Country Link
CH (1) CH373866A (de)
DE (1) DE1063759B (de)
NL (1) NL106280C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1980001244A1 (fr) * 1978-12-19 1980-06-26 Bykgulden Lomberg Chem Fab Solutions pour milieux de contraste pour rayons x
EP0012926A1 (de) * 1978-12-19 1980-07-09 Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH Röntgenkontrastmittellösungen

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966327C (de) * 1952-11-18 1957-07-25 Schering Ag Roentgenkontrastmittel
AT186781B (de) * 1954-02-06 1956-09-10 Schering Ag Röntgenkontrastmittel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1980001244A1 (fr) * 1978-12-19 1980-06-26 Bykgulden Lomberg Chem Fab Solutions pour milieux de contraste pour rayons x
EP0012926A1 (de) * 1978-12-19 1980-07-09 Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH Röntgenkontrastmittellösungen

Also Published As

Publication number Publication date
NL106280C (de) 1963-10-15
DE1063759B (de) 1959-08-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH373866A (de) Röntgenkontrastmittel
AT206109B (de) Röntgenkontrastmittel
DE579147C (de) Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Salzen der Gallensaeuren
AT112730B (de) Verfahren zur Herstellung von Heilmitteln.
DE858294C (de) Loesungsvermittler
DE275932C (de)
DE704549C (de) Verfahren zur Herstellung von Pplyjodoxyphenylphenylessigsaeuren
DE957123C (de) Verfahren zur Herstellung von Thioabkoemmlingen der Colchiceine
AT332533B (de) Rontgenkontrastmittel
DE597640C (de) Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Salzen hochmolekularer jodierter Fettsaeuren
DE556716C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren kolloidalen waessrigen Loesungen des bestrahlten Ergosterins
AT160824B (de) Verfahren zur Darstellung ungesättigter Oxyketone der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe.
DE957030C (de) Verfahren zur Herstellung der Phenylpropionsaeureester von Steroidhormonen
DE561314C (de) Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Salzen hochmolekularer jodierter Fettsaeuren
AT214069B (de) Röntgenkontrastmittel
AT100211B (de) Verfahren zur Darstellung neuer organischer Arsenverbindungen.
AT338428B (de) Verfahren zur herstellung von wasserigen losungen von sterylglycosiden bzw. von deren esterderivaten
DE727404C (de) Verfahren zur Herstellung von betainartig konstituierten Kondensationsprodukten
AT203000B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Salzen der 4,6-Dioxyisophthalsäure und 5-Halogen-(insbesondere 5-Jod-)-4,6-dioxyisophthalsäure
DE651613C (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktivem trans-ªð-Oxycampher
AT158413B (de) Verfahren zur Gewinnung von männlichem Sexualhormon bzw. dessen Derivaten.
DE1106764B (de) Verfahren zur Herstellung von als Mittel gegen Erkaeltungskrankheiten geeigneten Bis-(2-phenyl-chinolin-(4)-carbonsaeure)-glycerinestern
AT288389B (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Zimtsäureamids
DE662835C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Abfuehrmittel
AT204708B (de) Verfahren zur Herstellung von 11, 12-Dehydroverbindungen der Pregnanreihe