CH374382A - Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagenkasten - Google Patents
Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem WagenkastenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F3/00—Types of bogies
- B61F3/12—Types of bogies specially modified for carrying adjacent vehicle bodies of articulated trains
- B61F3/125—Types of bogies specially modified for carrying adjacent vehicle bodies of articulated trains with more than one axle or wheel set
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Description
Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagenkasten Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagenkasten, bei welchem jedes Ka stenglied auf einem Drehgestell abgestützt ist, bei welchem die beiden äusseren Kastenglieder ,sich über in Kastenbodenhöhe in der Fahrzeuglängsmitte an geordnete Gelenke auf dem mittleren Kastenglied abgestützt sind,
wobei im Oberteil des mittleren Kastengliedes mindestens ein zweiarmiger Hebel um eine vertikale Achse schwenkbar angeordnet ist, wel cher Hebel über ausserhalb der Fahrzeuglängsmitte an den beiden äusseren Kastengliedern gelenkig an geschlossene Stangen mit den Kastengliedern ver bunden ist, und bei dem ferner an den Wagenkasten oberseiten Führungsglieder vorgesehen sind, die eine seitliche Versetzung der Kastenglieder gegeneinan der verhindern,
jedoch eine Längsverschiebung der Kastenglieder gegeneinander ermöglichen.
Solche Schienenfahrzeuge sind bereits bekannt geworden. Diese Bauart ermöglicht eine einwand freie Führung des mittleren Kastengliedes und ver leiht dadurch dem mittleren Drehgestell eine unge hemmte Beweglichkeit in den Kurven, einschliesslich der Bewegung der Wiege und der Abfederüng des Wagenkästens. Die Erfindung bezweckt, bei Schie nenfahrzeugen der genannten Bauart eine weitere Verbesserung im Sinne einer erhöhten Anpassungs fähigkeit für den vorgesehenen Verwendungszweck zu erzielen.
Wenn solche dreigliedrige Fahrzeuge beispielsweise als Strassenbahnfahrzeuge eingesetzt werden, so können sie je nach dem vorgesehenen Einsatz auf ebenen Streckenabschnitten oder solchen mit mehr oder weniger starken Steigungen und Ge fällen vom Hersteller in zwei-, vier- oder sechsmoto- riger Ausrüstung geliefert werden. Bei zweimotori gem Antrieb werden die beiden, Traktionsmotoren im mittleren Drehgestell angeordnet, während die beiden äusseren Drehgestelle mit Laufrädern ausge- rüstet sind. Umgekehrt wird bei viermotorigem An trieb nur das mittlere Drehgestell mit Laufrädern ausgerüstet.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, die Achsdruckverteilung den auftretenden Traktionsbe dürfnissen anpassen, das heisst die-mit Traktions motoren ausgerüsteten Drehgestelle stärker und die. nur mit Laufrädern- ausgerüsteten Drehgestelle weni ger stark belasten zu können. Erfindungsgemäss sind die Führungsglieder mit Federn verbunden, die in Fahr zeuglängsrichtung eine Zug- oder Druckkraft auf das benachbarte Kastenglied ausüben. Die Vorspan nung der Federn ist dabei vorzugsweise einstellbar.
Vorzugsweise ist eine zwischen dem mittleren Kastenglied und dem zweiarmigen Hebel einsetz bare Verriegelungsstange zur Sperrung der Bewegung des Hebels vorgesehen.
Nach Einbau dieser Verriegelungsstange können die drei Kastenglieder wie der Kasten eines einglied- rigen Triebwagens mittels zweier Hebebockpaare von den Drehgestellen abgehoben werden, was den Un terhalt sehr erleichtert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen schematischen Aufriss eines dreiglied- rigen .Schienenfahrzeuges mit dem Verbindungsge- stänge der Kastengkeder und Fig. 2 einen Grundriss des Fahrzeuges nach Fig. 1.
Das Fahrzeug weist drei Kastenglieder 1, 2 und 3 auf, die sich je auf ein zweiachsiges Drehgestell 4 derart abstützen, dass die Drehgestelle völlig unge hindert den Geleisen folgen können. Das mittlere Drehgestell befindet sich in der Mitte des mittleren Kastengliedes 2 und die beiden äusseren Drehgestelle an den Enden der Kastenglieder 1 und 3. Diese stützen sich über Kugelgelenke 5, die in der Fahr- zeuglängsmittelebene angeordnet sind, auf dem mitt leren Kastenglied 2 auf Bodenhöhe ab.
Die Kugel- gelenke 5 liegen somit ausserhalb des mittleren Dreh gestelles.
Im Oberteil des mittleren Kastengliedes 2 sind ferner an zwei starr mit dem. Kasten verbundenen vertikalen Zapfen 6 zweiarmige Hebel -7 schwenk bar gelagert. Die einen Enden dieser Hebel 7 sind durch Lenkstangen 8 gelenkig mit dem äusseren Ka stenglied 3 verbunden und die anderen Enden der Hebel 7 durch Lenkstangen 9 mit dem äusseren Kastenglied 1. Die Anlenkpunkte 10 bzw. 11 der Stangen 8, 9 an den äusseren Kastengliedern 1, 3 liegen ausserhalb der vertikalen Längsmittelebene .des Fahrzeuges.
Die beiden äusseren Kastenglieder 1 und 3 sind ferner mit dem mittleren Kastenglied 2 im Kasten Oberteil durch ein weiteres Gestänge verbunden, das je ein Gelenk 12 und zwei Stangen 13, 14 um fasst, die in Lagern 16 in Fahrzeuglängsrichtung Vier- schiebbar geführt sind.
Die Stangen 13, 14 können somit nur Seitenkräfte, jedoch keine Längskräfte übertragen. Sie verhindern somit Torsionsbewegun gen der Kastenglieder gegeneinander. Die Gelenke 12 sind mit Gummilagern ausgerüstet und gestatten kleine Schwenkbewegungen der Stangen 13 und 14 in allen -Richtungen. Die Stangen 13 und 14 stehen ferner mit Federn 15 in Verbindung, die eine axiale Kraft auf die Stangen ausüben.
Die Vorspannung dieser Federn 15 ist einstellbar.
Die Wirkungsweise der Gestängeverbindung zwi schen den. einzelnen Kastengliedern ist folgende: Die Hebel 7 mit den Lenkstangen .8 und 9 bewirken eine symmetrische Auslenkung der beiden äusseren Ka stenglieder 1, 3 gegenüber dem mittleren Kasten glied 2.
Dieses Gestänge übernimmt nicht nur Füh rungskräfte, es überträgt auch allfällige unsymme- trische Kastenbelastungen, so dass die Wirkung der symmetrischen Auslenkung gewahrt bleibt. Die Stan gen 13 und 14 mit den regulierbaren axial wirken den Zug- oder Druckfedern 15 gestatten, auf die äusseren Kastenglieder 1, 3 Drehmomente in der Vertikalmittelebene auszuüben, und damit die Dreh- zapfenbelastungen der äusseren Drehgestelle 4 zu Gunsten oder zu Lasten des mittleren Drehgestelles zu variieren.
Damit die drei Kastenglieder 1, 2 und 3 mittels zweier Hebelbockpaare in üblicher Weise wie ein einziger Kasten von den drei Drehgestellen abgehoben werden können, sind einsetzbare Verriegelungsstan gen 17 vorgesehen (Fig. 2), die das mittlere Kasten glied 2 mit den Hebeln 7 starr verbinden.
Anstelle von zwei Gestängen 7, 8, 9 könnte auch nur ein einziges .solches Gestänge vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagen kasten, bei welchem jedes Kastenglied auf einem Drehgestell abgestützt ist, bei welchem die beiden äusseren Kastenglieder sich über in Kastenbodenhöhe in der Fahrzeuglängsmitte angeordnete Gelenke auf dem mittleren Kastenglied abgestützt sind, wobei im Oberteil des mittleren Kastengliedes mindestens ein zweiarmiger Hebel um eine vertikale Achse schwenk bar angeordnet ist, welcher Hebel;über ausserhalb der Fahrzeuglängsmitte an den beiden äusseren Ka stengliedern gelenkig angeschlossene Stangen mit den Kastengliedern verbunden ist, und bei dem ferner an den Wagenkastenoberseiten Führungsglieder vor gesehen sind, die eine seitliche Versetzung der Ka- stenglieder gegeneinander verhindern, jedoch eine Längsverschiebung der Kastenglieder gegeneinander ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Füh rungsglieder (12, 13, 14) mit Federn (15) verbunden sind,die in Fahrzeuglängsrichtung eine Zug- oder Druckkraft auf das benachbarte Kastenglied aus üben, UNTERANSPRÜCHE 1. Schienenfahrzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der Federn (15) einstellbar ist.2. Schienenfahrzeug nach Patentanspruch, da durch- gekennzeichnet, dass eine zwischen dem mittleren Kastenglied (2) und dem zweiarmigen Hebel (7) einsetzbare Verriegelungsstange (17) zur Sperrung der Bewegung des Hebels (7) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH889961A CH374382A (de) | 1961-07-28 | 1961-07-28 | Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagenkasten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH889961A CH374382A (de) | 1961-07-28 | 1961-07-28 | Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagenkasten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH374382A true CH374382A (de) | 1964-01-15 |
Family
ID=4346025
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH889961A CH374382A (de) | 1961-07-28 | 1961-07-28 | Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagenkasten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH374382A (de) |
-
1961
- 1961-07-28 CH CH889961A patent/CH374382A/de unknown
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