CH374118A - Verfahren und Einrichtung zum Justieren elektrischer Messgeräte - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Justieren elektrischer MessgeräteInfo
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Justieren elektrischer Messgeräte Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Justieren elektrischer Messgeräte mittels einer Schubstangen-Kupplungseinrichtung zwischen Messorgan und Anzeigevorrichtung. Das Justieren oder Abgleichen von Messgeräten hinsichtlich der dem Ausschlagwinkel des Messorgans zugeordneten Skalenlänge erfolgt bekanntlich durch Abgleichwiderstände, Dreh- oder Schiebewiderstände (Potentiometer), verstellbare magnetische Rückschluss- teile bei Drehspulmesswerken und verstellbare, innerhalb der Feldspule liegende Eisenteile bei Dreheisenmesswerken. Alle diese Einrichtungen sind aber zusätzlich mehr oder weniger komplizierte Bauteile und weisen ausserdem noch folgende Nachteile auf: Das Arbeiten mit Abgleichwiderständen, bei denen der Abgleich durch Ab- oder Zuwickeln von Widerstandsdraht vorgenommen wird, ist zwar verhältnismässig genau, dafür aber zeitraubend und umständlich und hat Drahtverlust zur Folge. Beim Abgleich mit Potentiometer bleibt am Abgriff eine unsichere Kontaktstelle zurück, da hier keine einwandfreie galvanische Verbindung besteht, ausserdem gibt ein Potentiometer, parallel zum Messwerk liegend, eine unlineare Regelkurve. Der verstellbare magnetische Nebenschluss, der diese Nachteile vermeidet, hat jedoch nur einen kleinen Wirkungsbereich und vermindert wegen der bleibenden Schwächung des wirksamen Magnetfeldes die Empfindlichkeit des Drehspulmesswerkes. Ein beim Dreheisenmesswerk vorgenommenes Verschieben des Festeisens verändert auch das Skalenbild. Bei allen angeführten Abgleicheinrichtungen werden beim Abgleichen ausserdem die Dämpfungsverhältnisse verändert. Das ist eine unerwünschte Begleiterscheinung. Eine Schubstangenkupplung setzt sich bekannterweise im Prinzip nach Fig. 1 der Zeichnung aus einem antreibenden Kurbelarm 1, der hier beispielsweise einem Messorgan 2 mit der Drehachse 7 zugeordnet ist, einer oder mehreren beweglich gelagerten Kupplungsstangen 3 und einem drehbaren getriebenen Dreharm 4, der hier der Achse 8 einer Anzeigevorrichtung beispielsweise zugeordnet ist, zusammen. Aufgabe der Erfindung ist es nun, die Schubstangen-Kupplungseinrichtung derart auszubilden, dass ein Justieren auf einfache Weise und ohne die bisher erforderlichen, zusätzlichen Abgleicheinrichtungen möglich ist. Das wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass durch Verschieben einer oder beider Schubstangenlagerstellen der Abstand zwischen der betreffenden Lagerstelle und der Drehachse des Messorgans bzw. der Anzeigevorrichtung verändert wird, so dass das Justieren durch die sich dabei ergebende Veränderung des Übersetzungsverhältnisses zwischen Messorgan und Anzeigevorrichtung erfolgt und ohne zusätzliche Abgleichvorrichtung durchführbar ist. Durch die Veränderung der Abstände zwischen Drehachse und Lagerstellen für die Schubstange wird mithin auch das Übersetzungsverhältnis vom Messorgan zur Anzeigevorrichtung geändert, und das Justieren kann so ohne besondere Abgleichvorrichtungen durchgeführt werden. Neben der Einsparung einer besonderen Abgleicheinrichtung weist das Justierverfahren nach der Erfindung gegenüber dem bekannten Justierverfahren noch die Vorteile auf, dass der Abgleichbereich praktisch beliebig gross gewählt werden kann, denn das Übersetzungsverhältnis hängt bei gleichem Vrehwin- kel a des Antriebsteiles nur von dem Radius R der antreibenden, dem Messorgan zugeordneten Kurbel und/oder dem Radius r des angetriebenen, der Anzeigevorrichtung zugeordneten Dreharmes ab und geht beim Abgleich linear mit diesen Abständen ein. Die im Messgerät bestehenden Dämpfungsverhältnisse werden durch eine Veränderung des Ubersetzungs- verhältnisses nicht beeinflusst, da weder der äussere Dämpfungswiderstand noch die quadratisch in die Dämpfung eingehende Induktion des auf das Messorgan wirkenden magnetischen Feldes geändert wird. Die geringe Änderung des Trägheitsmomentes infolge des Verschiebens der Schubstangenlager bringt für die Dämpfungsverhältnisse keinen störenden Einfluss. Die Empfindlichkeit des Messwerkes kann voll ausgenutzt werden, denn es findet keine bleibende Schwächung des magnetischen Feldes durch einen Eingriff in den magnetischen Nebenschluss statt. In Fig. 2 und 3 der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung an einem elektrischen Registrierinstrument mit Ellipsenlenker dargestellt. Nach Fig. 2 ist das Messorgan 2 (Drehspule) mit der Antriebskurbel 1 fest verbunden. Auf der Antriebskurbel, die als U-förmiger Hebel ausgeführt ist, kann die Lagerstelle 5 der Schubstange 3 zum Justieren nach beiden Richtungen verschoben und der das Spitzenlager 9 tragende Bolzen 10 mit der Rändelmutter 11 nach erfolgtem Justieren festgestellt werden. Durch das U-Profil der Antriebskurbel ist der Lagerbolzen 10 gegen Verdrehen gesichert. Der eingestellte Abstand R zwischen Lagerstelle und Men werkdrehachse 7 gibt im Verhältnis zum Abstand r zwischen der Schubstangenlagerstelle 6 und der Drehachse 8 des Ellipsenlenkers 12 mit dem Zeiger 13 das eingestellte Übersetzungsverhältnis Ü = R : r an, das die Anzeigeempfindlichkeit des Messgerätes bestimmt. Um die empfindlichen Lagerungen 14 des Messwerkes während des Verschiebens der Schubstangenlager zu schützen, ist es empfehlenswert, das Messwerk zu arretieren. Nach Fig. 3 erfolgt das Verschieben des Schubstangenlagers zwecks einer guten Feineinstellung mittels einer Schraubspindel 15, mittels welcher die Lagerstelle 5 der Schubstange 3 längs des Kurbelarmes 1 verstellbar ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Justieren elektrischer Messgeräte mittels einer Schubstangen-Kupplungseinrichtung zwischen Messorgan und Anzeigevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass durch Verschieben einer oder beider Schubstangenlagerstellen (5, 6) der Abstand (R, r) zwischen der betreffenden Lagerstelle und der Drehachse des Messorgans bzw. der Anzeigevorrichtung verändert wird, so dass das Justieren durch die sich dabei ergebende Veränderung des tXbersetzungs- verhältnisses zwischen Messorgan und Anzeigevorrichtung erfolgt und ohne zusätzüche Abgleicheinrichtungen durchführbar ist.II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerstelle (n) (5, 6) der Schubstange (3) längs einer dem Messorgan (2) zugeordneten Kurbel (1) oder/und längs eines der Anzeigevorrichtung zugeordneten Dreharmes (4) nach beiden Richtungen verschiebbar angeordnet ist (sind).UNTERANSPRUCH Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass für die Einstellung der Lagerstelle (5) der Kupplungsstange gegenüber der Drehachse des Messorgans eine Schraubspindel (15) vorgesehen ist (Fig. 3).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7573659A CH374118A (de) | 1959-07-14 | 1959-07-14 | Verfahren und Einrichtung zum Justieren elektrischer Messgeräte |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH7573659A CH374118A (de) | 1959-07-14 | 1959-07-14 | Verfahren und Einrichtung zum Justieren elektrischer Messgeräte |
Publications (1)
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|---|---|
| CH374118A true CH374118A (de) | 1963-12-31 |
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ID=4534388
Family Applications (1)
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| CH7573659A CH374118A (de) | 1959-07-14 | 1959-07-14 | Verfahren und Einrichtung zum Justieren elektrischer Messgeräte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH374118A (de) |
-
1959
- 1959-07-14 CH CH7573659A patent/CH374118A/de unknown
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