CH374055A - Verfahren zum schwarzen und mehrfarbigen Bedrucken von Geweben jeder Faserart nach dem Offset-Tiefdruckverfahren - Google Patents

Verfahren zum schwarzen und mehrfarbigen Bedrucken von Geweben jeder Faserart nach dem Offset-Tiefdruckverfahren

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CH374055A
CH374055A CH6982759A CH6982759A CH374055A CH 374055 A CH374055 A CH 374055A CH 6982759 A CH6982759 A CH 6982759A CH 6982759 A CH6982759 A CH 6982759A CH 374055 A CH374055 A CH 374055A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/001Special chemical aspects of printing textile materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description


  Verfahren zum schwarzen und mehrfarbigen     Bedrucken    von Geweben jeder Faserart  nach dem     Offset-Tiefdruckverfahren       Normalerweise erfolgt der Druck auf Geweben  mit besonderen zu diesem Zweck bestimmten Druck  farben, da man selbstverständlich dazu weder     Druk-          kerschwärze    noch die in der     Trichromie    oder     Poly-          chromie    üblichen Produkte anwenden kann, die an  gesichts der geringen Dicke des Gewebes, seiner hohen  Geschmeidigkeit und der sonstigen Eigenschaften  nicht auf dem zu bedruckenden Gewebe haften würde.  



  Anderseits aber sind die Druckertinten oder die  in der     Trichromie    und     Polychromie    üblichen Pro  dukte sehr wirtschaftlich und erleichtern die Arbeit;  darüber hinaus gestatten sie die Erzielung schöner  und leicht     modifizierbarer    Effekte, ein Umstand, der  in der Herstellung von Modegeweben ein Vorteil sein  kann.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zum schwarzen  oder mehrfarbigen Bedrucken von Geweben jeder  Faserart nach dem     Offset-Tiefdruckverfahren    ist da  durch gekennzeichnet, dass die Rückseite des Gewebes  vor dem Bedrucken mit einer in Wasser oder in  einem organischen     Lösungsmittel    löslichen oder     kol-          loidlöslichen    Appretur ausgerüstet wird, um die Re  gelmässigkeit der Druckzeichnung zu erhöhen, und  dass die Appretur nach dem Bedrucken durch Lösen  entfernt wird.  



  Mit dem erfindungsgemässen Verfahren erzielt  man eine Versteifung des Gewebes. Das Appretur  mittel wird zweckmässig wasserlöslich sein, falls der  Druck mit Druckertinten ausgeführt werden soll, oder  aber in organischen Lösungsmitteln löslich, falls der    Druck mit wasserlöslichen     Textilfarbstoffen    aus  geführt wird.  



  Im ersten Fall dienen als wasserlösliche Appretur  mittel z. B.     Polyvinylalkohole,        Acrylharze    oder deren       Monomere    usw. Im zweiten Fall hingegen kann z. B.  mit in organischen Lösungsmitteln löslichen     Acryl-          harzen    oder     Vinylmischpolymerisaten,    z. B. mit einem       Polyvinylacetat    und     -chlorid-Mischpolymerisat,    appre  tiert werden.  



  Sodann erfolgt der eigentliche Druck, der je  nach den vorliegenden Umständen mit gewöhnlichen,  mit Benzol,     Toluol,        Xylol    usw. verdünnten Papier  farbstoffen, oder mit gewöhnlichen wasserlöslichen  Druckfarben ausgeführt werden kann.  



  Nach Beendigung des Druckes wird das Ge  webe - falls mit einem     wasserlöslichen    Produkt  appretiert wurde - zweckmässig in ein     wässriges    Bad  eingelegt, das durch Auflösung des     Appreturmittels     dem Gewebe seine normale Dicke und Geschmeidig  keit zurückgibt. Das     wässrige    Bad kann gegebenen  falls etwas Ammoniak oder andere Substanzen ent  halten und wird vorzugsweise zwischen 50 und 100  C  gehalten.  



  Ist hingegen die Appretur nur in     Lösungsmitteln     löslich, erfolgt nach dem eigentlichen Druck zweck  mässig eine Dämpfung, die die Farbstoffe entwickelt  und gleichzeitig die Appretur loslöst, die anschliessend  in     einem    mit einem organischen Lösungsmittel, z. B.       Äthylacetat,    beschickten Bad entfernt wird.      <I>Beispiel 1</I>       Ein    Baumwollgewebe wird auf der Rückseite mit  einer     wässrigen    Flotte appretiert, welche 60-120 g       Polyvinylalkohol    in Pulverform pro Liter enthält. Man  wendet so viel Flotte an, dass etwa 6-12% des Ge  webegewichtes an     Polyvinylalkohol    vorhanden sind.

    Die Temperatur beim Appretieren beträgt 90-95  C.  



  Nun bedruckt man die Vorderseite des Gewebes  in bekannter Weise im     Offset-Tiefdruckverfahren    mit  schwarzer     Buchdruckertinte.    Die Ablösung der auf  die Rückseite aufgebrachten Appretur erfolgt durch  Waschen mit Wasser von 90-95  C.  



  <I>Beispiel 2</I>  Man appretiert die Rückseite eines Wollgewebes  mit einer Lösung von 85 Teilen      Lutofan    200 L   (eingetragenes Warenzeichen für ein     Mischpolymerisat     aus     Vinylchlorid    und     Acrylsäurebutylester,    Hersteller  BASF) in 15 Teilen     Äthylacetat.     



  Die Vorderseite des so appretierten Gewebes wird  nun in bekannter Weise im     Offset-Tiefdruckverfahren     mit grüner     Buchdruckertinte    bedruckt. Nach dem  Druck wird gedämpft und die Appretur durch Wa  schen mit     Äthylacetat    abgelöst.  



  <I>Beispiel 3</I>  Man appretiert die Rückseite eines Baumwoll  gewebes     mit    einer kolloidalen Lösung von 200 bis  300     g/1    eines     Polyvinylacetat-Polyvinylchlorid-Misch-          polymerisates.     



  Hierauf bedruckt man die Vorderseite des Ge  webes in bekannter Weise im     Offset-Tiefdruckver-          fahren    mit roter     Buchdruckertinte.    Nach dem Be  drucken wird die Appretur von der Rückseite durch  Waschen mit Wasser, welches pro Liter 5     em3     20%igen Ammoniak enthält, bei 50-60  C abgelöst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum schwarzen oder mehrfarbigen Be drucken von Geweben jeder Faserart nach dem Off set-Tiefdruckverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite des Gewebes vor dem Bedrucken mit einer in Wasser oder in einem organischen Lösungs mittel löslichen oder kolloidlöslichen Appretur aus gerüstet wird, um die Regelmässigkeit der Druckzeich nung zu erhöhen, und dass die Appretur nach dem Bedrucken durch Lösen entfernt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Appreturmittel lösliche Poly- vinylalkohole benützt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Appreturmittel lösliche Acryl- harze oder deren Monomere benützt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Appreturmittel lösliche Vinyl- harze benützt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Appreturmittel lösliche Vinyl- mischpolymerisate, z.
    B. Polyvinylacetat und -chlorid, benützt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösen in einem wässrigen Bad, das Ammoniak enthält, vorgenommen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösen mittels Äthylacetat er folgt.
CH6982759A 1958-12-04 1959-10-01 Verfahren zum schwarzen und mehrfarbigen Bedrucken von Geweben jeder Faserart nach dem Offset-Tiefdruckverfahren CH374055A (de)

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