CH374435A - Verfahren und Vorrichtung zum induktiven Erhitzen von Werkstücken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum induktiven Erhitzen von Werkstücken

Info

Publication number
CH374435A
CH374435A CH6757058A CH6757058A CH374435A CH 374435 A CH374435 A CH 374435A CH 6757058 A CH6757058 A CH 6757058A CH 6757058 A CH6757058 A CH 6757058A CH 374435 A CH374435 A CH 374435A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
workpieces
workpiece
inductor
coil
loop
Prior art date
Application number
CH6757058A
Other languages
English (en)
Inventor
Schmidt Arthur
Original Assignee
Philips Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Nv filed Critical Philips Nv
Publication of CH374435A publication Critical patent/CH374435A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B6/00Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
    • H05B6/02Induction heating
    • H05B6/10Induction heating apparatus, other than furnaces, for specific applications
    • H05B6/101Induction heating apparatus, other than furnaces, for specific applications for local heating of metal pieces
    • H05B6/103Induction heating apparatus, other than furnaces, for specific applications for local heating of metal pieces multiple metal pieces successively being moved close to the inductor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)

Description


      Verfahren    und     Vorrichtung        zum    induktiven     Erhitzen    von Werkstücken    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren und eine  Vorrichtung     zum    induktiven Erhitzen von     Werkstük-          ken,    die über ihre Länge sehr unterschiedliche Wand  stärken bzw. -dicken aufweisen, auf eine gewünschte,  für das ganze Werkstück gleichmässige Temperatur.  Beispielsweise ist hierbei an rohrförmige Werkstücke  mit     verhältnismässig    dickem Boden, insbesondere Pa  tronenhülsen,     Geschosshülsen    und     dergleichen,    gedacht.  



  Die Fertigung solcher Teile     erfolgt        bekanntlich     in der Weise, dass aus einer Ronde oder einem  Stangenabschnitt zunächst ein Napf gepresst wird,  der dann in mehreren Operationen     immer    länger ge  zogen wird,' bis er die gewünschten Abmessungen       aufweist.    Dieses     Verfahren    findet seit langer Zeit mit  vielen Abwandlungen bei der Herstellung von Blech  waren und anderen kaltverformten Teilen Anwendung.  



  Bei     einer    derartigen Kaltverformung tritt eine  Festigkeitssteigerung ein; die zwischen den einzelnen  Ziehoperationen wieder beseitigt werden muss. Das  erfolgt durch Weichglühen, sogenanntes     Rekristalli-          sationsglühen,    und ist bei den meisten üblichen Werk  stoffen wie Stahl, Messing, Kupfer und Leichtmetall,  unbedingt erforderlich.  



  Solches Weichglühen wurde bisher in Glühöfen  vorgenommen, die jedoch viel Platz     beanspruchen     und für die moderne Fertigung eine Reihe weiterer  Nachteile aufweisen, so dass sich jetzt     in        zunehmen-          dem    Masse die     induktive    Erwärmung auch beim       Rekristallisationsglühen        einzuführen        beginnt.     



  Bei einem Glühofen durchläuft das Material die  auf der gewünschten Temperatur gehaltene Heizzone  und wird beim     Durchlauf    vorwiegend durch Kon  vektion und Strahlung auf diese Temperatur ge  bracht, auf der es     erforderlichenfalls    längere Zeit  hindurch gehalten wird.  



  Bei der induktiven Erwärmung     durchläuft    das  Material eine Induktionsspule, -schleife oder eine         ähnliche    Anordnung, die im Werkstück die benötigte  Wärme induktiv erzeugt. Dabei ist die je Zentimeter       Spulenlänge    übertragene Energie     überall    die gleiche,  wenn man von gewissen Randeffekten     am.        Anfang     und Ende der Spule absieht, und daraus ergibt sich,  dass     ein    massiver     runder    Körper sich. viel langsamer       aufheizt    als ein dünnwandiger.

   Da die-     Induktions-          spule        mit    verhältnismässig hohen Frequenzen- be  trieben wird, kommt auch noch der     Einfluss    des     Skin-          Effektes    hinzu, der in der gleichen Richtung wirkt.  Hieraus ergeben sich beim induktiven Glühen     von-          Zieh-    und     Pressteilen    häufig Schwierigkeiten, die die  sonstigen bedeutenden     Vorteile    der Induktionsheizung       in    Frage stellen, wenn nicht gar deren Anwendung       unmöglich    machen.  



  Insbesondere bei der Fertigung der obenerwähnten       Patronenhülsen    liegen derartige Schwierigkeiten vor,  da derartige     Hülsen        grundsätzlich    aus einem ver  hältnismässig langen, dünnwandigen Teil mit etwa  1 bis 3 mm Wandstärke bestehen, an den sich der  Boden mit Bodenstärken bis zu 15 mm und mehr  anschliesst.  



  Bringt man     eine    derartige, gegebenenfalls halb  fertige     Patronenhülse        in        eine    gleichmässig gewickelte  Induktionsspule, also     eine        Induktionsspule    mit kon  stantem Abstand der einzelnen Windungen vonein  ander; so erwärmt sich der zylindrische Teil sehr  schnell, während der Boden     verhältnismässig    kalt  bleibt.

   Man     könnte    daran     denken,    die     Gesamtleistung     etwas herabzusetzen     und    die Heizzeit entsprechend  zu verlängern, um durch Wärmeleitung     innerhalb     der Hülse eine     gleichmässige        Temperaturverteilung    zu  erzielen. Hierbei aber sinkt der     Wirkungsgrad    der  Anordnung erheblich, und es ist -kaum möglich, eine       gleichmässige    Erwärmung zu erzielen.  



  Man könnte-daran denken, diesen     grundsätzlichen     Nachteil bei Werkstücken mit derart ungleichmässiger      Massenverteilung dadurch zu     vermeiden,    dass man  die     Induktionsspule        mit        ungleichmässiger    Steigung  wickelt. Man     -müsste        demnach    der Spule an der  Stelle, wo sich eine     Massenanhäufung    befindet, eine  entsprechend grosse     Amperewindungszahl    geben.

   Da  die abgegebene Leistung     annähernd    proportional dem  Quadrat der -     Windungszahl    je     Zentimeter        Spulen-          bzw:        Werkstücklänge    ist, könnte man in gewissen  Grenzen     Wandstärkenunterschiede    auf diese Weise  berücksichtigen.  



  Allerdings ist bei diesem Vorgehen von     vorn-          herein.    nachteilig, dass     immer    nur ein Werkstück in  einer Spule erwärmt werden kann. Bei höheren     Stück-          zahlen    je Stunde müssen also entsprechend viele  Induktionsspulen vorgesehen werden.  



  Besonders     nachteilig    ist aber, dass bei besonders  starken Böden oder grossen     Durchmessern    und im     Ver-          hältnis    dazu sehr schwachen Wandungen die Unter  schiede     in    den     erforderlichen        Amperewindungszahlen     so gross werden, dass die Herstellung entsprechender  Spulen unmöglich wird. Dies gilt vor allem für Patro  nenhülsen     grösserer    Kaliber.  



  Eine andere Möglichkeit,- dieser Schwierigkeiten  Herr     zu-    werden,     könnte        darin    gesucht werden, dass  man lange Induktionsspulen baut,     durch    die die     ein-          zelnen        Werkstücke    Boden- an -Boden bzw. Mündung  an Mündung oder gleichgerichtet Boden an Mündung       hintereinander    hindurchgeschoben werden. Dabei wäre       dann    an den Stellen, wo jeweils der Boden liegt, die  Spule enger     gewickelt    als an den übrigen.

   Abgesehen  davon, dass auch hier die Unterschiede in den erfor  derlichen     Amperewindungszahlen-zu    gross werden kön  nen, muss     dann    aber weiter -vorausgesetzt werden,  dass die -     Hülsenlängen    genau stimmen, damit die       Böden        jeweils    an der richtigen     Stelle    innerhalb der  Spule zu liegen     -kommen.    Vor     allem    verlangt jede       Änderung    der Hülsenlänge hierbei eine entsprechend  gewickelte Spule.

       Daher    ist es     also    auf diese Weise       \nicht    möglich, Werkstücke verschiedener     Länge    durch  die gleiche Spule zuschicken, was aber im Fertigungs  programm von erheblicher Wichtigkeit sein kann,  da     zwischen    den Glühoperationen, wie eingangs ge  schildert, Ziehoperationen liegen, bei denen sich die  Länge des Werkstückes ändert.  



  Alle diese Schwierigkeiten werden     mit    der vor  liegenden     Erfindung    behoben.   Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet,     dass    das starkwandige     Werkstückteil     unter Verwendung einer nur     ihm    zugeordneten     Induk-          toranordnung    erhitzt wird, und zwar räumlich und  zeitlich getrennt von der     Erwärmung    des dünnwandi  gen Teiles, das mittels einer weiteren     Induktoranord-          nung    beheizt wird.  



  Die     erfindungsgemässe    Vorrichtung zur Ausfüh  rung des     obgenannten    Verfahrens ist dadurch gekenn  zeichnet, dass eine     Fördervorrichtung    mit einer Trans  portbahn zum Aufnehmen und Weiterführen von       länglichen,    insbesondere     rohrförmigen    Werkstücken  in quer zur     Bewegungsrichtung    sich erstreckenden  Lage vorgesehen ist,

   und eine     langgestreckte    schlei-         fenförmige    Induktionsspule seitlich entlang der Trans  portbahn sowie eine     zweite    zylindrische Induktions  spule in der Nähe des hinteren Endes der     schleifen-          förmigen    Spule     mit        ihrer    Achse senkrecht zu der       Bewegungsrichtung    der     Transportbahn    angeordnet ist,

    wobei     im    Betriebe mehrere Werkstücke mit ihren  starkwandigen Teilen gleichzeitig durch die lang  gestreckte Induktionsschleife umfasst werden     und    die  Werkstücke nacheinander im Ganzen durch die zweite       Spule        hindurchgeführt    werden.  



  Auf diese Weise werden die Zeiten und die be  nötigten Leistungen für die Erwärmung der stark  wandigen     Werkstückteile    einerseits und die Erwär  mung der dünnwandigen     Werkstückteile    anderseits  unabhängig voneinander. Es ist also möglich, den  starkwandigen Boden einer     Hülse    mit einer erheb  lichen Leistung in einer     bestimmten    Zeit zu erwärmen  und anschliessend die dünnwandige Hülse selbst mit  einer     abweichenden    Leistung und abweichenden Zeit  dauer aufzuheizen. Zuerst     erwärmt    man also den Bo  den und anschliessend die Wandung zusammen mit  dem Boden.  



  Sind nun, wie es in der Praxis meistens der Fall  ist, verhältnismässig grosse stündliche Stückzahlen von  Werkstücken zu erhitzen, so     kann    man zweckmässig  in der Weise vorgehen, dass die Werkstücke in regel  mässiger     Aufeinanderfolge    durch einen nur auf die  starkwandigen Teile der Werkstücke einwirkenden,  eine Mehrzahl von Werkstücken umfassenden schlei  fen- oder     spulenförmigen    Induktor derart hindurch  geführt werden, dass die starkwandigen Werkstück  teile auf     einen    unterhalb der     Endtemperatur    liegen  den Wert     vorgeheizt    werden,

   und dass sie danach ein  zeln in der gleichen Anordnung und im gleichen  Arbeitstempo     in    den Wirkbereich eines weiteren,  auf das     gesamte    Werkstück einwirkenden     Induk-          tors    gebracht werden, der -das vorgeheizte Werk  stückteil gleichzeitig mit dem übrigen Teil des Werk  stückes auf die Endtemperatur bringt.  



  Bei einem solchen Verfahren hat man verschie  dene Möglichkeiten, um auf die starkwandigen Werk  stückteile einerseits und die vorgeheizten Gesamt  werkstücke anderseits derart einzuwirken, dass sich  die gewünschte Endtemperatur     gleichmässig    im ganzen  Werkstück einstellt.     Zweckmässig    wählt man die Dauer  der     Einwirkung    des schleifen- oder     spulenförmigen     Induktors auf das einzelne Werkstück um so grösser,  je grösser der Gewichtsanteil des     starkwandigen    Werk  stückteiles am     Gesamtwerkstückgewicht    ist.  



  Da bei diesen Verfahren mehrere Werkstücke  durch einen     langgestreckten        schleifenförmigen    In  duktor geführt werden, der gleichzeitig auf diese  einwirkt, kann es sich als     zweckmässig    erweisen,  die Werkstücke     während    des Transports wenigstens  durch diesen schleifen- oder     spulenförmigen    Induk  tor ständig um eine zur Transportrichtung     senkrechte     Achse zu drehen. Diese Drehbewegung verbessert die  Gleichmässigkeit der erzielten     Erwärmung,    da der  Abstand der einzelnen Punkte der     Werkstückober-          fläche    vom Heizleiter des Induktors nicht konstant      ist.

   Die gleiche Massnahme     kann    naturgemäss auch  in Anwendung     kommen,    wenn das vorgeheizte Werk  stück einem die     Enderwärmung    bewirkenden Induk  tor     zugeführt    wird, wobei kein     gleichmässiger    Abstand  zwischen dem     Induktorleiter    und dem Werkstück  vorhanden ist.  



  Da die Förderung der Werkstücke je nach Art  der benutzten Fördereinrichtung auch     geradlinig    er  folgen kann,     kann    es gewisse Schwierigkeiten bieten,  die Werkstücke     in    den Wirkraum des     langgestreckten     Induktors hineinzubringen. Zweckmässig wird daher  die     langgestreckte    Induktionsschleife wenigstens an  einem Ende zur Seite gekröpft, so dass auch bei       geradliniger    Förderung keine derartigen Schwierig  keiten     auftreten    können.  



  Ein anderes Mittel zum Beheben dieser Schwie  rigkeit besteht     in    der Anwendung von     Stossgliedern,     z. B. von in ihrer     Längsrichtung    bewegbaren Stiften  oder Bolzen, mit deren     Hilfe    das Werkstück von der  Seite her der Fördereinrichtung zugeführt oder von       ihr        hinwegbefördert    werden kann. Dabei ist es mög  lich, das am Ende der     Fördereinrichtung    vorgesehene  Stossglied gleichzeitig dazu zu benutzen, das der     För-          dereinrichtung    entnommene vorgeheizte Werkstück  dem zweiten Induktor     zuzuführen.     



  Als Fördereinrichtung kann beispielsweise     eine     Drehscheibe dienen, die am Rand geeignete Vor  richtungen zur Halterung der Werkstücke besitzt und,  gegebenenfalls schrittweise, die Werkstücke durch den       langgestreckten    Induktor hindurch zum zweiten In  duktor hin bewegt, der die     Enderwärmung    bewirkt.  Mit Vorteil aber dient     als    Fördereinrichtung ein Ket  tenförderer, der mit Aufnahmen für die Werkstücke  versehen ist und     diese    mit ihren     starkwandigen        Teilen     durch den Wirkraum des     langgestreckten        Induktors          hindurchfuhrt.     



  Dabei werden die Werkstücke zweckmässig der       Fördereinrichtung    mittels einer Zuführung zugeleitet,  die sie einzeln, gesteuert vom Antrieb der Förder  einrichtung, in geordneter Lage an die Aufnahmen der  Fördereinrichtung abgibt. Unter der      geordnetenLage      ist     hier    zu verstehen, dass beispielsweise bei einer dünn  wandigen     Hülse    mit starkwandigem Boden diese  Werkstücke dem     Kettenförderer    so zugeführt werden,  dass sich die Böden     alle    auf der gleichen Seite der  Förderkette befinden.

   Der erste Teil der Förder  einrichtung oder gegebenenfalls auch die Werkstück  zuführung ist hierbei zweckmässig mit seitlichen Füh  rungsblechen versehen, die die Werkstücke in bezug  auf die Fördereinrichtung bzw. den     langgestreckten     Induktor ausrichten.     Damit    wird erreicht, dass sich  die starkwandigen     Werkstückteile    genau an der glei  chen Stelle relativ zum     langgestreckten    Induktor be  finden und von     diesem    mit möglichst hohem Wir  kungsgrad erhitzt werden können.  



  Ein Ausführungsbeispiel     einer    Vorrichtung nach  der     Erfindung    ist in der Zeichnung dargestellt; und  zwar zeigen:       Fig.    1 die     Vorrichtung    zum induktiven Erhitzen  von Hülsen mit starkwandigen Boden .im     Seitenriss,            Fig.    2 die gleiche     Einrichtung    im Grundriss.       Fig.    3 stellt ein     Temperaturdiagramm    dar, wie  es sich bei Anwendung des Verfahrens nach der       Erfindung    ergibt.  



  Bei der     in        Fig.        i    und     Fig.    2 dargestellten Vor  richtung zum induktiven Erhitzen von Werkstücken  ist für den     Werkstücktransport        ein    Kettenförderer 1  vorgesehen, der im wesentlichen aus den beiden Ket  tenrädern 2 und 3 sowie einer endlosen Gelenkkette 4  besteht. Der Antrieb des Kettenförderers 1 ist der  Einfachheit halber nicht näher dargestellt.  



  Die Förderkette 4 ist mit Aufnehmern 5 für die  Werkstücke 6 versehen, die im dargestellten Aus  führungsbeispiel aus     einer    dünnwandigen, am vor  deren Ende mit einem     dickwandigen    Böden     ver-          sehenen    Hülse bestehen. Die Werkstücke werdendem  Kettenförderer 1 über eine     als.Zuführung    dienende       Rinne    7 zugeführt, die im Querschnitt U-förmig aus  gebildet ist, und deren hochstehende Flanken 14 die  Werkstücke gegeneinander mit der erforderlichen  Genauigkeit ausrichten. Vorausgesetzt ist dabei, dass  die Werkstücke auf die     Rinne    7 sämtlich in der rich  tigen Lage, das heisst mit dem Boden voran, zuge  führt werden.

   Zur Abgabe der einzelnen Werkstücke  an die auf der Förderkette 4 befestigten Aufnehmer  5 ist am Ende der Rinne     ein        Gesperre    8     angeordnet,     das mit dem Antrieb des Kettenförderers gekuppelt  ist und jeweils im richtigen Augenblick ein Werkstück  auf den nächsten freien Aufnehmer 5 gleiten lässt.  In     Fig.    1 erfolgt die Bewegung der Kettenräder 2, 3  im     Uhrzeigersinne,    so dass die Aufnehmer 5 dem  unteren Ende der Rinne 7 fortlaufend von links her  zugeführt werden.

      Längs dem oberen     Trum    der Förderkette ist eine       langgestreckte    Induktionsschleife angeordnet, die, wie  aus     Fig.    2 ersichtlich, im dargestellten Beispiel aus  drei dicht nebeneinander liegenden Windungen be  steht. Ihr vorderes Ende ist bei     1.0        winklig    nach vorn       abgekröpft,    so dass die vorderen Werkstückenden,  das heisst die starkwandigen Böden,     hier    unbehindert  in den Wirkungsbereich der     Induktionsschleife.    9       eintreten    können.  



  Nachdem die Werkstücke mit     ihren    starkwandi  gen Böden die     Induktionsschleife    9     durchlaufen    haben,  gelangen sie     kurz    vor dem geschlossenen Ende der       Induktionsschleife    9 in eine Stellung, in der -sich das  einzelne Werkstück in Flucht mit einem     Ausstosser    11  befindet. Dieser     Ausstosser    schiebt     ;das    Werkstück  seitlich von seinem     Aufnehmer    5     herunter,    und hierbei  gelangt es in den Wirkraum eines zweiten, hier spulen  förmigen Induktors 12.

   Dabei wird das Werkstück  von einer geeigneten     Halterung    getragen, die im dar  gestellten     Ausführungsbeispiel    aus einer Rinne 13  besteht. Hier ist das Werkstück in seiner gesamten  Länge der Wirkung der Induktionsspule ausgesetzt,  wird     also    als Ganzes erwärmt. Beim Einschieben  des nächsten Werkstückes mittels des     Ausstossers    11  wird das in dem Induktor 12 aufgeheizte Werkstück  vom nachfolgenden     verdrängt    und gleitet auf einer           nicht        näher    dargestellten     Transportvorrichtung    zur  nächsten Bearbeitungsstation.  



  Die Abmessungen der beiden Induktoren 9 und  12 sowie die in ihnen fliessenden     Hochfrequenzströme     sind so gewählt, dass sich eine     Werkstückerwärmung     ergibt, wie sie grundsätzlich in     Fig.    3 dargestellt ist.       Hier    ist über der Zeitachse<I>t</I> die     Temperatur   <I>T</I> als       Diagramm    aufgetragen.

   Als -Zeit to ist der Augenblick  gewählt,     in    dem ein Werkstück in den     schleifenför-          migen        Induktor    9     eintritt.    Dieser wirkt praktisch nur  auf den starkwandigen Bodenteil ein, und es ergibt  sich während der     Förderung    dieses Werkstückes     durch     den     langgestreckten    Induktor ein Anstieg der Boden  temperatur gemäss der ersten, mit  Boden  gekenn  zeichneten Kurve bis zur Temperatur     T1.    Da hierfür  eine gewisse Zeit benötigt     wurde,    ist diese Temperatur  im     Zeitpunkt        t,

      erreicht.     In:    diesem Augenblick be  findet sich das Werkstück vor dem     Ausstosser    11.  Es wird aus dem Wirkbereich der Induktionsschleife  9     herausbefördert    und gelangt in den     Innenraum    des       Induktors    12.

   Für diesen Transport wird eine gewisse  Zeit benötigt, so dass es erst im Zeitpunkt t2 sich     in     Inneren des     Induktors    12     befindet.    Während dieser       Zeitspanne        erfuhr    der Boden -keine weitere Erwär  mung, und daher     kühlte    er sich auf die Temperatur     T2     ab.

   Da jetzt der Induktor 12 auf Boden und Wandung  zugleich     einwirkt,    anderseits aber eine     verhältnismässig     geringe Leistung auf das Werkstück     überträgt,    steigt  vom Zeitpunkt     t2    ab die Temperatur des Bodens nur  noch langsam,     während    die Hülsentemperatur vom       Zeitpunkt        t2    ab     verhältnismässig    steil ansteigt. Dieser  Teil der Kurve ist mit      Hülse     bezeichnet.

   Zur Zeit     t3     haben Hülse und Boden die gleiche Temperatur     T"     erreicht, die im     vorliegenden    Falle die     gewünschte          Endtemperatur    darstellt. Das Werkstück     kann    jetzt  aus dem     Induktor    12     entfernt    werden.

   Soll dies     in     der vorstehend angegebenen Weise mittels des     Aus-          stossers    11 unter Zwischenschaltung des nächsten  Werkstückes geschehen; so ist die Transportgeschwin  digkeit und     die    von beiden     Induktoren        jeweils    ab  gegebene     Leistung-ohne    Schwierigkeiten entsprechend  abzustimmen, und dies kann beispielsweise derart ge  schehen, dass die Zeit     t3-t2    gleich der     Zeitspanne          t1        7t,

      gewählt und die Stromstärken entsprechend den  Massen des Bodens     bzw.    des Gesamtwerkstückes ein  gestellt werden.  



  Wie bereits kurz angedeutet, sind verschiedene  Abwandlungen einer solchen     Induktionserhitzungsvor-          richtung    möglich. Beispielsweise kann anstelle des  Kettenförderers 1 ein Drehtisch     benutzt    werden;

   eine       Stossvorrichtung        ähnlich    dem     Ausstosser    11     kann    auch       zum        Hineinbefördern    der Werkstücke     in    den Wirk  bereich des     langgestreckten        Induktors    -dienen, wobei  die     Abkröpfung,    des     Induktors    9 am     linken    Ende 10  überflüssig sein kann;

   der Induktor 9     kann    an -beiden  Enden     mit        Abkröpfungen    versehen sein, um     nicht          nur    das     Einführen,    sondern auch das Ausführen der  Werkstücke     in        geradliniger    Bewegung zu ermöglichen,  falls     man    z.

   B. den zweiten Induktor 12     nicht    hin  ter, sondern neben dem     Fördermechanismus        anordnen       will oder eine Pauseneinschaltung aus Gründen der  jeweils gewünschten     Aufheizcharakteristik        bevorzugt     und dergleichen mehr.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum induktiven Erhitzen von Werk stücken, die über ihre Länge sehr unterschiedliche Wandstärken bzw. -dicken aufweisen, auf eine ge wünschte, für das ganze Werkstück gleichmässige Tem peratur, dadurch gekennzeichnet, dass das starkwan dige Werkstückteil unter Verwendung einer nur ihm zugeordneten Induktoranordnung erhitzt wird, und zwar räumlich und zeitlich getrennt von der Er wärmung des dünnwandigen Teiles,
    das mittels einer weiteren Induktoranordnung beheizt wird. 1I. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fördervorrichtung mit einer Transportbahn zum Aufnehmen und Weiterführen von länglichen, ins besondere rohrförmigen Werkstücken in quer zur Bewegungsrichtung sich erstreckenden Lage vorgese hen ist,
    und eine langgestreckte schleifenförmige In duktionsspule seitlich entlang der Transportbahn so wie eine zweite zylindrische Induktionsspule in der Nähe des hinteren Endes der schleifenförmigen Spule mit ihrer Achse senkrecht zu der Bewegungsrichtung der Transportbahn angeordnet ist, wobei im Betrieb mehrere Werkstücke mit ihren starkwandigen Teilen gleichzeitig durch die langgestreckte Induktionsschleife umfasst werden und die Werkstücke nacheinander im Ganzen durch die zweite Spule hindurchgeführt werden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, zum Erhitzen von Werkstücken in grossen stündlichen Stückzahlen, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstücke in regel mässiger Aufeinanderfolge durch einen nur auf die starkwandigen Teile der Werkstücke einwirkenden, eine Mehrzahl von Werkstücken umfassenden schlei fen- oder spulenförmigen Induktor derart hindurch geführt werden, dass die starkwandigen Werkstück- teile auf einen unterhalb der Endtemperatur liegenden Wert vorgeheizt werden,
    und dass sie danach einzeln in der gleichen Anordnung und im gleichen Arbeits tempo in den Wirkbereich eines weiteren, auf das gesamte Werkstück einwirkenden Induktors gebracht werden, der das vorgeheizte Werkstückteil gleichzeitig mit dem übrigen Teil des Werkstückes auf die End- temperatur bringt. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dauer der Einwirkung des schleifen- oder spulenförmigen Induktors auf das ein zelne Werkstück um so grösser gewählt wird, je grösser der Gewichtsanteil des starkwandigen Werkstückteiles am Gesamtwerkstückgewicht ist. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Werkstücke während des Trans ports wenigstens durch den schleifen- oder spulen- förmigen Induktor ständig um eine zur Transport richtung senkrechte Achse gedreht werden.
    4. Vorrichtung.nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Induktions- schleife (9) wenigstens an einem Ende (10) zur Seite gekröpft ist, so dass die Einführung der Werkstücke (6) in den Wirkraum des Induktors erleichtert ist. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch ein wenigstens an einem Ende der Fördereinrichtung (1) vorgesehenes Stossglied (11), mit dessen Hilfe das Werkstück der Fördereinrichtung zugeführt oder von ihr hinwegbefördert wird. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das am Ende der Fördereinrich- tung vorgesehene Stossglied (11) das der letzteren-ent- nommene Werkstück (6) dem zweiten Induktor (12) zuführt. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 4-6, dadurch gekennzeichnet, dass als Fördereinrichtung ein Kettenförderer (1) dient, der mit- Aufnahmen (5) für die Werkstücke versehen ist und diese mit ihren starkwandigen Teilen durch den Wirkraum des langgestreckten Induktors (9) führt. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstücke (6) der Fördereinrichtung (1) mittels einer Zuführung (7) zugeleitet werden, die sie ein zeln, gesteuert vom Antrieb der Fördereinrichtung, in geordneter Lage abgibt.
    9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass die Werkstückznführung (7) oder der erste Teil der Fördereinrichtung (1) mit seitlichen Führungsblechen (14) versehen ist, die die Werkstücke (6) in bezug auf die Fördereinrichtung bzw. den langgestreckten Induktor (9) ausrichten.
CH6757058A 1957-12-24 1958-12-22 Verfahren und Vorrichtung zum induktiven Erhitzen von Werkstücken CH374435A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP0019902 1957-12-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH374435A true CH374435A (de) 1964-01-15

Family

ID=7367636

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6757058A CH374435A (de) 1957-12-24 1958-12-22 Verfahren und Vorrichtung zum induktiven Erhitzen von Werkstücken

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH374435A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0371956B1 (de) Verfahren und Anlage zum Zuführen von Längselementen zu einer Schweissmaschine für Gitter oder Gitterroste
DE1565557A1 (de) Vorrichtung zur Zufuehrung von Stiften,Bolzen od.dgl.
DE2734986A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum induktionserhitzen eines metallelements
EP0072901A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum gleichmässigen induktiven Erwärmen länglicher Werkstücke
AT217492B (de) Verfahren und Vorrichtung zum induktiven Erhitzen von Werkstücken, die über ihre Länge sehr unterschiedliche Wandstärken bzw. Dicken aufweisen
DE2057005A1 (de) Einrichtung zum Induktionshärten von Werkstücken länglicher Form
AT404910B (de) Anlage zum zuführen von längselementen zu einer schweissmaschine
DE2051354A1 (de) Vorrichtung zum Zuführen von Längsdrähten zu Gitterschweißmaschinen
CH374435A (de) Verfahren und Vorrichtung zum induktiven Erhitzen von Werkstücken
DE2628657C2 (de) Temperatur-Ausgleichsofen für im Durchlaufverfahren zu erwärmende metallische Werkstücke
DE2642099A1 (de) Ofeneinrichtung zum induktiven erhitzen metallener werkstuecke
EP0878555A1 (de) Vorrichtung zum Führen von Werkstücken
DE3227448C2 (de) Vorrichtung zum Vorwärmen der Enden eines angestauchten Stahlrohres
DE2347035C3 (de) Vorrichtung zum Behändem, insbesondere zum induktiven Härten von Werkstücken
EP0334200B1 (de) Verfahren zum Beheizen von strangförmigem Gut
DE818511C (de) Ofen zur Waermebehandlung von Metallgegenstaenden
CH379660A (de) Verfahren zum induktiven Erhitzen von Werkstücken und Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens
EP0159029A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erhitzen von magnetisierbaren Metallwerkstücken
DE1565378C (de) Vorrichtung zum induktiven Erwarmen von stangenförmigen Werkstücken über einen Teil ihrer Lange
AT520175B1 (de) Gittermattenschweißmaschine und Verfahren zum Betreiben einer Gittermattenschweißmaschine
DE1528135A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen geschichteter Verbaende aus Holzstuecken
DE811479C (de) Vorrichtung zum elektro-induktiven Erhitzen der Endabschnitte und der Stirnflaechen von langgestreckten Werkstuecken
DE1068832B (de)
DE1014678B (de) Durchlaufinduktionsofen zur in Richtung der Laengsachse ungleichmaessigen Erwaermungvon Metallbloecken
DE1178453B (de) Vorrichtung zur schrittweisen Foerderung einer Reihe von Werkstuecken, wie Stahl- oder Metall-bloecken, durch einen Induktions-Durchlaufofen